Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 021-0001-0032

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Ngày đăng: 04/11/2018, 23:37

download unter www.biologiezentrum.at DER BAU DES JACKEL IM OBERVINTSCHGAU Von Richard Lachmaun Inhaltsangabe Es wird der Bau des Jackeis Materials, seines hinsichtlich ') seiner Struktur und seines Reliefs untersucht Der erste, einleitende Teil der Arbeit (pag i— 6) behandelt die methodologische Frage nach den Vorzügen und der Anwendbarkeit der genetischen gegenüber der chronologischen Stratigraphie Es folgt (pag 6— ii) eine Beschreibung kristallinen Schiefer- und Erstarrungsgesteine der des Jackelgebietes Ein dritter Teil vierte Teil mit den — 17) befaßt sich Analyse unterzogen und Umgebung zum Schlüsse (pag des Berges mechanischen Ablagerungen mit den organischen Ablagerungen einem fünften Abschnitt (pag 22 In näheren ii (pag unseres Gebietes (pag 17 und der — 22) — 27) über Struktur wird der tektonische Aufbau 27 — 32) werden einzelne Betrachtungen über das Relief der einer die sowie über die Entstehung der glazialen und fluviatilen Erosionsformen der Oberfläche angestellt Beigegeben sind der Arbeit: des Jackel im Maßstab Eine geologische Sechs Profile im Maßstab Sieben Figuren und Photographien I i : i : 20.000 10.000 Über die chronologische und die genetische Methode der Stratigraphie den Untersuchungen der Gesteine einer speziell bearbeiteten Gegend treten zurzwei verschiedene Methoden zu Tage: die chronologische Methode, die nach dem relativen Definition zeit Karte Alter eines gungen Gesteines In fragt, und die genetische Methode, erforscht, unter denen ein Gestein entstanden ist die die physikalischen Bedin- und verändert wurde Es findet sich zuweilen für den im Titel dieser Arbeit genannten Berg in der Literatur und auf Karten die Bezeichnung »Endkopf« Weil er im Volksmunde unbekannt ist, wurde der Name hier vermieden Die Schreibung Man liest sonst auch: Tackl, Jaggl oder Joggl (Diminutivform von Jakob) ist dem Klange der Aussprache angepaßt ») Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns Bd XXI download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann Während durchwegs Methode die genetische haben in Erwägung durch dem dieses zweite Prinzip den Vordergrund und Nachteile der Vorteile nun ersteren untergeordnet wurde, so soll Vorher treten [2] Begründung soll eine Methoden im beider allgemeinen in folgendem Vorgehens dieses und statt- unseren für speziellen Gegenstand Vorteile der chronologischen Methode: Das überwiegende Interesse der Geologen für Vergleich bar keit i in großen Gebieten chronologische Beurteilung namentlich der Sedimentgesteine hat ihre mehrfache Begründung Der eine Grund unerläßlich, um ein praktischer ist dem Objekt in Hat doch jede geologische Karte der Wissenschaft, Wir Durchführung der chronologischen Methode zur Voraussetzung die daß die physikahschen Bedingungen setzen voraus, graphischen Untersuchung unterliegt, ist, dem Abglanz So wird Geologie die Der andere Grund die Stelle, dann sucht der Geologe organische Welt in ihrer Entwicklung erforscht und nachgeht der im Verlaufe langer geologischer Zeiten das Antlitz der Erde dort starr geblieben der Erde auf der ganze Erde und somit ein erstes den Gesteinsmassen der Erdkruste zu ermöglichen in Benützung entvvicklungsgeschichtlicher Ergebnisse ideeller: Eine peinliche chronologische Gliederung war für die Geologie der Forschungsergebnisse eine Vergleichbarkeit Sichzurechtfinden : die einer d sich nicht gệndert hat, dieses Lebens in den Zügen des ein strati- Züge zu beleben, indem lithogenetischmonotonen Juraserie Schwabens der ist genaueren er die Antlitzes zu einer Paläozoologie und die geologischen Karten zu Darstellungen »tiergeographischer Provinzen« Korrelation der Fazies Walther, dem wir den Hinweis auf diese Einseitigkeit verdanken, hat uns gleichzeitig als Heilmittel das Studium der aktuellen Lithogenesis und ihre vergleichende auf die Vergangenheit der Es empfohlen Waltherschen Argumentation sei an einerseits sie die — so vertieft Zur Bestimmung der chronologischen Äquivalenz »Lithogenesis«, Seite 982 führt er in seiner Aufsuchung von Leitfossilien und Methode deutlichsten entschleiert Mängel der chronologischen Methode zweier Gesteine sind bisher chronologische die Anwendung und Erweiterung kurze Darlegung eine dieser Stelle weil gestattet, Mangel am anderseits ihren fundamentalen mir Trans gr es s i ff aus — zwei Wege Beide Beweismethoden o n sflächen verfolgt: kranken an logischen Fehlern Wert der Leitfossilien ersehen wir aus der wicklung stehen Australien überwunden ist daò Jetztzeit, Was die Zeugenschaft der Organismen die ằleitendenô Organismen anlangt, so durchaus nicht überall auf der gleichen Stufe der Ent- B lebt heute noch in der »Beuteltierzeitc, die bei uns schon seit Jahrtausenden z daher im besten Falle einer großen horizontalen Verbreitung keinen Leitfossilien ergeben (Hom ochronie), sondern nur für Zusammengehörigkeit (Homo taxie) schon von Huxley und Spencer betont wurde sicheren Beweis für Gleichzeitigkeit Ein Hinweis, der in England gressionen Wert der Transgressions flächen Beobachtungen an rezenten Küsten positiver Strandverschiebungen nur sehr Nicht anders steht es mit der Beweiskraft der Trans- ergeben, daß langsam landeinwärts die Meeresabrasion schreitet auf einer alten Transgressionsfläche Gleichaltrigkeit statuieren wollte, machen würden, direkt proportional Wenn man so infolge kontinentaler daher für Ablagerungen wäre der Fehler, den wir dabei der räumlichen Entfernung in der Transgressionsrichtung und indirekt proportional der Geschwindigkeiten der Strandverschiebung Wert der Korrelation der nach Walther »Korrelation der Fazies« Es müssen, wie jetzt, zu allen Zeiten die gleichaltrigen, in Sedimentation und Denudation bestimmten »Klimata« in einer gewissen räumlichen Beziehung zu einander gestanden haben An ein Tiefseeklima kann sich seitlich nur ein Flachseeklima, daran ein Strandklima als Übergang zum Fest3 Fazies Aus diesem circulus vitiosus führt uns die landklima anschließen Alle diese Klimata sind durch Organismenwelt miteinander verflochten Wenn gemeinsame Bedingungen der Temperatur und der es uns also gelingt, aus den Gesteinen diese Eigenschaften zu rekonstruieren und miteinander seitlich zu Wege isochrone verbinden, so erhalten wir auf einwandfreiem Linien und Flächen Versuchen wir einmal uns diese Beziehungen graphisch darzustellen (Fig zu erhưhen »klimatischen« i), um ihre Anschaulichkeit download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau [3] Graphische Darstellung Auf auf der Ordinate die Zeit i vertikal übereinander liegen Normalprofil, wenn für einen beliebigen Punkt P gestaltet Auf der auf die Ordinate Die Ebene die Sedimentation in Raum und ist stellen die Punkte gleicher während Zeit (isochrone Linien) dar, des Koordinatensystems somit theoretisch wahres ein Zeit als konstant gesetzt wird Die Altersbestimmung sich somit äußerst einfach P der Transgression und im Richtungssinn stellt dann die Das Alter ergibt sich durch die Projektion projizierenden Isochrone liegen aneinandert gereiht die anschließenden Klimata wir an, der Punkt zeit s, Es mit ihren morphologisch verwandtschaftlichen Eigenschaften der Temperatur, der Organismenwelt — Raum der Abszisse eines Koordinatensystems wird der beides zunächst in unbestimmten Maßstab wahren Linien gleicher Parallelen zur s- Achse die Lage abgetragen, liege auf einer Transgressionsfläche Er verrät also Strandklima und einer negativen Strandverschiebung — in u s w Nehmen der Richtung in Analogie mit der Jetzt- sich isochron Flachseeklima und weiterhin Tiefseeklima ein Jiaum j Fig Wie verhalten sich nun nommenen Bedingungen: I aber die Leithorizonte in diesem isochronen Normalprofil unter den ange- Kosmopolitismus der leitenden Arten; zeitlich räumlich verschiedene Entwicklung der Leitfossilien? und räumlich konstante Sedimentation; Wenn man für jede Gegend den Zeitpunkt durch den neueren Typ ersetzt wurde (Fig eines Leithorizontes an i), gibt in die dem Ammonitentyp der beispielsweise entstandene Kurve offenbar das Auftreten »is o taktisch en Kurven« von den isochronen Typ i zuerst ausstarb, und den Punkt B, an dem der Wir erhalten so das iso taktische Interval, d h die Wollen wir das Abweichen dieser müssen wir Punkt wo Linien messen, so Typ auf die Zeitordinate projizieren auftrat, aufsucht, so A, der Fehlergrenze jeder chronologischen Horizontierung nach Leitfossilien Ähnlich richtung falle verhält Kurve T sei wechselnd eine Transgression gestaltete, Dann wird — der Kurve zusammen i Die Transgressions- Die Geschwindigkeit der auf unserem Normalprofil durch ist gleich dem Es ergibt sich also das interessante Faktum, reziproken Wert daß je langsamer und je eben flächiger und gleichmäßiger daher sich die Abrasionsverhängnisvoller ist ihre Verwertung zur chronologischen Horizontierung erfolgte desto Das Transgression sinterval zwischen logischen auf der Fig die Transgressionsfläche T' markiert Die Geschwindigkeit der Strandverschiebung des Differentialquotienten fläche mit der Horizontierung nach Transgressionsflächen sich mit der Richtung der Abszissenachse Strandverschiebung die es Horizontierung Projektion von T' und T nach den Punkten Transgressionsflächen ist auf die Zeitordinate zu finden T und T' dann in oder die Fehlergrenze der chrono- ähnlicher Weise, wie vorher, durch download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann [4] Daß es sich bei dieser Fehlergrenze auch um absolut sehr große Zahlen handelt, erkennt man, wenn man die mittlere Transgressionsgeschwindigkeit an der englischen Küste (etwa i Meter im Jahre) auf die riesigen Entfernungen zur Anwendung bringt, über die sich z B die Überflutung aller Kontinente zur mittleren Kreidezeit Das erstreckte dem gedachten Zeitalter hinübergegriffen Kontinentalsockel beobachteten Profilen Wie kommen nun hat untersten Horizonten der die geschilderten Verhältnisse tatsächlich in zum Ausdruck? Profilmäßige Darstellung Es den bei sich wenn anders die Behauptung Haugs') zutrifft, daß die Meeresaus den Gegenden der heutigen Kettengebirge über die ganzen oberen Kreide vielleicht auf Jahrmillionen, verschiebung in beläuft isotaktische Intervall auf gre Erstreckungen hin in ungestưrter Lagerung sei Grobe Bodenkonglomerate liegen transgredierend auf Im Hangenden wird das Korn feiner und feiner und geht normal durch Mergel und älteren Schichten Kalke nach oben zu in Tiefseeton über Wir erkennen unschwer, daß die Gegend in dem betrachteten das in Fig gezeichnete Profil beobachtet worden Zeitabschnitt sich in kontinuierlicher Senkung befand Für ein Gestein an dem Punkte P der Transgressions- nun die isochrone Linie und damit das exakte Alter rekonstruiert werden fläche soll Flachfee • ^ JCorifflomersit Tf-ansfffejsion O ÄCste Q O du Fig nach Obigem unserer Rechnung die Hypothese oder liegt die Senkung kontinentale ein, mit daß entweder das dem einer Profil senkrecht zur Transgressionsrichtung betrachteten Geschwindigkeit erfolgte Beides dürfte nicht angenommen, sondern müßte Genau Fig t so unsicher ist so ergibt sich zunächst die und derselben Transgressions