Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 014-0219-0229

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Ngày đăng: 04/11/2018, 23:42

download unter www.biologiezentrum.at REDEN UND ANSPRACHEN zu EHREN VON PROFESSOR EDUARD SUESS AUS ANLASS DER ERRICHTUNG DER EDUARD SUESS -STIFTUNG AM 12 MAI Ansprache ig02 Sr IM FESTSAALE DER K K UNIVERSITÄT WIEN ABGEHALTENEN FEIER Maguificenz des Rectors der Wiener Universität Dr J Schipper Ho chans ehn Eine und erhebende Feier eigenartige c i ist Versammlung! he es, welche diese glänzende Festversammlung hier ver- und mir zunächst die ehrenvolle Verpflichtung einigt hat auferlegt, alle hier Erschienenen, insbesondere aber unseren verehrten Professor Suess und seine werthen Angehörigen, auf's ehrerbietigste zu begrüssen Unter den Festlichkeiten ähnlicher Art, die während dieses Studienjahres Universität stattgefunden haben, bei sich ist die den Räumen unserer in gewiss die schönste und erfreulichste heutige den früheren Gedenkfeiern darum handelte, das Andenken längst verewigter, verdienter MitgHeder unserer Hochschule anlässlich der Aufstellung ihrer Denkmäler in unseres Universitätsgebäudes zu ehren, wandelt Derjenige, der Zeit aus gut befunden dem Verbände hat, noch in Denn während es hervorragender und dem die heutige Feier gilt, der Ruhmeshalle obwohl er leider vor der activen Mitglieder des Lehrkörpers unserer Hochschule auszuscheiden für herzerfreuender körperlicher und geistiger Rüstigkeit und Frische unter den Lebenden, und steht an der Spitze der ersten wissenschaftlichen Körperschaft unseres Reiches, in der vordersten Reihe auch aller Derjenigen, die innerhalb der weiten Grenzen desselben der Förderung der idealen Güter der Menschheit, Alles dessen Doch nicht meine vor wenigen Monaten was edel, gut Aufgabe ist es, und schön die ist, ihr Leben gewidmet haben Bedeutung des verehrten Mannes hervorzuheben, dem anlässlich seines Scheidens erst von seiner langjährigen ruhmvollen Thätigkeit an unserer und ehrenvollste Auszeichnung erwiesen wurde, indem Seine Majestät, unser AUergnädigster Kaiser und Herr, seine grossen Verdienste um die Wissenschaft und um die CulturbestreUniversität die allerhöchste bungen unserer Zeit in einem huldvollen Handschreiben anerkannte, dadurch nicht nur ihn, sondern den Gelehrtenstand überhaupt in hochherziger Weise ehrend und auszeichnend Und nun wird ihm und die seinen einstigen Collegen hohe Ehre und Auszeichnung zutheil, dass an dieser Hochschule am heutigen ein Mitglied des Allerhöchsten Kaiserhauses, Tage wieder Seine Kaiser- und Königliche Hoheit, der Durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer, der Allverehrte Schirmherr und Förderer aller wissenschaftlichen, künstlerischen und humanitären Bestrebungen hier in unserer Mitte Festcomites erscheint, um an dieser Feier theilzunehmen und dem dafür im Namen der Universität und des liche den ehrerbietigsten Dank auszusprechen nicht nur eine ehrenvolle Herzensbedürfnis Pflicht, sondern uns Allen ein wahres ist Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XIV V download unter www.biologiezentrum.at Eduard Suess-Feier 220 In o-leicher Weise beehre dem Herrn ich mich, Seiner Excellenz, dem Dr Wilhelm Ritter von Hartel, der mit [2] Minister für Cultus und Untericht, verehrten Herrn Professor Suess an der Spitze der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften steht, sowie allen übrigen hohen Würdenträgern und allen verehrten Herren Collegen von der Akademie der Wissenschaften und von der Universität, sowie allen Ehrengästen, die zur sich hier eingefunden haben, Theilnahme an der heutigen Feier Indem nun nochmals Sie ich durch Ihre Anwesenheit die Alle, Erscheinen wärmstens zu danken für ihr unser und auszeichnen Fest ver- schönen, auf's ehrerbietigste begrüsse und willkommen heisse, ersuche ich den Amtsnachfolger und einstigen Schüler des verehrten Meisters, Herrn Professor Dr Uhlig, seinem Festvortrage das Wort zu nehmen zu Ansprache des Professors Dr Victor H o chan s e hn i c Uhlig Versammlung! he Das akademische Leben mit seinen Kämpfen, seinen Gegensätzen und seinem ruhelosen Entwickelungsdrange mag auf Beobachter, die an der Oberfläche der Erscheinungen haften bleiben, oftmals wohl den Eindruck eines wirren Gemenges unharmonischer Bestrebungen hervorrufen Wesen der Dinge wird eindringt, merken, die durch den Riesenleib der bewegten Oberfläche unter eine ruhige Wer mächtige Strömung be- nach einem gemeinsamen Zielpunkt aller Facultäten aber tiefer in das hinflutet Aussergewöhnliche Ereignisse ziehen diese gemeinsame Tiefenströmung zeitweilig an die Oberfläche und geben nicht nur der Allgemeinheit Kunde von der Einheit unseres Wesens, sie bestärken auch uns selbst in unserem, durch die Verwirrung des Tages so oft erschwerten Streben aus dem Dunkel in das Helle Ein solches aussergewöhnliches Ereignis bescheidet uns der heutige, der Ehrung unseres grossen Meisters Eduard Suess gewidmete Tag Pulsschlag unseres Geisteslebens, Nicht nur Facultäten und alle alle Commilitonen vom Haupte bis durch ihre herzliche Antheilnahme an dieser Feier den gemeinsamen Gliedern bekunden zu den jüngsten auch weit über den Rahmen der Forschung und der Lehre der Kreis ist derer gezogen, die in dieser Stunde sich uns zugesellen Wer empfände auch nicht Bewunderung hervorragendsten Bahnbrecher, dem alle seine Leben glänzendsten Führer verehren? Mann, der das Gedeihen unserer Kaiserstadt so barkeit erfüllt für einen so grosse Dienste als einen ihrer den die Fachgenossen für einen Forscher, erwiesen hat? Wer sympathisirte nicht mit Handlungen getragen sind? Wer dem und dürfte es wohl grösste die heute nicht unsere Aufgabe sein kann, wird es Staate ahösterreichischen Patriotismus, Befriedigung bereiten, von warmes Gemeingefühl im Zeichen