Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 015-0101-0126

29 0 0
  • Loading ...
1/29 trang

Thông tin tài liệu

Ngày đăng: 04/11/2018, 23:34

download unter www.biologiezentrum.at DER PALÄOZOISCHE HORST VON PODÜLIEN UND DIE IHN UMGEBENDEN SENKUNGSFELDER Ein tektonisc lies Studium Von W Dr Mit geologischen Teisseyre Kartenskizzen (Taf XII und XIII) und Textfiguren Einleitung Obwohl die geologische Literatur von Podolien umiangreich sehr Gebietes zumeist fast ganz ausser Betracht, was nicht zu verwundern Fragen erst Den an der flach Hand von gelagerten durch Vergleich meilenweit sität, blieb die Tektonik dieses zumal die meisten einschlägigen hypsometrisch-geologischen Detailaufnahmen sich darbieten paläozoischen Schichten Podoliens wurde zuerst von einander entfernter Orte Karpathen hin zugeschrieben.^) ist, ist, Von Tietze wird aber von grosser Amplitude« gedacht, diese von B o e d eine e sanfte, erkennbare Neigung nach Südwesten gegen die Bewegung »auf dessen als »ein Faltenwurf von geringer Inten- südwestlichem Flügel wir uns bei Lemberg befinden«.^) Durch Suess wurden Beziehungen der die der erste Grundstein zu einer Tektonik des letzteren wo hingewiesen, dass das podolische Schichtensystem, Senkung plötzlich der paläozoischen dem Auge entzogen Karpathen zu ihrem Vorlande gelegt es bis Es auf die sei und cretacischen Gebilde Podoliens am Pruthflusse das sehr erklärlich, und dadurch Alth'sche Beobachtung nahe an die Karpathen Durch diese Störung wird wurde definirt herantritt, Nichterscheinen auffällige in einer durch eine Meereshöhe, bis zu welcher dieselben noch das von Norden benachbarte Dniesterthal weit und breit beherrschen, ä) Die Hypothese, dass die im Süden des unteren galizischen Dniester gelegene Gegend (Pokucie) noch in der Zeit nach der Bildung der diluvialen Dniesterschotter von successivem Nachsitzen betroffen wäre, wurde von Bieniasz ') ^) ') d geol aufgestellt.*) Bloede: Versuch einer Darstellung der Gebirgsformationssysterae im europäischen Russland Tietze: Die geognostischen Verhältnisse von Lemberg Jahrb d geol R.-A., 1882, p 93 Suess: Antlitz der Erde, 1883, Bd R.-A., Bd VII, H 1—5, p *) p 342 Alth: Über die paläozoischen Gebilde Podoliens Abhand Bieniasz: Geologiczny Atlas Galicyi (Geologischer Atlas Galiziens), Heft darüber auch: Teisseyre, dortselbst Heft Angaben von Tietze und von Zuber worden« (Zuber: Jahrb l, 1845, p iSl d geol R.-A., 8, Krakau 1900, p 285 In l, Krakau 18S7, p 45, 76 Vergl den ostgalizischen Karpathen ist nach einigen »stellenweise sogar der Diluviallehm nach seiner Ablagerung ein wenig gehoben 1882, p 371) Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XV I4 — download unter www.biologiezentrum.at W Dr I02 Teisseyre Unter den neueren Fortschritten der podolischen Nachweis über Geologie Mikrofauna der letzten Schmandproben die \2] der ist Niedzwiecki von aus der Tiefbohrung in Ergebnis zu nennen, welches für die Auffassung der localen Tektonik von Wichtigkeit als ein Von mir wurden Theil auch gelegentlich Studien über ist.^) Tektonik von Podolien auf paläomorphologischer Basis, von Detailaufnahmen genommen und wurde darüber Angriff die gegebene Lemberg im Jahre 1894 für den geologischen Atlas Galiziens, zum längerer Zeit in seit zuerst im Jahre 1893 eine Mittheilung veröffentlicht, aus Anlass der Das Resultat der Discussion über die Aussichten der soeben erwähnten Bohrung.^) letzteren stimmte mit meinen früheren Beobachtungen über die Dislocationen an den Grenzen des paläozoischen Gebietes überein In neuerer Zeit beginnt das tektonische Studium in nach erst Erscheinungen schiedlicher möglich Leider einzubürgern sein, localen Literatur Podoliens sich nach und an vorzeitigen Verallgemeinerungen ich bereits in einigen vorläufigen Es wird erst mit vereinten Kräften auszufüllen eine summarische Uebersicht über die sich Skizzen und an Verwechslungen unter- im und im Bukowinaer Flachlande darbietenden tektonischen Fragen zu geben versuchte, soll nundurch Darstellung von localgeologischen Details, dieses Rahmens beigetragen werden galizischen — mehr zur Ausfüllung vom welche der noch nicht an Widersprüchen, dabei es Lücke unserer Kenntnisse nach und nach diese Während fehlt tektonischen Standpunkte wichtig sind, welche theils von und überhaupt kritisch gewürdigt werden Neuem beschrieben, theils aber ergänzt sollen Das Silurgebiet, ^) Hiezu Taf XII Die (circa 150 subcenomane Oberfläche des Silur m auf 100 km) nach Südosten geneigt ist nicht nach Südwesten*), sondern überaus sanft Es kann das silurische werden, innerhalb welcher die absolute Höhe der silurischen Oberfläche bleibt, während hingegen innerhalb der unterschiedlichen Zonen sie um in Gebiet in Zonen eingetheilt nordöstlicher Richtung constant so tiefer liegt, weiter dieselben je nach Südosten gelegen sind.^) (Vgl die Tabelle auf S 103), Die Fallrichtung der paläozoischen Schichten wurde ursprünglich von Bloede als Barbot de Marny imd Alth als westlich, später aber von Alt h als südund zuletzt von Szajnocha von Neuem als südsüdwestlich bezeichnet südsüdwestlich, hingegen von westlich ^) 2) Nied^wiscki: Kosmos, Lemberg 1896, H 7Teisseyre: Caloksztalt plyty paleozoicznej Podola galicyjskiego (Gesammtgestalt der paläozoischen Platte Kosmos, Lemberg 1893, p 319 ff Teisseyre: Ogölne stosunki genetyczne wyzyny wschodnio-galicyjskiej (Allgemeine morphologische und genetische Verhältnisse der ostgalizischen Hochebene.) Berichte der physiogr Commission Krakau, Bd XXIX von Galizisch-Podolien.) Teisseyre, Teisseyre: Paleomorfologia Podola (Paläomorphologie Podoliens) dortselbst: uwag krytycznych Kosmos, Lemberg 1895, H Kilka logie von Podolien.) Teisseyre: Teisseyre: o morfologii Podola (Einige kritische p 188 — 191 Bemerkungen über die IVlorpho- Atlas geologiczny Galicyi (Geol Atlas Galiziens.) Die Tektonik des Vorlandes der Ostkarpathen H 8, Krakau 1900 Verhandl geol Reichsanst 1903 Heft 12 Die in der vorliegenden Publication angegebenen geologisch-hypsometrischen Beträge rühren, wofern nicht ausdrücklich eine andere Quelle angegeben ist, aus meinen eigenen an Ort und Stelle an der Hand der Generalstabs°) karte im Maassstabe der letzteren werden mag (pag 159 l : 25.000 vorgenommenen Beobachtungen — 259) her Bezüglich einer genaueren localen Beschreibung Heft des geologischen Atlas Galiziens hingewiesen Dortselbst wurde auch den bei solchen Schätzungen unvermeidlichen Irrthumsquellen je nach grossentheils auf das von mir bearbeitete S Möglichkeit Rechnung getragen (pag 157—159) *) Alth; Geolog Atlas Galicyi Heft i, p Zu vergleichen ferner bezüglich der Fallrichtung der paläozoischen Schichten: Bloede: c 1845, p l8r Barbot de Marny: Ergebnisse einer Reise in Galizien, Podolien und Wolhynien Petersburg 1866, Verhandlungen d geol R.