fläche Daß auftreten z dieser Fall in der Praxis Faunen keiten ganzer Gedanke B der alpinen Senon, einer in daß auf, die Annahme Annahme welche aufgestellt mehrerer, auf Grund wurde, der sich Es sind auf der Fig voneinander Wenn trennen Als da die Erhahungsmöglich- beschränkt sind faunistischen Verschiedenheit Berücksichtigung in daß auf einer Immerhin drängt sich gering differenzierter Transgressionen in zeitlich unter wir die Verhältnisse der Faunen verschiedenen Alters der einzigen Transgression wird vereinheitlichen lassen können in letzter Linie aus dem Befunde erwiesen werden wenig wahrscheinlich, ist an der theoretischen Bedenklichkeit einer Horizontierung und zwar erst aus der Wie immer dem der geschilderten Weise die isotaktischen isochrone Linie Kurven eingezeichnet, wurde von P die die Ammonitenfaunen aus eine Kurve eingezeichnet, muß P 2, und So läßt sich konstruieren Wir erhalten aus dem mittleren Einfallen Transgressionsebene die Richtung, aus dem Kontangens des mittleren isochronen Kurve jedes Profils die relative Geschwindigkeit der Neigungswinkels der positiven Strandverschiebung ') es werden, längs deren eine Berechnung der Transgressionen die sei, festgehalten zur Gründen der geologischen und paläontologischen Entwicklungslehre eine isochrone Fläche aus mehreren Profilen durch den Punkt dieser Fläche gegen dem hangenden Schichten dargelegten Verhältnisse Korrelation der Fazies Beziehungen im Klima des Strandes, der Flachsee und Tiefsee ergibt immensen gegenüber theoretische Möglichkeit, verschiedenen Gegenden vorkommt, Zeitabschnitt Leitfossilien in der abradierenden Brandungswelle sehr dieser Transgressionen Annahme nach es mit der Horizontierung auf die Fig übertragen, so fügen wir die Transgressionslinie als isochrone Linie, wie es wohl geschieht, Betrachten wir, Fejtlaniles Haug, Las geosynclinaux in der Profilsebene et les aires continentales Bull Soc Geol de Fr 1901, pag 6S5 ff download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau r-] diesem Punkte zu Bis und ausgestalten, läßt sich die hier hat folglich auch der chronologischen Methode als solcher Wa h e r sehe Verbesserung Hebel der Kritik einschränken Die genetische Methode Wir Ende dem zu den auf soll unserer Ausgangspunkt das Gesteinsmaterial seines bear- Er war bisher gressionserscheinungen für die zeitliche Sonderung seiner Gesteinsmassen allein auf die und eventuellen Trans- machte die Fossilien und angewiesen Stratigraphie der die Berechtigung der will wollen beiteten Gebirgskörpers in einem ersten Teile seiner Darstellung beschreiben chronologische Methode chronologischen Methode der wenn man einzusetzen, Der im Felde aufnehmende Geologe Betrachtungen zurückkommen Seine petrographischen nutzbar Studien hatten nur beschreibenden Wert, und Erklärungsversuche der Gesteinsbeschaffenheit blieben sporadisch und ohne Zusammenhang, da beherrschte Erst in Wa den Stand gesetzt 1 h e sei, die — wie erwiesen logisch fehlerhafte — chronologische Methode man durch Geltung, daß dem Gedanken verschaffte r die Stratigraphie vergleichende Lithogenesis aus den Eigenschaften der Gesteine die primären genetischen Qualitäten und aus ihnen die klimatischen Absatzbedingungen herauslesen zu können Diagenese und Metamorphose) erworbenen Eigenschaften Es der primären Eigenschaften willkürlich erscheint Dolomitisierung, Frage Hauptmerkmale nach der er die an Wert, Frage die der Bildung sekundär aber in einem Gestein unter den petrographischen Merkmalen die Nun können der Beeinflussung kristallinen Schiefer der verwertbar, weil seine stratigraphische i) Methode in dann verliert Walt her nach Methode Der Prozeß der die ganze die tektonischen Vorgänge, durch der Gesteine für den (durch die Herauslese den Feldgeologen eine für nicht verwerten kann seiner Gesteine sind daß einem Grade überwiegen, Feldgeologen nicht genetisch Endes immer nur der Ermittlung der chronologischen letzten Äquivalenz dient Dabei werden wir zudem nicht Horizonten jene einmal in vielen Fällen die Möglichkeit haben, in heteropischen unterschiedslos zu trennen und so gegenüber primären Eigenschaften von den sekundären der alten Horizontierungsmethode auch nur ein wirksames Kontrollmittel in der Hand zu haben chronologische Methode unter Berücksichtigung Es ihrer notwendigen Fehlergrenze bestehen zu lassen und dafür in einer genetischen Betrachtung der Stratigraphie aus den petrographisch gewonnenen Eigenschaften diejenigen primären und sekundären herauszutrennen, welche uns auf das Wirken von physikalischen Kräften, in welcher Zeit auch immer, hinweisen Wenn gelegentlich dabei ein Vorteil für die chronologische Stratigraphie wird sich daher empfehlen, Im übrigen werden desto besser herausspringt, die die ermittelten Kräfte Wirkungen zu prüfen Aufeinanderfolge, als auf ihre "tatsächlichen Ursachen und In wird späten Zeiten es die Geologie vielleicht einmal Methode zu ehiem Gesamtbild zusammenzufassen Ob Kräfte der Tektonik und Sedimentation Ampferer^) auffassen lassen, wie Wenn es sich Tatsachen wichtiger wenn ist — besonders beherrschen müssen doch wohl um als ein ihre Untersuchungsn und Erwägungen erst weitere genetische Betrachtung der Stratigraphie wird in einzelnen geschilderten Vorzüge zurücktreten Also: kleines Gebiet handelt, dem bei Gewinnung neuer geologischer Bedingungen eine große Individualisierung der betreffenden geologische Zeiträume ergeben oder, um die Terminologie von M o j si s o vi c s^) zu die Heteropie in der Zeit konstant war sie Grube mann, Ampferer, Über cf die Vergleichbarkeit; die Zentralalpen, wie Die kristallinen Schiefer, z B die Tabelle II, pag Mojsiso vics Die Dolomitriffe, 1879 mehr oder weniger über zutreffend die Faziesentwicklung Ganz der Trias Berlin igoy das Bewegungsbild von Faltengebirgen, anstalt 1906 ^) dieser sich dann »Abbildungen des lebendig-beweglichen Untergrundes« werden Alle diese Verhältnisse sind im ganzen Bereiche der Alpen -) die Ergebnisse an der Erdoberfläche wirkenden die besonderen physikalischen Gegend durch lange gebrauchen wenn •) sein kưnnen, wirklich alle Vorteile der genetischen Methode Die Fällen die chronologische ersetzen, wo die für diese im wagen Anschauungsweise uns lehren dieser seiner allen will, als weniger auf ihre peinliche, zeithche pag 539 620 Jahrbuch d k k geol Reichs- download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmami bei Frech^) [6] unserem speziellen Gebiete kommt noch hinzu, daß die genetische Einteilung durch ergibt In die Tektonik betont wird Es soll also bei logische Beurteilung zum Schlüsse Altersbestimmung: nicht da sich aus, ließ metamorphem Paläozoikum kein Grund im Wege von Rothpletz-j angegeben worden den Eruptivis den Vorkommnissen weiter im Westen Immerhin steht einer der kri- in ihnen Deutung Belege für diese Ansicht im schwarzer Quarzporph3T nach Stäche^) analog Lagerstrom zu deuten Er wäre dann gleichaltrig mit den Phyl- als der kristallinen Schiefergruppe, in denen er gefunden wird Schiller*) spricht sich für Gleichaltrigkeit liten mit ein ist von Eruptivstöcken Auftretens des trotz Kontaktmetamorphose nicht auffinden Ouarzporphyr Von an eine petrographische einer Altersbestimmung der Schiefer als regional allgemeinen sind sich und Erstarrungsgesteine des Jackelgebietes Die kristallinen Schiefer Zu i Ftmde eine chronologisch verwertbare schließt die genetischen Verhältnisse, soweit erkennbar, herausgeschält werden ELristalline Schiefer stallinen Schiefer reichen die Es stratigraphische Horizontierung die folgt Beschreibung, aas der IL den einzelnen Schichtmassen folgender Gedankengang statthaben: Auf eine chrono- dem Rotliegenden aus Diorit Ein Dioritstcck im Süden unseres Gebietes Da eingelagert er Metamorphose und jünger als die Schiefer gebirge als posttriassisch anspricht, den kristaUinen Schiefern kuppeiförmig ist randUch durch Regionalmetamorphose geschiefert erscheint, dürfte er Granit Kontaktmetamorphose ist also Der Granit von Er auf erfüllt St älter sein, als diese Während Rothpletz^) einen Diorit im benachbarten Ortlerdas Vorkommen von Piawenn möglicherweise jungpaläozoisch Wendelin im Nordosten der Karte weist deutliche Spuren einer Spalten im Gneisph^-Uit Da er trotz der geringen Mächtigkeit seiner Stügänge und kersantitischen Apophysen nur geringe Einwirkungen der Druckmetamorphose aufweist, ist er wohl jünger als die Zeit der regionalen Metamorphose, also — 'nach Rothpletz als das jüngere — Stach esche Bezeichnung als Lagermasse trifft auf ihn so wenig zu als auf den Martellman seine Eruptionszeit mit dem des Ortlervorkommens übereinstimmen lassen, so ist er also Paläozoikum Die granit.^) 'Will posttriassisch Orthogneise Mit dieser Aufzählung ist Anzahl der die in unserem Gebiete vorhandenen Er- starrungsgesteine noch nicht erschưpft Ein grer Bruchteü der Gneise hat eine so granoblastische Struktur imd ist auch von einer solchen Mineralbeschaffenheit, Alter des Diorits (jungpaläozoisch?) angesprochen Stratigraphische Horizontierung kristallinen Schiefergebieten, weiß, daß die — bisher hin, schon im Felde des Alters, — sie Orthogneise man weniger die chronologische ist, wie in allen der kristallinen Ge- als gleichen Alters Es kommt (Tiefenfazies) zeigt, ihre sind die Gesteins- also für jedes kristalline Schiefergebiet Frage Diese aus der neueren Petrographie gewonnene Anschauung noch wenig Lust muß um so schärfer formuliert werden, chronologische Betrachtung kristallinen Schiefern *) Frech, Obei den Gebirgsbau der Tiroler Zentralalpen, pag 18 Wiss Ergh z Z d D u Ö.A.