der sich in das allmähliche Entstehen die Tage des Sammeins und Ringens zu versenken dieser geistigen Grösse bis zurück in dem stolzen Persönlichkeit? Vollzieht sich eine solche Einigung der Geister, entsteht ein so so von Dank- nicht erfolgreich gefördert, der endlich beugte sich nicht in Verehrung vor einem lauteren der Treue, vor einer ungewöhnlichen, grossen Persönlichkeit, Wer wäre als einen ihrer uns doch gestattet sein, unseren Meister Wenn das auch auf den Haupt- etappen seiner Laufbahn zu begleiten Das Streben höherem nach Und unseres Eduard Suess kennzeichnet echter Naturforscher erkennt er bald, Meisterung eines Theilgebietes Brachiopoden und wird gruppe Im Vollbesitze in Aufschwung, führt dieses Streben dass Er das der Weg es ist tritt wohl, schon in was vor Allem seinen ersten Arbeiten zu einer höheren Warte nur über verarbeitet ein ungewöhnlich reiches Material auf raschem Ansturm dieser Kennerschaft ein unbestrittener das Lebenswerk hervor Als die vollständige dem Gebiete der Kenner dieser geologisch so wichtigen Thier- wird der junge Beamte des damaligen Hofmineralien- Cabinets im Jahre 1857 zum Professor der Paläontologie an der Wiener Universität ernannt Die auf einem Gebiete der Paläontologie und bald erlangte Meisterschaft verbreitete er sich über festigt sein Urtheil fossile Säugethiere, auch in anderen Theilen dieser Wissenschaft über die Verschiedenheit der tertiären Landfaunen, über die Systematik der Ammonitiden und gab den mächtigsten Anstoss zur Aufstellung eines natürlichen Systems der Ammonitiden, das Jahrzehnte lang die Forscher beschäftigt hat und auch heute noch nicht download unter www.biologiezentrum.at Reden und Ansprachen r-j] völlig abgeschlossen Die Ideen ist tiefen Einfluss auf ihn aus, aber sie Frühzeitig erkannte er, nicht ausschliesslich von Edm Forbes, 221 Bronn und Ch Darwin übten damals zwar einen vermochten ihn doch nicht seinen eigenen Erfahrungen in zu beirren dass die Paläontologie die Räthsel der fortschrittlichen Entwickelung der Lebewesen im Bannkreise der Darwin'schen Ideen zu suchen habe Obwohl unser Meister bald mehr und mehr auf das geologische Gebiet abgelenkt wurde, haben ihn doch auch biologische Fragen dem unausgesetzt beschäftigt und mit grosser Spannung sehen wir Abschnitte über »das Leben', entgegen, das uns der Meister als Abschluss des dritten Bandes seines grossen Lebenswerkes des in »Antlitz der Erde« Aussicht gestellt hat Für seine Thätigkeit auf geologischem Gebiete dem Heimatsboden entsprangen ; Erkenntnissen, die der Heimatsscholle er in bewundernswerther Weise Werk Ein ähnliches punkten es sehr bezeichnend, dass seine Arbeiten so ist entnommen waren geologische mit In seinem Beispiel sein ; »Boden der Stadt Wien« hygienischen hydrologischen, vordem kaum bestanden hat ganz aus Forschungen seiner späteren Jahre wurzeln selbst die weitausgreifenden in verband und historischen Gesichtsmehrfache fand Nachahmung, aber keines erreichte an Fülle der Anregung, an schönen Gedanken, an warmer Heimatsliebe das Original Mit dem »Boden engem Zusammenhange sein berühmter Bericht über die WasserStadt Wien, auf Grund dessen der Bau unserer Franz Josef-Hochquellenwasserleitung beschlossen versorgung der wurde und der der Stadt Wien« steht in für alle späteren Arbeiten dieser Art als Doch mit diesem grossen Werke gab um Stark genug, sich sein Muster diente Drang, der Allgemeinheit zu nützen, nicht zufrieden sowohl der Wissenschaft, wie dem öffentlichen Wohle zu dienen, er sich ver- zu der damals sich vollziehenden politischen Neugestaltung unseres Vaterlandes nach Kräften bei- pflichtet, zutragen, und so sehen wir ihn in jenen Tagen, die mit ihrem schaffensfrohen schwänglichen Hoffnungen so weit, ach so weit hinter uns zu liegen scheinen, hause fühlte den Neubau des Schulwesens mit einer für Zustimmung der Bevölkerung Der Jubel jener Tage Wärme und Schlagkraft Idealismus, in ihrem über- unserem Abgeordnetendie eintreten, ihm die jubelnde eintrugen ist freilich verraucht, aber die Thatsache doch unbestritten geblieben, dass damals auf dem Gebiete des Volksschulwesens unvergängliche Fortschritte angebahnt wurden Die intensive öffentliche Bethätigung unseres Meisters Vielen aber lichen ist es nicht bekannt, dass er sich Wirkens abhalten Hess, sein weder durch lebt uns Allen noch in frischer Erinnerung, die Lasten, noch durch die Ehren des Lehramt und seine Wissenschaft mit gleicher Liebe zu pflegen wie Staunend ermessen wir das Pflichtgefühl, die Arbeitskraft und die geistige Elasticität, die öffent- sonst so übergrosse Leistungen einzig ermöglichten Die Pflege der Geologie der Heimat lenkte seine Aufmerksamkeit auf die nieder-österreichischen Erdbeben In der Zeit seiner intensivsten parlamentarischen Thätigkeit, veröffentlichte er darüber eine damals gänzhch und knüpfte sie an eine ebenso interessante Studie über die Erdbeben des südlichen nachdem er dieses Land wiederholt mit seinen Schülern besucht hatte In diesen beiden Arbeiten er neue und so weite Ausblicke, dass er hierdurch zum eigentlichen Begründer der geologischen neuartige Arbeit Italien an, eröffnete Untersuchungsmethode der Erdbeben wurde Das Wiener Becken mit seinen interessanten Tertiärbildungen wurde durch ihn zum Ausgangs- punkt fruchtbringender geologischer Arbeit und ebenso boten ihm die Alpen ein unbegrenztes Feld erfolgeicher Thätigkeit Die österreichischen Geologen wissen ihm Dank für vielfache Auiklärungen alpiner und karpatischer Formationen der Alpen ein und Er führte erzielte ; in damit so für ihn waren dies zugleich Bausteine eines umfassenderen diesem Werke die vergleichende Methode wichtige Ergebnisse, dass er Werkes, der Entstehung in die geologisch-tektonische sich angeregt fühlen musste, immer Forschung weitere und weitere Gebiete in den Bereich