Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 007-0233-0249

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Ngày đăng: 04/11/2018, 23:39

download unter www.biologiezentrum.at RESTE VON LISTRIODON AUS DEM MIOCÄN NIEDERÖSTERREICHS VON ERNST KITTL Custos-Adjunct des k k naturhistorischen Hofmuseums (Mit Doppeltafeln: XIV in Wien und XV.) EINLEITUNG Vor einigen Jahren habe ich eine Notiz über einen Ltstriodo)i-OhQY]iitisr aus dem benachbarten Nussdorf Tegel von Heiligenstadt (der Fundort wird gewöhnlich nach der Absicht veröft'entlicht/) denselben genauer dem zu beschreiben, bis sarmatischen benannt) in mir auch Unterkieferreste von Listriodon vorliegen würden Dieser Fall ist eingetreten, nachdem mir Herr Professor M Neumayr jene Unterkieferreste behufs näherer Untersuchung übergeben hat, über welche vor kurzer Zeit eine Nachricht erschienen Der eine dieser Unterkiefer ist.-) Eigenthum der paläontologischen Sammlung ist der andere wurde durch den Custos des naturhistorischen sität, Herrn Professor mayr Anselm Pfeiffer, zum Zwecke kommen noch es sind zum Herm von in einzelne Stifte Mayer das k k Sammlung Zu diesem Ma- des ehemaligen Hofmineralien-Cabinetes durch und E Suess bekannt geworden, zum anderen Theile aber naturhistorische Hofmuseum gelangt dieses Materiales Gattung Listriodon Kremsmünster, Untersuchung an Professor Neu- Zähne von verschiedenen Fundorten Niederösterreichs und Ungarns; Theile dieselben, welche aus der Auf Grundlage lichen Museums im einer genaueren Wiener Univer- Beiden genannten Herren bin ich zu lebhaftem Danke verpflichtet gesendet teriale Jahren P der erörtert, erst in den letzten sind kann nicht nur das geologische Vorkommen der eigenthüm- sondern auch eine möglichst eingehende Beschreibung des Zahn- baues gegeben werden; es sollen hiebei besonders jene Eigenschaften berücksichtigt werden, welche Schlüsse über die systematische Stellung der Gattung erlauben Gattung Listriodon H 1843 — 44 Lophiodon de La-Chaux-de-Fonds, Nicolet, Bull 1846 Listriodon, H von Meyer Neues 1846 Calydonius, H von Meyer 1851 Tapirotherium, Lartet, Notice de Jahrb „ „ la f „ v soc Neuchätel, Seite 34 Min 1846, Seite 466 „ 1846, „ 466 colline de Sansans, Seite 31, •) E Kittl, Ueber einen neuen Fund von Listriodon; Verhandl ^) M Neumayr, Reste von Listriodon aus dem Leithakalke Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Meyer VII d k k Verhandl G R A 1881, Seite d k k 58 G R A 1887, Seite 302 30 download unter www.biologiezentrum.at KM 234 1839 — 64 [2] Lophiodon de Sansans, Blainville, Osteographie, genre Tapirus, Taf VJ, Seite 52 Tapirotherintn de Simorre, Blainville, Osteographie, Abbildung eines Schädels auf der der Gattung Choeropo- tamus gewidmeten 1848 — 52 Listriodon, paleontologie fran9aises, 2ieme Edition; Seite 50, et Lophiochoerus, Bayle, Bull soc geol de France, tome XIII, Seite 24 1855 Tafel Gervais, Zoologie Zw^Wo^oô, 1876 Kowale WS ky, Monogr Gatt Anthracotheriuna, Palaeontographica Bd d Bronn, Fuchs, Kittl, Lydekker, Neumayr, Suess Listriodon bei Backenzähnen und Schädel-Fragmenten von La Chaux-de-Fonds ursprünglich zu Lophiodon, gestellt Meyer hatten hat XXII, 1—4 Seite 226 u 258 auf eine Anzahl von der Schweiz und von mehreren wesentlichen Charaktere die Fig Nicole t, Lartet und Blainville welche Reste Frankreich gelegenen Fundorten begründet, in Taf 20, etc.') Meyer von Herrn, von Die Gattung Listriodon wurde bekanntlich in Atlas, — 30 der Gattung Listriodon richtig erkannt, auf die grosse Uebereinstimmung der letzten Molaren mit denjenigen von Hyotherium hingewiesen und im Baue der Molaren von Listriodon und Lophiodon die Unterschiede hervorgehoben Während nämlich erstere einfache, von einander getrennte Querjoche besitzen, zeigen verbunden letztere Querjoche, welche auf der Aussenseite Trotzdem derselbe Unterschied auch sind zwischen den Lisiriodon-TÄo\dir&n und denjenigen von Tapirus besteht, hat man mehrmals versucht, die Listriodo7i-Kes\.Q den Tapiren anzuschliessen Wenn nun und Kowalewsky, deren nahe Verwandtschaft mit den Suiden erkannt wurde, so hat noch Zweifel über die allerneueste Zeit Es Aehnlichkeit mit dem Anschauung die Richtigkeit dieser Gaudry diesbezüglich anzuführen, dass ist so von auch nachher Lartet, Bayle man doch bis in geäussert von Listriodon bemerkte, das Gebiss habe der Imparidigitaten, trotzdem sei von Lartet die Zugehörigkeit zu den Paridi- Ferner hat gitaten erkannt worden.^) Lydekker ständige Familie den Suiden angereiht, ^j während erst er Zeit letzter in systematische deren früher Listriodonten die als selbst- Stellung als eine zweifelhafte betrachtet hatte.*) Es mag noch bemerkt werden, dass schon nach Bayle's Erfahrungen H hier Gattung Calydonius (mit den zwei Arten begründet wurde, daher sich bei die La-Chaux-de-Fonds Eckzähne kaum C trux und Gattung Calydotiius freilich noch ein anderer Suide, so gross entwickelt zu sein pflegen Deshalb kann gestellt hatte, brachte Meyer's Ausser Listriodon findet ist nämlich Hyotheritim; man wird aber jene Gattung zuschreiben können, da die Eckzähne von Hyotherium nicht der letzteren Nachdem Lartet schon aufzulassen als solche v auf die Eckzähne von Listriodoii tener) C als die richtige den überflüssigen Gattungsnamen Tapirotheriuni 1851 Bayle man Bayle's Auffassung annehmen Listriodon auf- für 1855 noch einen anderen, ebenso wenig nöthigen, nämlich Zö//;2'i9C^ö^rz/.y, unter Berufung auf Lartet, obwohl er die Priorität von „Listriodon'-^ anerkannte, wie schon der Titel seiner Arbeit^) lehrt Schon seit mehreren Decennien ist der von Meyer aufgestellte Name in un- bestrittenem Gebrauche Die Bayle Zahnformel von (1855/56) angegeben angenommen, mit ^^ —^^— ^ Listriodon wird Lydekker von Lartet (185 1) hat jüngst (1885) die Formel Prämolaren ') Die genauen Literaturnachweise folgen weiter unten; bezüglich ") A Gaudry, Les enchainements du monde animal Vol ^) R Lydekker, Catalogue ^) — -^ '-^ und ebenso von etwas abweichender Weise in Die mir vorliegenden Reste zeigen aber mit voller Sicherheit, dass so- wohl im Ober- wie im Unterkiefer nur je drei *) mit of the fossil Mammalia I, vorhanden Bronn sind Während Bayle nun siehe Index palaeontologicus, p 657 Seite 164 in the British Museum, part II, R Lydekker in Palaeontologia Indica ser X vol., III, Seite 100 Bayle, Notice snr le Listriodon splendens etc Bull soc g^ol France, 2'^™e ^ix Seite 275 XIII, Seite 24 download unter www.biologiezentrum.at [3 Rcsfc von Listriodoii ans dem Miocän Niederösterreichs 235 I (einem angeblichen p^ von seinem bemerkt Lydekker von dem Stücken fehlen In dem wurde; nur supponirt Material des Londoner letzteren Falle bei Bayle mag Bayle im Originale graphie zweimal, Abbildung ersten vorgelegen erst bei Tapini-s steht die pl Kopf angabe bei bemerkt (Notice de als p.