Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 6-1-0065-0098

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Ngày đăng: 04/11/2018, 17:13

bio div ers ity lib rar y.o r g/; ww w bio log iez en tru m at 05 p:/ /w ww DIE PAXZERWELSE He rita ge Lib r ary htt DES K K HOF-NATURALIEN-CAB1NETES ZU WIEN ive rsi ty I ABTHEILUNG: Th eB iod LORICARINAE nlo ad f rom VON PROF DP RUD KNER, na lD ow CORRESPONDIRENDEM MITGLIEDE DER KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN rig i (MIT VIII TAFELN.) Ca mb rid ge ,M A) ;O (VORGELEGT IN DEB SITZUNG DER MATHEMATISCH-NATURWISSENSCHAFTLICHEN CLASSE AM XXI JANNER MDCCCLIH.) Dig itis ed by the Ha rv ard Un ive rsi ty, Er ns t Ma yr Lib rar y of the Mu se um of C om pa tiv e Zo olo g y( 'orliegende Arbeit umfasst die im k k flof-Naturalien-Cabinete aufbewahrten, grosstentheils von 0s - Natterer in Siid-Ameriea gesammelten sogenannten Pauzerwelse Der Fleiss dieses als tfichtijr ekannten Sammlers erzielte bei dessen langjiihrigem Aufenthalte in jenen unerschopflich scheinenden Lan(er «, und iusbesondere in Gegenden, welche von andern Naturforscbern nur selten oder fluchtig besucht burden, eine reicbere Ausbeute an derartigen Fiscbcn, als mindestens nacb den wiasenschaftlichen Vora 8'«» zu urtheilen, irgcnd ein anderes Museum besitzen diirfte Mein bocbgeebrter Freund, Herr Akad eckel gostattete mir mit grosster Zuvorkommenheit die Untersuchung der vorbandenen Arten, und die gebmsse derselben durften der VerSffenth'chung nicbt unwerth sein, und wcnigstens den Zweck erfullen a Aufmerksamkeit der Zoologen auf diese interessante, noch zu wenig bcachtetc Gruppe von Fischen zu •ten, und als Beitrfige zur weitcren Kenntniss derselben zu dienen Denn meine Untersuehungen konnten sich vorziighch nur auf die iiusseren Formverhiiltnisse erstrecken die Mebrzahl der fndividuen zwar im hiesigen Museum in Weingeist aufbewahrt ist, jedoch fast alien die mgeweide fehlen Der innere Bau musste daher (einzelne Notizen abgerechnet) vollig unberiicksichtigt Cl en SpaterenForschungen stent hierin noch ein weites Feld offen, indem die Angaben audi aller iibrie oearneiter dieser Familie in dieser Hinsicht noch iiusserst luckenhaft oder ungenau sind Die grossc Histoire des poissom von C u vier-Valenc ien nes ist allcrdings audi beziiglich dieser me das llauptwerk, doch wird Jedcr, der dasselbe zur land nimmt, die Richtigkeit der so eben ausgespro-• nen Behauptung nicbt bcstreiten konncn Die allgemeine Beschreibnng des innerenBaues ist sehr diirftig, eschlechtsverhaltnisse und Unterschiede, der Entwickelungs- und JugendzustSnde gescbieht gar keine Wannung, und selbst bei deni noch am ausfuhrlichsten geschilderten Skelete bleiben cinige wesentliche ^genthuinlichkeiten dunkel oder unerwiihut Auch in Betreff der systematischen Anordnung liisst das Oenkschriften dei- mathem.-naturw Cl VI 13d !l 60 II Kner Dig i tis e db yt he Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se u m of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo a df rom Th eB iod ive rsi ty He ri tag eL ibr a ry htt p:/ /w ww bi od ive rsi tyl ibr ary or g/ ;w ww bi olo g iez en tru m at genannte Wcrk Manches zu wiinschcn tibrig, indem nicht selten Eigenschaften als Unterscheidungs-Merkmale beniitzt werden, die sich bei sorgfaltiger Vergleichung mehrerer Individucn keineswegs als verliisslicli herausstelleu Ich halte es demnach fiir meine erste Aufgabe, einige allgemeine Bcnierkungen iiber diese Fiscke vorauszuschickcn, hiebei mich aber vorziiglich nur auf solche Punkte zu beschrilnken, welcbe higher tbeils zu geringe, theils kerne Beachtung fanden, und dann zuniichst sowobl jcnc naturhistorischen Eigenschaften hervorzuheben, die sich nach meinen Untersuchungen als brauchbar fiir die Charakteristik ergeben, wie auch jene, die als unverlasslich und schwankend sich zu diesem Behufe nicht tauglich bewahren Vor AUcm ist jedocb noting sich iiber den Inbegriff der als Loricarinen bezeichneten Fisclie zu verstandigen Als solche werden bier alle mit nur einer Riickenl'losse versehenen Panzcrwelse bezeichnet, derennahere Charakteristik jedocherst spater angegeben werden kann Valenciennes nimmt zwar unter die Merkmale dieser Gruppe auch den abgeplatteten Kopf und das mit Barteln besetzte Mundsegel auf, Spix-Agassiz noch ausserdem die Bcscbiblerung und Zahnbildung; alle diese Merkmale scheinen mir aber zurUnterscheidung der inPrage stehenden Gruppe nicht wesentlich zu sein Denn allerdings besitzt die grosse Mehrzabl den platten Kopf und stark niedergedriickten Schwanz, die neuc Gattung Acestra hingegen, die gleichwobl von dieser Gruppe nicht zu trennen ist, macht (lurch ihre an die Gattung Syngnathvs mahnende Korperform hievon cine Ansnahme Die iibrigen als Merkmale hervorgehobenen Eigenschaften, wie Mundsegcl, Barteln, Bescbilderung und Zahnbildung