-A., Wien 1867, p 174 (Referat) Barbot de Marny: Über die jüngeren Ablagerungen des südlichen Russlands Sitzungsbericht d Akad ') Wissensch Wien, Bd LIII, p 339 : download unter www.biologiezentrum.at Der paläozoische Horst von Podolien und [3] Die Meereshöhe des Silur innerhalb beträgt die ihn — 290 ferner III angehören Czortköw und Skorodyiice am Sereth, Chorostköw und sodann Kalaharöwka und Tarnoruda Karolöwka Jagielnica, 260 — 280 103 einer nordöstlich verlaufenden Zone, welcher die folgenden Ortschaften Jagielnica Stara, 270 umgebenden Senkungsfelder am Zbrucz bei Tluste, Uhryri Horodnica und Scianka am am Sereth, ferner Gnilabach, zuletzt Kr^cilöw und KaJaharöwka am Zbruczfluss Chartanowce, Oleksiiice, 240 — 260 m bei Uhryn, Lisowce, Utaszkowce, Zalesie Dawidkowce an der Niczlawa, Pilatkowce, am Zbrucz Trybuchowce an der Gnila und Husiatyn Bedrykowce 240 — 220 m und Zyrawka, und Bilcze Winiatynce, Strzalkowce, Borszczöw, Wysuczka, Lanowce, Kozaczyzna und Skala am Zbrucz Grödek, Szczytowce, Holihrady, Winiatynce, Skowiatyn, — 200 220 Sapachöw und fn die Gegend am Zbrucz zwischen Niwra und Skala — 180 in 180—150 m 200 Doroszowce, Babiiice, Krzywcze, Niwra Das Gebiet an der Mündung von Niczlawa und Zbrucz in 140 m Leider stimmt keine den Dniesterfluss Bielowce, Boryczkowce bei von diesen einander Okopy ausschliessenden Auffassungen mit der thatsächlichen, hypsometrischen und geographischen Verbreitung der einzelnen Unterabtheilungen des Silur einerseits und mit den hypsometrischen Verhältnissen der heutigen Flussläufe andererseits überein Auf diesem Wege fluss ergibt es sich, dass im Falle eines nordwestlichen Streichens die herrschenden Schichten von Skala überall dort sei es Devon, sei es die Ihrerseits am Czortkower Etage hervortaucht (vergl die müsste diese letztere auf die Mündung Strecke Uäcie Biskupie Alth: Über — Uscieczko am mittleren Serethfluss erscheinen müssten, Zbrucz- wo heute Karte Taf XII) des Serethflusses und im Dniesterthale auf die beschränkt sein die paläozoischen Gebilde Podoliens und deren Versteinerungen, I Abth., Abh d k k geol R.-A., Bd VII, H 1—5, p 21 Alth: Pamicjtnik Akad Umiej^tnosci (Denkschriften d Akad d Wissensch.), Krakau, Bd VI, 1881, p Alth: Geol Atlas Galicyi, H I, p Szajnocha: Stratygrafia pokladöw sylurskich etc (Stratigraphie der Silurschichten Podoliens.) Berichte der physiogr Commission, Bd XXXIII, 188x5, p 185 ff (Referat: Verband, d geol R.-A., 1890, p 146.) 14* download unter www.biologiezentrum.at W Dr jO^ Weise wäre In analoger total verschieden, thatsächlich Inwiefern ist wird durch die beistehende Tabelle ersichtlich gemacht sind, längs der übrigen Flussläufe Stur und Wolf und nach den diese (pag den nebst letzteren, späteren in meinen Daten zum Vergleiche herbeizuziehen hypsometrischen vorgeführten einschlägigen Publicationen früheren einer jeden Silurabtheilung die Verbreitung Karten von Bieniasz geologischen [4] nach den Untersuchungen von Alth, sie als Teisseyre 105) angenommenen nordwestlichen Streichen die Lage der devonischen Platte im Westen des silurischen Gebietes kaum in Einklang zu bringen Es müsste das Devon im Südwesten des Silur sich befinden, wenn diese Annahme eine richtige wäre, resp aber im Südsüdwesten, wenn nach dieser Himmelsrichtung die Schichten abdachten, so dass am Dniester bloß die Gegend Ausserdem dem von mit ist Autoren von Zaleszczyki, und nicht die ganze Strecke zwischen diesem Orte und Niiniow devonische Entblössungen besitzen würde Die Ansicht, dass die paläozoischen Schichten Podoliens nach Südsüdwesten auch im Bereiche des Silur stimmt jedenfalls, als die vorige Annahme Vermuthung Schliesslich bleibt einerseits nur die westliches mehr Andererseits sind aber einige ist übrig, dass das Schichtenfallen des Silur lokale ein fast Abweichungen des Streichens an der Peripherie Devon an den Grenzen des silurischen Gebietes möglich, ebenso wie das geneigt sind (Bloede), noch weniger mit den gegebenen Thatsachen überein, selbst, seines Verbreitungsgebietes parallel den beiden unten zu besprechenden gahzischen Horsträndern streichen muss Direct westliche Neigungsrichtung dürfte Südpodolien in ausgeschlossen zumal die Meeres- sein, höhe der oberen stratigraphischen Grenze der Schichten von Czortköw längs des Serethflusses nach Süden auf Distanz von 40 — 50 km um hin 40 — 60 m abzunehmen scheint '^) i m auf i hm betragende Südneigung wäre auch bezüglich des Grenzniveaus und Borszczower Schichten längs der Wasserscheide zwischen dem Nicztawa- und Sereth- Eine analoge, circa der Czortkower fluss zu constatiren.^) Demnach kann westwestsüdliche mehr nach Südwesten erstens die Ne i derSchichten im galizischen Silurgebiete nur eine scheint speciell die Gegend am Dniester überhaupt durch etwas gung Zweitens sein orientirtes Schichten charakterisirt zu der Einfallen podolien vor Allem das Streichen der Grenzzone zwischen Die Devon fast vereinigt, — sein.'