-^^, U, l Rothpletz, Alpenforschungen, IL pag 243 S München 1905 Stäche und John, Beiträge, 199 ff Jahrbuch d R., 1877 Schiller, GeoL Unters, im östl ünterengadin, I, Lischannagr., pag Bar d natf Ges., Freiburg L c, pag 170 c£ Rothpletz, L c, pag 168 '; Grubenmann, *) -I ^) *) =) c, pag ff Die sondern weist nur auf die physikalisch-genetischen als die genetische Stratigraphie in als zur Zeit die Feldgeologie dem sondern der Lage während der Regionalmetamorphose sind chemisch verschiedene Gesteinsmassen im KristaUinen trennen, grenzen Flächen gleicher Genesis eher mit durch die neuere Zonenlehre^) textureUen Haupteigenschaften denen das Gestein durch längere Zeit ausgesetzt war Auch soweit als Die stratigraphische Horizontierung Textur erlaubt also keine chronologischen Rückschlüsse, Bedingungen sie chronologisch nicht durchführbar, seitdem chronologisch verwerteten steine nicht eine Funktion daß werden konnten 1905 1904 : download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau Ty] Hammers^) Die neueste Arbeit gegenüber axifzugeben liegenden Gebietes zeugt von der Schwierigkeit, und Lagerung zierter Gesteinsbeschaffenheit über kristalline Gesteine in der Xähe des vor- unter günstigen Verhältnissen ausgeprägt differen- selbst eine Altersreihe in kristallinen Schiefem aufzustellen Die wo ähnhche Gebiet, Hand zu uns weisen Anfang seit vorliegen, Verhältnisse Wir dürfen uns dieses Jahres hier der die tischen Gesamtbild zusammenzufassen zu kartieren, willkommen So Es zeigt sein Grubenmann -Kristallinen Schiefem«, im Forschungsgebiet der mit der zweifellos für unser Petrographie von der so eher anvertrauen, als der erste Versuch vor- TeU, wenigen kristallinen Schiefer zu einem gene- denn ein Versuch, nach diesen Ergebnissen im Kristallin en daß man handgreifliche petrogiaphische Merkmale, die bisher dürfte sich, nur lediglich beschreibenden Wert hatten, nützen kann um neuen Methode zur Horizontierung die petrographischen Einzelergebnisse liegt, skeptischen Bedenken der neueren Grubenmans in fallen AUes das hat uns wenig Mut gemacht, ^Deckengranitc als noch und stehen positiven Ergebnisse dieser Arbeit in chronologischer Hinsicht gewagten Auffassung der Eruptiva -j genetisch für die Feldgeologie nach dem neuen Verfahren be- erwähnt drei verschiedene genetische Klassifikationsmethoden: Einteilung nach primären genetischen Eigenschaften und zwar Nach dem Chemismus und nach dem geologischen Gesamthabitus (ob sedimentär oder eruptiv) oder Einteilung nach sekun- dären genetischen Eigenschaften, nämlich nach dem Grade der chemischen und physikalischen ^ietamorphose Das zweite hat Einteilungsprinzip wurde zum obersten Einteilungsprinzip sentlichen Unveränderliche der Grubenmann erklärt, als das — Es kristallinen Schiefer verworfen chemische Zusammensetzung Die — im we- gegenüber Struktur und Mineralbestand das ein merklicher Gegensatz zu der üblichen ist obersten Einteilung in Ph3dlite, Glimmerschiefer und Gneise Diese textureilen Unterschiede, eine Folge der Metamorphose, kommen bei Grubenmann Der Feldgeologe wird sich von habitus oder In scheint Metamorphose als genetisches unserem Falle spricht die ihrerseits zu entscheiden haben, Hauptkriterium ob ihm Chemismus, seiner Kartierung bei am Gesamt- meisten opportun er- für eine erste Zerlegung in chemische Gruppen, die räumliche Verteilung nach dem Grade der Metamorphose Herkunft einzelner Glieder wurde nach Linie in Betracht erst in zweiter Fall zu Fall in zwei Tiefenstufen zerlegt Grubenmanns-) Vorgang werden konnten Die eruptive nicht systematisch verwertet, sondern durch Adjektiva bezeichnet Von den zwölf Familien der kristallinen Schiefer*! treten im Jackeigebiete fünf verschiedene, zum Teil als Epi-, zum TeU als Mesogesteine auf (Siehe die Tabelle Fig und die Karte.) Erste Gruppe Die Gruppe der Alkalifeldspatgneise bildet in mächtiger Entwicklung den Kern unseres Gebietes Seine Vertreter tauchen im Südwesten aus der Etschtalsohle auf und ziehen nach XO als Biotit- oder Zweiglimmergneise bis zum Kirling und der Kapelle des mittleren Talaiwaldes liegt den Gneisen eine Phyllitkappe auf Am XW.-Rande, wo Dieses Vorkommen hat Hammer Angelus die Vertreter der ersten Gangzüge bilden, liegen einige eine Wendelia An der SW.-Ecke des der obersten die Basis für die sedimentären eines granitporphyrischen Augengneises, dessen Alter große ÄhnUchkeit mit dem bei vertritt die gleiche Zweite Gruppe Gruppe St isolierter Vertreter als Hammer*) Talrand werden beschriebenen Augengneis sie eine Welle durch treten die St im XW -Zipfel zwischen Etschtal und Lang- Mesogesteine Hammer, -) ^ L •) L Geol Beschr der Laaser-Gruppe c, pag 21 c, pag 172 c Wand f ff Langtauferer her Gümmerschiefer und weiterhin Gneise ein ') Am Trias verdrängt und setzen zwischen Pochen- und Riglbach Wendelin liegen an der Grenze der Gebiete der ersten und der zweiten Gruppe Talaufwärts stellen sich von der Speiker als des genetische Auffassung Die Tonerdesilikatgneise Die eruptiven Spalten von Massen des Jackel oben diskutiert wurde auferer-Tal als Liegendes der Jackeltrias mit Phyllitvertretem der obersten Tiefenstufe auf ôieder auf Tiefenzone 497 — 53S Jahrbuch d R., 1906 download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann Dritte Gruppe Während so der Kern der Gruppe umschlossen wird, dominieren im S quarzdioritischen Mesogneis, Plawenner als Dioritstockes auf die dessen Entstehung [8] Gruppe im N und O von Gesteinen der zweiten Kalknatronfeldspatgneise Sie werden vertreten durch einen ersten wir schon oben berührt haber Er tritt als Schale Ein etwas nördlicher im Zweiglimmergneis gelegenes paralleles Band ist des wohl raetamorphe Apophyse des Dioritmagmas zu deuten Vierte Gruppe In einem Steinbruche des Arlui treten in Phylliten der zweiten von Harnischen durchschwärmte, Quarzits auf Da Glimmer in wenig mächtige, Butzen eingesprengt Gruppe gangförmige Einlagerungen eines bläulichen, ist, handelt es sich um Tiefenstufe Kristalline Schiefer im Jackeigebiet einzelne, amorphen ein Quarzitgestein der obersten download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Oberviutschgau, Cq] der Talsohle ausgeschlossen erscheint, so dürfte es sich hier ebenfalls den die vielleicht durch n um verwitterte Granitgänge handeln, Richtung bewegten diluvialen Riglbachtalgletscher ausgeräumt wurden in paralleler Glctscherschrammen bedecken nämlich das ganze Berggehänge und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer starken glazialen Untergrundwirkung Petrographische Beschreibung optischer vielmehr nur die Bedeutung ist Es finden mm erphyllit ihm sich in Einzelbeschreibung petrographische Grund auf außerhalb des Rahmens dieser Darstellung Es sollen besonders, soweit genetisch sie von werden Er enthält Färbung liegt mineralogischen Hauptmerkmale, und texturellen sind, aufgeführt Z weigli licher Eine und chemischer Untersuchungsmethoden Der Phyllit des mittleren Talaiwaldes ist fein geschiefert Quarz, dichten Muskovit und viel Biotit, und von bräun- der durch Eisenentlaugung gebleicht papierdicke Zwischenlagen eines bläulich-amoi'phen Quarzes porodiner') zoll- bis Entstehung Granitporphyrischer Muskovitgneis Der Muskovitgneis und eine blastogranitische Struktur eine massige Textur Magma die daß man auf ist der dem wird und weist Muskovit sehr feinschuppig, tritt hat im Hand- auf eine Entstehung; aus Gestein durch große, rote Plagioklasaugen in einem Grade die Textur beein- ganzen Gesteins aus einem Granitporphyr schließen die Herkunft des bläulicher Färbung, zurück und Lagen eingeordnet sind und kataklastischen Linsen erteilt, flussen, in Die Gesamtfärbung hin Talaiwaldes inneren Die Flaserung der Muskovitlagen stück häufio- sehr creo;enüber der granitisch-körnigen Struktur einem granitischen des alles Merkmale, die für darf Der Quarz mit den die Identität Angelusgneisen sprechen Biotitgneis und Z w ei gl m me r gn ei s Die Gneise des mittleren Kerns sind feinkörnig und geschiefert Im SW überwiegt der Biotit, der zum Teil aus Andalusit hervorgeht An einem Handwurde Serizitisierung des spärlichen Muskovits beobachtet Gegen NO nimmt im allgemeinen der i stark stück Gehalt an Muskovit Biotits, das (B i Gneisen Allen zu dieser Gruppe gemeinsam ist starke Eisenentlaugung die Vorkommen weißen, großen Quarzes und das starke Zurücktreten des Feldspats o ti t-)S eri z hy Die Phyllite der zweiten Gruppe sind gegenüber denen t i 1 i des der ersten Gruppe feinkörniger und reicher an dunklen Gemengteilen Der Anteil des Serizits ist auch bei ihnen gering und wurde nur in stärkerem Maße am Arlui unmittelbar unter der Triasdecke des Jackel beobachtet Stäche Diese serizitreichen Phyllite sind von auf dem haben aber mit den sedimentären grünen Gesteinen im der Tageswässer Zweiglimmerschiefer Im einem Tonglimmerschiefer, der S als »Grüne Schiefer« ausgeschieden worden, und O keine Verwandtschaft Durch Zirkulation und Gips der Triasdecke auf Haarspalten der Kalk ist Profil viel Biotit in den Phyllit und wenig Muskovit enthält mannsche Gruppe der pelitischen Tonerdesilikatgneise Quarzdioritischer Glimmerplagioklasgneis und ihr nördlicher Parallelarm Anordnung der Glimmerlamellen Der Gehalt besonders dieser Gesteine Diorit Die kristalline angedeutet Der Mineralbestand die Gruben- Randzone des Plawenner und die Die schiefrige Färbung ist dem vollkommen analog E sen gli mm ers chiefer Feinschuppiger Eisenglanz, i sogenannter Eisenglimmer, verdrängt an den ursprünglichen Muskovit der auf der Karte näher bezeichneten Stelle des mittleren Talaiwaldes dem Querbruch einer rötlich-schwarzen Eruptiva Die Textur und Grundmasse Struktur des Quarzglimmerdiorits sind von feinster bis nußgroßer Ausbildung Unter ihnen herrschend Er ist hell bis bläulich idiomorph und stark cf ist bis d in granitisch-körnig Geol., I, pag 112 Beiträge zur Paläontologie Österreich-Uugarus Bd X\l Die Bestand- allotriomorpher Ausbildung vorist, je metallisch-gelber Färbung Der Plagioklas vervi'ittert Kayser, Lehrbuch ist Quarz gefärbt und von fettig-muschligem Bruche Der Biotit Grade der Eisenentlaugung, von schwarzer, brauner ') Auf erscheinen die rötlichen, durch Metasomatose nicht angegriffenen Feldspate des Gneises als helle Einspringlinge in teile in haben die massige Textur im hohen Grade bewahrt nur grob ist worden Riglbachtal steht dieser Phyllit in stratigraphischem Verbände mit an Tonerde veranlaßte die Einreihung der kristallinen Gesteine im O und N des Kernes Diorits infiltriert Autl Stuttgart 1905 nach dem ist weiß, : download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann IQ Der normale Granit von Muskovit Der Quarz steins St ist glashell und von allotriomorpher dem Granit an von ölgrüner Färbung und bestimmt ist Der Hauptbestandteil Gestalt Der Gesamtfärbung des Ge- die ist ein prismatischer Akzessorisch treten auf: Biotit und Hornblende.' bis stenglicher Orthoklas Es konnten Wendelin hat mittelkörnige Textur und granoblastische Struktur Er flaserig angeordnet ist [lol einzelne Erscheinungen einer Ditferentiation des Magmas beobachtet werden Einmal treten nach O hin mehrere sehr schmale, kersantitische Gangschizolithe auf Sie sind fein- Hauptmagma und weisen körniger als das magmatische Differentiation als Überwiegen der dunklen Gemengteile ein Kontaktwirkung Sodann auf Der Granit zeigt nämlich Erscheinung in die eine tritt geringer in Entfernung von Nebengestein eine parallele Anordnung der Glimmer- und Quarzpartikel, die auf Druck oder — — wahrscheinlicher mischung ein : auf Fluktuationsprozesse zurückgehen Unmittelbar Magma das wird feinkörnig und taktfläche parallelepipedisch, welches sich nung daß ließ sich von unschwer Wirkung als intrusiven Magmen am Salband Der Gneis des Nebengesteins der nur wenige Dezimeter ins Nebengestein verfolgen und diesen zeichnen aplitisch Kontaktwärme tritt eine saure Ent- spaltet an der Diese Erschei- erklärt Beweis dafür, ein augenscheinlicher ist ein energisches Temperaturgefälle' nach Kon- dem Nebengestein zu ver- ist Zur »Theorie der Piezokontaktmetamorphose.