sind dieser Gruppe nicht aussehliesslich eigen, kommen vielmehr auch anderen zu, und sind daher nicht fiir sclbe allein als bczeichnende anzusehen Indem ich mich nun den allgcmcincn Betraehtungen zuwendc, mag zuerst der aussern Bedeckung Erwahnung geschehen Diese besteht nainentlich an der Obcrseite des Kopfes, dem lliicken, Schwanz und den Seitcn des Rumples theils aus Schildcrn verscbiedener Form und GrBsse, tbeils aus sehienenahnlichen Stiicken Die Unterseite des Kopfes ist bald nackl, bald seitlich und vor dem Munile zum Theil ebenfalls mit Schildchen besetzt Dessgleichen werden Brust und Bauch meist dicht von kleineren, polygonalen Schildcrn bis nahe vor die Analgrube bedeckt, die Unterflache des Scbwanzes nebmen aber wieder breitere Querschienen ein — Die Aussenfliiche aller Scbihler und Scbienen ist mehr oder minder rauh, haufig Ireten am Oberkopf und Biicken fein gezahnelte, mitunter cbarakterist.iscbe Leisten vor Fast immcr erbebcn sicb aber beiderseits am Rumpfe zwei nach riickwarls convergirende solche Leisten oder Kiele, diirch welcbe der Umfang des Leibes und (lessen Querschnitt winkelig erscheint, und die am Scbwanzc hart an einander stossend, die scheinbar einfache, scharf gezahnelte Seitenkante desselben bilden J)ic Substanz der Schilder ist knocbeniihnlicb, hart und briichig, unterscheidet sich aber (lurch ihre chemische Zusammensetzung von echfer Knocbensubstanz (lurch auffallend grossen Gehall an phospborsaurem Kalk Das an ein Uautskclct, an wabre Hauptknochen mahnende Ansehen dieser Schilder veranlasste mich mimlich, selbe einer chemischen Analyse zu unterwerfen Fine solche wurde im Laboralorium mcines gechrteu Freundes, Prof Jos Red t e nbacher, vorgenommen, und ergab 80% phosphorsauren Kalk ohnc alien kohlensauren Kalk und andere fixe Bestandtheile 1) Dies iiberraschende Resultat bcwog mich, eine gleiche Analyse von noch einigen anderen Fischschuppen und Schildcrn mir zu erbitleu Ich wahlte hiezu: Schuppen von Polyplerus bichir, Schilder von Oetracion cubicus, Acipenser ruthenus, *) Kino etwas grossere Quantltat (3 Grammen) derselben Schuppen (von Lor laeviuscula) wurde auch (lurch Ilerm Dr v F6rati untcrsuclit Dcrselbc bind /.war glcichfalls den phosphorsauren Kalk uberwiogond , dagegen aher auch kohlensauren Kalk und Magnesia in nicht unhedeutender Menge Diese ahweichenden Angahen inachen eine nochmahligc Analyse nothig, deren Resultat in der II Ahlhcilung (die Hyposlomiden) nacligetrageu werden wird 67 Die Panxerwehe des k k Hof*Naturalien-Cabinetes zu Wien ww w bio lo gie ze ntr um at Schuppen von Dactylopterus communis und von Cyprinus carpio Die Analyse derselben wurde gleichfalls im Laboratorium lied ten bacher's vorgenommen, und seiner giitigen Mittheilung verdanke ich folgende Ergebnisse; bei lufttrockener Substanz zeigten die He rita ge Lib rar yh ttp ://w ww bio div ers ity lib rar y or g/; Schuppen von Cyprinus (die jedoeh nicht vollig troeken waren) in 100 Thellan lixen davon PO,s CaO und MgO , CO, CaO , CO., MgO B«ok»f»nd 11-33 Spuren 4- 4-03 16-12 27-99 + 7-01 — „ „ Dactylopterus 36-84 32-98 •f 4-32 — Schilder „ Acipenser 38*32 38-79 43-23 4- 3-93 — „ „ Ostracion 41-48 + 9.14 — „ „ Polypterus 31-70 30-0 30-0 (nach Redtenb.) „ „ Loricaria 48-30 32-0 + 12-43 — „ (nach v Ferstl) Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig i na lD ow nlo ad fro m Th e Bio div ers i ty Obwohl die beiden Analysen der Loricarienschilder bedeutend differiren, so erhellt doch aus der vorsteheiiden Reihe, dass sie den Emailschuppen der Ganoiden zuniichst stehen, und ausser diesen nut den Hautschildern der Sclerodermi am mcisten iibercinstiinmen Diese durch die chemische Zusammensetzung ausgedrtickte Verwandtschaft in den Hautgebilden gibt sicb auch durch rnehrere andere Eigenschaften kund, indem die Loricarien namentlich in Totalgestalt, Stellung des Mundes, Form der Ko])fscbilder u s w insbesondcre an Store maliucn (denen sie Gronovius auch beizahlte) Vogt vergleieht sogar (s dessen zoolog Briefe) die alien Loricarien eigenthumlichen Stiitzschilder ftn der Rasis der Scbwanzllosse den rbomboidalen Schuppen am Sclivvanze von Acipenserinen, und wenn 'lies auch vielleicht mit Unrecht gescbiebt, so bietet docb die fast bei alien Loricarien vorkommende Verliingerung des oberen Caudallappens eine Ahnlichkeit mehr mit jenen dar Ubrigens bin ich weit entfernt, die Panzerfische etwa fur Ganoiden zu halten, sondern bebe alle diese Punkte nur hervor, um nachzuweisen, dass selbe mindestens mil, den echten Siluroiden nicht fiiglich zu Einer Familie vereinigt bleiben konnen Hier scheint es auch am Plalz, zuniichst noch einige Eigenthiimlichkeiten auzufiihren, die mit der ausseren Bedeckung in Zusammenhang stehen Eine solche besteht in einer von Schildern frei bleibenden, nackten llautstelle, die sicb jederseits iiber den