Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 95-0279-0313

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Ngày đăng: 04/11/2018, 17:34

Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at DAS AEROPLANKTON VON WIEN VON DR FRIEDRICH PICHLER AUS DEM PFLANZENPHYSIOLOGISCHEN INSTITUT DER K DER ZWEITEN FOLGE MIT VORGELEGT UNIVERSITÄT IN WIEN Nr 105 TAFEL DER SITZUNG AM IN K JULI 1917 12 Einleitung ob Die Streitfrage, untersuchen und sie es Urzeugung eine auf lebende Keime zu prüfen spontanea bekämpft wurde, so hat doch Wege die war der gibt oder nicht, Obwohl schon von Ehrenberg erst Anwesenheit von Infusorien und Pilzsporen in einigen gelưst und festgestellt, d es heutzutage höchstwahrscheinlich gebildet haben Seither lenkte Bedeutung sowohl, Lebewesen Carlsberg in Dänemark (22), Dresden 39) als nicht Hans Molisch mit der Aufgabe welche von G Bonnier teilchen, (49, 52), (3, man bald ihre große i./B (57), Vaxholm (51) Graz und Königsberg (56), in Wiener »plan k ton in Berlin (58), London anderen unternommen hat Stadtluft auf ihre (6, 7, Für mich Herr Hofrat schwebenden Staub Molisch atmospheriq\ie>\ von (38, »Aeroplankton« bezeichnet werden, zu untersuchen Mein Arbeitsplan war, sowohl die Algen- und Pilzkeime Bestandteile der Luft wie Pollenkörner, Pflanzenhaare, nicht nur von allgemeinem Interesse sind, berichte, landen mit Hilfe von Glyzerintropfen worüber statt, da als Stärkekörner sondern einige auch Untersuchungen dieser organisierten Partikelchen, sind, schon vorhandenen Keimen aus vorgenommen worden Daher als alle, Medizin und die Hygiene erkannte Zahl- für die betraut, die 13) p und daß gibt Orten, namentlich in Städten, wie Freiburg (18), Tokio Wien waren solche Untersuchungen noch Professor Dr auch wurden ah verschiedenen (30), Paris (35), St Petersburg (44), sich allgemeine Interesse auf diese Keime, da für die Gärungsindustrie als reiche Luftuntersuchungen 47), man das wurde auch diese Frage Urzeugung keine war schwer nachweisbar allein Erst durch die wichtigen Untersuchungen Pasteur's (42, 43) angeblich durch generatio spontanea entstandenen die generatio der Luft nachgewiesen Dadurch aber noch nicht das Vorhandensein der Bakterien, welche mit dem Mikroskope sind, erwiesen Forschem mit Sicherheit auf mikroskopischem 8) (6, eigentliche Anlaß, die Luft zu sie ich auch u für die im meist mit a., die anderen zu untersuchen, da letztere Hygiene Bedeutung haben Die ersten Teile meiner Abhandlung dem Mikroskope leicht Beim Untersuchen der mit dem Mikroskope schwer wahrnehmbaren Keime, wovon Denkschriften dei mathem naturw Klasse, 95 Band organisierten ich :!, erkennbar im zweiten Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 280 Pich ler, F Teile meiner Arbeit spreche, bediente mich passender Nährböden ich Petrischalen in Wegen des großen Umfanges, den die Arbeit bei gleichzeitiger Untersuchung auf Bakterien-, Schimmelpilz-, Hefe- und Algenkeime erhalten Auch war hätte, habe mich ich nur den Schimmelpilzen und Hefen beschäftigt mit immer möglich, es der gegenwärtigen Verhältnisse halber nicht wendigen Nährböden zu für die Bakterien not- die Deshalb werden Bakterien und Algen später behandelt werden erhalten Teil I Methodisches Um zu untersuchen, bediente man sich verschiedener die in der Luft suspendierten Staubteilchen Methoden Unger sammelte mit einem ganz reinen Fischpinsel den Staub (56) den Doppelfenstern eines unbewohnten Zimmers der Zeit von in ein Verfahren, das selbstverständlich nicht einwandfrei hatte, der sich zwischen ein, Ende Oktober bis April niedergelassen Dieser so gesammelte ist Staub wurde dann mikroskopisch untersucht Im Jahre 1860 