dieser vergleichenden Forschung zu ziehen, bis er endlich nach vieljähriger Arbeit die Gebirgszüge der ganzen Erde mit ordnendem Verstände durchdrang nehmen, was vordem von keinem Geologen in Nun konnte gleichem Maasse gewagt worden war: er unter- eine Darstellung des geologischen Baues der gesammten Erdkruste, ein Riesenwerk, das in seinem »Antlitz der Erde« fast vollendet vor uns liegt 29* : download unter www.biologiezentrum.at Eduard Suess-Feier 222 [4] von diesem Werke ausgegangen, die in ihrer Wucht den Meister selbst Nicht bloss die topische und dynamische Geologie wurde hierdurch in neue überrascht haben mochte Bahnen gelenkt, sondern es gibt überhaupt kaum ein Capitel der Geologie, das nicht in mehr oder minder Eine o-ewaltige Wirkung ist erheblichem Grade hievon befruchtet worden wäre Nicht nur Sprachengebiete es gepriesen, der engeren Heimat, nicht nur im deutschen raschem Fluge sowohl durch in den Stoff auch durch die unvergleichliche Kunst der Darstellung universelle Bedeutung erlangt In echt wie selbst, »Antlitz der Erde« das ist in hat dem wissenschaftlicher Solidarität haben Forscher aus fernen Ländern selbstlos um zur Verfügung gestellt, zur Grösse eines Werkes das beizutragen, Meister Originalmittheilungen immer einen unvergänglichen für Markstein in der Geschichte der Geologie bilden wird Eduard Suess nach bewundernswerthen Leistungen auf allen Gebieten der Geologie zur Höhe wissenschaftlichen Ruhmes emporgestiegen; in allen Theilen der Erde befruchten seine scharfsinnigen Ge- So ist danken die geologische Forschung und Ruhm zugleich der alle civilisirten Länder mit seinem dringt der Erde« »Antlitz der ưsterreichischen Naturforschung nicht verfehlen, im Herzen der Mitwelt einen Ehrenplatz einzunehmen Ein so grosses Leben konnte Nichts war in natürlicher als dass sich Alle freudig anschickten, den 70 Geburtstag des Meisters festlich zu begehen Seine Schüler durften sich hierin des Vortritts erfreuen, konnten sie doch die letzte akademische Vorlesung vorübergehen lassen, ohne zum letzten Male seinen schwungvollen ihres geliebten Lehrers nicht lauschen und ihm eine schlicht-herzliche Ovation Ruhmes, äusseren Ehren und Auszeichnungen abhold, lichen das war sitätsprofessor seit jeher als höchster Ehrentitel galt,« was überreichten Adresse, Dann kam sie mehr als alle der 70 Geburtstag, es, mit der schlichte, stets liebevoller Sorgfalt seinem Lehrberufe ergebene Gelehrte geblieben war, und dem Kundgebungen kam herzlichster nicht nur unseren Meister, sondern Sr hat Theilnahme der In zahllosen Verehrung der Mitbürger zum Ausdruck, und Kundo-ebungen wurden gekrönt von den erhebenden Worten Kaisers, die Univer- nach dem Wortlaute der von den Schülern begangen von der Familie unter dankbare die als anderen Verdienste zu Bewunderung und Dank hingerissen feierlich zu unermüdlichem Eifer die Stellung grossen OeffentHchkeit, der persönlichen Freunde und Verehrer, sowie des Auslandes begeisterten W orten zu bereiten »Dass er selbst auf der Höhe wissenschaft- warmen diese alle Majestät, unseres erhabenen und geliebten gesammte Wissenschaft auf das höchste geehrt und die beglückt haben vergönnt nicht unseres Meisters 70 Geburtstag So hat der Wiederhall geweckt sein, Wir konnten in allen Schichten unseres Reiches einen mächtigen Nur wir, seine ehemaligen Universitäts-Collegen, sollten abseits stehen, uns sollte ihm öffentlich den Tribut der Dankbarkeit, der herzlichen Verehrung zu zollen? es Dich, verehrter Meister, nicht ziehen lassen, ohne diesem Herzensbedürfnis zu folgen, und wir sind hochbeglückt, dass Du uns die Gelegenheit hierzu nicht entzogen hast Und indem wir uns nun um Dich scharen und die Versicherung unserer unwandelbaren Verehrung erneuern, finden wir uns einig mit Dir in dem echt germanischen Drange nach dem Hohen, dem Edlen, Lauteren und Hellen Alle in Dir, Leider hat diese Feierstunde für unsere Universität neben der erhebenden auch ihre höchst betrübende Seite sie : erinnert uns daran, dass wir einen unserer ruhmvollsten brochenen Lehrthätigkeit von 88 Semestern verloren haben dass Du der Unsere geblieben bist, akademischen Lehrer nach einer ununter- Glücklicherweise können wir dennoch sagen, nicht nur durch die Beziehungen unserer Herzen, durch die Wissenschaft; auch Deinen ruhmvollen die in ! Namen Du wusstest unserer Universität durch eine That zu erhalten, Hưrer des »geologischen Conversatoriums« eintragen, und so verschafftest Ruhm, Bahnbrecher der Wissenschaft zuerst einen Du Durch diese That gabst In Name ist Du liessest den Annalen der Wissenschaft vereinzelt dastehen dürfte: Dein Universität nicht verschwunden, sondern darin nur verschoben, denn der Lehrer sehen, Lehrer wurde zu sein, meine habe ich nicht aufgehört, möchte Ohren Lehrer, dann als aus den Matrikeln unserer ihn ja Du in das Verzeichnis unserer Universität den Schüler aufweisen zu können uns neuerdings einen Beweis von der Grösse und Treue Deiner Lebensauffassung Deiner Abschiedsvorlesung, verehrter Meister, »Als ich als Bande der ich hören, auch meine nicht Hände vernahmen wir von Dir folgende denkwürdige Worte ein Lernender zu sein, und Lernender zu sein, aufhưren, greifen ein kưnnen« Dank dieser jetzt, so da lange wahrhaft ich aufhöre, meine erhabenen ein Augen Auf- download unter www.biologiezentrum.at Reden und Ansprachen [Sj fassung des wissenschaftlichen Berufes, dank der 22S gütigen Vorsehung, die Dir dem Riesenbaume Deines Wissens gab, auch fürderhin neue Erkenntnisse und die Kraft den Willen einzufügen, können wir die frohe Du auch in Zukunft nicht aufhören wirst, als unser Führer und Altmeister Gedeihen der Wiener Geologenschule, die Du so gross gemacht hast, zu erhöhen Diese Seite Deines Wirkens schwebte uns vor, als wir den Gedanken fassten, ein äusseres Zeichen Hoffnung