Brustilossen zwischen den vorderen Seitenschildcrn nenndet Sie verdient theils wegen der Bestandigkeit ihres Vorkommens bei alien Loricarinen, theils des Utnstandes halber Erwahnung, dass die Seitenlinie vor ihrem Ubergange in die Kopfcaniile hier stets mit einem grosseren gablig abstehenden Rohrchen miindet Was nun die Seitenlinie selbst betrifl't, so ist es vor allem auffallend, dass weder Cuvier» alenciennes, noch Agassiz derselben eiwiihnen Nur bei Rhinelepis slricjosa fiihrt Valenciennes Sis „seul vestige de ligne laterale" an, dass die dritte Reihe seitlicher Schuppen einen in der Mitte leieht ausgcschnittencn Rand bcsitze Und dennoch ist bei alien von mir untersuchten Loricarien eine Seitenlinie vorhanden, wenn auch, besonders bei ausgestopften Exemplaren ofters leieht zu iibersehen Sie setzt namlich von der erwahnten nackten Hautstelle beginnend liings der oberen Scitenleiste derart fort, dass sie hintcr und etwas unterbalb des Randes aller Schilder diescr Reihe mit einem kurzen, schief abgehenden Rohrchen miindet Je mehr die beiden Scitenlcisten sicb cinander niihern , um so kiirzer werden zwar die Rohrchen, verschwinden aber nicht, sondern kommen nur immer mehr mitten zwischen jene zu liegen, und w erden von den zwei langern Dornen, in welche die Leisten jedes Schildes nach riickwarts enden , iiberPagt An den Seiten des Schwanzes legen sicb zwar beide Seitenkiele hart an cinander, ohne jedoeh zu einer einfachen Seitenkante zu versclimelzen, wie Valenciennes dies angibt, indem er p 403 sich 9* 08 B Kner the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se u m of C om pa rat i ve Z oo log y( Ca m bri dg e, MA ); O rig ina lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He ri tag eL ibr a ry htt p:/ /w ww bio div ers ity l ibr ar y.o rg/ ;w ww bi olo gie ze ntr um at ausdriickt: „les cotes en sont simplement tranchans etdcnteles" DieEndrohrchen desSeitencanalslassen sich zvvischen der doppelten Dornleiste bei alien Weingeist-Exemplaren bis zumletzten Schwanzringe erkennen Dessgleichen setzt sich der Seitencanal audi in gewohulicher Weise am Kopfe fort, ist aber daselbst allerdings schwieriger zu verfolgen Am deutlichsten ist sein Verlauf an den unteren Augenrandscliildern, in deren Zvvischenraumen derselbe mit einfachen Bohrchcn miindet, und kurze Seitenzwcige ahgcbend, sich ofters bis gegen die Schnauzenspitze deutlich fortsetzt Ob diese seitlichen Kopfcamile audi in alien Fallen am Hinterhaupte aiiastomosiren, muss noch unentschieden bleiben, da sic bier ebenso wie zum Thcil die seitlichen in die Subslanz der hartcn Kopfschilder selbst eingesenkt und daher nicht wahrzunchmen sind; jedoch bemerkt man z B bei Loricaria cataphractu u a A drei einfache Poren, von vvelcben eine in der Mcdianlinic des Hinterhauptes und je eine hinter jedem Auge liegt; daselbst reicht audi ein Zweig bis gegen die Nasengrube ') Ferner mag hier zunachst des eigcnthurnlichen, mehr oder minder grossen rundlichen Loches Erwiihnung geschehcn, welches iiber der Basis jeder Brustflosse in der daselbst nacktcn Haut unmittelbar unter den vorderen seitlichen Brustschildcrn sichtbar ist, sicb bei alien Gattungen und Arten dieser Gruppe (mit alleiniger Ausnahme von Lor laeviuscuh) voriindet, und das ich als Porus lateralis s.peetoralls bezeichne Es liegt an derselben Stelle und zcigt die gleiche Form und Grosse wie jenes, das von Agassiz, Spix und Valenciennes als Eigenheit der Gattung Cetopsis erwahnt, und von ersteren audi abgebildet wurde Es ist daher bef'remdend, dass keiner dieser Forscher das Vorkommen dcsselhen bei Loricarien anfiihrt, wahrcnd es doch z B gerade bei der von Spix zuerst beschricbenen Art: Lor roslrata grosser als bei fast alien andern, und so weit ist, dass man durch selbes bis an den Grund der Hohlung, zu welchcr es den Eingang bildet, sehen kann 8) —Als eine glcichfalls constanteEigenthumlichkeit dieser Fische ist ferner in Betreff der Augen, deren Stellung, Grosse und hinterer Bandaussclinitt iibrigens sehr veriinderlich sind, die Form der Pupille hervorzuheben Bei samintliehen, vvohlerhaltenen Weingeist-Exemplaren aller Gattungen fand ich ntimlich dieselbe in Gestalt eines liegenden Halbmondes, der durch die hellgliinzende Iris scharf abgegrenzt erscheint Horner und Concavitat dieses Halbmondes wechseln zwar bedeutend, nie jedoch fand ich eine ovale oder rundliche Pupille Audi schon Jos Natterer bemerkte diese eigenthiimliche Form des Sehloches, und ich linde sie in den von ihm wahrend seiner Beise niedergeschriebencn Notizen, die mir ebenfalls durch Herrn Heck el's Giite mitgetheilt wurden, mehrt'ach erwahnt und fliichtig abgebildet Was die Mundbildung anbelangt, so stimmen alle Arten (lurch das Vorhandcnsein eines ausscren Mundsegels (voile) iiberein, (lessen Ausdehnung und Form aber eben so wie die Liinge der seitlichen