veröffentlichte Pasteur Methode mikroskopischer eine (42) Diese beruht auf der filtrierenden Wirkung der Schießbaumwolle durch dieselbe gesaugt, hierauf die Schießbaumwolle und der Rückstand gelưst geeignet sehr einem Gemisch in gre Menge Luft eine von Alkohol und Äther auf- schließlich mikroskopisch geprüft Zur selben Zeit konstruierte Pouch et untersuchungen Es wurde Luftuntersuchung ist (46) Aeroskop, ein Durch einen Trichter wird welches in keineswegs aber für Luft- eine Glastrommel Luft eingesaugt, welche an einem unmittelbar unter der Trichterưffnung liegenden, mit Glyzerin benetzten Glasplättchen m vorbeistreichen Dabei soll ihre sie suspendierten Staubteilchen an klebrige Flüssigkeit die abgeben Dieses Aeroskop wurde später von Miquel (33) angeblich verbessert, doch, wie Petri (45, p 9) mit Recht bemerkt, eigentlich verschlechtert Im Jahre 1890 hat John Aitken (1) eine neue Methode angegeben, um Staubteilchen die der Luft quantitativ zu bestimmen Sie beruht auf der von ihm gefundenen Eigenschaft des Wasserdampfes, sich um feste Stäubchen zu kondensieren Wird nun zu untersuchende die eingeschlossen und der Wasserdampf darinnen künstlich übersättigt, so wo Tröpfchen aus, welche auf eine Glasplatte niedersinken, können Die Zahl partikelchen Tröpfchen der Gemünd (19) und ist später aber der gleich Wolodarski Luft der in (58) fanden nun, einem Behälter dieser in Gestalt einzelner fällt sie leicht mit einer Zahl in der Lupe gezählt werden befindlichen Luft Staub- daß der gewưhnliche Stren- dem Aitken'schen Apparat nicht mit- aber durchaus nicht genaue quantitative Staubuntersuchung beruht auf Gewichts- staub und Pilzsporen keine Kondensationskerne bilden, also bei gezählt werden können Eine andere, bestimmungen Es werden grưßere Mengen von Luft durch Baumwolle oder Wasser hindurchgesaugt, wobei die Staubteilchen «airückbleiben Es ist aber klar, Hierauf wird daß das spezifische Gewicht des die Gewichtszunahme dieser Staubes nicht immer gleich ist, Filter festgestellt so daß eine mit mineralischen Bestandteilen geschwängerte, relativ staubarme Luft eine grưßere Gewichtszunahme geben kann als er- eine staubreiche, aber mit leichten organischen Teilchen erfüllte Eine sehr einfache Methode wurde auch von beruht, daß auf schwarzen, glatten Flächen der Lupe wahrzunehmen ist Vorn er (40) ausgearbeitet, die auf der daraufliegende Staub Eine geschwärzte Harzmasse erwies sich partikelchen fest an ihr haften bleiben am leicht und Beobachtung deutlich mit einer geeignetsten, da auch die Staub- Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Aeroplankton von Wien Doch für qualitative die 60) für leicht erkennbarer einfachste und auch Mikroskope p und grobvergleichende Teilchen Es wird die beste Bestimmungen quantitative ein Molisch heit festzuhalten Ich bediente und immer Partikelchen handelte, sierte digenden Resultate die angeflogenen Staubteilchen mich daher dieser Methode, da ich mit Auch war erhielt mehr es mir um angenehme infolge der klebrigen Beschaffen- meinen Versuchen, insofern es bei (39, Tropfen konzentriertes Glyzerin auf einem reinen Objektträger einige Zeit der zu untersuchenden Luft ausgesetzt Das Glyzerin hat nämlich die Eigenschaft, nicht zu verdunsten dem grưßerer, mit Glyzerintropfenmethode von die ist 281 um sich grưßere, organi- dem Miquel'schen Aeroskop eine qualitative als quantitative keine befrie- Bestimmung der Staubteilchen zu tun Versuche und Es wurde von Anfang ging Ich April 1916 bis ihre Ergebnisse Anfang dabei so vor, daß ich auf einem Objektträger einen Tropfen (im Durchmesser sehr reines, konzentriertes Glyzerin gab und ihn auf und Universitätsstraße) straße