« Diese Beobachtung scheint uns von Wichtigkeit im Hinblick auf die neuerdings wieder von Wein schenk versuchte Deutung der alpinen kristallinen Schiefer als Produkte der (Piezo-) Kontaktmetamorphose Dieser Forscher hat bekanntlich*) eine erhưhte und auf gre Entfernung sich erstreckende nommen Nun ist Nebengestein, d Wege daher aber eine Wirksamkeit der »agents mineralisateurs« überhaupt nur bei stark durchwärmtem i bei sehr geringer Fälle solcher Fall liegt hier vor sich die schwachem Temperaturgefälle, denkbar, da scher, Leitungsfähigkeit — Weinschenkschen Zusammenhang noch in sei nachweist, des über scheint uns die Möglichkeit Wärme — Wenn und ein von vornherein indiskutabel, daß kristallinen Gesteine unseres Gebietes hn in weder in chemi- Abhängigkeit von den so mannigfaltigen Intrusivmassen ihnen hervorgegangen sind, Betracht käme, des Adamellostockes, 60 daß welchen unter Vorstellungen für einen grưßeren Geltungsbereich vollziehen lassen In diesem wegen IntrusivkörperS, der zunächst seiner Mächtigkeit sein, Agentien, Nebengesteins für kristallinen man so macht textureller Hinsicht die geringste bei der Aufrichtung der diese im kalten Nebengestein kondensieren würden noch ausdrücklich betont, daß die zeigen, soweit sie nicht direkt aus worden kristallinen Schiefer durch plutonische Kräfte ange- eine Entstehung der sonstigen physikalischen Bedingungen auch immer, man der »agents mineralisateurs« bei gleichzeitigem und gebirgsbildendem Drucke zu konstruieren sich bemüht und da- Auftreten von magmatischer Intnision durch auf rein induktivem Wirkung und daß ferner die Entfernung desjenigen für eine Deutung im Sinne von Weinschenk in Bis auf diese Entfernung hin müßte der Luftlinie beträgt Alpen durch die intrusiven Zentralmassive das Nebengestein so stark vorgewärmt die schmalen Apophysen nicht die Anschauung dafür zu sprechen, als Gläser, sondern holokristallin erstarrten ^^ daß gerade die Dem gegen- Eigenschaft des Nebengesteins als schlechter Wärmeleiter die Kristallinität der Granitstielgänge begünstigte Ähnlich läßt sich in der Technik die Abkühlung durch Zufuhr von Wärme oder durch dem scheidung erfolgte demnach unter Isoliermittel Eine holokristalline Aus- verhindern Einfluß folgender Faktoren Langsame Energieabnahme, dadurch hervorgerufen langandauernde Bewegungsfähigkeit der chemischen Moleküle, die sich durch den Zwang : zur Kristallisation bei rascher Diffusion der »agents mineralisateurs« ins Neben- gestein zu den beobachteten MineraUen gruppieren ; auch der Zeit nach der vollendeten Abkühlung wird ein nicht unerheblicher Einfluß auf die Ausbildung der Mineralien zuzuschreiben sein Denn falls wirklich bei der stufenweisen und stetig lang4 ; samen Abkühlung noch Schmelze erhalten blieb, ein Teil des Magmas als Glas, d h nach neueren Anschauungen so wird der an Glọsern beobachtete Prozeò ằVariolithbildungô der Petrographie — der als überkühlte langsamen »Erblindung« im Laufe der Zeiten zur Angliederung der Glasmasse an die ausgeschiedenen Mineralien führen ') Weinschenk, Vergl Studien über Kontaktmetamorphismus, pag 441—479 Z d d g G., 1903 — die schon download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau [ig] mit dem Kalk Hallstätter Gestein wurde vergliclieii mit Glimmerblättchen wie Beschrieben wird er 19 ein als Pichler erwähnt davon Cipollin« Dynamometamorphuse und das Vorkommen von Korallenspuren Das Gestein von bis dm Breite Es besitzt bis zu 100 m Mächtigkeit und bietet das schen DiiTerenzierung, da es schon am Osthang Hier im O und überwiegend auch im dungen marmorartiges fast '>lichteres, den Einfluß der starken weiters zeigt Schichtung bis erste Beispiel Bankung einer heteropi- des Jackel aussetzt W des Berges vertreten, die petrographisch mit der unter wird der genannten übereinstimmen i durch Rauhwackenbil- Cipollino Die Schichten nur sind hangenden und neigen zu feinpolygonaler Zersplitterung Ihre grưßte Mächtigkeit beträgt im Marbelbachtal etwa 100 m In diesen Lagen findet sich eine Dolomitauftretenden Gipsgehalt weicher durch einem Anflug von Eisenoxyd, breccie mit die als Schiller') und Steinraann-) geradezu von die petro- als graphische Leitschicht der Raibler Schichten angesehen wird Als Zellendolomit kann eine vierte Schichtfolge von etwa die ungeschichtet und undeutlich gebankt netzförmiger Flächenverwitterung sich ist und Gipsdolomit, der unweit der Steinbrüche einer innigen am m erreicht Mischung kohlen- und schwefelsaurer Kalkmagnesiasalze Mischung sprechen Das Gestein in feinster Polygonzersplitterung, lichsten maximalen Entwicklung der seiner in Arlui eigentümliche Verwitterungsformen bildet Er besteht aus Zuweilen kann man beobachten, zum Teil kann man nur noch von zusehends unter dem Einflüsse der Tages wässer wie der Gips netzförmig oder butzenförmig durch die Masse einer innigen Mächtigkeit bezeichnet werden, in Rauhwacke mit Kalkligament und darstellt Die recht bedeutende Mächtigkeit von 150 40 eine dolomitische als zerfällt fast ist, wobei der imprägnierte Gips ausgelaugt wird So entstehen die abenteuer- Höhlenformen, von denen eine auf angedeutet wurde Auf Profil Form von Staub und Klumpen melt sich der Gips in verteilt der Höhlen der widerstandsfähigere Dolomit und Kalk amorpher Ausbildung in in dem Boden Die aufgezählten Vertreter der karnischen Stufe sind an keiner Stelle tigkeit gleichmäßig entwickelt, sondern und beschriebenen Gesteine fehlen im O gänzlich, dagegen treten tigkeit während an den Wänden an, dunklen, nierenförmigen, leicht ablösbaren Wülsten Die Lösungsfiguren dieser Gebilde beherrschen vor allem das Landschaftsbild des Marbelbachtales heraustritt Höhlen 'sam- dieser sie ersetzen einander in der in der angegebenen Mäch- mannigfachsten Weise und im W Die unter Mäch- zurück Die konnte im Mittel zu 260 in eingeschätzt werden C Dolomitische Kalke, Der Gipsdolomit T Schicht schwarzer, plattiger, ihnen hat G um bei mit mannigfachen Übergängen verbunden zum ist Es schwarzer bis in der in In ist als daß unser Gebiet zur Klärung des Baues dienen könnte steilen Kluftflächen verwittert der Hauptcharakterzüge der Landschaft straße begleitend, einen mächtigen Mergeln der Nordalpen aber zu groß, folgt das mächtigste einheitliche Glied der Jackeltrias grauer Dolomit, m und vergleicht daher diesen Komplex mit den Partnach- die Verschiedenheit mit den die Einführung dieser Bezeichnung mit einer etwa 20 Teil dolomitischer Kalke, deren Oberfläche nierenförmig verwittert die Gyroporellen gefunden, Petrographisch schichten ist Mergel und Sandsteine der anisischen und ladinischen Stufe Gesamtmächtigkeit 500 in graphie Fig gibt davon eine Vorstellung Das Gestein verwittert in großen Schutthalden in sehr hellen, weißen ist des : grob gebankter ein und, hohen in bis geschichteter, Steilabfällen die Rechenscheideck Die Photo- bildet und stellenweise marmorhart bituminưs P- und graugelben Farben Seine Mächtigkeit Es erreicht etwa 400 m Die Wände des Dolomits werden unterzogen von gelben, fein geschichteten und ternden Kalken, die teilweise Rauhwackenstruktur annehmen Ihre Mächtigkeit Ein bituminöser, bläulich-schwarzer Kalkstein Er erreicht 40 ordentlicher Feinheit des Korns, c, n, pag ') ^) Steinmann, so daß er in m ist leicht verwit- maximal 30 m Mächtigkeit und ist von außer- weichen und dem Gebirgsdrucke geringer ausgesetzten Par- i6 Geol Beobacht in den Alpen Forts, u Schluß, pag 231 Ber natf Ges., Freiburg 189S 3* : : download unter www.biologiezentrum.at dem Messer tien mit schneidbar ist Wo er direkt durch Dislokation dem Buntsandstein am Pleißkưpflgrad Marmor umgewandelt m) einen gleichmäßig feinkưrnigen, schneegrauen Dolomit von großer|Zähigkeit, in dem sich unbestimmbare Korallenreste fanden Die aufliegt, ist er weißen 20 Richard Lachmaun 20 zu klingend hartem, dunklem Wir beobachten dann bis Erscheinung der Suturlinien ^), geringer Mächtigkeit (5 in die durch Druck Lösung zweier Gesteinsstücke aneinander bei gleichzeitiger hervorgerufen wird, fand^sich bei der^Gleichmäßigkeit des Kornes in besonderer Schönheit Hier schaltet sich lokal eine Reihe von Gesteinen die durch das ein, stielgliedern sich als mitteltriadisch dokumentieren, ihrer Gesteinsbeschaffenheit Fig Fis Sandstein zu rechnen wären, trennt sind Man von dem da Buntsandsteingesteinen auffaßt, Man kann 6) Feldspat : m sie in sie jedoch noch durch Schichten mit zunehmendem Kalkgehalte ge- wird wohl nicht fehl gehen, wandlungen aufweisen d) 25 Vorkommen von Enkrinusnach aber eher zum Bunt- wenn man neben Quarz sie als Umlagerungsprodukte von Verrukano- und auch gelegentlich Feldspat und seine Glimmerum- dieser Reihe unterscheiden groben, quarzitischen Sandstein mit Feldspat und Seelilien-Stielgliedern aus Dolomit Eine 10 m mächtige feinere Varietät der nämlichen Zusammensetzung mit stärkerem Gehalte an ein halbkristalliner Arkosesandstein Auf Haarspalten führt er dolomitischen Kalk organischer Herkunft c) d) Ein schwach metamorpher Kalkmergel von 10 tn Mächtigkeit Ein klingend harten bituminöser Marmor Mergeldolomit mit fraglichen verwandelt, Kalkalgen Er ist durch den Gebirgsdruck zu und der ursprüngliche Feldspatgehalt des Mergels ist zwischen den einzelnen Bruckstücken zu Muskovit und Serizit gleichsam zerquetscht Dieser Gesteinsfolge, die die Spuren starker mechanischer Beanspruchung offenbar dem, wenn auch geringen Gehalte an dynamometamorph sehr reaktionsfähigem Feldspat verdankt, gehört auch höchstwahrscheinlich ein ganz eigentümliches Gestein an, dessen Anstehendes leider sich ein vollkristalliner Glimmerkalk, wenn man diese Bezeichnung auf nicht ermitteln ließ ein Gestein vollkommen gneisartigem Habitus folgende mineralogische Zusammensetzung hat ') cf Rothpletz, Ein Querschnitt d d Ostalpen Schlußkap München 1892 Es anwenden kann, das ist bei download unter www.biologiezentrum.at Dei Bau des Jackel im Ohervintscligau r2j"| Lagen von zuckerköriiigem Quarz Linsen und Lagen von Muskovit und 21 und unzweifelhaft organogene Schnüre von marmori- Serizit siertem Kalk Es wurde in den Schutthalden im S des Pleißkưpfls aufgelesen Die Gesteine der anisischen und ladinischen Stufe erreichen eine Gesamtmächtigkeit von etwa 500 m Ein Vergleich mit Deningers stratigraphischer Einteilung der behandelten Schichten erscheint so lange zwecklos, mir als die Stelle nicht bekannt auf ist, Grund das derer Schiller angegebene bei gewonnen wurde Schichtenprofil Gegen und 'Muschelkalk« dürfte man wohl a die Einteilung in »Wettersteindolomit» Dolomite ebenso machen, daß im Wetterstein die selten als priori geltend »Muschelkalk« be- Mit solchen petrographisch, wie paläontologisch nicht schriebenen Schichten die Muscheln und die Kalke um fundierten chronologischen Bezeichnungen erweckt man, stratigraphischen Sicherheit, die gar nicht vorhanden wie unter den hier sind, mit Rothpletz zu reden, das Gefühl einer ist Heteropie Die Gesteine der mitteltriadischen Stufe sind am Hengst in einer ganz anderen Entwicklung vertreten, als am Jackel und am Pleißkưpfl Diese Verschiedenheit braucht nicht notwendig durch eine starke Heteropie erklärt zu werden, da die beiden Gebirgsmassen tektonisch voneinander getrennt und Mưglichkeit die d besteht, Bildungsräume die Massen beiden der einst bedeutend sind aus- weiter einanderlagen Am Hengst den Arkosesandsteinen des Verrukano und des Buntsandsteines Schichten treten über von gelbem Glimmermergel auf Dieser enthält ausgelaugten Reste von Arkosekonglomeraten Seiner Entstehung nach ist Biotit er unter und den Serizit in beschriebenen Felsarten analog Er wird nach oben lokal durch eine schwache Schichtendiskordaiiz abgeschnitten, gleichmäßigen Schichtlagen eines bituminưsen dolomitischen Kalkes, Encrinusstielgliedern Hier könnte man allenfalls wackenschicht erhalten, die mit den unter am Hengst erhaltenen Trias Genetische Verhältnisse tigkeit der Schnüren und zeigt und dann folgen stellenweise wie gespickt der Als Hängendstes von Muschelkalk reden beschriebenen Gesteinen zu vergleichen ist ist ist die mit eine Rauh- Die Gesamtmäcli- beträgt etwa 