Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 59B-0017-0082

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Ngày đăng: 04/11/2018, 17:04

Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at BERICHTE DER COMMISSION FOR ERFORSCHUNG DES OSTLICHEN M1TTELMEERES II PHYSIKALISCHE UNTERSUCHUNGEN IM OSTLICHEN MITTELMEER VON JOSEF LUKSCH, BEARBEITET VOX JOSEF LUKSCH UND JULIUS WOLF, PEOFESSOREN AX DER K UND K MARINE-AKADEMIE IN FIUME I UND II REISE S M SCHIFFES „POLA" IN DEN JAHREN 1890 UND 1891 VORGELEGT IN DEN SITZUNGEN AM 16 JULI 1891 UND 17 JUNI 1892 I Vorbemerkung Die in den Sommermonaten der J ah re 1890 und 1891 an Bord S M Schiffes »Pola« im ostlichcn Mittelmeerc durchgefiihrten physikalischen Untersuchungen erstreckten sich auf Ermittlung der Meeresticfe, Bestimmung der Tcmpcratur und des specifischen Gewiehtes in den verschicdenen Tiefcn, Untersuchung dcr Farbe und dcr Durchsichtigkeit des Scewassers, cndlich Gcwinnung der wichtigsten, den Beobachtungsstationen entsprechenden mcteorologischen Daten Dirccte Stromungsbeobachtungen warcn nicht geplant, vielmehr sollte auf die vorhandenen Wasserbcwegungen wo thunlich aus der sich ergebenden Vertheilung dcr Tcmpcratur und des specifischen Gewiehtes geschlossen werden Obscrvationen fiber Ebbe und Fluth blieben wegen des nur schr kurzen Aufenthaltcs in den Hafen ausser Bctracht Die zur Verfugung gestandenen Instrumente und Hilfsmittel waren die folgenden: a) Eine Tiefsee-Lothmaschinc, System »Le Blanc«, bezogen von Le Blanc in Paris, ausgerustet mit lO.OOOw CI aviersaitcn-Stahldrath, gcliefcrt von der Firma Bamberg in Berlin Der Stahldrath war geprilft und polirt Starke 0'9 mm, Tragfahigkeit 180 kg b) Fine kleine Lothmaschinc, angefcrtigt in Graz nach Angabe des Univcrsitatsprofesso s Dr E Richter, vcrwendet erst wiihrend der Expedition 1891 c) Vicr Bclknap'schc Ticfenlothc mit ciner Anzahl Abfallskorpcr von zwei verschicdenen Gewichtcn — 16 und 27 kg d) Zwci Sttick Stellwag-Lothe — 16 kg — und diverse Handlothc c) Lothleinen in dcr Lange von 2000m f) Maximum- und Minimum-Ticfsee-Thcrmomcter, gelicfert von Negrctti und Zambia in London, 12 Sttick 1890 — 14 Sttick 1891 g) Umkchr-Tiefscc-Thcrmometer, System Negrctti und Zambia, mit Schraube und kurzem Rahmen, Sttick 1890 — Sttick 1891 h) Zwei Pinsclthcrmometcr von Baudin in Paris Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 1! Josef Luksch und Julius Wolf, i) Vier Normal -Quecksilbcr-Thermom cter zur Bestimmung der Temperatur der Luft und jencr der geschopften Wasserproben li) Zwei Schleuder-Th ermometer, entliehen fur die Expedition 1891 von der Sternwarte zu Pola, zur Bestimmung der Lufttemperatur 1) Zwei Wasserschopfapparate, System Dr H A Meyer m) Ein Wasserschopfapparat nach Buchanan n) Zwei Wasserschopfapparate, System Sigsbee — in zwei verschiedenen Dimcnsionen hergestellt o) Ein Wasserschopfapparat, System Mill p) Zwei Schopfflaschen mit Korkverschluss fur geringe Ticfcn, nach der Construction der Commission zur Erforschung der deutschen Meere q) Zwei Satze gepriifter Gl asaraom eter, gcliefert von Stegcr in Kiel r) Verschiedene farbige Flilssigkeiten in prismatischen Flaschchen zur Beurtheilung der Meeresfarbe, s) Einc weiss angestrichene