*) Drittens ist und Devon zu Rathe zu Silur Nord- in ziehen Punkte des Zaleszczyki (Kartenskizze Taf XII), hegt unweit im Osten von der Grenze Ko- nordsüdliche Kozöwka am dem zöwka-Boryczöwka-Uscieczko, welche die Linie, auf welche in den nach weitesten zahlreichen Fluss- Osten und vorgeschobenen die am bis auf Distanz von Bachbetten Podoliens weitesten nach Westen auslaufenden Entblössungen des Silur entfallen Wofern vom etwa 10 — 20 welcher die km Silur in Uscieczko und von dem Dniesterthal sammt nach Norden hin abgesehen wird, »Uebergangsschichten« des Silur ist unter seiner Umgebung diese westliche Verbreitungsgrenze das Devon hinabtauchen, fast des Silur, längs geradlinig sowie an- nähernd horizontal Sowohl bei Kozöwka und Boryczöwka und den übrigen silurischen Vorkommnissen der Umgebung von Trembowla noch weiter vielleicht einerseits, als südwärts in der Gegend von Uebergangsschichten an die Cote von 270 ') sowie sie auch bei Bialy Potok im Nordwesten von Czortköw andererseits, — 300 in Jagielnica, gebunden, als ist die Zwischen Budzanöw und Skorodynce (Kartenblatt Buczacz-Czortköw) auf der geologischen Karte von Bieniasz (Geol Atlas obere hypsometrische ob diese ganze circa 60 Galicyi, Heft km Grenze der lange Strecke entfällt diese stratigraphische 9) eingetragen ist, auf 240 Grenze, — 260 m, hingegen zwischen Kasperowce und Zerawka (Kartenblatt Mielnica) auf circa 200 in ^) In Nowostawce am Niczlawafluss erheben sich die Borszczower Schichten Nach bis zur Cote 235 — 240 ni Bieniasz zu urtheilen, ist es zugleich die Meereshöhe der unteren stratigraphischen Grenze der Czortkower Schichten in dem nachbarlichen Orte Kolendziany Desgleichen wurde diese stratigraphische Grenze von Bieniasz bei Sinkow am Dniester in einer Art und Weise gezogen, dass sie hier an die Isohypse von der geologischen Karte von m gebunden sein müsste Es scheint dies nicht bloss am Südwestrand des paläozoischen Horstes stattzufinden, sondern Grade auch im Gebiete der in einer späteren Arbeit zu beschreibenden muldentörmigen Depression galizischen Dniester (von Czernelica ostwärts über Mielnica hin) etwa 190 ') in am gewissem untere n download unter www.biologiezentrum.at Der Paläozoische Horst von Podolien und [5] " 'S Ö r- U L J=3 y^S c fe o ^ •g^2 ca c S a2'^ = ö 'l=i *- + + +->++ + + + *++ +X t +\ \+ ***> + * *-+-tS< + + + \ am\\arS r + + * +^N^ >^+ i- * t + X»- + + * N-*- +*-'T PrzemYsJ 200 Km -t 1=~X± -t -t •- +-t-+Nt4 .+tt4*^- + + + i-*+^ download unter www.biologiezentrum.at Dr jjg Die beiderseits an das W Teisseyre Mittelgebirge polnische sich [l8] mesozoischen Zonen werden anschliessenden von dieser nordgalizisch-wolhynischen Senkung längs der Weichsel zwischen der Mündung des Dunajec und jener des Sanflusses abgeschnitten (Weichselbruch oder die Linie Zawichost — Kurdwanöw) Ursprünglich liefen offenbar die Linien des sudetischen Systems nach Südosten mediterranen Provinz, wo später Karpathen hindurchstreichen einerseits (P r Der Weichselbruch kreuzt rand und dem somit nicht von ist das bei äka rpa then)^) und bis der bekannten Jurainsel von letzteren abhängig, vielmehr ist dem Nordwestrand des der der ins bis zur podolischen Juraregion andererseits Kurdwanöw^) den überhaupt paläozoischen Horstes von Karpathen- späteren wie es hingegen für die Linie Berdo Dislocationen des unten zu besprechenden podolisch-opolischen Systems bruch Gebiet die randlichen Falten hinaus und wo heute Flyschmeer sich ausbreitet — Narol und die Der Weichsel- zutrifft Es Podolien parallel sind dies Senkung die gegenüberliegenden Flügel der grossen nordgalizisch-wolhynischen In seinem ursprünglichen weiteren südwestlichen Verlauf scheint der Weichselbruch, zur Cenomanzeit, den Südosttheil des schlesischen Kohlengebirges womit abzuschneiden, dem Flyschmeere zufällt, um sich heute unter Im Gegensatze zum Nordwestrand des podolischen letztere später die es Hand in Hand dass der geht, Karpathen fortzusetzen.^) Horstes der Weichselbruch tritt orographisch hervor Allein an seinem Süd ostflügel breitet sich nicht bloss die vorsenone wolhynische Depression aus, sondern auch spätere die vorkarpathische welche durch Senkung, miocäne Sedimente nicht maskirt wird, leicht erklärlich ist, zumal diese Bewegung, wie noch zu zeigen, wahrscheinhch noch heute theilweise dauert und jedenfalls nicht vor dem Anfange der postmiocänen Festlandszeit zum Abschluss gelangt was an- Die Moldauer Senkung — ist Der Südostrand des Horstes, oder die vorläufig so zu bezeichnende Linie Czernowitz Perkowce, sowohl bezüglich seiner wahren Lage (Werbowce-Perkowce?), als auch bezüghch seines Alters noch etwas problematisch Da diese Dislocation ebensowenig wie die Linie orographische Bedeutung hat und da die zweite Kowalöwka— Smykowce (Nordwestrand des Horstes) durch das Senon ausgefüllt und ausgeebnet wird, liegt es auf den ersten Blick nahe, auch für den Südostrand des Horstes eine analoge Entstehung voraussetzen Wie noch später zu zeigen, ist es im Vorlande der Ostkarpathen zu beobachten, dass von nachweislich miocänen Störungen keine einzige im heutigen Relief der Oberfläche ganz verwischt vielleicht nicht durch Zufall für ein ausserhalb der sarmatischen Stufe gelegenes Gebiet ist, was aber zutrifft Der Südostflügel der Linie Czernowitz— Perkowce gehört nun allem Anscheine nach dem Gebiet der miocänen vorkarpatischen Senkung die sarmatische Stufe an,*) Es oder aber ausserdem Falle dieselbe, abgesehen von bleibt nur bereits der besagten noch zu entscheiden, ob diese Linie ausschliesshch durch das Senon maskirt wird, in welchem letzteren durch sarmatischen Episode eine dem Weichselbruch analoge Ge- schichte hätte nun das Senon im Untergrunde der Moldauer Platte nicht bekannt Die von Simionescu nachgewiesene obercretacische Insel von Radautz-Mitoc am Pruthfluss (Jassy N) ist je nach ihren stratigraphischen Bestandtheilen noch nicht genau bestimmbar.*) Die von dem Autor erwähnten Details gemahnen Bis jetzt an die von Dunikowski Mohilew).^) ») ") 3) *) Von den aus Russisch-PodoHen beschriebenen »lichten Mergel mit Feuersteinen« (Jaryczưw, galizischen Aequivalenten sei diese Bildung dadurch verschieden, dass Vergl den Geol Atlas Galiziens, Heft 8, roumains, 1902, » der Mergel fast pag 277 Suess: Das Antlitz der Erde, I Abth., Prag-Leipzig 1883, pag E Suess: Antlitz der Erde, l Abth., 1883, pag 247 Mrazec und Teisseyre: Apercu geologique sur les formations E terets petrolifferes pag ist Separatabdr pag 16 und Oesterr Z f B 250 sauf eres an Roumaine Moniteur des und Hüttenwesen 1903 in- Separatabdruck 17=) ") und pag Simionescu: Verhandlungen d geolog R.