70 m Die Beschaffenheit der organischen Ablagerungen sowie ihre große Mächtigkeit lassen auf ein Flachseeklima bei positiver Verschiebung der Strandlinie schließen Nur so läßt sich die Tatsache erklären, d die Lebensbedingungen für Tiere geeignet blieb'sn, deren kưrperliche Reste den beträchtlichen Komplex in seiner ganzen Mächtigkeit zusammensetzen Die Einlagerungen von Rauhwacken und Gips deuten an, daß in einzelnen eine Hebung des Meeres- bodens stattfand Einen Augenblick wollen wir noch bei Frage nach der Entstehung des Dolomits dieser Hinsicht ein Fund entscheidend, Schichten, in den ursprünglich sehr der Frage für unser der feinen Salzsäure ergab, eigentliche Körper durch spätigen Dolomit senkrecht zum soviel Schlamm sorgsam eingebettet, und Feldspatdetritus der Zentralkanal Es sind der kleinen viele erhalten der Hülse zerstörte und die Bittererde Nimmt man nämlich lichen Kalkskelettes an, so in diesen zylindrischen während der Zentralkanal orientiert und hatten jede Spur einer feineren Struktur verwischt hier ein durch Bakterien veranlaßter spezifischer Fäulnisprozeß die angreifbaren Absatz brachte in eingenommen wurde Dessen rhomboedrische Spaltflächen waren Vorkommen läßt wohl nur die Annahme') zu, daß die kohlensaure Magnesia Wege aus dem Meereswasser niedergeschlagen wurde, und zwar liegt es nicht fern, daß auch in ist Eine Untersuchung mit aus kohlensaurem Kalke bestand, Dieses tischem umstrittene Gebiet zu beantworten haben Für den Verfasser eben jener Aufbereitungsserie entstammt Encrinusstielglieder isoliert zwischen Quarzkưrnern d nur die Hülse und wie wir uns die verweilen, ist aus der im nur ein Seewasser enthaltenen einfaches Eindringen nicht recht einzusehen, warum ') cf Walther, cf Stelzner, Über bei sonst günstigen Neues Jahrbuch Magnesia zum zwischen die Maschen des ursprüng- Lithogenesis, pag 708, Jena 1S93 Crinoidenskelette, pag 575 zu vermuten, Organe innerhalb schwefelsauren Bedingungen der Erhaltung einem heterogenen Medium so wenig von dem inneren Aufbau^) übrig geblieben ') auf diagene- 186.4 ist download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachraann 22 Eine r22] dem genetische Frage bleibt noch zu beantworten, nämlich die nach letzte Verhältnis zu den anderen triassischen Faziesbezirken Der Jackel 35 km vom Engadiner ist Fazies) (Zentralalpine vom (Bündner Fazies) etwa lo km, Triasbezirk von und 60 lan beziehungsweise 25 den Alpen Lechtaler Ortler und Brenner etwa (Arlberg-Fazies) entfernt Am grưßten ist die Übereinstimmung mit dem Lischannagebiet im östlichen Unterengadin, wie Obzwar ich aus den dargelegten Gründen mich Schiller mit Recht hervorgehoben wurde schon von zu übernehmen, seine Terminologie nicht entschließen konnte, so wird doch große Übereinstimmung die des Baumaterials beider Gebiete ohne weiteres hervortreten Unterschiede von Bedeutung sind nur vorhanden : dem Vorkommen der lokalen »Aufbereitungsserie« zum Engadin, dem Gebiete der festländischen Erosion zur mittleren Triaszeit nähern Älmliches ergibt sich aus dem Schwächerwerden der mitteltriadischen Horizonte im O unseres Gebietes, sowie aus dem Vorkommen einer stratigraphischen Diskordanz am Hengst, wie sie im W niemals gefunden der anisoladinischen Stufe einmal in wir uns, Sie beweist, daß relativ wird und eine Oszillation des Meeresbodens bis in den Bereich der Erosion andeutet Die aufgeführten Unterschiede sind aber meines Erachtens doch wohl nicht genügend, zum ordnung unseres Gebietes — Noch weniger, mit Sicherheit zu rechtfertigen mir scheinen, so will demselben Autor für die gesamten Zentralalpen Tirols sich für läßt Kothpletz') auf so dürfte in eine Zu- wie Frech^) sagt, sich, Auch sind die von Anspruch genommene »Transgression des Hanpt- Denn während sonst den Jackel meines Erachtens nicht annehmen bieten der obertriassische Dolomit (Hauptdolomit) über älteren Schichten, zum in diesen Ge- Teil über kristallinen Schiefern obertriassischen Dolomite lagern die hier beschriebenen direkt transgredierend liegt, um seiner Übersichtskarte daß am Reschenscheideck nur obertriadische Horizonte vorhanden erweisen lassen, dolomits-' — zentralalpinen Triasbezirk eben konkordant den Kauhwacken karnischen Alters auf Eine vorübergehende Festlandsbildung ist zwar möglich,'') aber doch Auch weiter im S\V ziehen sich mitteltriassische Kalke und Dolomite in einzelnen sKiiet- nicht erwiesen wellen«, soweit mir bekannt ist, mindestens bis gegen Schlinig hin V Die Struktur des Jackeis Die Struktur oder Tektonik des behandelten Gebietes wird durch eine Trennungsfläche beherrscht, Becken her die (die Karte ist zu »Zwischenfuge« Diese gleiche tritt Kr i s t a n 1 i am im N sehen von einzelnen im Mittleren Talaiwald von den in nördlicher Richtung Arlui bis zum auch sind tektonisch Der Unterbau Im i völlig voneinander Protilen i —3 Höhe SW um dem bis zu Punkte, spiegelbildlich auf gneis umschlossen zu werden 1) Beilage 2) ') cf z d Alpenfl., c, pag Gesteine IL 16 Schiller, c, \, » wurden Oberbau >; demnach, um bezeichnet ist wo pag 14 dem und die nördliche Umrahmung des schwach nach SO geneigte Scholle des Zweiglimmerphyllits unterlagert eine er sich flach geneigter blauer Gneis, ebenfalls in flacher der Diorit, ein, >> und verschieden zu ersehen die Mesogesteine der gleichen Mineralbeschaffenheit Diese, der sedimentären die Unterbau- und zeigt einen Schnitt durch den mittleren Talaiwald Plawenner Talkessels Im Kamm Poschenbachtal entlang- Gebiete der kristallinen Schiefer können wir drei verschiedene Faltungssysteme wahrnehmen, wie aus der Karte und den Profil am 7) vom Großen zum Grat zwischen und 5, Marbelbachtal zu Tage Sie trennt, abge- eingefalteten Verrukanofetzen, zugleich ihre Hauptbeziehung zueinander zu kennzeichnen, als den siehe auch Fig vergleichen, e n Beide Gebiete Das »Zwischenfuge« bezeichnete ost-nordưstlicher Richtung über den Pleißkưpflgrat und den Vivanitalboden in Hengst und Angerlikopf hinauf ausstreicht und dann lauft als vorwiegend zum Großhorn in der Form aufschwingt Lagerung Weiter nach O jenseitigen Gehänge wieder stellt sich vom der Biotitgneise, bilden Die Gipfelkuppe bildet das Ursprungsgestein, blauen Gneis und vom Biotit- : download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau [23] Ein ganz anderes Bild zeigt uns das Profil schiefer schießt mit 15° flach unter unterlagert Dieses Gestein begleitet ist den Das Streichen Biotitgneis und wird ein dann weiterhin den Riglbach in 23 ist NW Der tonige Zweiglimtner- vom 30° mit seinerseits Serizitphyllit Diese Überkippung flacher Lagerung auf eine sehr alte Faltung zurückzuführen, denn diese Falten werden von den ganz senkrecht stehenden Stielgängen des Wendelin-Granits durchsetzt St Hingegen steht die Tektonik der Zusammenhang mit der tertiären vom Grhorn zum Pleißkưpfl vorwärts lichem Gesteinsmassen unmittelbar unterhalb der »Zwischenfuge« Wenn -Oberbau' beherrscht Faltung, die den schreiten, so beobachten wir ein allmähliches Umdrehen in deut- dem Grat wir auf der Streich- richtimg von N nach O., bis in der Gegend, durch die das südliche, rechte Ende des Profils gelegt ist, ein vollkommenes Einrenken in die ONO-Richtung der Zwischenfuge erreicht ist Diese gewaltsame Um- lenkimg der Gneismassen dokumentiert sich auch der ungewöhnlich starken Zertrümmerung des Gneises, in der zufolge der Grat streckenweise geradezu in Blöcke aufgelöst stens, ist Nimmt man noch die allgemeine Richtungslosigkeit des Streichens hinzu, der zufolge, hier wenigSueßsche Annahme eines Generalstreichens ') als gänzlich undurchführbar erscheint, und die so die auffallend willkürliche Verteilung von Gesteinen zweier Tiefenstufen Gedanke unabweisbar, daß und verschiedenster chemischer Grup- wiederholt und zu verschiedenen Zeiten dem faltenden Gebirgsdrucke ausgesetzt gewesen sind Diese Faltungen haben zum Teil vor, zum Teil nach der Metamorphose stattgehabt Für diese Ansicht spricht, wenn wir uns wieder die Anordnung der verschiedenartigen Gesteinsmassen um den Reschenscheideck verseofenwärtio-en, pierung, so ersclieint der die quasi radiale, nur durch horizontale die kristallinen Schiefer Gebirgsbevvegung (vor der Umwandlung) bewirkbare Konzentration chemisch verschiedener, aber gleichmäßig metamorpher Gesteinsmassen und an fleckenweise Wechsel der Tiefenzonen bei gleichem Schlußfolgerungen postuliert auch die von Chemismus (Faltung nach Weinschenk Schiefer der Alpen, durch die auf mikroskopischem W'ege beschriebene » anderen Stellen wieder der der Umwandlung) Reliktstruktur Umwandlung eine vor der «j Gleiche der kristallinen erfolgte Faltung der Gesteine erwiesen wurde Die Zwischenfuge Ober- und Unterbau als Schubmasse auf, eine eine Ich fasse die in ihrem Verlaufe näher beschriebene Trennungsfläche zwischen Überschiebungs fläche die aus O und die Sedimente Jackel demnach des kam Die Schubfläche war ursprünglich horizontal und wurde späteren Phase der Alpenbildung durch eine Pressung aus SO und schwach nach gefaltet NW in als einer überkippt Für diese Auffassung kann ich folgende sieben Gründe anführen Die Auflagerung auf der Zwischenfuge eine zweiseitig-diskordante Nicht nur, ist auf kristallinen Schiefern von verschiedener Tiefeustufe und verschiedenem Chemismus daß der Jackel aufruht, sondern die überlagernde Schicht gehört streckenweise zu den mechanischen, streckenweise zu den organischen Ablage- rungen und unter diesen wieder allen möglichen Stufen bis zur mittleren Obertrias an Es wurde aber oben dargelegt, daher wie die am daß beispielsweise zur mittleren Triaszeit Obertrias in unserem Gebiete oberhalb der Zwischenfuge direkt Arlui, die Transgressionslinie (Küste) weiter in Am SO lag auf kristallinen Schiefern Wenn lieo-t, so läßt sich dies nur durch eine tektonische Diskordanz deuten Arlui liegen die Gipsdolomite neigen sich nach außen hin immer und Rauhwacken steiler (vgl Profil 3) nicht ebenflächig auf dem Phyllit, sondern der Trennungsfläche zu Ebenso laufen die Schicht- schwachem Winkel an die Zwischenfuge heran Auch im Marblbachtale wurde ein steiles Auslaufen, ein Aufstemmen der karnischen Schichten auf den Phyllit wahrgenommen Kleine Stückchen des Muskovitgneises, der hier nirgends ansteht, wurden fläclien des Phyllits unter wie zwischen den Borsten eines Besens aufgelesen und waren offenbar auf der Überschiebungsfläche mit- geschleift worden Eine ganze Reihe Zwischenfuge die gleiche vom 1905, Sueß, Bd 114 Über das entscheidenden tektonische Funktion kleinen Becken hinauf ') Kl., von Beweisen erfüllt, zum Pleißkưpfl gewonnen Iiintal bei Nauders, pag 70g wurde dafür, bei daß der süd-östliche Ausstrich der Verfolgung der fraglichen Störungslinie Aber auch im O ff Sitzungsbericht d ließ sich k A d ein schräges Verlaufen W zu Wien Math.