Barteln oft bei ciner Species variirt Audi die innere Auskleidung der Mnndhohle ist nach den Arten verschieden; ein breites, quer ausgespanntes Gaumensegel ncbst nocb anderen Hautlappen kommt aber Allen zu In Hinsicht der Bezahnung ist im Allgemeinen zu bemerken, dass die vorhandenen Ziihne stets nur von den immer in zwei Halften getrennten Zwischen- und Unterkiefern getragen werden; die zu knochernen Stiitzen der Eckbarteln umgebildeten Oberkiefer tragen nie Ziihne, und bei einer Gattung (Hemiodon) by J Dig itis ed ) Das System der Seiten- und Kopfcaniile i'ehlt zwar, dem Oesaglcti %\\ Folge, audi den Panzerwelaen nicht; bei den grossen, nackten Silurolden erreicht es aber einen ausnehmend hohen Grad der Entwlckelung, indcm es sovvohl am Kopl'e ein vlelfaoh vcr/.weigtes Nel/< von dicken, kniicbernen Caniilen, wie aucb an den Seiten zahlreicbe Veriisteluniren gegen den Unterbaucb bildet a ) Dieses seilliche Loch kommt iibrigens nicht bloss den Loricarinen la, sondern audi noch vielen Silurolden der alien und neiien Welt, und erreicht bei mauchcn grossen Arten z Ii von Pimelodug , Ilar/rus u a A oft eine helrachtlichc Weile: dagegen lehlt dasselbe alien, den Loricarien iibrigens viel naher stehenden Uypontomiden Die Deutung des Zweckes dieser Miindungen muss cinslweilen unterbleiben, bis selbe anatomisch niiber untersucht sind, und bis die der/.eit noch unbekannte ICntwickcliingsgi^schicble dieser Flflchfi (bei der sich vielleicht eine IJe/,iehung derselben zu den Athmungs-Organen herausstellen diirfte), indglicher Weise hieriibcr Aufschluss geben wird 00 Die Panzerwehe ties k k Hof-Naturalien-Cabinetes zu Wien Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of C om p ara tiv eZ oo log y (C am bri dg e ,M A) ;O rig ina lD ow n loa df rom Th eB iod ive rsi t yH eri ta ge Lib rar y htt p:/ /w ww bio div ers ity lib rar y org / ;w ww bi olo gie z en tru m at bleiben auch die verkiimmernden Zwischenkiefer zahnlos Die Zahne selbst stehen stets in Einer Reibe, sind ineistens borstenahnlich fein, biegsam, und an Hirer gevvohnlicb getheilten oder loli'elforniigen, briiunlich gefarbten Spitze nach einwarts gebogen Ubrigens sind sie tbeils echte Winkelzahne (Goniodontes), d b mit eincm wagrechten Basalstiicke versehen, tbeils sitzen sie ohne solcbem auf den Kieferriindern fest Nahere Angaben iiber die Bezahnung konnen daher auch erst iin speciellen rriieile gegeben werden Die Fiosscn sind ihrer Strahlenzahl nach nur geringen Anderungen unterworfen, mehrl'achen dagegen in Bezug ihrer Stellung, wie auch der absoluten und rclativen Liinge und Starke ihrer Strahlen Meist stehen die Bauchflossen ziemlicb genau der Riickenllosse gegeniibcr, nur bei einer Gattung (Acentra) ist letztere der Afterllosse gegenstiindig Gewolinlich verliingert sich der erste Strahl des oberen Caudallappens mehr oder minder fadenfSrmig, und meistens sind auch der erste Brnst- und Baucbllossenstrabl cbenl'alls ctvvas verliingert, und zugleich die dicksten und raubesten aller Flossenstrablen Nicht selten werden ihre Rauhigkeiten , so wie auch jene an den Deckelstiicken und Randscbildern des Kopfes zu langern, aufstehenden Borsten, Stacheln oder Zahnen, die in der That unwillkiirlich an jene des Mundes mabnen, indera sie ebenfalls biegsam, oft gegen die Spitze braun oder weingelb gefiirbt, und mitunter selbst lofl'elartig verbrcitcrt sind Auch schon Valenciennes bemerkte die Ahnlichkeit dieser Hautgebilde mit den Zahnen, indem er c pag 4S6 sagt: l'interopercule dans quelques especes porte des epines pointues et crocbues, assez semblables aux dents du poisson" , wobei er zwar wahrscbeinlich nur die Ilackenbiindel am Zwischendeckel mancher Ilypostomen im Auge hatte, die aber hiking weit weniger Ahnlichkeit mit den Zahnen des Mundes dieser Fiscbe zeigen, als die oben erwiihnten *) Von den iiusscrlich wabrnehml)aren Organen ist im AUgcmeincn nur noch die Analgrube anzufiihren Sie liegt stets in einer liinglichen, nackten Vertiefung mehr weniger nahe vor der Afterflosse, und scheint bestimmte Geschlechtsunterschiede darzubieten Jedoch bei dem Umstande, dass die meisten Exemplare, und zwar oft bis zu ihr aufgeschnitten und die Eingeweidc herausgenommen sind, war es mir bisher nicht moglich, viillige Sicherheit iiber jene zu erlangen J}ci vielen gut erhaltenen Weingeist-Exemplaren fand icb aber, dass mancbe Indiriduen in der Analgrube eine vorragende Papille besassen, andere dagegen nicht Dass erstere Manncben, letztere Weibchen sein diirften, dafiir spricht mindestens eine Beobachtung an cinem Individuuin von Lor laeiriuscula, das sich durcb die noch vorhandenen Eiersiicke als Weibchen erwics, und ohne Papille in der Analgrube war Eine Kloakenbildung scheint menials Statt zu linden, denn meistens und namentlicb bei alien unsern zablreichen Individuen der Art Lor laeviuscula vermochtc