-A 1897, pag 219 Centralblatt Dunikowski: Geolog Untersuchungen in Russisch-Podolien Zeitschrift 59 für Mineral, 1901, pag 193 d D G G 1884, pag 46, 47, 49 download unter www.biologiezentrum.at Der paläozoische Horst von Podolien und rig] ganz zurücktritt und dafür die Feuersteinknollen früher bereits von Barbot de Marny Cenoman erscheinen Ueber das Von Alth, welcher den südlichen umgebenden Senkungsfelder Iig ungeheurer Menge vorkommen« (Dunikowski) Diese in beschriebene des typischen gệussert die ihn am Bildung möchte nun auch Pruth im Hangenden geologische Alter derselben wurden verschiedene Meinungen Theil Russisch-Podoliens längs des Dniesterflusses bereiste, zum Turon und Senon wird die Zugehörigkeit der besagten feuersteinführenden Schichten Nach bestritten diesem Autor hätten wir es in dieser Gegend überhaupt nur mit Cenoman zu thun.^) Es wird am dautz-Mitoc die Zukunft lehren, ob die von Cenoman auch das Pruth ausser letzteren Stufen sonst Simionescu Turon oder Senon in sich birgt, (S die Es Textfigur 2.) das Senon sich bis zum Die Linie Berdo im Südwesten der — polnischen Mittelgebirge und Ostgalizien an den Südwestrand des paläo- entsteht hier ein Staffelbruch, welcher von einigen wird (podolisch-opolisches System) Dass beiden diese vorkarpathische Senkung 2) Während in Westgalizien die vorkarpathische Senkung zu dem früheren Weichselbruche erstreckt, grenzt dieselbe in zoischen Horstes an oder ob irgendwo nach dieser Richtung hin zum Vorschein kommen Der Süd Westrand des Horstes und bis beschriebene obercretacische Insel von Ra- radialen Störungen durchsetzt Narol entspricht der obersten Staffel Linie Berdo —Narol an Mächtigkeit zunimmt^), erklärt sich dadurch, dass dieses Gebiet bereits der durch die Verbreitung des podolischen Jura nachweisbaren Synclinale des sudetisch-podolischen Systemes rand der viel späteren Die peripherischen Umrisse der vorkarpatischen wie das dieser Linie parallele Wallriif der nach Nordwesten hin Bloss seine zufällt heutige Gestalt verdankt südwestliche Horst- der vorkarpathischen Senkung (Taf XII), um Senke (Linie Berdo — Narol) durchkreuzen, ebenso Miodobor}-, die podolischen Formationszonen in schiefer Richtung im Lubliner Gebiete sogar nach Westwestnorden abzubiegen Ein wichtiger Gegensatz zu der Dislocation am Nordwestrand und auch zu jener vielleicht (Fig 2) am (?) Süd- Bewegungen nicht nur auf der subcretacischen, sonDas Senon nimmt an diesen Bewegungen Antheil, um ostrand des Horstes besteht darin, dass die opolischen dern auch auf der senonen Oberfläche hervortreten so mehr, als es faciell graphische Rolle zum Ausdrucke spielt, Da nun dem durch dieselben unbeeinflusst erscheint gelangt der südwestliche Horstrand (Przemyslany-Czernelicaer Höhenzug), was in das Tertiär keine selbstständige oro- Bau hj'psometrischen Gegend der für die beiden anderen Horstränder gar nicht zutrifft Die den Südwestrand des Horstes streifende opolische Hauptlinie Berdo-Narol nach auch wie die zwei anderen longitudinalen Linien dieses Systemes, mit zeitlich zusammen und trägt vielleicht ein wenig mit dazu bei, dass heutzutage der bedeutendsten Devonhöhen des podolischen Plateaus vorkommt fällt, der der Hauptsache miocänen Abrasion der Jura dicht im Westen Ueber den Zeitpunkt der Entstehung der GeosyncHnale der subkarpathischen Salzthonzone und des Flyschrandes, dessen Verlauf von den longitudinalen opolischen Linien in auffälliger Weise nachgeahmt kann der Anfang der vorkarpatischen Bewegung, derzeit in den Grenzen Galiziens, nur im Wege Der für das Przemyslany-Czernelicaer und für das Böbrkavon Vermuthungen zurückversetzt werden Mikolajöwer Gebiet charakteristische Process der Durchbruchsthäler ist, gemäss der vorerwähnten für die wird, ostgalizische genen Zeit SenonschoUe bezeichnenden zurückzudatiren Dieser »paläogenen Prädisposition der Thäler« Process Schollenanticlinalen (Przemyslany-Czernehcaer scheint zugleich ein = Berdo-Narol-Linie Beweis zu sein, dass und Böbrka-Mikolajower aus der paläodie opoHschen Linie), falls sie vormiocäner Entstehung sind, nicht bis zum Anfange der paläogen-podolischen Continentalzeit zurückzuverfolgen sind •) Alth und Bieniasz: Atlas geolog'czny Galicyi (GeoLAtlasGaliziens.) Krakau 1887, Heft ^) Vergl Teisseyre: Die Tektonik des Vorlandes der Ostkarpathen Verh geol R.-A 1903 ') Vergl.: Geol Atlas Galiziens, VIIL, pag 252, Fussnote l, pag 12 16* download unter www.biologiezentrum.at Dr I20 W Teisseyre [20] Mit welchen Bewegungen übrigens das Erscheinen des eocänen Festlandes Podolien einherschreitet, in wird schliesslich nur durch Untersuchungen innerhalb eines merklich grösseren Areales, als das galizische Flach- werden können Für das benachbarte Lubliner Gebiet wurde von Siemira dzki land, entschieden cretacisch-oligocänes Faltensystem von südưstlichem Verlaufe « rückens bei Kazimierz, Lublin u s w., , »ob ein er- mit cenoman-turoner Achse des Sattel- und mit an den Rändern der Erhebung flachliegendem Senon vorausgesetzt Bekanntlich ergaben die späteren Untersuchungen von Kr ischtafo witsch Fig ein etwas verschiedenes Alter der Die vorkarpathische Senke und das podolisch-opolische Stưrungssystem "bli, Sandümir (•• Krakau Paläozoischer Flyschzone der Vorkarpathi- Senkung am Horst Karpathen sehe Senkung, ober Bugfluss Weichselbruch, I Linie I L Linie Berdo IL Linie III Linie IV Linie Kowalöwka-Smykowce, — IV Linie Czernawitz-Perkowce Podolisch-opolisches System: — Narol Böbrka— Mikolajdw Grödek-Zurawno Gologöry— Krzemieniec Subpodolisches Gebiet ist rund 40 km breit.) | (Dasselbe [ ' vermeintlichen Etagen und eine etwas andere geographische Vertheilung der Schichten i) Nun stellt es sich aber heraus, dass auf dieses Gebiet in der That die Fortsetzung der aus Galizien auslaufenden opolischen Linien entfällt Keine von denselben ist direct über Kazimierz und Lublin zu verfolgen, zumal die Hauptstörungslinie (Berdo — Narol) merklich