aussprechen, dass voranzugehen und das aufzurichten, das für alle Zeiten von den Gefühlen Persönlichkeit Deinen liegen, Fachgenossen und Freunden Collegen, In Was sollte Dir mehr am Herzen Erwägung reifte der Plan, eine -St if tun g führen und deren Erträo-nis dieser Namen E d u ard S ue ss Stiftung zu schaffen, die für alle Zeiten den Beförderung geologischer Studien an der Wiener Universität dienen zur wir hier hervorheben, Mit Genugthuung müssen sollte dass diese Absicht in allen betheiligten Kreisen nicht nur die freudigste, lebhafteste auch die werkthätigste Unterstützung fand sondern Billigung, Deine Leistungen und Deine die sollte, einflössten dauernde Förderung unserer Geologenschule? die als Kunde geben Von vielen besonders auch von Seiten, unserem Montanisticum, wurden uns so namhafte und zahlreiche Beiträge zur Verfüo-unofür unsere heimischen Verhältnisse namhafte Summe von fast 42.000 zusammenkam dass die o-estellt, K Du magst, verehrter Meister, bereit erklärt hast, die Widmung Studirenden unter der uns der erhebenden Vorstellung hingeben, Früchten Deines Wirkens zehren um dem Indem der Collegen und die aller Fachgenossen diesen mit soll wie weiten wird, um grössere geoloo-ische mit Befriedigung des gelungenen Werkes freuen und im Namen eben dieses Wirkens auch materielle Mittel erhalten werden, nun im Namen sagen viele Jahre in Zustandekommen jungen Geologen, die noch lange an den geistigen Du Mensch und Forscher gegeben als wie hast derjenigen, die zu dieser Stiftung beigetragen haben, Stiftsbrief überreiche, bitte ich Zeichen unserer Gefühle zu erblicken, das Dir eindringlicher äusseres viele, dass grossen Vorbilde nachzustreben, das ich Dir und Aufsicht eines Professors und auch kleinere selbständio-e Forschuno-en Nun können wir uns von Anfängern zu ermöglichen sollen, tief die das wir ; Deinem Wunsche und Deiner hohen Einsicht dazu verwendet werden Studienreisen wie Wir aber danken Allen, danken aber auch Dir aus ganzem Herzen, dass Du Dich dieser Stiftung anzunehmen Du wirst aus diesem Stiftsbriefe ersehen, dass diese dieser Stiftung durch Beiträge ermöglichten Stiftung nach Beweis erblicken, hierin einen neuerlichen Kreisen die Verehrung wurzelt, die Dir entgegengebracht wird tiefer Dich, als theurer Meister, meine Worte Verehrung und Dankbarkeit wir darin ein vermögen, noch es für jetzt im Namen und immer Deiner sedenken Ansprache des Intendanten des k k Naturhistorisclien Hofmuseums, Dr F Steindachner Hochverehrter Herr Professor! Der Kreis der heimatlichen Institute, mit denen Sie während Ihrer, ein halbes Säculum umfassenden, so fruchtbringenden Thätigkeit in Beziehung traten, wäre kein vollständiger, würde darin der historischen lichen Hofmuseums Anlasse fehlen Mit freudiger Genugthuung Beginn Ihrer glänzenden wissenschaftlichen Laufbahn zusammenfallen mit Ihrem Eintritt in Decennium diesem das damahge Institute als Assistent Aus der staunenswerthen ich nur die Tertiärbildungen der alle und haben über die Umgebung von Wien Brachiopoden Hofmuseums gerade mit dann mehr als stammenden Arbeiten und Publicationen und jene über die fest- dem ein veranlassten fossilen Säugethiere will der hervorheben, die nicht nur in den Annalen der Wissenschaft für Zeiten fortleben, sondern auch eine bleibende unschätzbare Bereicherung der Naturhistorischen die und Custosadjunct angehört Fülle Ihrer aus dieser Zeit grundlegenden Studien des k k Natur- haben dieselbe im Jahre 1852 Sie Hofmineraliencabinett begonnen k k Name mich daher, heute bei diesem Hofmuseums Erinnerungen wachrufen zu können, Vertreter des als erfüllt es Sammlungen des heutigen download unter www.biologiezentrum.at Eduard Suess-Feier 224 Schon damals haben Sie [6] junger Privatdocent das vorhandene reiche als des Hof- fossile Material Räumen dieses Museums versammelt, dem Stoliczka, mineraliencabinettes zu Ihren unvergesslich anregenden Vorträgen benützt und in den in früher Morgenstunde einen Kreis lernbegieriger junger Mojsisovics, Paul und Andere angehört Erinnerung beizählen Sie waren Männer um dem auch und haben, sich mich ich mit dankbarer aufrichtig darf es vor Allem, Gedanken der den betonte, engsten An- im nur dass die Paläontologie schlüsse an die Kenntnis recenter Thierformen auf wissenschaftlich gesicherter Grundlage fortarbeiten könne, Auf dass Vergangenheit und Gegenwart diesbezüglich ein untrennbares Ganzes bilden widmete mich vor 53 Jahren dem Studium der ich fossilen Fische Oesterreichs Ihre Anregung hin und kam hiedurch in nähere Beziehung zu dem damaligen zoologischen Hofcabinette, dessen berühmte ichthyologische Abtheilung durch H e c k e Ts Tod führerlos geworden war Und wie ich Ihnen mithin persönlich zum zahlreiche andere Sie einst angehörten, das Ihnen damals erwiesene auch fernerhin demselben der Spitze k k die in der höchsten stets ein als akademischer Lehrer dem Entgegenkommen reichlichst vergolten, warmer persönlicher Freund geblieben und haben Hofmuseums stets Das Naturhistorische Hofmuseum Naturhistorischen unserer Monarchie Körperschaft wissenschaftlichen Weise in erfolgreichster setzt sind so verpflichtet bin, auch es Ihnen ihren ehemaligen Lehrer verehren haben aber nicht bloss durch Ihre ruhmvolle Thätigkeit Sie dem Danke grössten Beamte des Naturhistorischen Hofmuseums, wo heute, bis stehen, Institute, sondern sind Sie an Interessen die des gefördert daher auch einen Stolz darein, Ihnen heute nicht bloss sein in ehemaliges Mitglied, sondern vor Allem auch seinen gegenwärtigen Freund auf das allerwärmste begrüssen zu dürfen Ansprache des Vicedirectors der k k Geologischen Reichsanstalt, Oberbergrath Dr Emil Tietze Gestatten Sie, dass ich mich den Herren Vorrednern mit einigen Worten anschliesse im Geologischen Reichsanstalt, die ich hier zu vertreten die Ehre habe und