Schcibe von m und zwei blanke Weissblechscheibcn von 45 cm Durchmesscr, zu Untcrsuchungcn der Durchsichtigkeit des Seewassers t) Zwei Apparate nach Chun-Petersens Construction, urn auf photographischem Wege die Durchsichtigkeit des Seewassers zu ermitteln, u) Ein demselben Zvvecke dienender neu construirter Apparat von J Luksch, cndlich v) die an Bord vorhandencn, dem Schiffs-Inventar angehorenden meteorologischcn Instrumente Ausserdem befanden sich noch einigc weitere Apparate, wie farbige Scheiben, Stromungsmesscr u s w an Bord, welchc jedoch nicht zur Verwcndung kamen und dcren Aufzahlung daher iibergangen sei Wir unterlassen es, die genannten Instrumente und Vorrichtungen ausfiihrlich zu beschrciben, da die Tiefsee-Lothmaschine von Le Blanc bcrcits an einer frtiheren Stelle, u zvv durch den Commandantcn S M Schiffes »Pola« Fregatten-Capitan W Morth, behandelt wurde, die Richter'sche kleine Lothmaschine, sowie die Apparate zur Ermittlung der Durchsichtigkeit des Seewassers auf photographischem Wege, noch der vollen Erprobung ihrcr Verwendbarkcit bei Expeditionen in der Hochsee bedilrfen, die iibrigen Instrumente und Vorrichtungen aber, als allgcmein bckannt vorausgesetzt werclen konnen Immerhin aber sei hervorgehoben, dass sammtliche Apparate so wcit gut functionirten, class ihre Verwcndung fur die wcitcrcn Expeditionen gercchtfertigt erscheint Wir hoffen, dass es sich lohnen wird, nach Abschluss der Expeditionen die beim Gebrauche dieser Instrumente gemachten Erfahrungen ausfiihrlich darzulegen, und begniigen uns diesmal beziigiich der Apparate von Chun- Petersen und Luksch photographische Abbildungen (TafelXXV) zu geben, welchcn eine kurze Erlauterung im Anhangc gewiclmet ist Bei den meteorologischcn Beobach tungen zeigten sich alle die Schvvicrigkciten, welchc durch die cngen Raumverhaltnisse an Bord bedingt sind und ganz besonders der zweckmassigen Anbringung des Thermometers zur Bestimmung der Lufttemperatur entgegenstehen Die den folgenden Tabcllcn 1, und (Temperatur und specifisches Gewicht des Seewassers etc.) angefiigten meteorologischcn Datcn diirften gerade noch hinreichen, die Witterungsverhaltnisse soweit zu charakterisiren, als dies zur Beurtheilung der sich auf das Wasser beziehenden Angaben erfordcrlich ist Von einer vollstandigen Wiedergabe der an Bord sti'mdlich gemachten Ablesungen glaubten wir indesscn absehen zu sollen Das wahrend der zwciten Expedition (1891) zur Eruirung der Lufttemperatur beniitztc Schlcudcrthermometer, bewahrte sich gut und es erschicnen seine Angaben verti'auenswerthcr, als jene der ftx angebrachten Instrumente Es wird sich daher die.wcitere Erprobung und Verwcndung dcssclben wahrend der bevorstehenden dritten Expedition empfehlen Selbstverstandlich wurden fiir dicsen Vorbericht die Resultate, welchc friiheren Unte rsuchungsfahrtcn im Gebiete des ostlichen Mittelmeerbeckens entstammen, sowie auch das vorhandene ein- Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Physikalische I rntersuchungeti im ostlichen Mittelmeer, 1890 mid 1891 19 schlagige Scekartenm aterial verwerthet Jene beniitzten Daten, welche schwerer zuganglich sind, glaubten wir im Auszuge den neu gewonnenen anfiigen zu sollen Hieher gehoren im Besonderen