weiter im Südwesten, Plateaus begleitende Wasserscheide wie es für entfällt wären im Lubliner Gebiete dieses Systemes die Hauptlinie leicht zweifellos auf die den südwestlichen Steilrand des Lubliner Zwei andere, von mir aus Galizien beschriebene mehr weiter im Südwesten zu suchen und ihrerseits nachweisbar dürften, ebenso nordwestwestHche Verlaufsrichtung eine ist, parallele Linien im Lubilner Gebiet annehmen Demnach der System Zeit bleibt es unentschieden, ob das vorkarpathischen Senkung zusammenhängt, beherrscht werden, oder ob die gesammte opolische System von Haus aus organisch mit deren opolischen peripherische Umrisse in der That den Karpathen parallelen Schollenfalten von diesem in miocäner durch Senkungen an ihrer diesem Gebirge zugewendeten Flanke eingefasst werden, während das erste ') Lemberg pag 424 Siemiradzki: O zjawiskach dyslokacyjnych 1889, — Bd XIV, Heft Krischtafowitsch: Petersburg 1898 Dasselbe: Litholog w Polsce (Ueber Dislocationserscheinungen in Polen) Sitzungsberichte Charakter, Fauna d d Akad Kreide Wissensch., im Wien 1889, Gouvernement Lublin Bd Kosmos XCVIII, und Radom — download unter www.biologiezentrum.at Der Paläozoische Horst von Podolien und [21] Erscheinen dieser Sättel umgebenden Senkungsfelder die ilm oder wenigstens der Hauptlinie Berdo —Narol Form in symmetrischen, dach- eines förmigen, überaus flachen Gewölbes bereits auf die paläogene Gontinentalzeit Podoliens laufen, einander kreuzen, wie scheint ihrerseits vermu Zugehörigkeit dieser und der dem über ihren gemeinsamen Kreuzungspunkt unbeirrt und unverändert weiter fort- sie ihre Verschiedenartigkeit für entfällt — Narol und die vorsenone Linie Kowalöwka Die vorbesprochene Art und Weise, wie die Linie Berdo Smykowce 121 t h li sowie gegen die — Perkowce) zu und genetische Selbstständigkeit ch en anderen vorsenonen (Czernowitz Querlinie opolischen Störungss3'steme zu sprechen (sudetische Querlinien?) Eine genauere Beschreibung des opolischen Systemes bleibt einer späteren Arbeit vorbehalten Die KoUe der oberen Kreide (S Das Cenoman Xm.) Taf transgredirt über den paläozoischen Horst, das zutage, auf die denselben einfassenden Senkungsfelder des osticarpathischen Vorlandes in zwei grosse, 500 — 1000 w Saum von wahrscheinlichem Turon Nur am nach Qzernelica Dniester in wenigstens heutdas somit zerfällt Gebiet ein schmaler und relativ die verhältnis- (weisse Kreide mit Flinten) greift auf das Gebiet welche ungefähr von Krzemieniec und von des paläozoischen Horstes hinüber, ostwärts bis zu einer Linie, Mikulince bei Tarnopol aber, bleibt mächtige Schollen, die paläozoische und senone, welche durch Dislocationen sich gegenseitig abgrenzen mässig geringmächtiger Senon Im Ganzen beschränkt einem weiten nach Osten oftenen Bogen verläuft (Linie in der Kartenskizze Taf XIII) Dass auf breitungsgrenzen dem im paläozoischen Horst das Senon Spiele fehlt, sicherlich theilweise sind, Abrasion der paläozoische Horst bereits ist, wo als ein solcher existirte Das stratigraphische Studium der Kreidebildungen Podoliens allgemeinen Umrissen abgerundet zu in nicht die ursprünglichen senonen Ver- darauf zurückzuführen, dass während der miocänen ist bekannthch weit davon Allein die Beziehungen der einzelnen Facies sein verschiedenen Gegenden des paläozoischen Horstes scheinen bestimmt zu und entfernt, in ihre Vertheilung auf die Geschichte des- sein, selben ein neues Licht zu werfen Die beifolgende Kartenskizze Taf XIII des Horstgebietes von der offenbar mit der Rolle dass die heutige Verbreitung des lehrt, Lage der Ränder desselben abhängig einherschreitet, welche ist dem Horst und Es ist dies eine Genoman innerhalb Anordnung, welche während der miocänen seinen Rändern Abrasion zukommt Alle drei Horstränder werden im Bereiche des Horstes von einer mehrere Kilometer breiten Zone begleitet Bloss im mittleren Gebiet des Horstes wurde das Cenoman fast überall spurlos Auch das Areal der von Bieniasz kartographisch ausgeschiedenen miocänen Abrasionsrückstände, cenomaner Herkunft, welche an der Basis der Mediterranstufe erscheinen, ist von den Horsträndern weit cenomaner Absätze abradirt und entfernt liegt im centralen Silurgebiete (Kartenskizze Taf Chorologisch während der obercretacischen der paläozoische Horst zerfällt Gebiet von Tiefsee-Sedimenten und in eine östliche XIII) litorale Platte nach Westen geneigt wäre, Litoralbildungen beherrscht wird, Gewässern untertaucht wäre ritischen Kreide imd locales viel seichter, In der westliches Cenoman entbehrt, abgegeben ob während der obercretacischen Zeit die paläozoische hingegen der Westtheil viel die tiefer That fehlen im Westen gänzlich die Facies mit abgerundeten, geglätteten cenomanen Sandsteine mit aus dem und abgerollten Phosporitkugeln, ein so dass der Osttheil derselben, welcher ausschliesslich von obercretacischen Exogyra conica russisch-podolische Facies der als in Die Grenze zwischen diesen beiden Provinz chorologischen Provinzen wird durch das centrale Abrasionsgebiet, welches des Diese Verhältnisse machen den Eindruck, Zeit Silur der schotterartigen an Ort und die weisse Kreide mit chlo- herausstellen Stelle und die die ausgewaschenen Gnieznabaches, Facies kưmigen Echiniden-Breccienkalke (»Cidariten-Schichten« am unteren galizischen Dniester), Litoralbildungen, welche das östliche Gebiet weit und breit beherrschen Statt dessen erscheinen cenomanen Glanconitmergel mit Ammoniten, den damaligen Chalcedonen und Hornsternen, Cenoman-Sandsteine vom Typus jener des Umlagerungsproduct der liegenden Devon-Sandsteine sich unter welche als~ der klein- lauter typische die äquivalenten echten Feuersteinknollen (Turon), sowie — download unter www.biologiezentrum.at J22 ^^- Teisseyre '-''' andere analoge Schichtenglieder (ằdickbọnkige Kreideô, [22] ằInoceramen-Kreideô)in ansehnlicher Entwickelung im Westen und sind dem Osttheil des paläozoischen Gebietes fremd ^) Es schen ist oberen Gebiete der Das paläozoische Gebiet dem — Krzemieniecer (im Gegensatz Die ursprüngliche Westneigung war hier jedenfalls merklich