^, sei und /, bei den betreffenden Zähne eben wahrscheinlich p^ Verwechslung vorliegen: eine der vermeintliche /j gehörte Der vollständigste Oberkiefer ^französischer Provenienz, der hat, ist welchen Blainville der Schädel, in Osteo- seiner VI, dann nochmals bei Choeropotamus abgebildet hat Bei der Die Angabe Bayle's, dass ihm von Simorre eines weiblichen Individuums vorliege, stimmt damit den von Blainville abgebildeten Schädel handle sich es ähnlicher Bezeichnung Lophiodon de Sansans, bei der zweiten, jedenfalls besseren um Blainville mag dass schliessen, dem Canin Museums, dass und massgebenden, steht Tapirotherium de Simorre ein fast vollständiger er es klar, dass die Existenz der ist vielleicht zu einem ganz anderen Thiere wohl Zahne) sagt, dass isolirten lässt Nähe von Sansans gelegen ist Lartet ausdrücklich, dass die Funde von Simorre (und daher rühren, dass Simorre de Sansans, Seite 2iA la colline und überein Die erste Fundorts- in der von Sansans) stammen Aus der besseren Abbildung des Schädels bei Choeropotamus scheint nicht hervorzugehen, dass der Oberkiefer beschädigt ist; in wo der Gegend, bei diesem Schädel ist also ein vierter der erste Prämolar stehen Prämolar nicht nachgewiesen Museum Ein Zweifel kann noch bezüglich des Schädels von Isle-en-Dodon im Londoner Lydekker von welchem ob aber ein sicheres Man bestehen, dass der linke Kiefer alle Molaren, ausser p^, zeige, also nur sechs; sagt, Zeichen für die Existenz eines vierten Prämolars vorhanden wird also vorläufig annehmen dürfen, venienz nur drei Prämolaren besessen haben unterschiede zurückgeführt werden können sei, sagt Lydekker nicht dass auch die Lisfriodon-B^estQ französischer Pro- Sollte trotzdem festgestellt werden können, einigen Lisir iodon-'^chdid&ln im Oberkiefer ein vierter Prämolar vorhanden ist, dass bei so wird dies auf Art- Derzeit aber fehlen mir Anhaltspunkte, um der Zusammen- unter demselben fassung aller bisher bekannt gewordenen europäischen Lisiriodon-'B^a&te dem Wege durch Bruch sollte, Namen aus zu gehen Die nahen verwandtschaftlichen Beziehungen von Listriodon zu den Suiden ergeben sich aus folgenden Umständen: I ville's von Form Ist die Abbildung Lydekker besonders gut theils in des Schädels dem der Suiden vollständig ähnlich, was nicht nur aus Blain- {^Tapir,otheriuvi auf der Tafel Choeropotamzis^ ersehen bezüglich soll von Isle-en-Dodon des Schädels dieser mit Dicotyles übereinstimmen Alle Einzelheiten im Baue des Gebisses (mit einer genau übereinstimmender Weise bei werden kann, sondern auch im Londoner Museum erwähnt wird; ^) Ausnahme) findet man theils am ähnlichsten, den Suiden wieder Die erwähnte eine Ausnahme betrifft Querjoche der echten Molaren, welche Eigenschaft aber mit Recht immer die rein ausgebildeten Gattungscharakter gegolten hat, der Suiden-Molaren anzusehen ist, im Uebrigen aber auch nur als eine wie weiter unten gezeigt werden der einzelnen Zahngruppen von Listriodo7i, wenn soll nöthig, der einzelnen als Differenzirung der Grundform Es möge Zähne hier eine Besprechung selbst, folgen, wobei die oben angeführte Uebereinstimmung mit den entsprechenden Siiideii-Z'kh.mn besonders berücksichtigt werden soll a) Die Incisiven stehen im Oberkiefer und dritte, jeder um stehen die mittleren ein etwas nach hinten gewendet, der zweite Stück nach hinten gerückt, also genau wie bei den Suiden; im Unterkiefer gerade nach vorne und die äusseren mehr nach den Seiten, ganze Schneidezahnreihe ') nach unten, R Lydekker, in Fächerstellung befindet Cat foss Mamm Brit Mus part II, Die Wurzeln Seite 276 so dass sich die der Schneidezähne sind lang und download unter www.biologiezentrum.at KM 36 stark, dabei rund; eine Krone hat innen die Zunge nach aufwärts Charaktere der sich an Ungulaten-Incisiven alten gekrümmten Cylindern erfahren, Verdickung des Schmelzes, welche eine basale Wie sendet zum welche tragen die Incisiven noch zeigt, zu den unteren Incisiven von Sus bei Die sein.) alte oder Listriodon lässt jene Verwechslung eines Listrioden-Incisiven Incisiven von Meyer einer Giraffe erklärlich finden, welche Duvernoy von der Mitte in die ursprünglichen und haben nicht jene Umbildung zu schwach sich Beispiele (Dies scheint eben ein Charaktermerkmal für Sus Die Eckzähne sind bei einigen Individuen b) [4] fast Form unveränderte mit auftritt einem solchen der von angeführt hat.^) genau wie bei Phacochoertis als mächtige hielt schon Bayle für die männlichen Bei anderen, wie zum Beidem Schädel von Simorre, scheinen die Eckzähne nur massig stark entwickelt zu sein; diese Individuen hält man für die weiblichen (Siehe den Unterkiefer des Tapirotherotherium von Simorre Hauer entwickelt; diese Individuen spiele bei bei Blainville.) Die Prämolaren des Oberkiefers sind ganz abweichend von den Molaren gebaut und stimmen c) auf das Beste mit den hinteren drei Prämolaren von Sits und Hypotheriu7n überein; gut etwas weniger Uebereinstimmung derselben mit denjenigen von Choeropotamus, obwohl immerhin noch ist die bedeutend, auch bezüglich der Anzahl, welche dieselbe Die Ltstriodon-V]:ä.vcio\3.ren ist Oberkiefers unterscheiden des von denjenigen von sich Sjis nur durch ihre grössere Breite, wodurch die Höcker-Elemente ein wenig anders gegen einander orientirt sind als bei Sus, sowie durch eine stärkere Ausbildung der Haupthöcker d) Die Molaren des Oberkiefers zeigen auf den ersten Blick und entsprechen den dieser Joche sind etwas erhöht vier Haupthöckern; sie zeigen Hyotherium, Palaeochoerus sich ferner die basale Schmelzkrause, etc auftritt, und damit auch der bei allen älteren Suiden, Schmelzhöcker in die zwei Querjoche; aber die Enden Suiden so deutlich entwickelten welche in ganz analoger Weise bei Uebereinstimmung noch genauer werde, sowie auch bei Sus der Krone der Mitte je bei allen älteren Bei Listriodon in zeigt irgendeiner Weise erkennbare kleine erscheint er als ein niederes Joch, welches dem hinteren Hauptjoche verbindet, oder, besser gesagt, als ein kleines Joch, welches dem vorderen und dem hinteren Hauptjoche befindlichen scharfen Einschnitt in der das vordere mit den zwischen Mitte unterbricht e) Ganz entsprechende Analogien zeigen Bei kiefers den Molaren hervorzuheben Die Der ist Molar des Unterkiefers letzte Listnodon-2x''axc\.o\'a.x^^ dass wesentlich nur ein Merkmal tudinaler Einschnitt auf der desselben in den Prämolaren und Molaren des Unter- Höhe zeigt einen hinteren Absatz der Krone (Talon) des Unterkiefers stimmen mit denjenigen von sie von den letzteren unterscheidet ; es ist Sus soweit überein, dies ein seichter longi- des vorderen Höckers (oder Haupthöckers), wodurch eine Trennung zwei Spitzen erzeugt wird von Listriodon gleichen solchen von Sus f) Untersucht man sich bei besonders das Vorhandensein eines kleinen centralen Schmelzhöckers die Zahl, Stark abgekaute Prämolaren und noch mehr vi^ und m^ oft vollständig Stellung und krone in gewissen Beziehungen stehen, so findet Form der Zahnwurzeln, die ja stets zu der Zahnman ebenfalls vollständige Uebereinstimmung mit den Suiden Eingehendere Detail-Beschreibungen der Zähne folgen weiter unten auf Seite 241 g) Der Bau der Extremitäten entspricht nach den Angaben von ständig dem der Suiden Sie schlössen dies aus einem Metacarpale ') Neues Jahrb f Min etc 1846 Seite 465 L artet und [9] Bayle voll- ihnen vorliegenden Astragalus und einem download unter www.biologiezentrum.at Resfc von Lisfriodoii ans dem Aliocäii Niederösterrcichs [s] Zum in Theile diese, um von Lüirtodon mit den Suiden zu beweisen die Verwandtschaft Listriodon häufig irrthümlicher Weise zu den Tapiriden gestellt worden nicht überflüssig sein, hier nochmals so dürfte es ist fundamentalen Unterschiede zwischen diesem und jenen bezüglich die Während der Gebisse hervorzuheben