erlauben sondere Interesse gehabt hinweise, welches gerade unsere Anstalt Sie, dem Zustandekommen an Namen der dass ich auf das beder Suess-Stiftung hat Mannigfacher Art sind ja die Beziehungen eines geologischen Aufnahmsinstituts, wie das unsere zu den Hochschulen, fruchtung Wenn vor Allem aber sind es Beziehungen gegenseitiger Ergänzung und wjechselseitiger Bees einerseits weitaus den Hanptantheil auch unbestreitbar haben werden und welche dann den Inhabern Verwerthung ohne liefern, so welche an Lehrkanzeln dieser den Dank verpflichtet sind Aus diesem Grunde haben der Geologischen Reichsanstalt schon bald zu unsere Lehrkanzeln weiterer ihre gelehrt wissenschaftlicher Aufgabe nicht erfüllen, Heranbildung wir wieder den Hoch- sich ihrer Zeit die leitenden Persönlichkeiten nach deren Gründung gaben an die competenten Behörden mit unter den Ersten dafür logie wenigstens zunächst an der geologischen überdies Stoff könnten doch anderseits Anstalten, wie die ein wissenschaftlich grenücrend vorbereitetes Personal, für dessen schulen zu der geologischen Anstalten heute die Arbeiten dass ist, den Ergebnissen, an in Wort und eingesetzt, dass Schrift, sowie durch Ein- eine Lehrkanzel für Geo- Wiener Universität gegründet werde und dieselben haben im Jahre 1862 die Freude erlebt, diese Lehrkanzel, die erste ihrer Art in Oesterreich, errichtet und Ihnen, hochverehrter Herr Professor, übertragen zu sehen Die Geologie kann und für welches ist aber ein Fach, das nicht auch die Vorbereitung denn unsere Wissenschaft beruht, so weit einem beständigen Contact mit der Natur stets in allein aus Büchern oder Vorlesungen einem noch so grossen sie positiv ist, Museum nicht erlernt immer werden ausreicht, vor Allem auf der Beobachtung im Felde und auf Sowie Antäus aus neue Kraft schöpfte, so kann der Geologe nur durch stete der Berührung mit Beschäftigung mit der mütterlichen Erde dem Boden, auf dem download unter www.biologiezentrum.at Reden und Ansprachen [y] unser Geschlecht lebt, die diese Beschäftigung gibt immer wieder zu Grundlage von welcher aus finden, ihm auch das Mittel, die Schlüsse, und geübt sein Uebung Diese Wiener Universität dem mannigfach oft gezogen wurden, die Suess-Stiftung, zusammengesetzten Boden und beobachten zu wie wir hoffen, das ihre beitragen Zustandekommen sonals wird sehr wahrscheinlich auch in gänzen, sowie schon bisher zu begrüssen, freudig dieser Stiftung Zukunft sich denn der Natur mit wohl ist Weise dazu Grund guter ein grosser Theil ein aber will lehren, dazu wird an der Sie wird auf diese auch unserer Anstalt einen geeigneten Nachwuchs zu sichern, und das für uns, das und neuer Erkenntnis vordringt, besser zu vermitteln und den Contact des Schülers selbst zu erleichtern, mit anderen Worten, den Schüler sehen helfen, er zu stets die aus früheren Ergebnissen controliren Solche unmittelbare Beschäftigung mit gelernt 22"^ unseres Per- gewesenen Hörern der Wiener Universität aus er- den letzten Decennien die Mehrzahl unserer Mitglieder den Unterricht speciell in an der Wiener Universität genossen haben Diese Mehrzahl hochgeehrter Herr Professor, unserer Mitglieder, doch Ihre sind ja ehemaligen Schüler, die sich dankbar der Zeit erinnern, in welcher dieselben nicht allein durch Ihre meisterhaften Vor- dem Ausblick nach den träge in das Gebiet der Geologie eingeführt wurden mit weitesten Zielen dieser Wissenschaft, sondern in welcher auch bisweilen weit ausgedehnte Excursionen unter Ihrer hervorragenden und anregenden Leitung unternommen wurden, wenn auch eben damals diesen Excursionen, wie ich höre, meist schwer zu denselben zu gehören nicht das Glück hatte, wohl aber bin halten sich der heute in's Ihnen zu sagen, herangebildet haben Leben tretenden Stiftung zu wünschen liche Früchte trage, dass sie Das nämlich ist Sie zu thun, dies eine für die der andere Grund freuen, dass wir durch diese Reihe von für unser Feier Gelegenheit er- wir, dass die Stiftung, Geologen heranbilden Achtung beruhenden Einvernehmen helfe, welche Ihnen zur Ehre geschaffen wurde, die eingedenk die bleiben der eben deshalb an idealen dem Ziele, nütz- die Sie auf gegenseitiger das zwischen den verschiedenen Richtungen und Bethätigungen festhalten, für ist als sind erfüllt den Jüngeren unseres Faches zu weisen gewohnt waren und unseres Faches so nothwendig an da ich persönlich zukommen mir als wie sehr wir von dankbarer Anerkennung für Ihre langjährige Wirksamkeit akademischer Lehrer an dieser Universität In diesem Sinne wird es Anderen mehr von der Dankbarkeit unserer Anstalt zu reden, ich berechtigt, tüchtigen Vertretern unseres Faches Institut, — nicht die Dankbarkeit ehemaliger Schüler auszusprechen stehe ich hier; Aber Betheiligung zur Mittel die genug zu beschaffen waren den sicheren Fortschritt und die gedeihliche Entwicklung der geo- logischen Wissenschaft Ansprache des Bergrathes Max Ritter von Gutmann Die montanistischen Kreise sind wohl bewusst der Abhängigkeit sich ihres technischen Könnens von dem theoretischen Wissen Freimüthig bekennt sich der Bergbau Der geologische Hammer, geführt Dienste der reinen und hohen Wissenschaft, ein tausendfaches Schuldner der Geologie als in der hat Hand in des Gelehrten, deren praktischer zur Erkenntnis der Wahrheit, Anwendung mit seinem Pochen im oft Echo erweckt Das Gellämmer und Getöse von unzähligen Werkzeugen, das Donnern der Sprengschüsse, das Rollen der Förderung, das Pusten der Dampfmaschinen, das Chaos unentwirrbaren Lärmes, aus dem das deutlich klare Bild von Industrien und Wohnstätten erstand, Erwerb und Obdach bietend abertausenden von Existenzen, die ihr Dasein verdanken : dem Hammer des Geologen Hochverehrter Herr Professor! Als dem vornehmsten Vertreter unserer Mutterwissenschaft Dank, von einem allgemeinen, rein menschlichen Standpunkte