die physikalischen Ergebnisse der 1880 auf der Filrst Li cchtenstein'schcn Dampfyacht »Hcrtha« durchgefuhrten Expedition ' und die Lothdatcn des italienischen Kriegsdampfers »Washington« 1887 Es wird die Aufgabe der in Aussicht genommenen weiteren Expeditionen scin, die noch bestehenden Liicken in der Erkenntnis der physikalisch-geographischen Beschaffenheit des mehrerwahnten Gebietes — und zwar speciell des ostlichen Theiles dessclben — auszufullen Vor Erreichung dieses Zieles ware es wohl verfriiht, das bereits vorliegende Material zu weitgehenden Schliissen in Bezug auf die Ursachen der constatirten Erscheinungen — seien dieselbcn nun in lokalen Verhaltnissen, seien sie in ausgedehnten Stromungen Oder in anderen Momenten gelegen — verwerthen zu wollen Wir verzichteten daher in diesem Berichtc, Schliisse dieser Art zu Ziehen und beschrankten uns auf die tabellarische und graphische Wiedergabe desjenigen Theiles der gewonnenen Daten, wclcher schon gegenwartig einer genauen Sichtung und Bearbeitung unterzogen werden konnte Die Angaben iiber Farbe und Durehsichtigkeit des Seewassers wurden (Tabcllen und 2) nur angedeutet, da erst von der nachsten Expedition eine genauere Abklarung des Beobachtungsvorganges zu erwarten steht Die vorliegende Zusammenstellung umfasst 11 Tabcllen und 25 Tafcln graphischer Darstellungen, welchen im Nachfolgendcn die nothwendig scheinenden Erlauterungen, sowie auch eine kurzc Darlegung der unmittelbar sich aus den Resultaten ergebenden Thatsachen, bei Ausschluss der ci nem sp ateren B eri ch t e vorzubehaltenden Fo gerungen, beigegeben ist II Das Beobachtungsmaterial Zur Obersicht der auf den Expeditionen S M Schiffes »Pola« 1890 unci 1891, sowie auf der Yacht »Hertha« 1880 gewahlten Beobachtungsstationen clienc die aufTafel dargestellte Routenkarte in dersclbcn sind die Stationen mit den Journalnummern bczeichnct, welche Nummcrn fur die ihncn zugehorigen geographischen Positionen in alien spateren Tabellcn und graphischen Darstellungen unverandert beibchalten sind Die Linien, welche die Stationen verbinden und die von den Expeditionsschiffen zuriickgelegten Routen darstellen, sind zur Unterscheidung der einzelnen Reisen entsprechend gekennzeichnet, ebenso kommt eine verschiedene Bezeichnung dcr wichtigeren und weniger wichtigeren Stationen zum Ausdruck Auch glaubten wir schon auf dieser Tafel das Bodenrelief andeuten zu sollen, da es fur die einzelnen Stationen wunschenswerth ist, ausscr der geographischen Lange und Brcite sofort auch die dritte Coordinate — namlich die Mecrestiefe — leicht cntnehmen zu konnen Die nachfolgendcn Tabcllen unci enthalten nahezu sammtliche an Bord S M S »Pola« gewonnenenBcobachtungsresultate u z bezieht sich auf 1890, aber auf 1891 Ubcrgangcn sind hiebei nur die vorlaufig erst eingelcitcten Untersuchungen liber die Dimensionen, die Geschwindigkeit und die Periode der Wellen, sowie iiber das Olen cler Sec zum Zwcckc derBesanftigung desSecgangcs Hicriibcr befinden sich einige Andeutungen im Anhange Die weiter vorgeschrittenen, aber noch nicht zum Abschlusse gelangten Beobachtungen iiber die Farbe unci die Durehsichtigkeit des Seewassers, sind in den Tabcllen nur registrirt, da, wic bcrcits in der Vorbcmcrkung