den Tapiriden Molaren und Prämolaren nach demselben bei Plane gebaut sind, also ein echtes Unpaarhufer-Gebiss vorhanden verschieden gebaute Prämolaren, also ein der Kowalewsky zum Theile andere Merkmale haben auch schon Bayle und der Absicht hervorgehoben, Da 237 hat Listriodon von den Molaren ist, Da nun echtes Paarhufer-Gebiss von den 7a:/2>-Prämolaren auch Abweichunc' die grosse bei der flüchtigsten Vergleichung sowohl im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer sofort ersehen werden kann, so wenden wir uns zur VerListriodo7i-?x'2L.vcio\zx&v\ Die des Oberkiefers zeigen bei den Tapiriden wie bei allen Unpaar- gleichung der echten Molaren eine ]nifer7i Aussenwand, an welche zwei Querjoche sich anschmiegen Die Aussenwand fehlt bei Lisiriodo?i gänzlich Die echten Molaren des Unterkiefers zeigen bei flüchtiger Betrachtung eine scheinbar gute Uebereinstimmung Aber schon der hinterste Molar von Listriodon mit dem hinteren basalen Talon einer fünften mit leicht eine nur Wurzel, welcher dem entsprechenden Zahne der Abweichung erkennen Es erübrigen und m^, welche niy bei Listriodon auch hier lässt fehlt, treffend bemerkt hat, und Tapir übereinzustimmen scheinen Doch ergeben sich auch an diesen bei genauer Vergleichung Unterschiede, welche Bei den Tapiriden Tapiriden Kowalewsky somit, wie schon als wesentliche betrachtet werden müssen der Einschnitt zwischen den zwei Querjochen fast ganz gerade, nur sehr ist wenig gekrümmt, die von den äusseren Hörnern der Joche nach vorne herablaufenden Schmelzleisten bilden einen Schmelzkragen an den vorderen Jochen leren Querfurche ab; an der Hinterseite der Zähne vom äusseren Hörne des kommenden ähnlichen Leiste in trifft die Grube An und stossen ein einfacher ist bei den hinteren Jochen an der mitt- Schmelzkragen Bei Listriodon dagegen vorderen Joches herablaufende Leiste mit einer der Mitte des Zahnes der Vorderseite des Zahnes ist ein vom inneren Hörne herab- zusammen; beide Leisten umschliessen ganz unabhängiger Schmelzkragen Die vom eine kleine äusseren Home des hinteren Querjoches nach vorne und einwärts herablaufende Schmelzleiste unterbricht die Querfurche in ganz bedeutendem Masse und der Zähne befindet sich ein gestaltet deren Tiefenlinie stark winkelig Schmelzkragen, der in An der Hinterseite Mitte einen Höcker entwickelt der Der Talon dem Höcker vollständig Unter diesem Talon Zahnes entwickelt Auch in diesen Einzelheiten finden wir des letzten Molars entspricht diesem Schmelzkragen mit ist die fünfte (mittelständige) Wurzel des die Ä/(/e«-Charaktere wieder dem einzige osteologische Merkmal, welches das Listriodon-Gehiss von der übrigen Siiiden trennt, besteht darin, dass je zwei Haupthöcker der echten Molaren zu Quer- jochen verbunden sind, so dass die Das man aber die Stellung eines jeden der Höcker noch ganz genau durch etwas erhöhten und verdickten äusseren und inneren Hörner der Querjoche erkennen kann Es geht schon aus diesen Andeutungen hervor, dass sowohl der allgemeine Habitus, die Einzelheiten des Gebisses bis auf ein wandten hinweisen Dieses eine Merkmal, hat man als einziges die individuelle dem Vorgange Lydekker's Anschauungen entscheiden müssen Molargebisses von demjenigen von Siis viel als z B die Ich hielt ist, bei es für ist, als dasselbe passender, die Molargebisse auch den Molaren, Merkmal zu verwerthen, darüber Bezahnung von Phacochoerus mehr unterschieden als nächsten Ver- die Verbindung der Höcker zu Querjochen Listriodon einfach den Stiiden einzureihen, da und Suiden die besonderen Gattungs-Charakter zu betrachten; ob es angezeigt Aufstellung einer besonderen Familie nach vorläufig Merkmal auf die zur werden Gattung hinsichtlich des von Listriodon Siis es sind Das Vorkommen der Gatt un g Listriodon Die europäischen Funde sind etwas reichhaltiger, ist bis jetzt nur in die asiatischen Europa und Asien bekannt beschränken sich auf wenige Zähne download unter www.biologiezentrum.at Kita 238 [6] Lydekker") als Listnodon pentapotatniae und LiDas von Clift^) aus dem linken Ufergelände des Irrawaddi und Kieferfragmente, welche Falconer^) und striodon TÄiJß/^// beschrieben haben als Sus beschriebene Kieferfragment Lydekker nicht Listriodon, wie ist, wenn möglich für Formen Abbildung die da hielt, dem die sind Von den in der Grösse genau den europäischen Formen, und hat es zwei fossilen aus richtig Zahnkronen wohl wirklich Sus und ist, in deutliche Höcker getrennt Pliocän Indiens entspricht Listriodon pentapotamiae Lydekker noch als zweifelhaft hingestellt, ob die geringen Unterschiede gegenüber den europäischen Listriodonten eine specifische Abtrennung genügend rechtfertigen, während Listriodon Theohaldi durch seine bedeutend geringeren Dimensionen eine ziemlich isolirte Stellung erhält BezügHch der Fundorte von Zz'j/^zöö't'w-Resten in der altbekannte Schweizer sei zuerst Bayle^) und Ornezan, Villefranche d'Astarac, sämmtlich im Orte: Simorre, Tournon, Lartet*") nennen folgende Europa Frankreich war sehr ergiebig an Funden Fundort: La-Chaux-de-Fonds genannt.*) Departement Gers gelegen; Laroque de Magnoac, Castelnau Magnoac (ob identisch dem vorgenannten?) im Departement Hautes-Pyrenees Auch die Faluns der Touraine werden erwähnt Lydekker führt Mammalia in the British Museum" ') noch zwei weitere Fundorte, nämlich Isle-en-Dodon (Dep Garonne) und Grive St Alban (Dep Isere) an Aus Deutschland nennt H v Meyer Steinheim, ^) von wo er einen unteren Eckzahn von Listriodon anführt Alle die genannten in seinem „Catalogue of the fossil dem Miocän Fundstellen gehören an Funde aus Oest er reich-Ungarn Die mir bekannten sind: Nach Suess'^) fanden Krivadia und Gyalu Mendru im Zsylthale, Siebenbürgen Zähne von Listriodon der Conglomeratschichte ist Aus dem Von Soöskut der (wahrscheinlich Namens) befindet dieses dem Tegel dadurch nur insoferne bestimmt, Leithakalke von Fünfkirchen legene Ort Conglomeratschichte über in einer könnte sowohl den mediterranen, S sich in der Suess einen W von Ofen im Sammlung mit Cyrena semistriata Das Alter als es jedenfalls citirt des jünger als das Liegende Zahn, ist i") Stuhlweissenburger Comitate ge- Hofmuseums ein Molarzahn Derselbe auch den sarmatischen Schichten von Soöskut als sich dort entstammen, da beide Stufen bei Soöskut vertreten sind Aus dem Leithagebirge kannte man schon Fundortsangabe über dieselben fehlt jedoch meist seit längerer Zeit Bei einem Zahne isolirte ist Zähne Eine genauere Kaisersteinbruch angegeben Die jüngsten Unterkieferfunde bei Mannersdorf und Loretto sind ebenfalls unsicher, insoferne nicht von welcher Localität und Schichte dieselben stammen Es finden sich nämlich im Leitha- bekannt ist, gebirge über den marinen Nulliporen-Kalken Grenzschichten echten marinen und sarmatischen Elementen gemengt ist mit einer Fauna, welche aus Darüber erscheinen umgelagerte Lithothamnien- kalke, welche hauptsächlich aus ganz abgerollten Lithothamnien-Fragmenten aufgebaut sind und ausser abgerollten Fossilien der marinen Stufe (resp, nur sarmatische Fossilien führen ') H Falconer (Tapirus pentapotamiae) Palaeontological Memoirs Vol ^) R Lydekker, Palaenotologia °) W Clift, Fossil remains I, Aus diesen sarmatischen Seite 415 X, vol I, Seite 52; ser X, vol III, Seite lOl und 102 Bank of Irawadi; Transact Geol Soc London