zollen wir Ihnen Dank und weiteren download unter www.biologiezentrum.at Eduard Suess-Feier 225 Tagen so in unseren materiellen Der heute Lehren Flamme weiter und entfacht die vollbracht werden kann, weder der Begeisterung, in auf einsamen Schächten im ist Wesens Ihres hat sich durch Ihre Der Funke des Idealismus glimmt ohne deren heiliges Feuer keine wahrhaft grosse That die es, Reviere, fernen wirthschaftliche Krisen und von anderen Seiten Gefahren Widerstand zu Zug ideale übertragen der Wissenschaft noch im industriellen Leben Die ideale Auffassung seines Berufes verleiht seltene der Praxis auf Ihre Schüler bis in weite Kreise [8] trotz erleidet, dem Bergbeamten aller in Anfechtungen, die durch Naturkräfte, er und seines Berufes Unbill der harten schweren Zeiten den Muth neigt sich vor Ihrem Wissen! Durch die Erforschung der Vergangenheit haben Sie uns die Zukunft offenbart! Ein o-etreuer Eckehard waren Sie, der Hüter des ewigen Lichtes unserer Ideale, und des österreichischen Bergbaues Dank auch leisten Das Können der Montanistik, Hochverehrter Herr Professor! Ihnen der oft für dies bleibt bis in die fernsten Zeiten gesichert! Ansprache des Pri\ atdocenten und Assistenten der Geologischen k k Reichsanstalt Dr Otheuis Abel Mir Suess dieser die ist grosse Ehre unserer Freude Aufgabe umso Erfahruno- den hohen andere Keine Geologie auch am bei Namen der Schüler des verehrten Altmeisters über die Errichtung der Suess-Stiftung Ausdruck zu geben da ich selbst lieber, als Werth Wissenschaft bedarf so sehr als die unterziehe mich Ich aus unseres Meisters der jüngeren Schüler einer schätzen gelernt habe, der mit den Gelehrten durch die Erklärung der Erscheinungen, der Studirende im geworden, zutheil eigener Zwecken der Suess-Stiftung verbunden die Geologie der Erläuterung des Natur selbst darbieten, sich in der ist im Hörsaale umsomehr als in die Universität von allen naturwissenschaftlichen DiscipHnen mit der seinem Eintritte wenigsten vertraut zu sein pflegt Die Einführung in die Geologie darf sich deshalb nicht auf die Darstellung im Hörsaale beschränken, wenn dieselbe von einem ausgezeichneten Anschauungsmateriale und graphischen Darstellungen beo-leitet wird ; der Lehrerfolg kann erst dann voll und ganz erreicht werden, wenn die im Hörsaale gewon- nenen theoretischen Kenntnisse durch geologische Studienreisen unterstützt werden Diese o-eologischen Reisen haben aber noch einen höheren Werth In dem Maasse, in dem sich die Kenntnisse und Erfahrungen des jungen Naturhistorikers vermehren, wächst für ihn naturgemäss der Wunsch und das Bedürfnis, entferntere Gebiete in den Kreis seiner Studien einzubeziehen und den Rahmen seiner Forschungen zu erweitern So schärft sich langsam der Blick das eio-ene Forschungsziel tritt Aus diesem Grunde Lehrkanzel mehr als für Trennung des Wesentlichen vom Unwesentlichen und die immer lebendiger und erscheint klarer vor die die Veranstaltung Augen des Einzelnen geologischer Excursionen eine blosse Erläuterung zu Unterrichtszwecken : für durch den den Studirenden wird Leiter sie der geradezu eine wissenschaftliche Existenzfrage Längst hat unser verehrter Altmeister Suess den hohen Werth der geologischen Studienreisen mit klarem, weitausschauendem Blicke erkannt Er hat seine Schüler in die bojische Masse geführt und sie hinabgeleitet in die Silberschächte des Pfibramer Erzbergwerkes er hat seine Streifzüge ausgedehnt nach Deutschland, nach Tirol, in die Schweiz; Alpenkette hinabgeleitet bis zu er hat seine begeisterten Zuhörer quer durch die beschneiten Gipfel der ; den rauchenden vulcanischen Kegeln Süditaliens und Siciliens und hat überall das oft dunkle geologische Bild mit Meisterhand zu entschleiern verstanden Gross ist die Zahl derer, die er auf diese Weise für unsere Wissenschaft gewann und die von dieser Zeit an der Forschung treu gebheben sind Suess näher o-etreten ist und auf diesen Reisen nicht nur er liess ihr als ganzes Leben Lehrer, sondern ebensowenig die Werke der Kunst wie auch als Mensch kleine, unscheinbare seinen Hörern Züge des täglichen download unter www.biologiezentrum.at Reden und Ansprachen [g] Wer Lebens unbeachtet vorüberziehen dem Tage blieben diese 227 das Glück hatte, ihn auf diesen frohen Geologenfahrten zu begleiten, eine tiefe, dauernde Lebenserinnerung Weise hat die hohe Unterrichtsverwaltung der Veranstaltung solcher Excursionen Augenmerk zugewendet, aber es war bisher nicht möglich, diese Studienreisen in regel- rühmlicher In wiederholt ihr mässiger Folge zu wiederholen Dies zu ermöglichen, mung ist der Hauptzweck der Suess-Stiftung der Statuten mit aufrichtiger Freude zu begrüssen, Jahre lang nach Vollendung seiner Studien Ganz besonders aber dem nach welcher auch ist jene Bestim- absolvirten Hörer drei an unserer Universität die Mittel zu selbständiger Forschung zur Verfügung gestellt werden So wird dem jungen Naturforscher wählen und mit Erfolg Auf Bahn die Weise diese die Gelegenheit geboten, sich ein eigenes Forschungsziel zu eines selbständigen Forschers zu betreten setzt die Suess-Stiftung fort, was unser verehrter Altmeister begonnen Das Geheimnis des glänzenden Aufschwunges der Wiener geologischen Schule bestand und sönlichkeit unseres verehrten Meisters geübt hat Wer je den Vorlesungen eines dem Zauber, den in Suess lauschen Zuhörer jederzeit aus- sein Vortrag auf die wurde hingerissen konnte, in der Per- von der Begeiste- rung, mit der er seine Lehren vertrat Viele sind hinausgezogen mit todesmuthiger Forschungsfreude, die in die Begeisterung für ihre Wissenschaft in der Brust Wien gewonnenen Die stummen Erinnerungstafeln und Ideale geologischen des Sprache von der selbstlosen Hinopferung des Lebens für die höchsten idealen Institutes reden eine beredte Ziele der Menschheit Und Herzen dafür, dass