Meistens schieden 1917 die Luft auf Staubteilchen untersucht April betrug dem Dache Am 24 Stunden zirka (Ecke Universität Schlüsse derselben wurde der Tropfen cm) Reichsrats- war nach den Witterungsverhältnissen auslegte Die Expositionszeit sie der mit ver- einem Deckglas bedeckt und mikroskopiert Das Ergebnis der Versuche war nun folgendes: Die Luft ist im Winter bedeutend staubärmer den wärmeren Jahreszeiten, was schon aus als in der einfachen Überlegung hervorgeht, daß ja die Pflanzen einen beträchtlichen Teil Auch durch ihre Haare und ihre Pollenkörner beitragen zum Staubreichtum sind die durch die Feuchtigkeit meist kotigen Straßen und die langandauernde Schneedecke schuld an der Staubarmut der Luft im Winter Deshalb finden wir im Glyzerintropfen in der kalten Jahreszeit immer nur nebst mineralischen Bestandteilen Ruß, Baumwollhaare, Leinenfasern, Schafwollhaare, Stärke, Teile von Haferspelzen und Stroh ich sagen möchte, die Grundlage; während des ganzen Jahres treffen wir die oben angeführten Partikel- chen an Die in Diese bilden, wie Was in dann noch dazu kommt, nach ist den der Luft suspendierten Staubteilchen zerfallen verschieden Jahreszeiten in zwei Gruppen: in anorganische und organische Unter den mineralischen Teilchen fand ich solche aus Quarz, welche scharfkantig und glas- hell sind und andere aus Feldspat und Glimmer, pflasters, die silberweißen kamen ưfters nach Su (54, p dessen vom Wiener 273) sowohl Kristalle von verschiedener vom dunkle Splitter Granit des Straßen- Sandstein herrühren sollen Außerdem Gestalt als auch ungeformte Teile von verschiedener Farbe (rot, dunkelblau, dunkelgrün) vor Überdies sind nicht selten Partikelchen von Mauerschutt, Mörtel und kleine Teilchen von Ziegelsteinen anzutreffen Die organisierten Bestandteile sind teils lebend teils tot Von den lebenden sind vor allem die Pilzsporen zu erwähnen Sehr oft kommen runde, kleine Sporen vor, welche meistens eine dunkelbraune oder grüne Farbe besitzen Die Konidien von Cladosporium sind nicht selten anzutreffen; einige Male waren sogar ganze Myzelstücke von dem erwähnten Pilze vorhanden, wobei ich ihn einmal begleitet von Dcmatiuni pullulans Zeit von Ende Mai bis Ende Juli enthielten meine Präparate oft, manchmal in vorfand großer Zahl, die begegnete ich zweimal Aerdem bestimmen konnte und deren Beschreibung Stabfưrmige, braungefärbte, mit zeigten ich daher bis Einzellige, elliptische, schwarze, die eine Einzellige, keulenförmige, I sich in noch folgendem gebe: Scheidewänden (kamen oft vor) Masse von mehreren Hunderten bildeten grünbraun gefärbte Einzellige, kugelige, braune, mit netziger und stacheliger Skulptur (Myxomycetes?) Zweizeilige, elliptische, braune (Diplodia?) der Sporen Sporen von Asteromehrere Sporen, die ich nicht von Coryneum Sie sind länglich, spindelförmig, braun und mehrzellig Auch den spurium In Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 282 Pickler, F Mauerförmige, braune, von länglichrunder Form Bei meinen Luftanalysen fand ich auch hie und da einzellige, kugelige Chlorophyceen (Plenro- coecus?) vor, einmal mehrere zu einem Haufen vereint Doch am häufigsten Blütenstaub der ist und zwar von Corylus und Almts bereits der erste Pollen, Menge grưßerer Von Anfang von fast Beliila und Carpinus von denen diese auf, Ende April vor April der Blütenstaub der Koniferen der Föhre, Fichte und bedeutend kleiner als der Fichtenpollen ihre' ist, ist Menge nahm dann Tanne d der Wald in Am aus Fưhren und Fichten besteht an treten die Pollen doch nur kommen ist die sich Am 13 von April (heuer: Föhrenpollen am Mitte Mai denen vor, der zahlreichsten Anfang Juni gänzlich verschwanden sie