ich deutlich zwei durch eine hautige Scbeidewand getrennte Mundungen zu erkennen, von denen die vorderc und griissere der After ist, die hint ere aber Geschle chtsmii ndung zu sein scheint Leider geschieht in Natter er's Rcisenotizen etwaiger iiusserer Sexual-Unterschiede gleichfalls Dirgends Erwahnuntr — In Hinsicht des inn erei: B a uc s konnen aus dem schon friiher angefiihrten Grunde den bisherigen mangelhaften Angaben nur wenige Notizen hinzugefugt werden Sie betreffen bloss allein den 1) arm canal und die Eierstockc Valenciennes sagt beziiglicli des ersteren auf p 457 nur ganz kurz: „Ieur intestin varie de forme et de longueur" Vogt dagegen (Zool Briefe, Bd., S 148) fuhrt als allgemein an, dass der Magen dieser Fiscbe cinfacb, ohne Blindsack und der Darm vielfach gewunden sei Letzteres kann ich wenigstens ) Spix ftussert sich iiber die Zahne der Loricarien auf S in einer Anmcfkung: „I)entes in genera eodem typo format) videntur, ' extremltateg et eorum tegument a ex gr eitremitates Pythonii et dentes Serpentlum, angola Mammalium et dentes lamellosi eorum." Pa«»t man die embryonale Bntwickelang ins Auge, so gewinnt dieser anfanga dunkle Satz sein VentandniM, und das so haulige Vorkommen knochen- und /.aliniihnlicher Gebilde in der Haul ist nicht befremdender, als die Vcrwendung des Horngewenes 7,ur Supplirung von Zahnen 70 II Kner Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo a df rom Th eB iod ive rsi ty He ri tag eL ibr ary htt p:/ /w ww bi od ive rs ity lib rar y.o rg/ ;w ww b i olo gie ze n tr um at fiir Lor cataphracta bestiitigen, wo derselbe (wie bei Kaulquappen und einigcn phytophagen Fischen) eine mehrfache Spirale aiis 4—5 Umgangen l)ildet, BUS deren Centrum ein Theil der Leber hcrvorragt Die Oberflache der Ifaut des Diinndarmes gewahrt durch sehr regulare, parallele, fein wellenfonnig gebogene, weissliche Liingslinien eincn iiusserst zierlichen Anbliek Dieser gewundcne Darmcanal, in Verein mit der so auffallenden Mund- und Zahnbildung, setzt es fast ausscr alien Zweifel, dass diese Fische fiir pflanzliche und a us schlammigem Boden aufzunehmende Nahrung bestimmt seien Eierstocke fanden sich unter unseren vielen Excmplaren nur bei Lor maculata und L laemuscula, insbesondere bei letzterer ziemlich wohl erhalten Sie kommen paarig vor in Form geschlossener Siicke, die weit naeh vorne indie Bauchhohle reichen so dass ihr blindes und dickeres Ende in der Gegend liinter den IJrustflossen liegt An der innern Fliiche der zarten Eisackhaut sitzen die ungleich grossen Eier fest, die sich spiiter offenbar lostrennen, und durch die hohlbleibende Axe des Sackes in den Eileiter gelaugen, um sodann nach aussen entleert zu wcrden Die Form der Eier ist kugelrund, ihre Farbe gelblich weiss, der Durchinesser der grossten betriigt mehr als Linie Beide Eileiter scheinen sich zu einem Ausfiihrungsgang zu vereinigen, was ich jedoch nicht mit Sicherhcit angeben kann, da letzterer zugleich durch das Ausschneiden des Darmcanals theilweise zerstort wurcle In Natterer's Reisenotizen linden sich ausscr der kurzen Angabe bei mehreren Arten, dass die Weibchen zwci grosse Eierstocke besitzen , leider iiber den innern Ban sonst kcinerlei Oaten, und es geschieht sogar der miinnlichen Sexual-Organe von ibm nirgcnds Erwiihnung — Die iibrigen, den innern Bau betreffenden Angaben bei Valenciennes, Spiv u s w beschranken sich nur noch auf wenige Punkte; namlich auf das Vorhandensein von Nebcnkiemen, den Mangel einer Schwimmblase und darauf, dass die Kiemenhaut Strahlen trage, und die Schlundknocben mit zahheichen, iiusserst feinen Ziihnchen besetzt seien; Angaben, die ich glcichfalls nur bestatigen kann Ausfuhrlicher als der iibrige innere Bau ist zwar das Skelct in der /fist, des poiss beschrieben, jedoch auch keineswegs erschopfend Es ist in Betrefl'desselben zu bemerken, dass es noting ware, Skelete von alien Arten und Gattungen zu besitzen, urn sie zu vergleichcn, ihre Abiinderungen kennen zu Jernen, und sodann alle wesentlicbenEigenthiimlichkciten heraus zu linden und zusammcn zu slellen ; denn es gebt schon aus dera bisher bekannten hervor, dass das Skelet je nach den Arten nicht unbedetilende Abweichungcn zeige Was daher im grossen Fischwerke als allgemein giltig bingestellt erscbeint, gilt nur fiir eine gewisse, leider nicht namhaft gemachte Art (wahrscheinlich fiir die am ausfiihrlichsten beschriebene Art Lor cataphracta) Da auch mir nur die Vergleicbung der Skelete von bloss Arten moglich war, so kann ich zwar obigen Ausspruch rechtfertigen, bin aber glcichfalls ausser Stande, cine allgemein giltige Beschreibung der Skeletbihlung bei Loricarinen iiberhaupt zu geben Die nachfolgendcn Angaben betrefl'en zuniichst nur das im k k Hof-Naturalien-Cabinete aufbewahrte Skelet von Lor laeviuscula (hiezu Taf 1, Fig 1), und das damit verglichene