abgeschwächt nach Nordwesten sanft Berdo-Narol-Anticlinale zu (Fig der Anticlinale die chorologi- sudetisch-podolischen des unten zu zeigen, dem zu gar nicht abgelenkt, wohl aber in so gut wie Sattel) offenbar wie Nordostflügel diese Die ursprüngliche Schollenneigung wird durch göry südwestlichen Flügel wäre überdies, später fällt dem werden, bedingt Kreide Die Achse des letzteren Sattels entspricht geneigt Abdachen der paläozoischen Schichten, durch welches dass das westliche klar, diesem Gebietstheile als steiler, 3) späteren Golo- die heutige Einige zukünftige Probleme der podolischen Tektonik Obwohl Grunde liegenden Beobachtungen innerhalb die dieser Arbeit zu der Hauptsache nach den Staatsgrenzen viel entsprechenden Gebietes zu gering im Vergleiche zu der bedeutenden Amplitude (500 Typus {Schollenfalten) Vor Allem die Erörterung ist sich bewegen, — 1000 Äw) eines weit ausgedehnten, dennoch ist das letztere der Dislocationen des gegebenen der tektonischen Verhältnisse, welche mit den marinen Perioden abwechselnden localpodolischen Festlandszeiten einherschreiten, weit davon mit entfernt, in den Rahmen einer Betrachtung hineinzupassen, welche nicht zum mindesten in den geographischen Grenzen der einzelnen Continente sich bewegt Thema I von Einige diesen noch dunklen Fragen sind mit unserem aber sehr nahe verwandt und müssen hier kurz besprochen werden Die Rolle des mittleren Devon und die vorjurassische Festlandszeit in Podolien Der paläozoische Horst ist aus Silur und aus Devonsandstein aufgebaut, hingegen stellt sich das mittlere Devon als eine Bildung heraus, welche ebenso wie das Senon und der Jura ausschliesslich dem Gebiete der den Horst einfass enden Senkungsfelder zukommt Die einzige in Podolien erscheinende Insel des mittleren Devon, jene der Gegend von Zawadöwka, liegt auf der Nordwestseite des paläozoischen Horstes, tief am Fusse der sanften devonischen Böschung (Uscie zielone Kowalöwka Smykowce), welche dem nordwestlichen Horstrand entspricht Offenbar hat das mittlere Devon — untertags eine Zawadöwka weitere im Verbreitung wo der Stelle entspricht, nordgalizisch-wolhynischen die hier von dem Senkungsfelde, zumal die Insel von Zlota Lipafluss gekreuzte Anticlinallinie Berdo Narol auf das Gebiet dieser Senkung hinübertritt Die an der Basis des Jura ihr Material Es der Hauptsache ist aber am Dniester erscheinenden Conglomerate kaum anzunehmen, dass das mittlere Devon nach Bieniasz eine für das Gebiet der jurassischen Synclinal- depression im Südwesten des paläozoischen Horstes charakteristische Bildung durch welche das Erscheinen und die Vertheilung des Jura Faltung, verdanken nach den mitteldevonischen Dolomiten von der Art jener von Zawadöwka.^) am sei Die sudetisch-podolische Dniester erklärt wird, müsste als die Ursache jener für den paläozoischen Horst bezeichnenden Schichtenlücke gedacht werden, welche zwischen dem Devon und dem oberen Jura besteht Diese Faltung müsste in Podolien je nach ihrem ersten Anfange bis zum mittleren Devon zurückdatirt werden, um diese Schichtenlücke zu bewirken Diese an und für sich unwahrscheinliche Annahme könnte ausserdem mit den Verhältnissen im polnischen Mittelgebirge nicht in Einklang gebracht werden, wo das Sudetensystem nach Suess und Siemiradzki vom Anfange der Trias mittleren ') Von neueren Publicationen sind über diese Kreideschichten zu vergleichen Dunikowski, Brzegi Dniestm Kosmos VI, Lemberg 1881, pag 107, II3, 258 (die Cidaritenschichten werden als Turon angesprochen) : (Die Dniesterufer) — — Dunikowski c 18S4 Alth: Geol Atlas Galicyi, Heft 1,1887, pag 29 (Cidaritenschichten werden bei Horodenka von Glanconitmergeln überlagert) Laskare w: Geol Untersuchungen im Krzemieniecer Gebiete, Izwiestia geol Komiteta, Bd XVI,nr ö— (russisch) —Teisseyre: Geol Atlas Galicyi, Heft VIII, 1900, pag 21 (Cenoman am Gniezna) undFussnote Siemiradzki: Ann pag 210 (Htoraler Charakter der concretionären Verquarzungen der chloritischen Kreide) — — Geol et Mineral ^) d Bieniasz: Russie (Turon) u s w Geol Atlas Galicyi, Heft i, pag 49—50 download unter www.biologiezentrum.at Der Paläozoische Horst von Podolien und [23] bis zum Cenoman andauert, während ein älteres umo;ebenden Senkungsfelder die ihn Faltensystem annähernd parallel 123 dem Rande der West- karpathen streicht und der ersten Hälfte der Kohlenperiode angehört.') Unter diesen Umständen nahe, es liegt der sudetischen, von einer älteren unabhängigen noch Dieses sammt Platte der bis möchte mittlere problematische Nordwest-, resp am Bewegung Störungssystem nicht statt mittlere von dem südwestlichen Devon Die heutige podolische ukraino-podolischen Sattels gelegen sein, mit Fig- Podoliens würde das podolischen Continentalzeit umfassen Nordflügel des Devon aus vorerwähnten Gründen Schichtenlücke abzuleiten ukraino-podolische zum oberen Jura andauernden am vorjurassische die Horstrand zumal das und der denselben 3- Die Lage des Horstes mit Bezug auf die opolischen Linien m Paläozoischer Horst Podoliens Subpodolischesund vorkarpatliisches Gebiet Nordwestflügel des Gologöry-Krzemleniecer Sattels Südostflügel desselben (Podolisches Plateau) (= Lemberg - Lubliner Plateau Diese beiden Gebiete entsprechen Nordostflügel d.Anticlinallinie Berdo L Axe des Gologöry-Krzemieniecer IL Linie IIL Linie Berdo— Narol Kowalöwka — Smykowce IV Linie Czernowitz— Perkowce Sattels (= Höhenrücken dem — Narol der Gologöry) begleitenden sudetisch-podolischen Synclinale in Beziehung zu bringen ist Die ukraino-podolische Synclinale würde vielmehr ungefähr dem Gebiete der späteren vorsenonen wolhynischen Senke entsprechen Ob diese Synclinale ausser dem mittleren Devon etwa auch durch Vorkommen bezeichnet wäre, deren schlesisches Becken dieselbe vielleicht Kohlenformation von im Gebiete der späteren Karpathen berühren dürfte, könnte nur durch Tiefbohrungen bis etwa zu 1000 tn entschieden werden 1} Sitzungsberichte d Akad Wissensch., Wien 1889, Bd XCVIII, pag 421 download unter www.biologiezentrum.at W Dr 124 Teisseyre [24] Die Achse des gleichmässig aus Silur und Devonsandstein