bis was sehr geringen Mengen, anzutreffen, in gegen bis bereits anfangs - darauf Umgebung von Wien, abgesehen vom Laubwald, zumeist 10 Mai (heuer: 25.) fand ich den ersten Roggen polten vor Er gegen Ende Mai und nahm hierauf allmählich ab Von Mitte der Maximum im Auftreten findet man ihn nur mehr selten erreichte sein ab, der um Beide Pollenarten waren allmählich öfters, unterscheiden kam' auch Mai Anfangs in und zwar zuerst der der Lärche Dieser rundlichen, dickwandigen Pollenkörnern, auf meistens ist Populus und Fraxintts, Menge Auch in beträchtlicher Tanne durch das Fehlen von Luftsäcken die Pollen der zurückzuführen Ersterer April (vorigen Jahres) der Luft vorhanden, in mehr oder minder Mitte Mai) trat der erste Fichtenpollen Auch waren vor doppelt so groß sind als jene Beide und darunter der von Befnla häufig besteht aus großen, vorhanden und der Luft in anzutreffen als letzterer Ihnen folgen die Pollen von Ulmus, die beiden letztgenannten oft in großer Zahl Juni an Phanerogamen anzutreffen (Pollen) der den der Schneeschmelze folgenden wärmeren Tagen (heuer (1917): nach Mitte März) findet sich In vor Dieser Pollen, ausgezeichnet bedeutende durch Grưße, Form und Stärkereichtum, kommt am häufigsten von den Gramineenpollen vor und ist in unserer Gegend wohl der Haupterreger des Heufiebers (60) Von Anfang Mai bis Ende September enthält die Luft Pollen von Wiesengräsern, am häufigsten zu Beginn des Juni, von Ende August an nur mehr sehr selten Ende Mai bis Mitte Juni fand ich auch den Pollen der Gerste, Ende Juni, anfangs ovale Juli daß Weizen- und Haferpollen, alle drei jedoch in geringer Menge Dies ist darauf zurückzuführen, in der Umgebung Wiens hauptsächlich Roggen gebaut wird Ebenfalls in kleiner Menge waren die Pollen anfangs von Fagus nach Mitte Juli anzutreffen 20 Pollenarten, April, die die ich leider nicht Von den toten von Oiiercus und Iuglans anfangs Mai und die von Urtica Außer diesen Pollen begegnete noch ich bei meinen gegen Luftanalysen bestimmen konnte allem die Pflanzenhaare zu erwähnen, da sie in den Menge vorkommen Als eines der ersten Haare fand ich das, welches von den jungen Blättern von Aesculus Hippocastaiium stammt Es ist fadenförmig, braun wärmeren Jahreszeiten und vielfach Teilchen vor sind in beträchtlicher gewunden Im Mai erschienen sehr die oft Samenhaare von schmal und hyalin sind und deren Grund mit Zähnen an dem Samen befestigt (Pappus) der Früchte von Taraxacum fand ich besitzen an beiden Seiten dornartige Fortsätze sind auch öfters Haare in der Luft, welche Streifung besitzen Ebenfalls vom Haare der Platane, welche Male einige Vom Wollfilz sind Sie Auch ist vielzellig, der Tussilago- welche Populus, lang, Haare die durchsichtig und und Popu!us-B\&tter dem Aussehen nach der Baumwolle gleichen, jedoch keine stammen die stern- oder astförmig verzweigten Wollfilz der Blätter aber auch von ihren kugeligen Früchten herrühren können ursachen häufig Husten und Augenentzündungen, was schon den alten Rennern erscheinen anfangs Mai (heuer: gegen Mitte Mai) und bis sind dann Sie ver- bekannt war gegen Mitte Juni fast (59) alle Sic Tage i '-' Die Daten beziehen sich, sofern kein besonderer Vermerk dabei Ich mưchte nur erwähnen, d ich im Juli lange nach der ist, immer auf das vergangene Jahr Blütezeit noch hie und da ein (1916) Folienkorn von l'intts vorfand, :; An dem spärlichen Vorkommen der Pollen bei diesen Pflanzen öfters Kleistogamie eintritt von Weizen und Gerste dürfte vielleicht auch der Umstand schuld sein, dal) Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at AeroplaiiMon von Wien / und anzutreffen häufig sogar bis 283 anfangs Oktober vorzufinden