von Lor maculata, welcbes in Prof Hyrtl's reichhalligem zootomischen Museum aufgestellt ist Doch selbst beziiglich dieser Skelete beschranke ich niich nur auf die Wirbelsiiule und die mit ihr verbundenen unpaarcn Floss en, da insbesondere hierin der skeletliche Charakter dieser Familie liegt, durch welchen sie sich selbst von Fischen, die ihnen so nalie verwandt scheinen, wie z B CaMickthys, Doras u e a Siluroiden, wesentlich unterscheidcn — Die zur Mundbildung beitragenden Gesichtsknochen erscheinen zwar im Ganzen ebenfalls chaiaktei'istisch, bieten jedoch wenigcr vereinzelt dastehendc Eigenhciten dar, unci erleiden je nach den Arten bedeutende Abanderungen, so namentlich in der Liinge der Bartelknochen , der Grcisse unci Form der Kieferstiicke u clgl Eine nahcre Beschreibung der eigentlichcn Schaclelknocdien muss ich aber vollends unterlassen, da sclbe an beiden, mir zuganglich gcwesenen Skeleten von den iiusseren Kopfschildern uberdeckt werclen, unci somit das Die Paiizerwelse des k h IIof-Natiiralien-Cabineles zu Wien 71 Dig itis ed by t he Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of th eM us eu m of Co mp ara tiv e Zo olo gy (C a mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo ad fro m Th e Bio div ers ity He rita ge Lib rar yh ttp : //w ww bio div ers ity l ibr ar y.o rg/ ; ww w bio log ie ze ntr u m at undankbare Geschaft, eine docb nur problematische Deutung derselben zn versuchen, unmoglich machten Das erste eigentbiimliebe Merkmal, das bei Betrachtung des Skeletes dieser Pische sogleich in die Augen falll,, liegt in der Totalform der Wirbelsiiule Bei der namentlich am Scbwanz so plattgedriickten Jiussern Gestalt liesse sich namlich cine so coinprcsse Form der Wirbelsiiule und eine fast nur lineare Ausdebnung derselben in vcrticaler Richtung, wie sie Taf I, Fig 1, zeigt, im Voraus scbwerlicb vermuthen Sebon in dieser llinsicht allein stent das Skelet der Loricarien vor alien mir bekannten ausgezeiebnet da Obgleich diese merkwiirdige Form der Wirbelsiiule am Sebwanztbeile am meisten auffallt, so zeigt docb auch die vordcre Partic derselben zum Thcilc sebr abweichende und charakteristische Vcrhaltnisse, die zuerst besprocben werden mogen Der erste und zugleich grosste Wirl)el bildet beiderseits einen starken, langen und quer abstehenden Fortsatz, den Valenciennes als sabelformig gcbogen beschreibt, der aber an unseren Skeleten gerade nach aussen lfuift Beide vereinigen sich nach aufwarts zu einem diinnern schmalcrn Fortsatze, der an die senkrecbtc Leiste des Hinterhauptbeines stosst Von den folgcndcn, rippentragenden Wirbeln sind die drei ersten mit quer en, etwas nach aufwarts gcrichteten Fortsatzen versehen, die ganz deutlicb von den Korpern selbst abgehen, und den Riickcnmarkscanal iiber sich lassen Die sebr zarten Rippen sind auf den sehwach entwickelten sogenannten unteren (falscben) Querfortsatzen eiugelenkt, und seheinen an Zahl nach den Artcn ') verschieden Oberhalb des Markcanales in der Mittellinie, den obern I)omfortsatzen entsprechend, erhebt sich eine senkI'echte, diinne Knocbcnplatle, die schief nach riickwarts aufsteigend, die vorderste Stiitze der Riickenflosse abgibt Vom vierten Wirbel angefangen entspringen aber jene quercn Fortsatze boher, indem sie gleichsam aufbiegen, urn die sogleich zu beschreibenden Stiitzcn der Riickenflo ss e zu erreichen Sie verliingern sich namlich zugleich unter dieser zu schief nach aussen aufsteigenden, platten Fortsatzen, die mit eigenen, vom obern Endc der Flossentriiger quer abgehenden Knochenpliitlchen sicb in Verbindung setzen Diese Verbiudung findet aber nur mit Paaren von Wirbclfortsatzen Stalt, indem der vorderste Querast der Flosscntrager von jenen noch nicbt errcicht wird , sondern frei absteht Die besagtcn Queriiste sind derart angebracht, dass je einer zwischen die Basis zweier Flossenstrablen zu liegevn kommt Auch unter der Dorsale setzt sich die den oberen Dorn'fortsatzen entsprechende mediane Knochenplatte fort, lasst abcr an undurebsicbtig bleibenden wStellen sowobl die wie gewobnlicb sicb einschiebenden, aber mit ihr verschmolzenen Flossentriiger, wie auch zum Tbeile Spuren wirklicher Dornforfsiitze erkennen Die so cben geschilderten Eigcntbiimlichkeiten bescbreibt zwar auch Valenciennes ganz kurz, bezeiebnet aber die obern seitlicben Wirbelfortsatze samintlich als die in Aste getbeilten oberen Dornfortsatze und die zwischen ibnen liegende mittlerc Knochenplatte als: „les interepincux de la nageoire, qui descendent obliquement sur le corps de la vertebre" Ob die erstere Deutung durebaus ricbtig ist (wie wohl auch Stan nius in s Lebrb tier vergleich Anatomie sich dafiir ausspricbt), diirfte dennoch wenigstens beziiglich der v order en Paare besagter Fortsatze bezweifelt Averden, indem diese ganz deutlicb von den Korpern der Wirbel selbst abgehen, und