Sie, verehrter Meister, diese Ideale ihrer Schüler gesenkt haben, von denen so viele ihr und die Begeisterung für die Forschung in die um die wissenschaftlichen Namen derer, die nicht mehr Leben hintansetzten, Güter der Menschheit zu vermehren, dafür sage ich Ihnen heute, auch im unter uns weilen, tiefsten Dank Die Stiftung der hochherzigen Spender für die Hörer der Wiener Universität Auch die dafür haben wir Ihnen zu danken, denn auf diese Wiener geologische Schule ein so rasches knüpft, die eine ausserordentliche auch der soll Ihren Name Namen tragen des Mannes, dem Aufblühen verdankt, mit jener segensreichen Einrichtung ver- Förderung der jungen Geologen der Wiener Schule bedeutet, so dass Generationen von spätere für Weise wird Schülern der Name Suess mit den Fortschritten Geologie der in Oesterreich unzertrennlich vereinigt bleiben wird Rede des Professors Eduard Suess Ich mich zunächst an meine einstigen Schüler, die wende lesungen mich durch ein so erlesenes Geschenk erfreut haben bereits bei Welche Fülle dem Schlüsse meiner Vor- von Erinnerungen weckt diese Stiftung! Ich unter sehe Ihnen Einzelne, die mit mir waren, als wir in Salzburg das Gebirge bestiegen, in einem herrlichen Spaziergang eine Kette nach der anderen kreuzten und nische Ebene erreichten dem unter ersten, Gipfel zugleich des Und Andere Venediger, in unter Ihnen erinnern welchem Morgennebel die am Tagliamento die heisse venetia- heute des unvergesslichen Augenbückes plötzlich durchbrochen wurden von grün und roth und goldig erglänzenden Strahl der Sonne, und Schatten in bläulicher Farbe hinflössen über den Firn klingen, sich der unseren müden Gliedern den Und dem unsere langgestreckten der heitere Gesang wird Ihnen in den Ohren Marsch erleichterte in den langen Thalböden, oder damals, als den Glockner über den Katzensteig hinabgingen nach Kais, und unserer böhmischen Wanderungen werden Sie gedenken, von den Tiefen der Schächte von Pfibram bis zur Schneekoppe Und wenn uns auch das Vaterland die Hauptsache geblieben ist, sind wir doch auch weit über seine Grenzen gereist wir In um dem heute zerstörten Adventivkrater des Vesuv war es uns einmal vergönnt, das Wallen der Lohe selbst Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XIV J download unter www.biologiezentrum.at Eduard Suess-Feier 228 Vom zu sehen genug So hat dem Gipfel des Aetna haben wir hinausgeschaut in das endlose Blau, von Und in sich fassen konnte begleitet hat bis [lo] an den weiten, Eines sich einen lieben Freund sehe ich hier, der, den grünen See von Tornea stillen, Hammer das Auge nicht der Hand, mich in Lappland in Bald hatte Einzelnen von Ihnen die Regierung einen an das Andere gereiht kleinen Zuschuss gewährt, bald waren Sie auf Ihre eigenen Mittel beschränkt, bis eines Tages das Versagen meiner Kniee auf einem Steig im Fleimsthale mir Wanderungen vorüber dieser reizvollen des Unterrichtes, welche lehrhafter habe ich diesen Wunsch je sei Es als alle ist Universitätsbücher, auszusprechen gewagt Rapport geblieben, dass diese Art und gesichert erhalten verwirklicht Jetzt dass für mich die Zeit galt, Wunsch er sich Kaum bleibe Allen, die zu dieser Ver- ; aus tiefstem Herzen Dank, nicht nur für mich, sondern auch im wirklichung beigetragen haben, sage ich Namen als der amtliche mir aber der innige ist der künftigen Schule Nur in der freien Natur vermag der Geologe den Maassstab zu gewinnen, den er an das Gebirge Nur zu legen hat hier kann den beherrschenden Blick erlangen, der ihm er gestattet, aus der Landschaft die erklärende genetische Idee zu lesen Als der grosse Linne nationum intra patriami Oesterreich, wo die beiden die letzten seine Professur antrat, geschah dies mit einer Kein Reich Europas bietet aber man Mannigfaltigkeit wie böhmische Masse und zwischen alte Ausläufer der pontischen Niederungen sich ausbreiten lernt i>De necessitate peregri- dem Geologen mehr jungen Faltenzüge der Alpen herantreten an die Land durchwandert, umso mehr Rede Und je mehr man das schöne es lieben Diese Stiftung wird, ich zweifle nicht daran, die Neigung für diese Richtung von Studien erhöhen, und bei gegenseitiger wohlwollender Aneiferung und Würdigung gerechter bei unseres Verdienste der eigenen Nachwuchses wird der Ruf dieser Schule auch ausserhalb Oesterreichs steigen Zugleich mag mir selbst in was doch der letzte Wunsch eines jeden alten Lehrers Denn erst wenn man auf seinen Schultern sein muss, nämlich übertroffen zu werden von den Schülern die Last der aufgestiegenen jüngeren Generation fühlt, erlangt man das Bewusstsein, selbst eine brauchbare immer höherem Maasse noch Staffel in der zutheil werden, grossen Leiter menschlicher Erkenntnis gewesen zu sein Und nun wende ich mich an Sie, hochgeehrter Herr Rector magnificus Der heutige Tag ist für mich zugleich der Tag des Abschiedes von dieser ehrwürdigen schule, an der ich so viele glückliche Stunden und Jahre verlebt habe Polytechnicum zurückgelegt; ich war für die Industrie bestimmt, und ordinarius für Paläontologie ernannt hatte, da fähig und geeignet zu sei, auch den dem Edlen und Erhabenen, letzten war die Ich darf in diesem für mich feier- gewesen lichen Augenblicke nicht vergessen, dass ich nur ein Adoptivsohn Mutter- als bin Meine Studien waren Graf Leo Thun am mich zum Extra- Sorge berechtigt, ob dieser kaum 25jährige Techniker und höchsten Aufgaben der gerecht zu werden, und man Universität, dem Hinlenken ob überhaupt der, wie frug, man der Geister sich damals ausdrückte, unfertige Zustand der geologischen Doctrinen hiezu einen Stützpunkt abgeben könne Die Jahre sind vergangen, und sehr Vieles hat sich verändert Mit mir hat das Schicksal sonderbar gespielt zu führen, Es ist mir vergönnt gewesen, ein zweifaches Leben denn während dieser herrlichen Reisen und Studien bin ich zugleich