autgebauten etwa dem würde, Sattels späteren Südost-, resp Südrand des paläozoischen Horstes entsprechend, auf Berdo-Horodyszcze 515 »w ent- Doch wird der innere Bau dieser Gegend durch die sarmatische Stufe verdeckt Im Ganzen wäre die ukraino-podolische Bewegung nicht nur ein Analogon zu fallen der gleichzeitigen Faltung des Kielcer Gebirges, sondern vielleicht ein Bestandtheil des nämlichen Störungssystemes, geradeso wie das Sudetensystem bis nach Podolien vorgreift Die Beziehungen des Höhenrückens Berdo-Horodyszcze podolischen Plateau Die heutige Südostneigung des Plateaus 515 in Richtung zum Berdo in der (Czernowitz datirt erst zum N.) dem Miocän seit und hängt, wie später zu zeigen, nicht nur mit der Gologöry-Krzemieniecer Anticlinale ursächlich zusammen, sondern auch mit der nach Art einer sehr flachen Quersynclinale die Berdo-Narol-Linie durchqueren- am den mehrere Kilometer breiten tektonischen Depression unteren galizischen Dniester (Czernelica — Mielnica —Borszczöw) Noch zwischen Verhältniss ganze in der Paläogenzeit scheint diese dem Berdo-Rücken und dem liche Schollenneigung Platte, dem entsprechend heutigen hypsometrischen podolischen Plateau, eine nördliche oder aber nordwest- zu haben Der ursprünghche Neigungsbetrag des Plateaus nach Nordwesten wäre aber selbstverständlich nicht dem bezüglich seiner Entstehung noch etwas m) und den höchsten Punkten des podolischen Plateaus auf Grund der heutigen hypsometrischen Differenz zwischen unklaren Bergrücken Berdo-Horodyszcze (515 (Kamula 477 m) abzuschätzen, welche letzteren auf der geologisch bei weitem jüngeren der Hauptsache nach postsarmatischen Anticlinallinie Gotogöry Krzemieniec liegen Doch musste vor der Entstehung dieser — Abdachen längs der Linie Berdo Anticlinale das nordwestliche die gegenwärtige hypsometrische Differenz zwischen Es wegung fragt sich nun, wie diese anscheinend mit den gegebenen Aeusserungen des —Narol bedeutend grösser gewesen Berdo und Kamula unverkennbaren Anklänge zu der ukraino-podolischen Be- sudetisch-podolischen Systemes vereinbar sind Die Achse des sudetisch-podolischen Sattels müsste beiläufig nach Nordwesten sanft geneigt dieser auf den Sattel nördlichen, resp schen Sattels entfallen würde nordwestlichen Flügel des früheren Demgemäss müsste, trotz einem etwaigen sudetisch-podolischen Sattels, die Neigungsrichtung seiner beiden Flügel nordöstliche sein, sondern eine fast westliche am Nordostflügel Es wäre (WWS) am dies eine Fallrichtung, flach sein, da gebauten ukraino-podoli- nordwestlichem Streichen des nicht eine südwestliche, resp aber Südwestflügel, hingegen eine beinahe nördliche welche dem Verlauf der heutigen datirenden podolischen Zonen im Allgemeinen entsprechen möchte, wenn, wie Podolien die Silurschichten nach Norden als sein, seit (NNE) dem Cenoman Weniukoff meint, in Russisch- (NNE?) abdachen würden Die Neigung der Abrasionsfläche des paläozoischen Horstes Hiezu Tabelle oben auf pag 103 sowie Textfigur und Eine der bezeichnenden Erscheinungen im Baue Podoliens beruht darauf, dass die cenomane und miocäne Abrasionsfläche des paläozoischen Horstes sanft nach Südosten abdacht, währenddem die abradirten paläozoischen Schichten in demselben Gebiet grossentheils beinahe nach Westwestsüden geneigt unterliegt keinem Zweifel, dass dieses aberrante Verhältnis nicht Die Anordnung der podolischen Zonen Gebiete des Horstes sprechen dafür, dass die Miodobory ist die seit chorologische Gliederung dem oberen Devon in der oberen Kreide im beziehungsweise die Abrasionsfläche in Jura sowie während der Kreide im All- Die Lage der marin-miocänen Strandlinie im Osten des Wallriffes ein Beweis, dass dieser ursprüngliche der Zustand damals noch andauert und dass die miocäne Abrasionsfläche des Horstes ihrerseits gleichfalls nach Westen leren Es ein ursprüngliches sein kann abradirten Schichten, einem bedeutenden Theil dieses Gebietes bereits gemeinen nach Westen abdachen und sind Aus der Vertheilung des mittWestpodolien und aus den Beziehungen des Berdo-Rückens zum paläozoischen Horst dürfte geneigt ist download unter www.biologiezentrum.at Der paläozoische Horst von Podolien und [25] die ihn wie soeben gezeigt, gleichfalls die Schlussfolgerung ableitbar zoischen Platte zufolge der sudetisch-podolischen Diese früheren mit dem sudetischen Bewegung System umgebenden Senkungsfelder sein, 1^5 dass ein bedeutender Theil der paläo- eine beinahe westliche Schollenneigung erlangt zusammenhängenden Neigungsverhältnisse ursächlich der Abrasionsfläche und der abradirten Schichten konnten unmöglich durch die späteren opolischen Bewegungen unbeeinflusst bleiben Die letzteren heben vielleicht bereits im Paläogen an, doch treten phase ihrer Entwickelung ein Der paläozoische Horst wird zuerst sie erst am Anfang im Miocän her (Linie Gologöry-Krzemieniec) von je Haupt- der Mediterranstufe Südwesten (Linie Berdo-Narol) und sodann mit Abschluss der unteren sarmatischen Etage fernung auch von Nordwesten in die in von weiterer Ent- einem flachen Schollensattel ein- gefasst (Fig 3) Fig Wechselnde Orientining der paläozoischen Platte von Galizisch-Podolien in verschiedenen Zeitaltern -Cern»^" ,, 'liro.'i Der vorcenomane podolisch- mittelpolnische Jurazug Strei- chen des Jura der podolischsudetischen Syncliuale I Der vermuthliche Verlauf der Axe des podolisch-sudetischen Sattels Wahrscheinliches Streichen und Fallen der heutigen paläozoischen Platte vor der Entstehung des sudetischpodolischen Sattels Nach der Entstehung desselben Nach der Entstehung der opolischen Sättel (II und III) heute constatirbares Streichen und Fallen im galizischen Silurgebiet, respective im Devon am Südwestlichen Horstrand Wahrscheinliches Streichen und Fallen der Schichten im Devongebiete am nordwestlichen Horstrand Offenbar waren diese Störungen intensiv genug, dem betroffenen radirten Schichten (Silur) weiter, als nach Nebenbei beinahe südöstliches umzuändern, Gebiet das entsprechende merklich steilere fast westlich fallen der Abrasionsfläche in ein in um das ursprüngliche sanfte