erst unter und hinter der Biickenflosse sicb zur llobe der Dornfortsiitze, d h iiber den Riicken ma rkscanal erheben Noch weniger scheint die zweite Deutung gelungen, dass namlich die mediane Knochenplatte bloss durch die ver4 ) Am Skelete von Lor laeviuscula Bind nur Rippenpaara vorhanden ; sollte auch das vorderste Paar (indem am zweiten Wirbel ein solches fehlt) wie leicht mtiglich verlorcn gsgangen »eln, so kann doch ihre Anxahl nicht mehr als Paare betragen haben Aucli bei Lor maeulata, wo sie zwar alls abhanden gekommen sind , kann ihre Zahl nicbt grosser gewesen sein ; Valenciennes' Skelet, bei dem er Paare angiht, muss daher einer anderen Species angehiirt haben 11 Kner 72 Dig i tis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of th eM us eu m of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He rita ge Lib rar yh ttp ://w ww bi od ive rsi tyl ibr ar y.o rg/ ;w ww bi olo gie z en tru m at wachsenen Flossentriiger gebildet werde; denn einerseits reicht dieselbe nicht nur hinter die Dorsale, sondern bildet bis zur Basis der Schwanzflosse eine continuirliche Platte, andererseits sind auch in ihr, wie friiher erwiihnt wurde, unterball) der RUckenflosse deutliche Spuren wirkliehcr Dornfortsatze wabrziinehmen, und letztere sebeinen vielmelir zu ibr umgewandelt und versebmolzen Zll scin Ganz dem Geriiste ahnlich, durch welches die Dorsale gestiitzt vvird, ist auch jenes, (lurch das die Afterflosse mit der Wirbelsaide in Verbindung stebt Die vordere Stiitze dieser Flosse bildet ein langer Knochen, der naeh hinten und unten in cine scbmale Flache sich ausbreitet, mit seinern senkrecbten, dickeren Theile aber nacb vorne aufbiegt, um der Mitte der Dorsale gegeniiber sich zwiscben ein Paar liingerer unterer Wirbelfortsiitze einzukeilen, und endlich mit der Wirbelsaule zu vervvacbsen Die unteren (Quer-) Fortsatze dreier Wirbcl verliingern sich auch bier und treten mit den Enden der gleicbfalls von den Flossentriigern abgehenden, jcdoch kiirzcren Queriiste eben so in Verbindung, wie dies bei der Dorsale der Fall ist Dessgleichen sind die iibrigen Flossentriiger der Anale mit der unteren mediancn Knocbenplatte verschmolzen, so dass von hier bis zur Anbeftungdes ersten Flossentragers an die Wirbelsaule nur einmassig grosser dreieckiger llaum frei von dieser Platte bleibt Hinter den zwei unpaaren Flossen tritt die ausgezeichnete Form der Wirbelsaule am schiirfsten ausgeprSgt hcrvor Die Querdurchmesser aller Scliwanzwirbel sind nurunbedeutend, und statt schmaler, spitzcr Dornfortsatze crhebt sich an jedem Wirbel nach auf- und abwiirts die mediane Knocbenplatte, die man vielleicbt passend D o r n p a 11 e ncnnen kimntc Jede dieser Dornplatten stosst mit ihrein senkrecbt abgcstulzten, vorderen und hinteren Rande an die gleichgcformten der Nachbarwirbeln, so dass alle bis zur Basis der Caudale eine zusammenhiingende obere und untere Platte bilden, der zu Folgc, wie Valenciennes meint, die Beweglichkeit des Schwanzes fast Null sein soil Die Hohc der Dornplatten nimmt zwar gegen die Schwanzflosse ah, dagegen ihre nach auf- und abwiirts gerichteten freicn Rander an Breite zunehmen, und eine scbmaleFlache bilden, die als einzigc Stiitze fur die sich auflegendcn iiusseren Schwanzschienen dient — Am Vordcrtbeile des Schwanzes bingegcn, wo die freien Rander der Dornplatten noch schmal sind, werden die angrenzenden Hautschilder auf eine andere Weise gestiitzt Hinter der Riicken- und Afterflosse sind namlich noch an einer bestimmten Anzabl von Wirbeln an der oberen und unteren Dornplatte schief abstebende Fortsatze angebraeht, die aber an ihrer Basis mil; jener verschmolzen sind, und erst spiiter sich von ihr lostrcnnend frei enden Sie reicben oben und unten am Schwanz gleichweit zuruck, und nebmen allmahlich an GrcSsse ab l) Diese Fortsatze sind es, die der Stellung und dem Ursprung nach mit Recht als neuerdings divergirende obere und untere Scbenkel der Wirbelbogen gedcutet werden konnen Wofur man iibrigenssammtlicbe Wirbelfortsiitze aucb balten mag, so viel bleibt sicber, dass diese Bildung eine ausgezeiehnet cliarakteristiscbe, und dass aucb hier zuletzt das Gesetz der Zweckmiissigkeit als leitendes Princip nicht zu verkennen ist Alle diese Fortsatze sollen hier vorziiglich den einen Hauptzweck cines jeden Skeletes iiberhaupt erfiillen, namlich eine feste Stiitze abgeben , und dieser Zvveck wird nacb der ganzen Lange der Wirbelsaule theils durch die seitliebeu Anhiinge, theils durch die Dornplatten erreicht Die bildende Kraft kiiinmert sich nicht darum, wie etwa dieser oder jener Knochen gedeutet und benannt vvird, sie will nur einen bestimmten Zvveck erreicben und bedient sich hiezu der einfachsten IVlittel, indem sie wo moglich schon vorhandene Organe beniitzt, und diese bios mebr oder weniger umbildet, um sic fur die auszufiibrende