Parlaments gewesen ein Parlamente sind aber allerorten nicht nur gesetzgebende Körper; die bunten Studiengebiete des Psychologen, die Spiegelbilder all der grossen menschliche Seele bewegen Und so ist Mitglied unseres sie sind zugleich und kleinen Regungen, welche die mir die seltene Gelegenheit zutheil geworden, zugleich etwas von den etwas von den Mannigfaltigkeiten des menschlichen Wesens zu schauen Mannigfaltigkeiten der Natur und Was, menschliche Dinge mit dem unbefangenen Auge des Naturforschers betrachtend, am meisten auffällt, das ist allerorten auf der Welt die überwältigende Macht des Milieus, das ist jener Verbindung von Interessen und von Ideen, in welcher das Individuum aufwächst, und welche seinem Denken und Handeln die Milieus Von Richtung gibt Und es gibt kleine Milieus, die enge Kreise beherrschen, und jeher hat es Ideen gegeben, welche die ganze Menschheit bewegt haben haben sich ökonomische Fragen gebildet, deren Wirkung sich ; in es gibt grosse unseren Tagen über die ganze Erde erstreckt, und diese gewinnen immer grösseren Einfluss auf den Gang der Geschichte download unter www.biologiezentrum.at Reden und Ansprachen [ll] Ein Valcan bricht Westindien in los am selben 22q Tage weiss man es in allen Welttheilen, und alle Empfindungen bewegt: von dem Mitleid gegen die Opfer, und von dem Bewusstsein der völligen Machtlosigkeit gegenüber den Naturkräften So Sie lernt ihren Planeten anders einzuschätzen wie früher eint sich langsam die Menschheit ; gebildeten Völker der Erde werden von zwei übereinstimmenden Zugleich überall die tritt Allenthalben ist haben ist die Stelle der aprioristischen Speculation der Einfluss der transcendentalen philosophischen Schulen zurückgegangen welche zur Zeit meiner Ernennung ohne Widerspruch die Herbart'sche Philosophie, beherrschte, Beobachtung an verschwunden Die unfertigen Naturwissenschaften dagegen haben ihren Siegeslauf über die Welt vollzoo-en; sie Denkweise und haben auch die ökonomischen Grundlagen der Milieus der Völker beeinflusst die und nirgends sind auch heute Wir nehmen die Grenzen dieses Siegeslaufes sichtbar ein Stück Magnetkies, Pyrrhotinerz, zur Hand Das Erz tritt im geschmolzenen Zustand eingedrungenen Gesteinskörpers gegen das Nebengestein Umranduno- eines in der auf, als erzeugt worden durch die Erstarrung metallischer Dämpfe, welche die Intrusion begleiteten Eisen, Nickel, Kobalt, Fraunhofer'schen die Chrom, Magnesium und Anderes Es Linien als wäre es einstens Das Erz enthält ganz dieselbe Gruppe von Metallen, welche eine erste Abkühlungsphase unserer Sonne erkennen lassen Und es ist ist Gruppe, welche auf den heisseren Sternen, zum Beispiel im Stembilde des Schwanes, heute noch Dämpfe erkennbar ist Das ist die Beziehung, welche besteht zwischen dieselbe in Auch unsere Universitäten alle der Gestalt glühender metallischer dem Erzstücke in Hand und dem unserer Sternbilde des Schwanes So bauen sich die Gedanken ihre Brücken von Welt zu Welt Zwei berühmte Philosophen, Ernst ihre für den völligen der und Theodor Gomperz, haben Umschwung der Anschauungen, dass der Es ist bezeichnend Mach, Ordinarius für Philosophie, Naturforscher gewählt war, und auf der anderen Seite zeigt uns mit mir gleichzeitio- Nicht ohne aufrichtige Verehrung nenne ich ihre Namen Lehrkanzeln verlassen Kreise Mach Gomperz in aus dem seiner meister- haften Geschichte griechischer Denker, dass doch durch alle Jahrhunderte, welche seit der Blüthe hellenischer Cultur dahingegangen sind, ändert geblieben ist: als ist derselbe, alle diese neueren Umwälzungen hindurch Eines stetig und unver- von den Pflichten Denn die Lehre menschen und gegen uns Imperativ und durch selbst sind und höchstens heute die dieselben, die Pflichten wie sie Formulirungen haben sich gệndert der hưchste Preis, den das Leben zu gewähren im Stande das heitere Gleichgewicht der Seele, welches aus seelische Gesundheit, die Sophrosyne des hochmüthig genug sein wird, gegen den ist, dem Bewusstsein Alters, für ihres Besitzes sich zu Staat, Sokrates und Plato die innere gegen den Neben- gelehrt haben Und damals wie heute Der o-ilt Ruhe nach der Lebensarbeit, erfüllter Pflicht hervorgeht welche auch heute das Wort Plato's gilt, Das ist die dass Keiner berühmen, und doch Niemand dulden möchte, dass sie ihm abgesprochen wird Im Herbste fliegen durch die Luft lange weisse Spinnenfäden Wenn der Herbst des Lebens gekommen ist, spinnen sich in gleicher Weise lange Gedankenfäden aus, fliegen herum, und suchen nach einem eigenen, nicht aus dem Wohlwollen der Freunde, sondern aus Selbstprüfung hervorgehenden Urtheil über den Werth der Lebensleistung Das ist die richtige Stimmung zum Abschied von Theuergewordenem Lassen Sie mich meinen innigsten Dank verbinden mit dem Wunsche für die weitere Blüthe unserer Alma nieder Lassen Sie mich die Hoffnung aussprechen, dass ihr die äusseren Verhältnisse immer günstig sein mögen, und für die die Zuversicht, dass sie zu allen Zeiten eine Freistätte männlichen Freimuthes und der Begeisteruncr Wissenschaft bleibe, zugleich eine Zierde unter allen deutschen Hochschulen und ein Stolz von Oesterreich ... zerstörten Adventivkrater des Vesuv war es uns einmal vergönnt, das Wallen der Lohe selbst Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XIV J download unter www.biologiezentrum.at Eduard Suess-Feier... hervor Als die vollständige dem Gebiete der Kenner dieser geologisch so wichtigen Thier- wird der junge Beamte des damaligen Hofmineralien- Cabinets im Jahre 1857 zum Professor der Paläontologie. .. hat dem wissenschaftlicher Solidarität haben Forscher aus fernen Ländern selbstlos um zur Verfügung gestellt, zur Grösse eines Werkes das beizutragen, Meister Originalmittheilungen immer einen unvergänglichen
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