-natw download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann 24 [24] der Biintsandsteinschichten gegen die senkrechte Trennungsfläche beobachten dem Ufer linken ohne des Riglbachtales einer Auflagerung auf fallen die zwischen Verrukano und Muskovitgneis eingeschaltet festlegen, die am eine ganze Reihe ihres sind, sporadi- werden konnten auf den Profilen ausgeschieden aber weder auf der Karte noch schen Auftretens halber Kalke auf Zwischenfuge die Unterhalb des Pleißkưpflgrats läßt sich die Schubfläche durch rechten Talgehänge zu von Quarzitblöcken Neigung zu die Ebenso Die sicher ortsfremden Massen eines milchigen bis trüb durchsichtigen Quarzits sind mit einem eisenreichen nirgends der Phyllit verfilzt, aus unserem Gebiete bekannt Spuren einer ungewöhnlichen mechanischen Beanspruchung auf Die Verrukanoschichten zeigen auf der bezeichneten Strecke mannigfache Spuren mechanischer Normale der überkippten Fläche, die nicht nur in der Kräfte, deutlichen Die Quarzitblöcke zeigen die ist also Die aus SO gewirkt haben können doppelte Schleppfaltung weist auf zwei verschiedene Richtungen des Druckes hin Die eine läßt sich nach der Lage des Fundstückes durch aus O erklärt werden kann, liegt Glimmer beobachtet Da kann auch Maximum wie gleiche Erklärung, sich die für bereits geschildert, Umwandlung der Gesteine an eine der Fläche wirkende Ursache, in wie sie der Feldspate und die Serizitisierung die Fläche Überschiebung geknüpft ist, als ist, so Erklärung d h auf einer Linie denkbar, der in die Wirkungen der faltenden'Kräfte ihr zeigen Ein letzter und, wie mir scheint, entscheidender Beweis für die vorgetragene Meinung außerordentlichen Komplikation des Oberbaues zu finden, der Schollen und Fetzen wie zusammengeschweißt zerlegt Eine Eine Serizitisierung bei Faltung und synklinalem Schichtenbau wäre beispielsweise im Muldentiefsten, nur mechanischen nahe diese intramolekulare nur eine hier herangezogen werden die Stauchwirkung den Gesteinsbänken der Verrukanokonglomerate hart an der in rhombische Spaltpolyeder werden; festgestellt Längs der Zwischenfuge wurde, wie Wo durch die Überschiebung hervorgerufen wurde die zwei interferierende Spaltrichtungen (und zwar kreuzenden Faltungen, erklären, indes die andere nur durch eine sondern auf Zusammenpressung und Druckspaltung hinzielten, konnten ebenfalls Kräfte nicht' auf Faltung, Zwischenfuge) SO die Faltung aus ist, — wie gleich darzutun — ist ist in der aus einzelnen während der Unterbau durch Risse so gut wie gar nicht ist Der Oberbau Bevor wir uns noch einmal wir den Oberbau in den Einzelheiten seiner Struktur untersuchen, müssen die Beschaffenheit seiner Begrenzungsflächen versesenwärtio-en Die Zwischenfuge sich als eine Schale dar, deren nordwestliche Hälfte flach geneigt ist, während der südöstliche Teil steil Es muß noch ausdrücklich bemerkt werden, daß das ursprüngliche Vorkommen in seinem Grundriß noch fast ganz erhalten ist Denn weder am jenseitigen Gehänge des Langtauferer Tales, noch auf dem west- stellt einfällt lichen Gehänge der Reschentalung wurden auch nur Spuren sedimentärer Reste gefunden sche Angabe von Verrukano und Casannaschiefern westlich muß auf Fig 13 der zweiten Arbeit Mittersee auf einem Irrtum beruhen.) Die Begrenzungslinien laufen also offenbar im N und Winkel aufeinander zu mente daß das Vorkommen das An vom einhüllte, so Stellen nämlich, Es hat ferner den Anschein, wo die als (Die Schiller- W unter stumpfem ob die kristalline Decke auch von oben die Sedi- einer durch Erosion freigelegten, angeschnittenen Zwischenfuge nach N überkippt ist ; auf der Hochfläche Linse des Hengst ist und auf dem nördlichen Talgehänge des Pleißkưpfls (siehe Profil 3) wurden grưßere Mengen von Gneisblöcken gefunden, die kaum durch Wassertransport oder Schuttströme (Gletschertransport ist ausgeschlossen) hieher gelangt sein können, mittelbar aus der Es ist sondern bei Anschauung denen sich die Deutung — 10 ktn^ An eröffnet, und Der Inhalt würde von der Erosion die durchschnittliche" Mächtigkeit vielleicht 20 km^, augenblicklich kann auch einer gelegentlichen Beobachtung gedacht werden, die die Mưglichkeit im S in grưßeren Bergestiefen solche Linsen eingeschlossener Sedi- sich auch noch weiter mentärmassen erhalten haben Im oberen Vivanitalbecken wurde im Geröll gonittuflfs Muskovitgneisdecke un- betragen dieser Stelle daß einer ergibt somit in ungefähren Grenzen mưglich, den Grundriß der ganzen Linse sich vorzustellen noch als Erosionsrest gefunden, der Gneisfetzen durch Inkrustation verkittet enthielt ein grưßerer Brocken eines Ara- Leider konnte das Anstehende download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau r25l dazu erst langen Suchens nicht ermittelt werden trotz Dies Stück 25 warme Quelle auf eine läßt die schlien, Kalkschichten in grưßerer Tiefe und dann darüber lagernden Gneis durchbricht Ein gleiches Vorkom- men kann von dem rechten Gehänge des Laugtauferer Es Trias, gemeldet werden muß Tales, ebenfalls in großer Entfernung von anstehender allerdings ebenso mit der Möglichkeit gerechnet werden, einen kristallinen paläozoischen Kalk oder etwa im N denselben Gneis die unweit die Btindner Schiefer, daß die Quellen unterteufen und gleichfalls Kalkkarbonat führen, berührt hatten Der Oberbau läßt sich auch in zwei, vom Joch zwischen den deren Ausstrich atigraphisch verschiedene Hauptteile sti werden durch jene hakenförmige, niasse und die Hengstmasse Sie von Buntsandstein und Verrukano Durch heraufziehen Erosion schwach und abgetrennt bis zur eine ist in Die Jackelmasse selbst ist und SO zur Zwischenfuge Scholle — Grasbedeckung verwischt am jenseitigen Talgehänge SW herabsetzen, die Spuren an zeigen gewaltigen einer — am schwächsten war Eingeweide herausquollen — sich der Am Fe fưrmigen Überschiebungen konstatiert werden, in Zusammenhang standen Wo 4) verwickelten diese Hauptstörung den — in konnte Kamm zu den Verschlingungen und die sich weil vielleicht die aufladende daß entlastet zu haben, so die vielleicht mit der wie sind mächtigen Wänden, den Felswand sind hier durch starke In Profil ist zu sehen, mechanischen Pressung Hauptdruck dieser geteilt die Aufschlüsse Verbiegungen der Kalkschichten an Es scheint nach dieser Richtung hin Gneisdecke hier dem die verbogene Verwerfung zum Vivanibach an die Auflagerungsfläche der Hengstmasse an Die Ausläufer des Pleißkưpfls gegen am steiler 5) hängendsten Buntsandsteinschichten an der Verwerfung mitgeschleppt hier wie Rauhwacke überkippt sind (Profil Sandsteins, mitteltriassischen und (Profil NW.) des Schubes (nach der Richtung Gipfel des Pleißkưpfls zieht sich zunächst eine stark Schutthalden hinläuft liegenden Mulde, deren Kern von karnischer wieder durch mannigfache Brüche tektonisch herunter und schließt wahrscheinlich die die Jackel- Zwischenstufe hin umrahmt, die sich gegen S immer flache Schichtenbau des Jackeis eben aufliegt Vom zerlegen; Überschiebung getrennt, Die Hauptmasse besteht aus Sandsteinen und Kalken der mittleren Trias und wird im SO gebildet wird Berghang NW beiden Gipfeln nach Die Hengstmasse besteht aus einer flachen, flach südostfallende die Gesteinsmassen wieder eine Reihe von schuppen- Hauptstưrung über den Pleißkưpflgrat zeigt sich bei ungleich- direkt durchsetzt, förmiger Auflagerung ein schräges Verlaufen von Rutschstriemen Eine ganz eigenartige Störung, deren Deutung einige Schwierigkeiten macht, steil und durch eine Trocken- Grauner Alm von rechts auf den Vivanibach einströmt die unterhalb der runse aufgeschlossen, zwei ziemlich ist parallel zueinander gegen O anisisch-ladinischen Kalke die Schichten der Obertrias einfallenden Brüchen eingebrochen (Profil und Schleppungen an der westlichen Bruchfläche zu sehen mitten sind Auch 3) Die norischen Dolomite W ist Zwischen im Gebiete hier fallen der sind Flexuren steil und wie überstürzt in diesen Grabenbruch hinein An dem vorhanden, wie Steilabfall bei sie der mitteltriadischen Kalke der nach unten lastenden Gesteinsmassen zu sein die Grauner Platte, im eine Reihe die wenigst gestörte scheinen Im übrigen ist Wand und zerquetscht über (Fig dieser Teil unseres Gebietes, und weist im allgemeinen flache Lagerung das auf der Starrheit dieser mächtigen Kalkquader, denn die Rauhwacken, die Fuße der von senkrechten Brüchen mächtigen Gebirgsplatten nicht ungewöhnlich sind und eine Folge von Zerrungen dem Haider Kreuz durch Erosion freigelegt sind, sie auf Oftenbar beruht unterlagern und die erscheinen wieder sehr am zerfalte 5) Die grưßten Schwierigkeiten bei der Entwirrung der Lagerung bieten sich im Gipfelbau des Jackeis selber (Profile Vom und 5) Tale aus scheint alles sehr ruhig zu liegen, wie aus der Photographie ersichtlich Die Zinne des Berges wird von den bläulichen Dolomitmassen der norischen Stufe gekrönt Sie fallen allerseits bergauswärts Die gleiche einfache Lagerung beobachten die unter ihnen hervorbrechenden Rauhwackemassen, die in mittlerer Bergeshöhe einen nach O karnischen Gesteinsschichten sind in der sich verbreiternden Streifen anisoladinischer Kalke entblưßen NW -Ecke gestemmt worden und haben daher von Gümbel, Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns, Bd XXI Die zu Massen von ganz ungewönlicher Mächtigkeit zusammender sein Profil hier autnahm, eine Überschätzung hin4 download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann 26 sichtlich ihrer Mächtigkeit erfahren diesen Schichten Allen und die allmähliche Drehung des Streichens von N nach O So daß Sueß"^) erklärt sich, auf Grund Auf dem und breiten einer steilen Anisoladinisch Rücken gemeinsam um von Beobachtungen Schichtenbau annehmen und die Lagerung Sattel [26] die zwiebeiförmige ist NW -Fuß herum der Ferne aus Anordnung bis ins Langtauferer-Tal einen einfachen Synklinalen »kofferfưrmig« bezeichnen konnte als des Jackel den treten Mulde gesammengefaltet, dann aber noch einmal — Karnisch — Norisch — Karnisch zu Tage, teilweise bedeckt sehr eng zu einem (Profil 4), Norisch die Schichtglieder in der Reihenfolge: — Karnisch — von dem oben erwähnten »Vor- kopf« des Hengst Die Komponenten dieser Faltung streichen allesamt NO., halten aber eigentümlicherweise nicht über die ganze Breite des Jackelrückens durch, sondern brechen mit einer Umbiegung an einer quer über den Rücken hinwegsetzenden Störung ab Jenseits dieser ist die Lagerung eine Fig Das Profil 5, das die Verhältnisse gefähr den Anblick wieder, unter, auf der des südlichen Teiles den der Jackel und das Joch Die anisisch-ladinischen Kalke die karnischen greifen spitzem Winkel unter Jackel, NW umgebogen und in Gipfelkrone durch gegen besteht die die Denn worden Sehr deutlich Westabhanges hindurch auf ') Sueß, Nord- und Südhälfte des Gipfels in der norischen die Mưglichkeit, horizontale Überschiebungsfläche d sie Von trennt, Kuppe hängen Nord- und sich unter dieser hưchsten schlingt sich zum P und zum O her legt sich der die Südteil Rauhwacke und Gipfel empor greift nicht bis Kuppe und die westliche Schulter des Jacke) fortsetzt, c, pag 727 eine gibt auch un- Pleißkưpfl aus gewährt seinem Bereiche sind die Schichten über der tieferen unter ihr im Zwickel zwischen den beiden Schubflächen der Kalk Die Nahtlinie, der Jackelmasse darstellt, zum Hengst etwa vom und norischen Bildungen konkordant auflagern Hengst mit Vorkopf auf das System des Schubfläche empor- und nach unter völlig andere zum Westrand des Gipfels zusammen unter der Hin- den Schuttmassen des und daß das Nebeneinander-Herlaufen download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau i-j^l 2y von karnischen und anisoladinischen Bildungen im NW der Grauner Platte durch eine Störung verursacht wurde, die im Steinbruche am Arlui