ser., vol Indica, ser of the left 373), Taf 40, Fig *) Bull soc Xeuchätel ^) Bull soc g^ol °) Notice sur ') Seite 276 ") Neues Jahrb ») Jahrb ">) d la 1843 France — 44, ser Seite 34, torae XIII, Seite 24 colline de Sansans, Seite 31 f k k Min 1859 Seite 175 G R A, 1870, Seite 28 Ebendort, Jahrg 1859, Verhandlungen Seite 51 v, — 53 II, Seite 369 download unter www.biologiezentrum.at Rcsfc von Listriodo)i aus dein Aliocän Ntederösierretchs [;] Kalken und aus den Grenzschichten stammen nach meinen Erfahrungen wenn die meisten Säugethierreste des Leithagebirges Lagerstätte der meisten Listriodon-Funde sei in entstammt, erscheinen, die da sich die meisten der dortigen Stein- Während darnach im Leithagebirge sarmatischen Schichten, vielleicht auch noch die jüngsten Mediterran-Schichten vertheilen sich die doch auch diese Bezüglich des Unterkiefers von Loretto habe ich keinen bewegen sarmatischen Schichten aucli nicht alle, so möchte daher annehmen, dass Ich dass derselbe aus den Grenzschichten Zweifel, brüche schon 23g noch anzuführenden Reste auf die ältesten Listriodon führend mittleren und oberen sarmatischen die Ablagerungen Die Funde im Tegel bei Nussdort dürften den mittleren und jene im Sandsteine von Atzgersdorf Mauer den oberen sarmatischen Schichten entsprechen zeigt sich also, dass in Oesterreich-Ungarn das Auftreten Es Stufe und in den jüngeren mediterranen Schichten älteren Mediterranschichten dagegen mit so ') von Listriodon ausser Zweifel ziemlich noch nicht bekannt voller Sicherheit in der ist sarmatischen gestellt, aus den Dass die Säuge- thierfauna unserer neogenen Mediterranschichten in auffallender Weise mit der Fauna von Sansans in Frankreich übereinstimmt, wurde schon mehrfach, so von Fuchs, w hervorgehoben In Frankreich hat Gaudry sagt, gezeichnet sei man nun dass Fauna von Simorre erstere das durch als u s die der sarmatischen w^enn als und Listriodon von Dinotherium die Häufigkeit Suess jüngere Fauna neben die von Sansans hingestellt Auftreten v^on Dinotheriii7ii und Listriodon aus- häufige Es gewinnt nun den Anschein, Säugethierfauna durch terisirt die Stufe entsprechende analoger Weise charak- in wäre wie die Fauna von Simorre Dazu kommt, dass die Fauna der sarmatischen Stufe Diese Umstände der Mediterranstufe gegenübersteht Fauna von Simorre und der sarmatischen Stufe ebenfalls als jüngere, der älteren gewiss sind und einerseits geeignet, der Fauna der eine Parallelisirung Fauna von Sansans und der Mediterranstufe andererseits zu unterstützen Listriodon splendens H 1843 — 44 Lophiodon de ,,La-Chaux-de-Fonds'\ Nicolet im ileyer Neues Jahrb Bull soc Neuchätel Seite 34 Min 1846 Seite 466 (Molaren.) 1846 Listriodon splendens H v 1846 Calydonius trux ,, „ , „ 1846 Calydonius tener „ „ , „ 1849 Tapirotherium Lartetii P Gervais, Comptes rendus Bd 1850 Listriodon splendens H 1851 Listriodon splendens 1851 Tapirotherium Blainvilleanum E Lartet, Notice sur 1848 — 52 Listriodon LartetiiV 1855 — 56 Listriodon splendens Ger \ais 1839 Listriodon splendens (?) H Listriodon splendens E — 64 „ 1846 ,, (ob Eckz (^) „ 1846 „ (unt Eckz 1^) f d k XXVIII, Seite 547 Min Seite 203 k G- la R., vierter Theil, Seite 121 coUine de Sansans, Auch Seite 31 Zoologie et paleontologie francaises edit Seite 50, Atlas Taf 20, Fig I — I Bayle im j 1859 ,, Jahrb M Hörnes Jahrbuch Lophiochoerus Blainvillei 1859 ,, Meyer Neues v f „ „ Meyer v Bull soc geol franc Tome XIII (2 ser.), Seite 24, ) v Mayer im „Neuen Jahrbuch Suess Jahrbuch für Mineralogie'' G R Verhandlungen Seite 51—53- k k, (1846 teste Lydekker) Blainville, Osteographie — — Tapirotherium ou Lophiodon Lophiodon Tapirotherium, fasc fasc Tapirus, Seite 52, Taf VI (Lophiodon de Sansans.) Palaeotherium etc Seite 161, 171, 194 Taf Choeropotamus : Tapirotherium de Simorre ') Das von mir (Verhandl k k G R, A, 1881 Seite 104) citirte Vorkommen von Listriodon in den mediterranen Sauden von Neudorf scheint mir heute auf einem Irrthume zu beruhen, da ich in unseren Sammlungen ein Belegstück dazu nicht auffinden konnte Die Möglichkeit des Vorkommens soll dadurch in keiner Weise negirt werden download unter www.biologiezentrum.at KM 240 1861 — 62 Listriodon splendens E Suess Verhandl 1870 Listriodon splendens E Suess 1879 Listriodon splendens Th Verhandl d k k Neue Fuchs k k G R A Seite 287 Säugethierreste aus Oesterreich Verhandl Neue Säugethierreste dem aus G R A 1870 Seite 28 d k k sarmatischen von Mauer Cerithienkalke G R 187g Seite 58 Ueber einen neuen Fund von Listriodon Listriodon splendens E Kittl 1881 d [8] Verhandl d k G R A l88r, Seite 103 1885 Listriodon splendens R 1887 Z;>iriWo?z M Da man fällt Lydekker, Catalogue of the fossil europäischen Listriodonien um als sexuelle, zu Museum, Part k k ob entscheiden, auch noch mit Listriodon splendens vereinigen; die erkennbaren individuelle oder specifische aufzufassen man aber doch angezeigt dürfte es sich darüber entscheidet Es erst sein, dürfte wohl angezeigt an sein, Simorre von Bayle'schen Auffassung als derjenige eines der Entwicklung der Eckzähne bei gewesen sein, bedeutender als man der Eckzähne als Hauer nur bei Listriodonien in solche mit Blainville's Osteographie in nach welcher der auch von Männchen und Weibchen müsste danach ihn bei Suiden meist zu finden gewohnt denselben Merkmale gefunden werden können, welche selben Schichte Lydekker mir adpotirten weiblichen Individuums anzusehen wäre Der Unterschied Augenmerk die geologisch jüngeren aus auf den dieser Stelle hinzuweisen, späteren Funden auf die Fragen ein besonderes Eckzähne besseres i) abgebildeten Unterkiefer in zu- Dass Listriodon Theobaldi Lyd sich von den übrigen Listriodonteji durch seine bedeutend geringeren Dimensionen unterscheidet, hat schon hervorgehoben, Seite 275 II, G R A 1887, Seite 302 Richtung sogar noch weiter gehen und Listriodon Pentapotamiae hier in dieser Material abzuwarten, ehe in the British von Listriodon sple^idens mit derjenigen der Gattung so ziemlich die Charakteristik sammen Man könnte Mammalia Reste von Listriodon aus dem Leithakalke Verhandl d r, vorläufig noch zu wenig Material besitzt, Differenzen bei den sind, N eumay Funde Schichten ist richten haben, zu charakterisirt, oder hervorgeholt ein ganz bedeutender Man ob wird daher bei die Entwicklung ob normal entwickelte werden und ob endlich andere eine specifische Scheidung der Listnodonten ein normal entwickelten Eckzähnen und und der- solche mit Hauern versehene in erlauben Der Schädel von Listriodon war ganz ähnlich dem der Suiden gebaut, ebenso der Unterkiefer Von anderen Skelettheilen erwähnen Bayle und L artet einige, welche ebenfalls denjenigen von Stis ähnlich sein sollen Der wesentlichste Charakter des Listriodon-G&h'iss&s liegt jedenfalls in den Quer- jochen der echten Molaren Das Milchgebiss von Listriodon splendens Das definitive Gebiss ist Kowalewsky's eine bisher noch unbekannt dagegen schon mehrfach Stand unserer Kenntnisse darüber weiter unten folgen achtung ist ; studirt hier sei zunächst Bemerkung gemacht Der genannte worden und wird der jetzige im Anschlüsse an eine Beob- verdienstvolle Autor hat gefunden, dass jeder der Listriodon-IHoXaLren im Unterkiefer mit seiner Vorderfläche an der Hinterfläche des Vorder- zahnes im Oberkiefer reibe Dieses Verhältniss