Die Platanenhaare gehören zu den Pflanzenhaaren, welche man noch im Herbste in der Luft findet Außer den erwähnten gibt es noch So sah ich in der eine große Zahl von Pflanzenhaaren, deren Bestimmung nicht möglich war Zeit von Mitte April bis Mitte Mai oft einzellige, gerade Haare, die an der Spitze meist U-förmig gebogen waren Ferner einzellige, gebogene Haare, welche häufig mit Höckern versehen waren, Zwiebelhaare und andere mehrzellige Trichome Alle diese treten namentlich im — Mitte Juni) am zahlreichsten auf Anfangs Oktobei verschwinden ebenso wie einzellige Frühjahre (Mitte April die Pollen die Haare aus der Luft Außer den Pflanzenhaaren sind in der Luft noch eine Menge von Pflanz enteilen Gewebefragmente von Getreidespelzen wie Stengelstücke, Blattfetzen, (sehr vorhanden, dem aus oft Rindenstücke, Blattepidermen, Gefäßbündel, Nadelholzfetzen, HolzRing-, Schrauben- und Netzgefäße, Bastfasern, Parenchymzellen ganze oder nur Teile derselben, losgelöste Schrauben- und Ringverdickungen u a m Fast in jedem Präparate kam Stärke vor, entweder einzelne Körner oder Klumpen, zusammengesetzt aus Gr- und Kleinkưrnern Merkwürdigerweise fand Ehrenberg (6, 7), was schon Unger Pferdemist stammend), gefäße Hoftüpfeln, mit (56, p 231) erwähnt, keine Stärke im Staub von Berlin Die Stärke stammte arten (namentlich Weizen); Was doch konnte auch ich Kartoffel-, meistens von Getreide- Leguminosen- und Reisstärke nachweisen tierischen Teilchen anbelangt, so traf ich öfters ganze Lebewesen an, und zwar: zwei Holzlaus (Psocus), eine Schildlaus, eine Blattlaus (Aphis) und einen Blasenfuß (Thrips) Auch Teile von Insekten waren nicht selten vorzufinden Einige Male sah ich in den Präparaten die fein steh Fiederchen, welche von Vogelfedern herrühren Auch Säugetierhaare Arten die der kommen nicht selten vor Der Farbe nach sind sie braun, weiß (Pferdehaare?) oder schwarz welche man immer Teile, — — ohne Unterschied der Jahreszeit in der Luft findet, sind Baumwoll- haare, Leinenfasern, Schafwollhaare und Seide Diese stammen von unseren Kleidern denen rot, sie sich fasern, Schlüsse bald in kleineren und Bei allen Untersuchungen traf ich Baumwollhaare sehr häufig auch Schafwollhaare, doch nur selten Zum bildet oft von durch die beständige Abnützung loslösen Sie sind entweder farblos oder schwarz, blau, gelb oder violett gefärbt grün, her, ist noch ein Bestandteil Seide zu erwähnen, der jedem Präparate, in Mengen vorkommt, nämlich R Dieser stammt runde Kugeln oder Kưrner; auch und Leinen- teils läßt er häufig seine bald von der Kohle Herkunft in teils grưßeren, vom Holze vom Holze durch die noch deutlich wahrnehmbare Struktur erkennen Aer diesen erwähnten Bestimmung unmưglich Teilchen finden sich aber in der Luft noch zahlreiche, deren genaue ist II Teil Methodisches Es gibt zwei Methoden, Sedetions- und um die Filtrier- oder Röhre, ein zirka 60 cm der Esmarch'schen Rollröhrchen stimmter heran Eine Abart der beschickt Die Keime zu ermitteln: die Absetze oder Aspirationsmethode Eine Vereinigung langer und bis Menge durchgesaugt (24) die in der Luft enthaltenen cm beider ist die Hesse'sche weiter Glaszylinder, welcher mit Nährgclatine nach Art ist Durch diesen wird die zu untersuchende Luft Keime setzen Aspirationsmethode sich auf der Gelatine ab ist auch das von Giacosa angewandte Versuchsverfähren Sie benützten bei ihren Luftuntersuchungen röhren, welche sterilisierte Nährgelatine enthielten in be- und wachsen zu Kolonien (20) luftleer und Ficker (,11) gemachte Probe- Durch Abbruch des einen zugespitzten Endes der Kprouvetten wurden diese im Momente der Untersuchung mit der zu bestimmenden Luft