fällt es auf, dass eine radirten Schichten, d h ein sudetisches, westliche allein sie reichten gleichzeitig nicht aus, e Ein- um Abdachen der ab- Westwestsüden abzulenken ursprüngliche Südwestneigung der Abrasionsfläche durch frühere (ukrainopodolische Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XV ?) und der ab- Störungen mibeirrtes Streichen 17 — download unter www.biologiezentrum.at Dl'- J26 — derselben W Teisseyre [26] Ausgangspunkt der opolischen Bewegungen ausgeschlossen als der Endeffect der opolischen Bewegung darin bestehen, dass die Neigung der Abrasionsfläche von Südwesten entgegengesetzter nach Südosten, hingegen jene der abradirten Schichten in nach Westwestsüden abgelenkt wäre, was wohl eine absolute Unmöglichkeit Ohne in der die angenommene beinahe nordwestliche Neigung Richtung zur späteren nordgalizisch-wolhynischen Senke Synclinale?), ohne die demgemäss vorauszusetzende — bleibt flügel des sudetisch-podolischen Sattels fast westliche Fallrichtung nach Nordnordwesten, statt dem Nordwestflügel (vergl Fig 4) verläuft, lehrt, der sudetisch-podolische und zuletzt dem bereits dem Nordost- des Gologöry-Krzemieniecer Sattels Südostflügel nach Sattel sichtlich zumal das nämliche Gebiet somit erklärlich, ist streichen, dass trotzdem aber, des ukrainopododischen Sattels angehört, hingegen in späterer Zeit flügel der Berdo-Narol-Anticlinale am Südwest- der Schichten den paläozoischen Horst durchqueren, wie der vorcenomane mittelpolnisch-podolische Jurazug Nordwesten, der früheren ukrainopodolischen zu h also anscheinend die heutige Orientirung der Abrasionsfläche dass in dieser Richtung die podolischen Zonen früher (d einem grossen Theil Podoliens nach Nordnordwesten die paläozoischen Schichten in Dass Richtung von Südwesten ist der Achse des sudetisch-podolischen Sattels, und der abradirten Schichten andererseits ganz unbegreiflich einerseits Alsdann müsste nämlich ist zufällt Die subcenomane paläozoische Abrasionsfläche erhält durch die beiden opolischen Sättel ihre heutige überaus sanfte Südostneigung, zwar, wie noch später zu zeigen, dem seit der Rücktritt untersarmatischen Gewässer Auf diese Weise wird zugleich währenddem begreiflich, Kaum ist die heutige sanfte zeit, als auch im Miocän manen und miocänen Schichten das Maasse, Es fläche welcher »die Denudation bedingt zu Silur in ist leicht der sein, zu begreifen, dass, immer wenn wodurch hatte, c leicht der Kreide- dass »die ceno- soll, Niveau überlagern, dem in 1889) südöstliche die heutige sowohl während es sich erklären tieferem hypsometrischen wir uns nach Südosten begeben« (Szajnocha seit podolischen Plateau des diese wichtige Erscheinung sonst ein ganz dunkles Räthsel bleiben muss der Ansicht beizupflichten, nach eine südưstliche Richtung« als Südostneigung Neigung der podolischen Abrasions- cenomanen Abrasion zurückdatiren würde, alsdann in Podolien Granit, Silur, Devon, Jura, statt durch die opolischen Sättel nach Westwestsüden, vielmehr statt in der Richtung von Nordwesten (Granit) nach Südosten (Jura) aufeinander folgen müssten Die Wirkung der opolischen Sättel auf die Orientirung der je podolischen Abrasionsfläche nach drei verschiedenen Phasen dieser Bewegung in Betracht zu ziehen, und zwar wie BarbotdeMarny und Mi chal ski) bedeutet, folgt dass zu jener Zeit noch die ältere, beinahe westliche Neigungsrichtung der podolischen Abrasionsfläche fortbesteht Die —Narol richtung näher Die im Nordosten des Wallritfes der Miodobory gelegene marin-miocäne Strandlinie (Krzemieniec Kalus^) nach Berdo ist der e.xistirt in ihrer Abrasionsfläche lischen Sattel einher, späteren Ausbildung schreitet so als ob dessen damals noch kaum im Entstehen Die nicht noch mit dem früheren nunmehr Achse irgendwo in der beinahe begriffene Anticlinale westliche Neigungs- bereits unactiven Nähe der marin-miocänen sudetisch-podoStrandlinie zu suchen wäre Während älteren Anticlinallinie war der untersarmatischen Stufe geneigt, entsprechend der Lage der damaligen Berdo —Narol abhängig die galizisch-podolische Abrasionsfläche Strandlinie, ist, welche — Krzemieniec Podolien von und zwar auf ihren Nordostflügel Der Rücktritt der untersarmatischen Gewässer hängt der Anticlinale Gotogöry in in der nach Nordosten geologisch entfällt Podolien mit der Hauptentwickelungsphase ursächlich zusammen Podolien im engeren Sinne liegt am Südostflügel di eser An ticlinale und podolische Abrasions fläche von nun an nach Südosten geneigt 'j Diese Strandlinie ist ist die nach Laskarew und Andrussow noch etwas weiter gegen Osten hin zu verlegen (An- drussow: Die südrussischen Neogenablagerungen, Lemberg, etwas März 1903 St Petersburg, I Theil, 1897, pag 209) download unter www.biologiezentrum.at 's X H c "o O 'sS, 0-1 d o > I II —3 Ol o r^s '3 o «O ; aj '^ o B « P -CO ciD'e o m oS o Ol 'S H Unteres Devon des Horstes O W c;H c N o Silnr (nach dem geologischen Atlas, Heft IX von Bieniasz, rebonstruirte Grenzen der einzelnen Etagen auf der sqhconomanen Oberfläche) ^ £ ä 'S S^ m |s 11 0) n o g^W ej Mi'ttleres Devon der wolhynischen Senkone £3 m o download unter www.biologiezentrum.at W Teisseyre: Paläozoischer Horst von Podolien (Taf download II.) unter www.biologiezentrum.at ... Borsukowa Göra 400 Sokolöw 415 Baryszkabach bei Porchowa 300 und Strypafiuss 160 Kuniszowce Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XV tti » » Zaturzj'n Dniester- m m » » Nosöw Koropiecfluss... abzulenken ursprüngliche Südwestneigung der Abrasionsfläche durch frühere (ukrainopodolische Beiträge zur Paläontologie Oesterreich-Ungarns Bd XV ?) und der ab- Störungen mibeirrtes Streichen 17... und seine Versteinerungen.) Akad d Wissensch., Krakau, Bd VI, 1881, pag 5, deutsch in: Beitr zur Paläontologie, Bd I, ^) Ueber vermuthliche durch Abrasionen nicht ganz verwischte Reliefs: Atlas
- Xem thêm -

Xem thêm: Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 015-0101-0126, Beiträge zur Paläontologie Öesterreich-Ungarns Vol 015-0101-0126

Gợi ý tài liệu liên quan cho bạn

Nhận lời giải ngay chưa đến 10 phút Đăng bài tập ngay