bedingt bei der nun richtiggestellten Zahnformel, dass die Unterkiefer-Molarreihe jedem Individuum dieser Umstand sowohl vorne stets länger ist, als auch hinten die des Oberkiefers überragt, also erstere bei als letztere Es war nothwendig, aus der beigegebenen Tabelle nicht ersichtUch ist, dies deshalb hervorzuheben, weil da nur die an den einzelnen Resten gefundenen Masse eingetragen sind, die Reste aber an Grösse, Alter und wohl auch Geschlecht verschiedenen Individuen angehören ') Vergleiche hieriiber auf Seite 238 [6] download unter www.biologiezentrum.at Rcsfc [o] Die Zahnformel von Lisfri'odon ans dem Miocän Niederösterreichs von Listriodon splendens für das definitive Gebiss h I i', I ^, c, Ip, Ip, l ist, 241 wie schon bemerkt wurde: m, m- Auf Grundlage der mir zugänglichen Stücke, welche weiter unten einzeln angeführt werden, seien die und Zähne einer Betrachtung unterzogen einzelnen Zahngruppen Auf die betreffenden Stücke wird durch die im Verzeichnisse angenommene Signatur hingewiesen Bezüglich einiger Eigenthümlichkeiten des Gebisses muss hier auf Seite 235 und 236 verwiesen wo werden, Die Incisiven sind mir nur aus stehen in einem Bogen und sind rande des Unterkiefers hat eine Alveole Es bedingt gestellt gestellt ist dem breit entwickelten Vorder- Der eine im Originale vorliegende Zahn (von lange und kräftige Wurzel, welche Krone desselben die rechten ersten Schneidezahn des Unterkiefers von Loretto bei alten (männlichen) Individuen in fächerförmig fast verhältnismässig tritt; dem hier nicht wiederholt werden Dieselben sind nicht alle gerade nach vorne gerichtet, sondern und aus Abbildungen bekannt {2 h] und deshalb dieselben schon eingehend behandelt erscheinen stark abgekaut, die Usurfläche senkrecht auf die und Zwischenkiefers des allein ist es Axe des Zahnes dass der im Oberkiefer befindliche Gegenzahn eine nach hinten gerichtete dies, Usurfläche besitzen musste, was aber wieder die auch wirklich zu beobachtende Dadurch li) gerade nach vorne gerichtet aus der überdies eine Abwärtskrümmung Einwärtskrümmung des oberen Gegenzahnes möglich, dass derselbe dem Zahne im selbst bedingt Unterkiefer einen entsprechenden Wider- stand bieten konnte Der von Blainville abgebildete Schädel von Simorre trägt die beiden «j, welche durch ihre grosse Breite auffallen, und zeigt im Uebrigen jene eben besprochene Stellung der Zähne Die Eckzähne liegen mir mehrfach vor Die des Unterkiefers als Hauer entwickelt, von dorf (2 h und i) dreiseitigen Querschnitte, so bei als vom in Leithagebirge und von Mauer Gegenzähne entsprechen, wobei Krümmung und wird man wohl vor (2 d und 4) sie Die Eck- vollkommen authentischen Exemplaren nicht bekannt Die solche betrachten; sie würden in jeder Beziehung wo den Unterkiefern von Loretto und Manners- Fragmente von Hauern des Unterkiefers liegen ferner von Mauer zähne des Oberkiefers sind mir Stücke sind, wie bei allen Suiden, isolirten kann man nur mit grosser Wahrscheinlichkeit den früher angeführten Unterkieferzähnen das Verhältniss der Zähne des Ober- und Unterkiefers in als Grösse, gegenseitiger Stellung nahezu dasselbe wäre wie bei Phacochoerus Bis auf Weiteres der Ansicht Bayle's beipflichten können, welcher annimmt, dass wickelung der Eckzähne Hauer nur als bei den männlichen Individuen dagegen jene ziemlich normal ausgebildet waren, wofür auch ein auftrat, die mächtige Entbei den weiblichen von Bl ainville abgebildeter Unter- kiefer sprechen würde Die Prämolaren gut (in jeder Kieferhälfte drei an der Zahl) entsprechen denjenigen von Sus ganz Sowohl im Oberkiefer dabei der letztere stets auch im Unterkiefer sind p^ und p^ übereinstimmend gebaut (nur ist grösser als der erstere) und weichen von po, ab, welcher eine Uebergangsform als zu den echten Molaren zeigt Im Oberkiefer besitzen p^ und p^ je einen grossen vorderen Schmelzhöcker, welcher sich als die grösste Erhebung eines von vorne und innen, nach hinten und aussen gerichteten Kammes darstellt Diesem vorderen dominirenden Schmelzkamme gegenüber steht, durch einen Einschnitt getrennt, an Schmelzkamm Eine basale Schmelzkrause umsäumt die Krone aber namentlich in der Nähe der culminirenden Erhebungen zurück, p^ ist der Innenseite und hinten ein kleinerer nur hie und da, relativ kürzer und tritt breiter als /j und p^ und besitzt ein äusseres Höckerpaar, welchem ein innerer Einzeln- Höcker gegenübersteht Während /j und p^ nur zwei (eine vordere und eine hintere) Wurzeln besitzen, welche mit Ausnahme der vorderen von /^ aus zwei Wurzeln verschmolzen zu sein scheinen, hat ^3 Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns VII 31 download unter www.biologiezentrum.at Kittl 242 von welchen zwei aussen, eine innen drei Wurzeln, also, man sieht, genau Im Unterkiefer ist wie dass zeichnet, [lo] steht Die Vertheilung der Wurzeln entspricht unter jedem Schmelzhöcker steht eine Wurzel jener der Schmelzmassen; der Gegensatz zwischen Molaren und Prämolaren einfach dadurch gekenn- den letzteren das hintere Querjoch stark verkümmert und das vordere bei seitlich comprimirt erscheint Der Gegensatz zwischen einfach gebauten Abbildung ersehen werden; die Reduction des gegenüber dem vorderen prävalirenden Höcker p^ dem und p^ und den complicirteren ^3 kann aus der „hinteren Querjoche" entsprechenden Complexes bei /g nicht so weit vorgeschritten, wie bei pj ist und welchen der dem hinteren Querjoche entsprechende Theil nur rudimentär ausgebildet erscheint ^2, bei Bei der Betrachtung der wahren Molaren fällt zunächst auf, dass, während die Querjoche der Oberkiefer-Molaren schwach nach hinten (convex) gekrümmt sind, die der Unterkiefer-Molaren eine nach vorne convexe Ausbiegung zeigen des Oberkiefers sind übereinstimmend gebaut, lassen sich Die Molaren von einander unterscheiden; m^ isolirtem Zustande leicht erkennbar, dass die Längsdimension die hintere Schmelzkrause hier am ist etwas grösser und kräftiger und die Breitendimension übertrifft doch auch aber hat; OTj und noch eine in daran die Querjoche sowie kräftigsten ausgebildet sind Die Molaren des Unterkiefers zeigen ebenfalls einen untereinander identischen Bau, hinteren, sonst kleinen m^ ist als vi^; wo nur m^ den medianen Höcker der basalen Schmelzkrause zu einem grossen Talon entwickelt jedem Querjoche m,^ besitzen unter fünfte, unter zwei, also im Ganzen vier Wurzeln, während bei ;«„ dem Talon stehende hinzukommt Die Uebereinstimmungen und Verschiedenheiten der Gebisse von Listriodoii und Sti,s sind schon oben im Allgemeinen besprochen worden Es ist liegen mir die folgenden Reste Von Soöskut stark abgekaut (Sammlung des k k Aus dem Leithagebirge und d) von Listriodon splendens vor: (Ungarn): ein linksseitiger letzter Backenzahn Ein stark abgerollter vi.^ naturhist (OT3) des Unterkiefers Derselbe Hofmuseums.) dessen Dependenzen: der rechten Seite: näherer Fundort unbekannt (Sammlung des Hofmuseums.) Ein etwas abgerollter b) m.