Function tauglieh zu inachen Unter den mchrfacben Zwecken aber, die durch Wirbelfortsiitze erreicht werden, gevvinnt jener, eine feste Stiitze abzugeben, bei diesen Fischen eine hesondere Bedeutung, und demgemiiss erleiden sie auch in ihrer Form und Stellung die zweckdienliclien Modilicationen ') T!ei Lur laeviuscula sind dcreu hinter der Dorsale 13, hinter der Amilllosse 10 Paare vorluindon; bei Lor maculata bingegen hinter ereterer MOM 6, und hinter letzferer ; die Zahl der Schwanzwlrbel ist iiberhaupt aueh nach den Arten verschieden, L laeviuscula hat deren 18, maeulata nur 13 hinter der Afterflosse Die Panzerwelse des k k Hof-Naturalien-Cabinetes zu Wien 73 rig i na lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He rita g eL ibr a ry htt p:/ /w ww bio div ers ity lib rar y org / ;w ww bio log iez en tru m at Die gleiche Anschauungsweise drangt sich auch bei Betrachtung der Wii*belkorper selbst auf MitAusnalime der vordersten sind diese langs der ganzen iibrigen Wirbelsaule langgestreckt aber so diinn, dass sie das Licht durclischeinen lassen; nur an den Stellen, wo die Fortsiitze abgehen, ist die Knochensubstanz dichter abgelagert und auch der letzte Schwanzwirbel triigt zwei seitliche, in der Richtung der Caudallappen divcrgirende klcine Langsleisten aus soliderer Knochensubstanz Diese Zartheit der Wirbelkorper findet ungezwungen Hire Erkliirung, wenn man die wahrscheinlich geringe seitliche Beweglichkeit dieser Fische und den Umstand erwiigt, dass auf den Wirbelkorpern nur wenig Last rulit, und die festen llautschilder auch fur die inneren Organe den Hauptschutz gewahren Was noch die iibrigen, dem Rumpfe angehorigen Skelettheile betrifft, wie namentlich den gleichfalls ausgezeicbneten Seliultergitrtel, die Einlenkung der Brustflossen, dasBaucliflossengcriiste u s w., so kann ich den bereits hicriibcr bekannten Angaben nichts Wesenllielies beifiigen Dasselbc gilt auch von dem rcspiratorisehen Knochen-Apparate, beziiglich dessen nur zu bemerken ist, dass die Deutung der als Deckelstflcke betrachtelcn seitlichen Kopfschilder (von denen Valenciennes das hintere, unbewegliche und oft mit langeren Dornen besctzte Stuck als Praeoperculum und die zwei angrenzenden beweglichen als Operculum und Interoperculum bezeichnet), so wie die der Stirn- und Schliifenschilder vielleicht noch einer niilieren Prufung bediirfte, zu der ich mich aber so wenig wie zu jener dcr Kopfknochen aus dem bereits angegebenen Grunde berufen fiihle e, MA ); O ill^cincinc Itcmerkuii^cii iil»or die sjstematische Anordmin^ dcr Loricarieii Dig itis ed by the Ha rv ard Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid g Wie bekannt, wurde dcr Gattungsname Loricaria zuerst von Linne im Systeme eingefiihrt und spiiter trennte La Cepede dieses Genus jc nach dem Vorhandensein von nur ein oder zwei Riickentlossen in die beiden Gattungen: Loricaria und Hypostoma Spix und Agassiz fiigten sodann noch als eigene Genera: Rhinelepia und Acanthicus hinzu , von wclchen aber letzteres durch Valenciennes M'ieder aufgeboben, und mit Rhinelepis vereinigt wurde Von jeher pllcgtc man diese Fische als nachste Verwandte dcr Siluroiden zu betrachten, und mit diesen in Eine Familic zusammen zu stellen ilierzu mag vvohl die Verkiimmerung der Oberkiefer, die statt •hnen vorbandenen Bartclknochcn und das schr haufige Vorkommen einer zweiten fettflossenahnlichen Dorsale (bei Hypostomen) vorziiglich Anlass gegeben ben Selbst dcr so vcrdicustvolle Reformator des ichthyologischen Systems, Job M filler, konnte sich z u einer volligen Trennung der Panzerwelse von den Siluroiden noch in seiner mcisterhaften Abhand'ung! „LJber die Ganoiden und das natiirliche System der Fische", nicbt entschliessen, sondern fiigt nur die kurze Bemerkung bei, dass die Familie dcr Siluroiden in Gruppen untcrschieden werde, in echte Siluri und Loricarinen oder Goniodonten Liest man aber daselbst den FamilienLharaktcr nach, so wird man finden, dass die sich in cinem Charakter ohnehin nie gut ausnehmenden »oder ' und „meistens" nur desshalb Platz linden musstcn, weil auch die Loricarinen hineinpassen sollten; denn eben sie sind es, deren Korpcr mit Knochenschildern bedeckt ist, und denen Schwimmblase und Gehorknoehclkette fcblt Fasst man jedoch nur die im Vorbergehenden angefiihrten Eigenheiten des Banes dieser Fische ins Auge, so wird man gestehen miissen , dass sich die Loricarinen nicht bloss von den Siluroiden in sehr wesentlichen Punkten unterschciden, sondern dass sie uberhaupt eine so natiirlich abgcgrcnzte Gruppe bilden, wie nur irgend eine im Systeme bestcht Die durch Agassiz bewirkte Aufstcllung der Panzerwelse a ls eigene Familie ist daher meincr Ansicht nach unbedingt zu billigen, und nur gcgen den Namen Denkschriften dcr mathem.-naturw CI VI B
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