ansetzt und innerlich mit jener Gipfelnaht in Zusammenhang steht Die tektonische Geschichte des Oberbaues wird aus O in Senke hineingeschoben, die und mechanische Ablagerungen in in Die Jackelmasse wird durch Schubbewegung in organische Dann beginnt die von Unebenheiten des Bodens zerlegt Infolge einem kleinen Grabenbruch Obertrias Die sedimentäre Masse des Jackel : die sich später die Reschenscheidecktalung hineinfraß Etwas O folgte die kleinere Hengstmasse weiter im somit die folgende ist sinkt in der Mitte der Masse ein Sie überschiebt den Körper des Hengst auf den Jackel, beugt Faltung aus SO die Überschiebungsfläche, die Trennungsfläche von Organischem und Mechanischem, sowie den Grabenbruch hinüber und stemmt den Hauptkörper der Jackelmassen gegen jetzt erodierte kristalline Schiefer im W an Die Gneismassen hüllen bei der Weiterstauung den Jackelkern auch von oben ein (Überwälzung) und die Faltungsmasse zerlegt sich unter dem Gegendrucke der Schieferkörper im W in eine nördliche NW nach und südliche Hälfte Die nördliche Hälfte wird zwiebeiförmig in die Lücke eingeklemmt und verfaUet In der Südhälfte die Gipfelmasse in festem Zusammenhang mit der sich verfaltenden Nordhälfte auf einer horizontalen gleitet Scherfläche auf dem zur Ruhe gekommenen auch bis Unterteil weiter, durch sie Reibung ihre lebendige Kraft aufgezehrt hat und von der noch weiter nachdrängenden Hengstmasse in den unteren Schichten auf- NW gepflügt und nach In dieser übergelegt wird m Höhe von etwa 2400 kamen letzten, die horizontal rein wirkenden gebirgsbildenden Kräfte zur Ruhe Das Relief des VI so soll, Jackel Wenn nun in folgendem einiges über das Relief des hier untersuchten kleinen Gebietes berichtet werden muß über den engen Rahmen der Arbeit hinausgegriffen und eine Reihe von Beobachtungen aus der Umgebung des Jackel herangezogen werden, die erst ihrer in Gesamtheit zur Klärung der Frage nach der Entstehung der Oberflächenformen auch des Jackel beitragen kưnnen Eine grưßere Arbeit vonMüllneri) beschäftigt sich speziell mit der Hydrographie unseres Gebietes, auch auf die Oberflächenformen des Gebirges Seit Erscheinen dieser Arbeit Glazialreliefs durch die ist aber unsere Kenntnis von der Geomorphologie des Hochgebirges namentlich des Arbeiten von Richter 2) und Penck^) hauptsächlich in einer Weise gefưrdert worden, d wir uns einer verbreitet sich aber von ihr aus einzelner von Neuuntersuchung Mü n e angeschnittener Fragen r unter Berücksichtigung gerade der Tal- formen der höheren Gebirgspartien nicht entziehen konnten Der Schlüssel für das Verständnis von Talformen im Hochgebirge beruht auf der Feinfühligkeit der Unterscheidung zwischen den Formen der glazialen und der genannten Autoren die Sinne zu schärfen der lehrt Es soll hier zunächst als Paradigma eine Formenanalyse Gehänge des Langtauferer Tales versucht werden, an dessen Ausgang Der Karlinbach, welcher und Patzein, d Feldern dahin, h das Tal durchströmt, hat in auf eine Länge von km nur etwa 2500 m m — die erste m empor Diese etwa Gefälle (33"/oo)- 200''/o() sind in Er (84''/o Dann folgt zwischen Wiesen fließt nach L ö Gefällsknickung, und die Talwände steigen Gehänge sich der Jackel erhebt seinem Oberlaufe zwischen der Malager Alp auf denen sich die Häuptansiedlungen des Tales hat dieser Haupttalboden ein Gehängegefälle von hypse 2000 200 worin uns das Studium der fiuviatilen Erosion, — w H) beiläufig etwa mit einer Steilheit regelmäßigen Abständen von 200 bis 300 m und Bei Malag befinden bei der Iso- von 450700 1^'^ von Wildbächen durchsägt, deren kontinuierliche Schutlkegelreihe den untersten Talboden geschaffen hat Beide Richter täler Gehängeflächen sind einen Taltrog genannt hat, in bedeutend und ') ^) ') *) Tal oberes die das Charakteristikum Die Linie, an welcher der Gefällsbruch ist weiteres vom höheren zum eingesenkt, aller tieferen ehemals welche Erscheinung vergletscherter Alpen- Talsystem vor sich geht, heißt Müllner, Die Seen am Reschenscheideck Geogr Abb., III, i Wien 1900 Richter, Geomorpbologiscbe Studien in den Hocbalpen Petermanns Geogr Mitt., III Ergh Penck und Brückner, Die Alpen im Eiszeitalter, pag II Im Ersch begr Löwl, Siedlungsarten im Hochgebirge Forsch, z d Landesk., II Bd., Stuttgart 1888 download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann 28 Er der Trogrand natürlich bei uns durch die erwähnten ist [28! Wildbäche zerkerbt, aber an einzelnen, ganz- randig erhaltenen Partien läßt sich noch wahrnehmen, wie er bis auf m 2200 (bei Kapron) talauswärts senkt; das sind nur Wir wollen hier einen Augenblick sich (bei Hinterkirch) 4o''/oo- der Beschreibung mit m langsam von 2400 um einhalten, die Schlußfolgerungen zu ziehen Das einem Gebirgstale Ziel der fluviatilen Erosion in Die Herabschaffung des Schuttes auf die Talsohle Der Transport des Schuttes in ist, der Flußrinne Die erste Arbeit strebt einen Gleichgewichtszustand an, des Tales : Böschungswinkel in der durch an, zu denen der demnach noch sich — in als wichtigster Linie erster der Zeit u gegeben w s ist bestimmten hinzugesellt, streben einen Funktion der Hauptveränderlichen als Konstanten die physikalischen Bewaldung seine Niederschlagsmenge, Gesteinsbeschaffenheit, Höhenlage, diese Faktoren, Alle groben Zügen betrachtet: in der Zeit : — der Regel langsam, zuweilen katastrophenartig (Muren) abnimmt Die zweite Arbeit, der Transport im Talboden Sohle und diese in letzter ihrer in ist Linie nicht von Konstanten, Geschwindigkeit von der Steilheit der sondern von der sogar im Verhältnis zur Zeit ver- änderlichen Geschwindigkeitsgrưße der Gebirgshebung abhängig Man die kưnnte so auf mathematisch-aprioristischem Wege Neubelebung der Talbildung von unten nach oben vor daß Haupt- in die Nebentäler hineinfrißt; in begründen, daß die a posteriori-Beobachtung indem sich geht, Vertiefung die sich aus den ihnen dadurch die Transportgeschwindigkeit erhöht wird und durch Unterschneidung der Gehänge der Prozeß i Stadium ein neues in eintritt Erosion wird nun durch den Eingriff der Vergletscherung Diese normale Dj'namik der fluviatilen Der Gletscher wirkt unterbrochen oder wenigstens wesentlich modifiziert den engen, nicht sehr in steilen Hochtälern der Alpen, von denen wir im Langtauferer Tal eines vor uns haben, auskolkend, eine trogfưrmige Wanne schaffend Die Regeln der Übertiefung sind äerst verwickelt, Als Tatsache Auffassung des Vorganges noch weit entfernt präglazialen Talbodens bald verschärft, bald mildert nicht mit teres seinem ganzen Körper, Tatsache Oben die Neigung des daß der Gletscher vorwiegend ferner, sondern nur mit seinen untersten Schichten erodiert, so daß nur ein un- der Langtauferer ist Wie Trog in der Form beschrieben worden, die Energie trachtet — rinnenden Wassers des vollauf einleitenden Prozeß bedingt, sondern von den 200'^jgg in dem Trogrand und Anspruch aus der Trogkurve eine Hanglinie zu Schäften Wir kommen die postglaziale Fluviatil- Wirkungen einer Höhe von 3000 m m an i um ist — also am Es besten der ist vorläufig den Querschnitt be- noch nicht durch einen ganz anders gearteten Dynamik abhängig Seine Gehängeneigung durchschnittliche Es unterscheidet den eigentlichen Gebirgskamm, der eine erreicht wenigen Zahlen geben von der Mannigfaltigkeit der Geländeformen Diese beweist der Talsohle genommen, Der Proz zur Beschreibung des hưheren Talsystems Diese hält von 2500 auf 2850 durchschnittliche ihm die sehr aber noch die alte Gletschertrogform überwiegt, aus den Gefällsdaten ersichtliche Parallelismus zwischen ist ist von einer begrifflichen ist daß das Trogtal Zylindersegment innerhalb des entstehenden Troges sich fortbewegt erosion aufgeprägt hat noch und man liegt vor, keine Vorstellung und bedürfen noch einer ergänzenden Beschreibung Auch Die Formen in dieser des oberen Partie muß alten Gletscherbodens primär sind aber alte, zwischen fluviatilem und glazialem Relief unterschieden werden überwiegen präglaziale Gehängeflußadern, natürlich die zum bedeutend Teil Wildbäche des Trogtales wieder aufgewältigt, zum Teil nur durch hypsen auf dem oberen Talboden sich zu erkennen geben gehörigkeit zu den Karnischen im Hauptkamm durch ein in dieser Höhenlage die rückwärts ' Genetisch einschneidenden schwaches Zurücklaufen der Iso- Ihre bedeutend geringere Zahl sowie ihre Zu- verbietet aber, sie mit den ganz jungen Wildbächen weiter unterhalb genetisch zu verbinden Einzelne von diesen fressen sich überdies auf die Rippen zwischen den hưheren Gehängeflläufen zu, so d die Altersverschiedenheit der beiden Rinnensysteme außer Frage steht Zur Zeit der maximalen Vereisung hat nun jedes dieser Seitenflüßchen Kargletscher in einer sich ausweitendea Nische getragen in Der oberste Gefällsbruch seinem Oberlaufe einen bei 2850 ;;/ war die : download unter www.biologiezentrum.at Der Bau des Jackel im Obervintschgau [29] 29 Verschneidung zwischen dem Firnfeld und dem schneefreien Gebirgskamm Die ununterbrochene Reihe der in den oberen Partien die isolierten Formen der präglazialen Gehängetälchen Der Haupttalgletscher selbst hobelte nur sehr schwach (wir befinden uns ja oberhalb des Troo-randes, also in den Gebieten verminderter Korrasion) die Rippen zwischen den präglazialen Seitenläufen ab, so daß Kargletscher bewahrte man nur von einer »gewellten Trogschulter« sprechen den Karen ganz von der Abschleifung frei, Bei 2700 kann m etwa wird der Kamm so daß wir hier die Schliffkehle anzusetzen haben zwischen Es ergeben sich somit folgende Daten für die Erosion im oberen Langtauferer Tale Präglaziales Tal Trogtal Boden (über dem Meere) 2200 m 1700 m Breite 6000 in 2000 ni 800 in 600 ;;; Tiefe Übertiefung 500 Maximaler Gletscherstand Höhe der Firnfeltar (Kare) über den Gletschern Eisfreie In 1000 m m 150 j« »Nunataker« 150 «j den Hennesiegelkưpfen haben wir die schmalen Rpipen vor uns, zur Eiszeit die Karen des Langtauferer Tales und denen des Pfundser Tales noch übrig geblieben Masse nur den tieren, drei- bis viertausendsten Teil des Gesteinskörpers zwischen sind die einzigen, deren Erosionsformen rein durch Verwitterung zwischen den Diese Grate, deren sind den beiden Tälern repräsen- und Erosion aus präglazialer Zeit bestimmt sind Es liegt auf der Hand, daß diese Rippen bei längerem Anhalten der Eiszeit ganz wären Dann würde eine flache Jochverschneidung oder — wo verschwunden Karböden verschiedene Höhe besitzen — die eine Oberflächenform entstanden sein, wie wir sie weiter talaufwärts sogenannten »Eisbrüchen« vor uns sehen Dort hat der tiefer oberhalb der Weißkugelhütte den in gelegene Langtauferer Gletscher durch einen ähnlich verlaufenen Entwicklungsprozeß den flachen Gepatschgletscher buchstäblich untergraben Die beiden Gletscher haben im Verlaufe der Vereisung den Grat zwischen nach rückwärts verlegten »in Jetzt zehrt der tiefere Gletscher sich nicht ganz aufgezehrt, indem mehr an einem mit talab nimmt Der Gepatschferner selber dadurch endgültig seiner Felsumrahmung beraubt und nähert sich im Anblick Erosion : gendes Grundmoränenmaterial : führt ein außerordentlich charakteristisches Beobachtungen glazialer Einzelheiten Es soll (Siehe die Karte: bei Mündung des Poschenbaches.) wenn bestanden und bei einer späteren Vereisung Auf der Karte Orte