^ der linken Seite; näherer Fundort unbekannt (Sammlung des Hofmuseums.) Ein ebenfalls abgerollter p^ der rechten Seite; angeblich von St Margarethen (Sammlung c) des Hofmuseums.) Siehe Tafel XV (II), Figur d) Ein vermuthlich zu Listriodon gehöriger, als mächtiger der rechten Figur — e) gekaut Seite; genauer Fundort unbekannt Hauer entwickelter oberer Eckzahn (Sammlung des Hofmuseums.) Siehe Tafel XV, Ein abgerollter Wg der linken Seite; von einem jüngeren Thiere, Aus dem Lithothamnienkalke von Kaisersteinbruch, f) Zwei abgerollte obere Backenzähne Mannersdorf (Sammlung des Hofmuseums.) {?n^ (Sammlung des Hofmuseums.) der linken Seite und p^ der rechten Seite); von g) Abgerolltes Fragment von m^ der rechten Seite; von sammlung.) da noch gar nicht ab- Mannersdorf (Paläontol Universitäts- download unter www.biologiezentrum.at dem Rcs/c von Listriodon ans Aliocäii Niederösterreichs 243 1 Ein Unterkiefer von Mannersdorf: Von den zwei vorliegenden Unterkiefern //) Erhalten der schmächtigere Prämolar nicht durchgebrochen Für und /, der linke Ast fast ganz und ist vorhandenen Molaren noch die auf der linken Seite hat ist, man am darf steckt, und der hinterste mit einem verhältnissmässig jungen Thiere zu thun es dem p^ vorangehenden Zahne Von den Beginne ihrer Grössenentwickelung stehen dürften Nichts vorhanden, nur einzelne noch im Kiefer man vielleicht allerdings auffallend Incisiven (I), Dessen schräg nach Aussen geneigte Stellung und bedingte Verspätung im die vielleicht (ein Abkauung der Zähne Derselbe gehörte einem alten Thiere an, wie die starke zeigt Die auch ziemlich massig entwickelten beiden Unterkieferäste tragen jeder noch die drei echten Molaren, von welchen ein verhältnissmässig geringes Reihenfolge des Eintrittes />, /o, ;«i, , dreiseitige ///g, ///j, ^3, wo am ni^ meisten, m^ Mass von Abkauung in die definitive Bezahnung gekrümmt haben müssen Von den Der horizontal in der Alveole steckende Zahn abgeschnitten Der vorderste Theil des Unterkiefers Tafel XV (II), Figur man dem aus lässt ist Auch p^ auf die letzteren ergäbe sich folgende Reihenfolge Die massige als den Alveolen stecken aber noch Fragdass diese Hauer sich sich erkennen, sechs Incisiven ist nur der erste links erhalten tief abgekaut und durch die Kaufläche senkrecht ist sehr verbreitert, zeigt alle Alveolen der Inci- des Stiftes Kremsmünster.) Siehe i Der Oberkieferrest von ersten Hauser'schen Ziegelei laren der rechten ist in (Aus der naturhistorischen Sammlung Fächerstellung wenigsten abgekaut Dürfie schliessen, so Hauer entwickelten Eckzähne sind abgebrochen, stark nach aussen in am der erstgenannte auch zuerst im Ersatzgebisse erschien mente derselben, und aus einem Abdrucke im Gesteine siven Siehe umgelagerter Lithothamnienkalk wahrscheinlich sarmatischen Alters) eingeschlossener Unterkiefer von Loretto zeigt Nussdorf (recte HeiHgenstadt) aus aus zwei Stücken, Derselbe besteht und der linken Seite, sowie dem sarmitischen Tegel der wovon das Wj und m^ der Hnken Seite eine zeigt, die m^ Prämo- drei ist hinten ab- gebrochen und fehlt so leider der directe Anschluss an das zweite Kieferfragment, welches m^ linken Seite zeigt Form die Die Abkauung der Zähne hat bereits begonnen der Gaumenfläche, welche durch die innerhalb Nicht ohne Wichtigkeit historischen Hofmuseums.) Siehe Tafel XV (II), Figur In den sarmatischen Sandsteinen der zwischen brüche wurden zwei Eckzähne ist der die der Molaren auftretenden Rinnen, sowie durch mediane muldenförmige Vertiefung den Typus der Suiden aufweist in Erscheinen dieses Figur 1—2 Ein im Gesteine i) ist sind erkennbar Zahnes den echten Molaren gegenüber (Paläontologische Sammlung der Wiener Universität.) XIV dem Aus dem Umstände, dass p^ den Wahrscheinlichkeitsschluss ziehen, dass dieser Zahn Fragmente der Alveolen stets als der letzte in das definitive Gebiss eintritt Tafel Da rechten nur der Vordertheil auch beiderseits erhalten Ebenso beide Eckzähne, welche entsprechend ist jugendlichen Stadium ist vom gar nicht abgekaut sind sind die Alveolen so wie auch für den im Milchgebisse /., vorhanden; p^ selbst der Alveole fast derselbe ist — (Sammlung des k k natur- Mauer und Atzgersdorf gelegenen Stein- gesammelt, welche ich als wahrscheinlich zu Listriodoji splendens gehörig Von dem einen liegt mir heute nur mehr ein Gypsabguss vor; er war ein oberer Hauzahn linken Seite Von einem unteren Hauer sind nur Fragmente vorhanden, welche die Seite, aus der anführe der er entstammt, nicht zu bestimmen gestatten (Sammlung des Hofmuseums.) Siehe Tafel XV (II), Figur 31* download unter www.biologiezentrum.at Kita 244 [12] Listriodon Schädel von Unterkiefer Unterkiefer von Simorre Oberkiefer von Nussdorf (nach Blainville's Abbildung) (nach Blainville's Simorre 9? Unterkiefer von Mannersdorf (^ sen C^juv Abbildung) von Loretto Länge Breite Länge Breite Länge Breite Länge Breite Länge mm mm mm mm mm mm mm mm mm 250 16? 'a 16? H_ c A P^ 150 10-8 14-7 11-3 15-2 140 17-0 16-0 13-6 17-5 t^_ 170 »Zj 18-4 18-5 18-5 (?.) 21-0 19-3 m^ 19-0 18-0 (?.) 23-0 24-0 19-4 "'s H H (?,) 24-8 23-3 20-2 fe) (?J fe) 11-0 13-5 13-4 14? 13-4 14? 23-7 20-0 16-0 23-7 13-2 14-3 3-6 14-0 16-4? ? 15-0 18-0 11-5 12-6 "»1 16-4 19-0 13-3 17-2 m^ 19-6 21-4 16-5 22-3 28-2 31-2 18-8 35-5 24Ö-0 234-0 235-0 248-0 247-0 235-0 237-0 250-0 122-4 131-0 48 54 c ~Tx a" • a" »'s Gebisslänge auf die Mediane projicirt „ „ „ , Alveolarlinie der Molaren 110-0 Länge des Molargebisses Länge der Zahnlücke 60-0 31-0 Gaumenbreite, innerhalb p^ I '»i 64 42-0 390 download unter www.biologiezentrum.at Reste von Listriodon aus [13] splendens H v dem Miocän Niederösterreichs 245 Meyer Listriodon Isolirte pentapotamiae Zähne verschiedener Fundorte, und zwar von: (nach Lydekker) Leithagebirge Kaiser- überhaupt steinbruch Mannersdorf Margarethen Sooskut Mauer Länge Breite Länge Breite Länge Breite Länge Breite Länge Breite Länge Breite Länge Breite mm mm mm mm mm mm mm mm ram mm mm mm mm ram 18-7 10-6 Masse , welche schätzungs- weise ermittelt wurden, mit einem ? sind versehen Ein beigesetztes q^ oder q^ bedeutet, dass die Dimen- dem ersten, d h vorderen {qO oder bei dem zweiten oder hinteren Querjoche geraessen sion bei 42 38 36 38 wurde 14-5 21-6 17-0 22-5 22-2 20 22-7 25 25-9 20-7 17-8 31-7 19-1 13-3 34-0 19-7 27-4 (^2) download unter www.biologiezentrum.at KM 246 [14] SCHLUSSWORT gewissen Trotz der welche Aehnlichkeit, Cuvier kaum Jemand daran Dinotheritmi besteht, hat nach schaftliche Beziehungen der zwei Gattungen zu wie sich heute zeigt, zwischen folgern ') Mahlzähnen den gedacht, aus derselben nähere verwandt- Solche entferntere Beziehungen aber könnten, Stamm der Angehörigkeit beider zu einem grossen in der Säugethiere gesucht um werden Aber es genügen auch die Entdeckungen der letzten Jahre noch nicht, Erfolg näher Hier zu treten soll welche sowohl bei Listriodon Kowalewski bereits als Da jedoch der erheischt, heutige Stand so dürften Genera sind auch in dem Miocän und Pliocän Nachkommen besitzen; diese bis jetzt nur aus der Gegenwart sätze dem zwei isolirten Zweige der einem gewissen Grade einigen die ähnlichen Baue Form isolirt ihrer Backenzähne ihrer gegenüber; beide bekannt, während ihre betreffenden Verwandten letzteren zeigen gegenüber eine fortschreitende Entwicklung, während man der Dinotheriiden noch bei Durch ihnen nächstverwandten Thierstämmen ziemlich den betreffenden, sie in folgenden Ausführungen nicht und Di)iotherium zeigen ausser dem echten Molaren noch andere gemeinsame Eigenthümlichkeiten stehen unserer Kenntnisse die zwei Gattungen Listriodon Die Frage mit auch bei Dtnotherium auftreten Betrachtungen ähnlicher Art hat -angestellt.