gefüllt Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 284 Aspirationsmethode Bei der welches die Aufgabe Filter, entweder eine Nährlösung 53), Pichle r, F hat, die (4, wird eine bestimmte Menge Luft durch ein flüssiges oder festes Keime zurückzuhalten, hindurchgesaugt Als wurde Flüssigkeit 32, 35), flüssig gehaltene Nährgelatine, welche später erstarrte 26, 50, (3, oder Wasser, welches dann mit einer Nährlösung, beziehungsweise mit Nährgelatine versetzt wird Als festes Filter wurden entweder (37), benützt oder unlösliche wie Sand (45), Glassand Sedetionsmethode werden Bei der Zucker wie Stoffe lösliche Natriumsulfat (36) (15), Glaswolle (15) verwendet (10), Petrischalen, welche mit Nährgelatine beschickt sind, frei eine gegebene Zeit hindurch der Luft ausgesetzt (48, 49) Die meisten Forscher, namentlich Petri wohl ist zu nicht doch sind bestreiten, nun der Ansicht, daß Bestimmung der Luftkeime weit genauere Resultate für die quantitative Dieses sind (45), ausgeführt werden, keineswegs zu verwerfen Denn auch von Fehlern, was schon der Umstand beweist, daß keit des Aspirierens herrscht keine Einigkeit ist, fordert Petri (45, p 15) in mich bediente bei meinen nach der Sedetionsmethode nicht ist völlig frei Forscher, der sich bei seinen Luftunter- Bezug auf erfand Selbst in Während Pawlowsky (44) für einen die Schnellig- langsamen Aspira- einem seiner fünf Punkte, denen eine gute Aspirationsmethode genügen m, mưglichst schnelle Entnahme der selbst Absetzmethode als die liefere die Filtrationsmethode fast jeder suchungen des Aspirierens bediente, eine »neue Methode« tionszug welche die Versuche, die Aspirationsmethode Versuchen Luft der Beide Verfahren lassen Schalenaussetzmethode, sich und rechtfertigen Ich zwar aus folgenden Gründen: Besitzen wir, wie oben erwähnt, keine ganz einwandfreie Aspirationsmethode Ist die Filtriermethode umständlich überhaupt nicht durchführbar, da, um und in belebten und verkehrsreichen Straßen schwer oder genaue Resultate zu erlangen, grưßere Mengen (50 bis 100 /) von Luft durchgesaugt werden müssen Dagegen ist die Absetzmethode einfach und bequem und es lassen sich daher an verschiedenen Punkten, wie auf dem Dache, auf der Straße, Parkanlagen, weit vom Laboratorium entfernt, ohne jede Hilfs- Untersuchungen ausführen Diese Methode kann außerdem auch zu vergleichenden quanti- mittel leicht tativen in Bestimmungen herangezogen werden, da sind Während man volumen vorhanden bei die Fehler der Aspirationsmethode man durch ermittelt, doch bei wieviel allen Keime Versuchen in ziemlich gleich einem bestimmten Luft- viel Keime in einer bestimmten Fläche auffallen Ja Kowalewsky (28) empfiehlt geradezu das ruhige Niedersinkenlassen der Keime aus der Luft bei vergleichenden Bestimmungen und zieht es dem sind, erfährt Absetzmethode, wie die bestimmte Zeit auf eine Aspirieren vor Versuche und ihfe Ergebnisse Meine Untersuchungen wurden durch ein ganzes Jahr, und zwar von Mitte April April 1917 ausgeführt Vorher hatte ich zur Orientierung durch Für meine sämtlichen Untersuchungen diente mir, Hache ungefähr 70 cm / Nährboden erste, cm3 100—150 gr Gelatine erwies sicli bei Aussetzung von sogenannten Der Durchmesser dieser Schalen ist zirka 10 cm, zwei Nährböden A, bestand aus: 1000 Hitting A W die betrug Meistens verwendete ich bei einem Versuche zu gleicher Zeit Der IUI bis Mitte # Monate Vorversuche durchgeführt wie schon erwähnt, Petrischalen, die mit Nährgelatine beschickt waren so daß die l den Vorversuchen für Bierwürze, Gelatine Schimmelpilze • bei weitem geeigneter als Agar-Agar Vgl.' auch Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 285 Aäropiankton von Wien Nährboden