eingetragen, und in die Augen sprin- es bietet sich auch Gelegenheit zu zurückgewichen ist Denn noch die Seiten- Kapron sind mit dem Grundmoränenmaterial des Talgletschers ausgeschmiert sich diese Beobaclitung nur erklären, diese in Da das Vorkommen innerhalb des Troges seitlichen Erosionsrinnen der geschilderten schon in liegt, so läßt einer Interglazialzeit Weise verbaut wurden sind des ferneren noch auf der westlichen Talseite des Obervintschgaus verschiedene wo Moränen mit dem Dolomit des Jackeis angetroffen Gehänge wegen der gleichen Gesteinsbeschaffenheit auf solche hinwies Der höchste Fundpunkt ist wurden oder das Schuttmaterial früheren, jetzt verwaschenen Moränen nur 2000 ni hoch Ausnahme der beiden Becken und des Plawenntales, sind Rudimente präglazialer Talbildung zu verstehen Denn sie münden, soweit sie dem Langtauferer Tal sind, mit einer Steilstufe in der Höhe des Trograndes Sie stehen daher mit jenem höheren TalAlle Talbildungen unseres Gebietes, mit als der crlazialen davon nur erwähnt werden, daß der Langtauferer Gletscher einer Interglazialperiode mindestens die Hälfte des Tales arme des Karlinbaches tributär Endziel einen schneeweißen Tonalit mit tintenklecksartigen Hornblendeeinspringlino-en So kann man den Verlauf der Vergletscherung recht gut verfolgen und während dem ist der norwegischen und grưnländischen Inlandvereisung Der Langtauferer Gletscher nur Kare den Eisbrüchen« und an der Vernaglwand mit den Gesteinstrümmern, die auf sein Firnfeld herabsausen, gleichzeitig die Eisniassen des überlastenden Gepatschgletschers der sie ihre Felsgrat, sondern ] download unter www.biologiezentrum.at Richard Lachmann 20 [30 wenn auch System des Langtauferer Tales in morphologischer Verbindung, in ihnen ganze Reihe der die Bildungen mangels einer lokalen Vergletscherung und besonderen Ubertiefung nicht zu finden Nur das hintere Riglbachtal hatte seinen Lokalgletscher von einiger Bedeutung Dieser zeigt sogar Rückzugsmoränen des Gschnitz- oder Daunstadiums (auf der Karte vermerkt) Sonst dürfte wäre wovon anderes Formengepräge als das, Ein völlig unseres Gebietes In den drei Rede war, bisher die Ausnahme genannten Schluchten im als S ist wirkung zu sehen In gleichmäßigem Bưschungswinkel ziehen die Gehänge lockerem Gehängeschutt bestehen Für diese Talhälfte die nur aus Bewohner zwingt, das Wasser zum charakteristisch, der die lichen Talflanken tief und im Talschutt begraben zum Boden Mangel an Quellen ferner der große ist der Täler nieder, reife die Etsch von der anderen Talseite über die eigent- Jedes der seitlichen Talstücke erscheint wie erstickt im sind tieferen Punkte zu Zustand dieser Täler, verglichen mit dem Mangel einer heutigen Erosion, ihre durch- präglaziale Bildung Die Hauptetschtahmg kann deshalb nicht durch wenigstens nicht, soweit wir rein Spur einer Gletscher- keine wenigen Runsen auf den weiten Talflanken konvergieren nach einem die Dabei beweist der weg Teil bis trägt die südliche Hälfte Es geht aus dieser Tatsache und unmittelbar aus der Anschauung hervor, d herüberzuleiten Gerưll, zwar unser ganzes ohne d es aber zu einer Ausbildung von Karen oder Gletschern ge- Gebiet stark verfirnt gewesen sein, kommen ist und sind fluviatil sie älter glaziale Ubertiefung heute übersehen können diese als — so tief weil diese Seitentäler bis , mögliche Eiswirkung Es will mir daher eingegraben sein zum — gleichen Niveau scheinen, daß Pencks Versuch hier auf Widerstand stoßen muß, durch die präsumptive Eiswirkung eine eigenartige Erscheinung zu erklären, auf die schon Eine ganze Nur durch i) hinwies Reihe von Flüssen und ihres Oberlaufes Müllner nämlich, heute der Etsch die tributär sind, deuten der Richtung nach über den Reschenscheideckp hinweg und flưssen früher zum Inn ihres Gefälles eine plötzliche Gefällsknickung werden sie zum Verlassen ihres alten Laufes veranlaßt Einige, wie auf unserer Karte der Zerzerbach, vereinigen sich sogar in einem mächtigen Wasserfall mit dem Haupt- talsystem Zu diesen Flüssen gehört auch in unserem Gebiete der Vivanibach und der Karlinbach des Lang- tauferer Tales Müllner meint, zur Entsendung ihrer Dem daß der Karlinbach Wassermassen nach S Wassermenge wegen seiner zwang, so daß die die anderen Bäche anzapfte und Wasserscheide nach N entgegenzuhalten, daß der Vivanibach, der ebenfalls mit einer Steilstufe endet, ist bach hätte kreuzen müssen, bevor noch unbekannt, daß die tiefe er durch diesen nach Lage des Karlinbaches talbildung zur Glazialzeit zuzuschreiben hatte daher gar kein Gefälle genug, ist um S abgelenkt wurde wurde Außerdem war es Müllner nicht seiner eigenen Erosionskraft, sondern der Trog- Vorher mündete den auch verrückt dann den Karlin- in er 200 — 300 ni seinem Oberlaufe sehr höher tief in das Haupttal und gelegenen Rojenbach zu unterschneiden Es war nun in seit langem bekannt, daß Zug des Inntalgletschers über den Reschenscheideckpaß dem Gletscher des Langtauferer Tales, das heutige Etschtal ein das Obervinschtal übertrat und, vereinigt mit Gegend des Gardasees vorstieß Penc'k nahm daher an,^) daß alle in Frage kommenden Bäche vor der Vereisung nach N hinunter bis in die daß also die alte Wasserscheide wurde nun über die Paßtalung die S unseres Paßsenke gedrängt und schliff, Wassermassen bahnten mit sich einen Diese Ansicht wird, wie mir scheinen täler nicht aufrecht erhalten dem Langtauferer Gletscher vereinigt, einen Trog in M c, pag ') c IG pag 295 kaum will, Weg nach S angesichts der rein fluviatilen Natur der südlichen Seiten- Denn wenn, um ein Beispiel anzuführen, dem Zerzerbach im km von dem zu deutenden Gefällsknick entfernt ein präglazial auf werden können gleichen Talzuge gegenüber und , flössen, Gebietes bei Burgeis lag Der Seitenarm des Inntalgletschers Infolgedessen enden die Seitenflüsse (»Hängetäler«) mit einem Abstürze in das übertiefte ein und Haupttal, die im download unter www.biologiezentrum.at Afittl Titleiu/ald Grosshor/i Flaicreruief ScharU : download unter www.biologiezentrum.at 33 Richard Lachmanii r:^2l Talniveau durch rinnendes Wasser erodiertes Seitental das tiefste um das Entstehen des Wasserfalles zu erklären Ein Punkt Argumentation wo noch zu berühren, ist die grưßten Schuttkegel bei ihrem Einströmen neuere Forschung eine Vertiefung die Diesem Forscher i) war erlaubt so bedarf es wohl keiner Gletscher, liegt, daß gerade aufgefallen, — das Haupttal aufgetürmt haben in Mülln ersehen der die kürzesten Seitenflüsse der Etsch und es ist das in der Tat eine ganz eigenartige Erscheinung So münden B das Piawenntal z des Piawenntales beträgt etwa nur die Etsch dem wäre, vor seinem Austritt ins es aufgebaut, nicht nur der zu Die sein Erklärung, die Mülln er hiefür daß gibt, den kleineren Nebentälern ein stärkeres Gefälle gegenüber dem Haupttale zu überwinden gewesen diesem Falle nicht stichhaltig, da das Hinterland des Planail sich in das des Piawenn Es mündet außerdem das grưßere Tal mit einer Steilstufe, schüttet Das Einzugsgebiet das Etschtal sondern auch den grưßeren Nachbarfl ganz auf die Seite drängt Hingegen scheint aus selber, in ist in einzigartigen Schuttkegel der Maiser Heide Planailtal kein einziger Block ausgetreten nämlich parallel von dem des Planailtales und doch hat '/j Haupttal den riesigen, in den Alpen und das Planailtal werden müssen Piawenn trägt hingegen Die Erklärung für dieses Phänomen bis ni höher erhebt, als doch zunächst hätte ver- hoch hinauf einen Schuttmantel nicht schwer, sobald ist um 400 die wir daß das erfahren, Planailtal im Gegensatz zum Nachbartal zur Eiszeit einen Lokalgletscher mit deutlicher Ausbildung des Troges geführt hat So konnte sich während der ansammeln, da die Transportarbeit durch den Eiszeit hier kein Schutt Gletscher verrichtet wurde, während sich das nicht vergletscherte Es ist in Plawenii allmählich mit Schutt erfüllte nach unserer Meinung die hydrographische Geschichte der Reschenwasserscheide tote die folgende Die ältesten Urkunden für die geomorphologische Vergangenheit reichen nur bis kurz vor die Zeiten des Diluviums Vorher geht unser Gebiet als Zone davon ist schon eine große Geschichte wechselnder Erosionsvorgänge, vielleicht tektonischer Depressionen verloren gegangen Wir sehen scheide, das eine der Etsch, das andere und nördlich des kleinen Beckens, den benachbarten vor dem Inn tributär also in der Gegend Die alte war, ausgesetzt zur gedachten Zeit zwei Flußsysteme im denen aber jede Kampfe um die Spur Wasser- Grenze lag südlich des Zerzerbaches des heutigen St Valentin Das Etschsystem drang den tieferen Talboden besaß, und zapfte der Reihe nach die Nebenflüsse des Stillebaches (Inn- vor, weil es talsystem) an, bis die Wasserscheide in Gegend heutige die nördlich des Reschensees verlegt war präglaziale Oberflächenform kann nicht wesentlich von der heutigen verschieden gewesen sein der Karlinbach mit einer Stufe in das Haupttal, und dieses war noch nicht durch verbaut Der verstärkte Inntalgletscher übertiefte das Haupttal scheinlich aber unbeträchtlichen Weise Paßkehle, nämlich über Trogwannen mehr mbaren, wahr- Es kann das aus der Hưhe der Gletscherschrammen hưherem Einzugsgebiet In den kleineren entstanden Hängetäler« Pencks), die sich Schwinden der Vereisung einer heute nicht Schuttströme am Boden der 500 m, geschlossen werden In den grưßten Tälern mit gletscher mit in seitliche Die Nur mündete in in (» Hängetäler Zeiten v< Pencks) formierten sich Lokal- der Abschmelzung Stauseen (»Verbaute kamen nach dem endgültigen Form von mächtigen und gleichmäßigen Schuttkegeln zur Ausstrưmung und mit Schuttmaterial stauten die heutigen Pseen auf füllten Diese Massen So entstand der ganz eigenartige Charakter der Landschaft, die der Jackel im öbervintschgau beherrscht ') c, pag 12 Im Schlußkapitel mußte bedeckung wegen Raummangels Verfassers (Berlin eine in Argumentation Fortfall kommen 1907, bei Pilz) einzusehen gegen die Dieselbe ist Möglichkeit in der einer zentralalpinen Trias- gleichnamigen Dissertation des download unter www.biologiezentrum.at Zu Beitrage zur Paläontologie und Geologie Ưsterreich-Ungarns und des Orients Bd XXI "'"-iSf-''""**''" ""«*" ÄÄ »- '3«r"ÄSSrwS&W„j»ÄS ÄS*: "ass^ dtsVrrniltjUui Stufr aiaitw/lai u EE] [HO •«;™»ES3 ""'•^"" « ^"« [IE3 ÄÄr '•"«•'•"*"' ' tadüaidirn Sru/l Verlag von Wilhelm Braumüller Wien und Leipzig n Q Froytno & Beindl Wipr ... hell bis bläulich idiomorph und stark cf ist bis d in granitisch-körnig Geol., I, pag 112 Beiträge zur Paläontologie Österreich-Uugarus Bd Xl Die Bestand- allotriomorpher Ausbildung vorist, je... als worden triassische außer sind, ') c c, pag 292 ä) *) Schiller, II, pag 11 c, pag 164 Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns, Bd XXI da deuten sie alle in kommen: alle sicheren Ablagerungen... Streifen anisoladinischer Kalke entblưßen NW -Ecke gestemmt worden und haben daher von Gümbel, Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns, Bd XXI Die zu Massen von ganz ungewönlicher Mächtigkeit
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Xem thêm: Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 021-0001-0032, Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 021-0001-0032

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