^) ganz überflüssig erscheinen dieser nur die Bedeutung der quergejochten Molaren untersucht werden, Abweichung und Erweiterung Punkten eine und von Listriodon beiden Fällen ihren in bis jetzt eine solche Ahnen weder bei dem Zweige der Listriodontiden hat verfolgen können Diese und andere Gegen- gegenüber ihrer übrigen Verwandtschaft rechtfertigen auch bis zu die Aufstellung der vorläufig freilich nur durch je eine Gattung repräsentirten Gruppen oder Familien der Listriodontidae und Dinotheriidae.^) Es sei zunächst Listriodon mit den übrigen Suiden verglichen Die Betrachtung der älteren Suiden und die nähere Vergleichung derselben mit den jüngeren Formen kann ich mir zum grossen Theile ersparen, da dies schon selbe hat gezeigt, glieder und bei dass dem bei Kowalewski Molargebisse Gattung Piiacochoerus aber in so ausgezeichneter Weise durchgeführt besitzt die Neigung zur „Complication der Kaufläche" überdies eine sehr complicirte Kaufläche; die während die Wurzeln Krone in am ist anschliesst darf), zeigt Listriodon, Nahrung nur durch ') Bei alten aber besitzt verkürzt erscheinen, wodurch sich der Phasochoerus würde demnach den in Zahn den der Umbildung weitesten fortgeschrittenen Zweig der Suiden darstellen Ein anderes Extrem, welches sich aber durchaus nicht weiter entwickelt hat gelten dieser ; Die durch Cement verkittete Schmelzcylinder in zahlreiche, hohem Grade „permanent nachwachsenden Molaren" der Zähne Der- auftrete Neigung zur Reduction der Molarzahl die Individuen wird das Molargebiss nämlich oft bis auf den letzten Zahn reducirt aufgelöst, hat.*) den Suiden die Tendenz zur „adaptiven Reduction" der äusseren Zehen- Cuvier als nicht weiter entwicklungsfähig welches ein Zermahlen der nämlich ein Molargebiss mit Querjochen, ausweichende Bewegung der Kiefer erlaubte, während bei hoch entwickelten seitlich (siehe (und wohl daher dessen „Recherches sur las ossements fossiles", Vol ^dit sondern auch Dinotherien-'B^estt und auch einzelne Zähne von Listriodon (Molaren) als II, partie) hat nicht nur Lophiodon- den Tapiren verwandten Thieren angehörig beschrieben ^) W Kowalewski, Monographie fossilen Hufthiere, Palaeontographica, Bd ^) Siehe *) Am Lydekker, der Catalogue' of fossil angeführten Orte Gattung Anthracotherium und Versuch XXII Mammalia in the british Museum einer natürlichen Classification der download unter www.biologiezentrum.at Rcsfr vo)i Listriodon aus |i5| Suiden mit den Kauflächen complicirten Vergleichung der Extremitäten eine vorläufig ist dem Miocän Niederosterreichs 247 ausweichende Bewegung möglich allseitiaf wegen Mangel an Material (bei ist Eine undurch- Listriodon) führbar welche Listriodon den Siuden Dieselbe eigenthiimliche Stellung, auch im Vergleiche mit den übrigen Proböscidiern Bevor ich aber zu diesem Vergleiche Di/iotJicriinii möchte schreite, ich einige Hinweise auf die verwandtschaftlichen den übrigen Proböscidiern, sammengefasst gegenüber einnimmt, zeigt man welche Elephantidae (im Gegensatze zu den Di^iotheriidae) zu- als hat, für nicht überflüssig halten von Ditiotherittm einzugehen; Es hier nicht angezeigt, auf die ältere Literatur ist muss bemerkt werden, dass man bisher nur wenig vom wohl aber *) Beziehungen von Diiiotheriuvi zu Genauer beschrieben sind eigentlich nur vereinzelte Knochen, und sehr Dinot//erin///-Skc\ette kannte häufig scheint es dabei noch zweifelhaft geblieben zu sein, ob die betreffenden ICnochen auch wirklich einem Dinotherium angehören aber schon aus den wenigen sicheren Funden schloss man, dass der ; dem Skeletbau im Grossen mit der Elephantiden übereinstimmend aber der Bau von Carpus und Tarsus ist bad es, dass das im einige der k k Von naturhistorischen wichtigsten diesen kannte Hofmuseum und Carpal- man Knochen stimmen überein, sondern es ist auch nicht nur in der ihre Articulation das fehlende Lunare muss auf die ersteren mit Vom zeigt das letztere eine Um 2) so erfreulichi-r nämlich vom Carpus: das Unciforme aus der distalen geruht haben und konnte das Unciforme nur in einer In keiner Hinsicht ist eine wesentliche Abweichung Tarsus sind vorhanden: Astragalus, Calcaneus und Naviculare den homologen Knochen der Elephantiden ausgezeichnet übereinstimmen, Abweichung, welche besprochen zu werden verdient Bei ^A'///«j zum das Naviculare auf der Distalseite mit vier Knochen, nämlich mit: Cuneiforme articulirt erscheint Hauptform mit den entsprechenden der Elephantiden wenige Millimeter breiten Facette berührt haben Während wichtig genau dieselbe; das Cuneiforme ruht auf dem Unciforme, dem Magnum von den Elephantiden zu erkennen enthält, Magnum und Scaphoideuni und Cuneiforme aus der proximalen Reihe und Reihe Diese Besonders DinotheriumSke\&t von Franzens- befindliche Tarsal-Knochen sei bisher nur wenig I., Beispiel Cun IL, dem Cuboideum Die bei Dinotherium vorhandenen drei Facetten müssen unbedingt für diejenigen angenommen werden, welche mit Cuboideum, Cuneiforme III und Cun IL articuliren, während die Facette für Cuneiforme I fehlte Daraus muss man und Cun, III mittelst auch mit einer Facette auf das Nichtvorhandensein der innersten (oder ersten) Zehn schliessen auch den Mangel der fünften Zehe zu folgern, da ja der ersten voranzugehen pflegt; der Franzensbader Immerhin darf man schluss während nur dreizehig, kein Grund, die irgendwie zu irritiren sonst entschiedene Tendenz ergibt am ist, die Vorderfüsse Tendenz bei ') Kaj'ser, ^) fünften Zehe dem dass die Hinterfüsse von Dinotherium Die Dreizehigkeit der Hinterfüsse fünfzehig waren ist aber unleugbar vorhandenen Beziehungen von Dinotheriitm zu den Proböscidiern zur Reduction der ersten bei Elephas, als die Zahl der des Naviculare, Phalangen mag vergleiche hierüber: O ist reducirt vielleicht darin Weinshelmer, auch bei Mastodon eine und fünften Zehe des Hinterfusses erkennen wo die Facette sogar sehr klein und nach rückwärts gerückt, den Vorderfüssen Man hieraus gibt jedoch hierüber keinen directen Auf- Im Gegentheile kann man sowohl mitunter Mastodon-Form Auch Fund liegt sehr nahe, immer der Verlust der fast wahrscheinlich ansehen, als sich dies schon aus der Betrachtung kleinsten Lunare, es Es ihre für Cuneiforme I Es stets wie bei einer pliocänen Das verminderte Auftreten dieser reductiven Erklärung finden, dass die Vorderfüsse den Dinotherium giganteum in den Palaentolog Abhandl von Dames und Heft Blainville (Osteographie, -n-elche er Genre Dinotherium, Seite 29 und 30) beschrieb: Astragalus, Calcaneus und Seitdem dürfte kaum etwas Wesentliches genauer beschrieben worden sein ganz „elephantoid'' nannte download unter www.biologiezentrum.at 248 Ktttl [16] gewichtigen Schädel zu balanciren hatten, während die hintere Körperhälfte verhältnissmässig weniger Masse zu dirigiren gab Während Bau des also der von Dinotherium eine unzweifelhafte verwandtschaftliche Skelettes Beziehung zu den Elephantiden ergibt, weicht Dinothermm durch sein Gebiss bis zu einem gewissen Grade von den Elephantideji ab, ja, wenn man auch die Dreizehigkeit der Hinterfüsse mit in Be- muss man tracht zieht, es für wahrscheinlich halten, c/'^/>? Stamme losgetrennt haben, vom Probosvom Äz'^e^-Stamme Um nun dass sich die Dinotheriiden früher die Listriodontiden ihrerseits als auf die Bezahnung von Dinotherium überzugehen, muss