Der zweite, B, hatte folgende Zusammensetzung, von Saito die der (49, p 6) ähn- war: lich Pepton Rohrzucker Liebig's Fleischextrakt gr Konzentr Zwiebeldekokt 10 cms wenige nur auf letzterem Spur 10 aufkamen Bakterienkolonien kamen meistens mehr Kolonien -empfindlicherô, das heiòt es Gelatine Diese beiden Nährböden waren elektiv für Schimmelpilze und selten, 90 cur Leitungswasser gr I da Hefen, auf erwies Dieser — 15 höchst ersterem sich auch stets Doch war auf beiden auf gr als eine üppige Entwicklung zu konstatieren Nach der Aussetzung wurden unter einer Glasglocke bei Zimmertemperatur auf- Schalen die bewahrt und die entwickelten Kolonien gewöhnlich nach auch früher oder derten, später, abgezählt derselben Woche, wenn Umstände es aber die erfor- und bestimmt Lage und Höhe Die Versuche wurden an drei Orten, die durch an verschieden waren, aber immer und zwar: Stelle ausgeführt, Auf dem Dache der Universität, Ecke Reichsrats- und Im Türkenschanzparke Universitätsstraße an einer geschützten (18 Bezirk) Stelle, einen halben Meter über dem Boden Auf der Alserstraße, gegenüber dem Allgemeinen Krankenhause, Meter über dem Straßen- pflaster wurden auch meistens zur selben Die Versuche und vall h Zeit und zwar auf dem Dache gemacht, Alserstraße zwischen 4\ Zwischen dem Versuche auf dem Dache und dem auf der Straße war meistens ein Inter- zwischen 12 und l Türkenschanzparke im , von höchstens Stunden, da zwischen und Aussetzen ein gleichzeitiges 3' und den an der in drei Punkten verschiedenen auf Schwierigkeiten stieß Die Ergebnisse meiner Versuche habe ich Tabellen, vier in welche sich im Anhange meiner Arbeit befinden, zusammengestellt Ich möchte zur Erklärung derselben folgendes sagen: In der Kolonne Nährboden k k bezieht sich die Angaben der Rubrik B Die Zentralanstalt für Meteorologie Wissenschaften Ziffer die in Wien um Ablesungen Zahl der Kolonnen (immer Ortszeit), 16, 15, bezeichnet in Nährboden A, der Buchstabe der 23 und 25 gibt die Mitte berechnet aus den Ergebnissen auf den Nährböden Aus diesen Tabellen geht so In die Luft ist tUi A und ist = Absolute Z.'= P * ^ x — o SC " > ] 84 85 86 l i 1 87 1 2 89 ! ! i • 94 • l • 96 i i 118 i 99 i i " ' i " 1 I ' H>7 KW t 1 i H : 10 • 1 ' i Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at AeropJankton von Wien 309 D Artenname N CO 03 d in Versuchsnummer d V) d r, | tu 3 1 121 i 122 123 124 125 10 C d d E !S V) CO £t "2 tu "3 * 0? 1 — — — 120 127 CD 1 •> Co O in y D o d c/> CD d d 1 1 217 218 1 219 220 221 = 10 - 1 222 223 224 - 225 226 - 227 228 220 230 1 1 231 232 20 233 234 235 1 19 1 230 237 > 238 239 240 1 Denkschriften der mathem.-naturw Klasse, 1 05, Band, II Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at / Pichler, D : Vrt« _ _ = d E i i S - I s - = ~ *" \, V \ 5» I £ X J & S I I x d? ' ' g i Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at AeropJankton von Wien 313 Tabelle über die durchschnittliche Keimzahl Dach in jedem Monate Türkenschanzpark Straße Monat G April, Hälfte II P k' 31 K H K G K 18-6 15 12 ' Mai 31-1 24-7 Juni 86 71-2 Juli 18-8 17-2 August 32 26 September 29-7 22-4 Oktober 14 1 November 14 1 Dezember 13 Jänner 13-2 Februar Hälfte I H K G K P 240 46-7 K 23-3 18-4 4-9 43-9 7,6 27 31 125-7 70 7,5-7 -6 8-5 77 -5 40 7-7, 8-5 • ( 88 35 -4 92-8 35 21 20-2 0-7 78-1 27-5 0-7 147-1 21-4 125-7 2-5 143-1 21-8 121-2 • 12-5 • 3-7 4-6 3-3 15 18-3 53-3 18 10-7 24 P • -3 7'4 3-8 •I 67, • 140 Türkenschanzpark K II K G K P K • 11 K G K P 26-9 18-2 8-6 i Bei einer Expositionszeit von 10 Minuten 14-5 48-2 126-7 2-4 12-1 103-8 auf einer Fläche von zirka 70 30-3 i
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