wohl auch daran erinnert werden, dass Anbetracht der Zahl der Zähne, des Fehlens der Eckzähne und selbst den Querjochen, übereinstimmender Grundplan ein man im Dinotheritim Freilich wollte besteht Gebiss erkennen '), Um gehoben wurde Gobisse auch eine Annäherung an das Perissodactylen- dem von Mastodon zu vergleichen Bei Afastodon sind in der zwei Schneidezähne je vorhanden und ausgebildet Diese hier also schon vorhandene Reduction der Incisivenzahl geschritten schon Man darf wohl einen gemeinsamen der Miocänzeit vor jedem der beiden Genera aber bei weiter, oben und unten beiläufig Incisiven mögUche übrigens neuerdings von Cope^) nicht mehr hervor- die Regel sowohl im Unter- wie im Oberkiefer auch bei Elephas noch wie die gerade so ist, Ausbildung des Di?wtherium-Ge.biss&s zu studiren, dürfte es sich die eigenartige daher empfehlen, dasselbe zunächst mit als in den Elementen der Molaren, im Vergleiche mit gewissen Mastodon-Y oxTCi?:VL welche aber ebensowenig noch endgiltig festgestellt Verbindung mit den Dinoccraten, einstige in Stamm ist sowohl bei Dinotherium, in verschiedener Weise vor- Proboscidier supponiren, bei welchem die aller gleich stark ausgebildet waren die Dinotheriiden „Stosszähne" als abgezweigt, bei Von diesem Stamme welchen ausser hätten sich den Tendenzen energischen Reduction der Zehenzahl an den Hinterfüssen und zur Erhaltung (oder Ausbildung ?) zur der Querjoche bei den Molaren das Bestreben auftrat, die unteren Incisiven auf Kosten der oberen stärker Die Elephantiden zeigen dagegen das Bestreben, zu gestalten Querjoche die der Molarzähne zu zu zertheilen und die oberen Incisiven auf Kosten der unteren zu vergrössern Bei den Dinofherien sind so schliesslich die oberen, verschwunden gänzlich Bei den Elephantiden hat Dinotheriiom aber fehlen noch die nächsten Ahnen, zu können ausgebildet gelöst ist bei um diese Entwicklung unteren Incisiven die bei die angeführten Verhältnisse direct beweisen man vermuthen, dass Querjoche auch die Molaren-Elemente Während diese Querjoche bei den Dinotheriiden dachförmig der Proboscidier waren erscheinen, sind oder dieselben bei Mastodon zeigen wenigstens die Tendenz hierzu beiden Stämmen noch durch eine in Reihen stärkere Erhebung Höckern von Das äussere und innere markirt oder Ende wicklung zeigt sich bei einer Reihe von Mastodon-Formen, nämlich Mastodon arvernensis erscheint Durch als deren Zitzen auf- jedes Querjoches Die Zitzen der Mastodon- Molaren sind bei den einzelnen Formenreihen und Formen verschieden entwickelt glied, können, verfolgen Bezüglich der Molaren darf Ahnen der man bei Elephas aber Die beste Ent- auffallendstes Glied das eine Verschiebung der inneren End- und äusseren Jochhälften gegeneinander wird der ursprüngliche Joch-Typus undeutlich Eine andere Mastodon-'K€\\^& mit Mastodon tapiroides angedeutet Ob zeigt noch den Joch-Typus diese Reihe oder eine andere es war, die Uebergangsglieder (Stegodon) zu Elephas am reinsten erhalten, die Zitzen sind nur welche später durch Umbildung der Molaren geliefert hat, möge hier unerörtert bleiben Die Quer- joche müssen sich bei dieser Umbildung verschmälert und deren Anzahl vermehrt haben, wobei dann endHch der echte Elephas-Molar mit der ausgezeichneten Mahlfläche ') Lydelcker, =) Am cat foss Mamm brit angeführten Orte und Bull Mus Am pt IV, Phil Soc p 1882, p 438 resultirte download unter www.biologiezentrum.at Reste von Listriodon aus [17] Es ist dem also Verhältnisse, dem Miocän welches sich Niederösterreichs zwischen den 249 Molaren von Dinothcriwn und Elephas bei den Proboscidiem darbietet, dasjenige ganz analog, welches zwischen den Molaren von Listriodoii und Phacoclioerus bei den Suiden herrscht Dinotheriuvi und Lisfriodon vertreten die Stämme mit scharf quergejochten Molaren, Stämme, welche frühzeitig von dem Urtypus abzweigten, aber eine weitere Entwicklung nicht erfahren haben Phacoclioerus und Elephas sind die heute noch lebenden Endglieder der anpassungsfähigen Reihen, Weise dahin gerichtet zu sein scheint, wo bei möglichst die Umwandlung der Molaren in ganz analoger geringer Anzahl der Molaren eine grosse und möglichst complicirt gebaute Mahlfläche zu erzielen Das beste Reihe, während Beispiel bei Elephas liefern die Formen der Elephas priviigenius Elephas africanus mehr analog der Gattung bei Stis zähne noch nicht den höchsten Grad der Complication erreicht haben die mit scharf quergejochten Molaren versehenen Typen Listriodo7i — E indicus die Mahlflächen Man der Backen- darf vermuthen, und Dinotheriuvi, — welche dass im Pliocän schon ausgestorben waren oder dort ihre letzten Vertreter hatten, ihrer Backenzähne, welche nur eine seitliche oder von den Typen gänzlich verdrängt worden sind, eben wegen des Baues Querbewegung der Kiefer gegeneinander erlaubte, welchen der Bau ihrer Molaren eine allseitig aus- weichende Bewegung der Kiefer erlaubte Anmerkung verflossen Da von ist, "Wien, am so an die Redaction bis zum Erscheinen Nichterwähnung der seitdem erschienenen Arbeiten daraus erklärt der Uebergabe des Manuscriptes ist die 27 April dieser Arbeit über ein Jahr 1889 Der Verfasser download unter www.biologiezentrum.at TAFEL XIV Kittl, Listriodon aus (I) dem Miocän Niederösterreichs download unter www.biologiezentrum.at TAFEL XIV Fig I — Listriodon splendens H.v.Mey — Unterkiefer aus (I) dem Leithakalke von Manner s d o rf am Sammlung der Wiener Universität Leithagebirge Original in der Paläontologischen ,, „ „ „ — Restaurirter Schädel in halber Naturgrösse Combinirte Skizze Sämmtliche Figuren entsprechen der natürlichen Grösse, ausgenommen Fig Klül Lislriadanreslc download unter www.biologiezentrum.at Taf.aV liih.AnsLY Joh.Haypi,TOe:i ASTrobodadezuliih Beiträge ziH' PiiJacnntiilo^ic üosteiTcirli-IJngarris inid des Orients, "Ile^ä'lsg^'^^b^M^vuIfKullL\^^lưJSi^uiff^^"l^^^/;^;.i^v;y."J.lfP.J,yi' Verl v Alfred Holder, k.k Hof u.Universifats-ßuchhandlerm Wien download unter www.biologiezentrum.at download unter www.biologiezentrum.at TAFEL XV Kittl, Listriodon aus (II) dem Miocän Niederösterreichs download unter www.biologiezentrum.at Killl Lislriodoiiresk' Ä Swoljoda download unter www.biologiezentrum.at Taf.X\ BetoägezurPalaecmloIotlp Ocstoiiculi-InSariiA und >}»i Ti ]ü\l hfirausspäcbcii vuii l.-s Orictils Kdm.v.Mojsisovics ii.MNciiniityi- Bil\'ll,l88(i Verlag v Alfred Holder, k l< Hof u Öniversitals-Bijchliandler in Wien ÜlhÄU5t.V JOA ItdUpl.Wt ... pentapotamiae) Palaeontological Memoirs Vol ^) R Lydekker, Palaenotologia °) W Clift, Fossil remains I, Aus diesen sarmatischen Seite 415 X, vol I, Seite 52; ser X, vol III, Seite lOl und 102 Bank of... welche mit Ausnahme der vorderen von /^ aus zwei Wurzeln verschmolzen zu sein scheinen, hat ^3 Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns VII 31 download unter www.biologiezentrum.at Kittl 242... einfach den Stiiden einzureihen, da und Suiden die besonderen Gattungs-Charakter zu betrachten; ob es angezeigt Aufstellung einer besonderen Familie nach vorläufig Merkmal auf die zur werden Gattung
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Xem thêm: Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 007-0233-0249, Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 007-0233-0249

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