crwahnt, die Ergebnisse dcr Reduction dieser Daten einem spateren Berichtc vorbehalten bleiben Die Tabelle enthaltdie in den nachfolgendcn graphischen Darstellungen beniitzten, im Sommer 1880 an Bord dcr Yacht »Hertha« im Mittelmeere gewonnenen Daten (die Daten Physikalische Untersuchungen im adriatischen und siciHsch-jonisch.cn Meer wahrend des Sommcrs 1880 an Bord des Dampfers »Hertha«, Yacht Si\ Du rch auch t des regierenden Fiirsten Johannes von und zu Liechtenstein, durchgefiihrt und bearbeitet von den k u k Marine-Akademie-Professoren Julius Wo If und Josef Luksch, sammtUntersuchungen iiber die beimgebrachten Grundproben von Professor Dr A v Mojsisovi cs und Dr G Marktanncr Mit Figuren im Text und Tafcln Wien 1881 (Beilage zu den Mittheilungen aus dem Gcbietc des Scewesens Heft VIII und IX.) Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 20 Josef Luksch und J alius Wolf, dieser Expedition fur die Adria sind nicht aufgenommen), welche indesscn zum Theile einer neuen Bearbeitung bedurften, da die Reduction des speciflschen Gewichtes auf 14° R = 17-5° C dem fur die Reisen 1890 und 1891 gewahlten Vorgange angepasst werden musste Auch vvurden die speciflschen Gewichte auf die Scetempcratur und auf den hydrostatischen Druck reducirt Zur Erlauterung der in diesen Tabellcn aufgenommenen Angaben, sowie dcs Vorgangcs bci der Bearbeitung derselben, diirftcn die folgendcn Bcmcrkungen gcnligen Sammtlicbc Thermometer wurden 1890 vor der Abfahrt und nach der Riickkunft genaucn Vergleichcn mi t Normalins trumenten unterzogen und nach den Ergebnisscn die an Bord gewonnenen Ablesungen corrigirt In ahnlicher Weise gieng man auch 1891 vor Gelegentlich dieser Vergleiche wurden auch Versuche fiber die Tragheit der Instrumcntc angestcllt, welche das Resultat ergaben, dass die von Negretti und Zambra gclicferten Maximumund Minimum-Thermometer unter den hier auftrctendcn Verhaltnissen einer Accommodationszeit von 11 bis hochstens 15, jene nach dem Umkehrsystcm aber eine solche von hochstens Minuten bedurfen Die fur die Bestimmung des speciflschen Gewichtes verwendeten Araometer geliefert vom Mechaniker Steger in Kiel warcn gepriift und gehorten dem sogenannten »klcincn Satz«, (fi'mf Instrumcntc fur das Interval! von 1-000—1-031) an Die Reduction der Araom e tcrablesungcn auf die Normaltemperatur von 17T)° C = 14° R geschah mittels der von Professor Dr Otto Kriimmel veroffentlichten graphischen Tafel (Annalen der Hydrographie etc October 1890) Wir haben uns iiberzcugt, dass die auf diesem Wcge gefundenen Resultate in den hier in Bctracht kommenden Fallen nur unbecleutend von denjenigen abweichen, welche die von uns friiher bentitzte Stahlb crger'sche Reductionstabelle (vergl II Bcricht der Adria-Commission an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien, 1869—1870) ergibt, gkiubten aber dennoch auf die oben erwahnte graphischc Tafel ubergeben zu sollen, wcil deren Handhabung schr bequem ist und wcil dicsclbe auf neuercn Untersuchungen fusst Die Berechnung dcs der Scetempcratur untcr dem gewohnhchen Atmospharendruck entsprechenden speciflschen Gewichtes aus dem auf 14° R reducirten, geschah glcichfalls mit Hilfe der Kriim mel'scbcn Tafel, indem das bci der Reduction auf 17-5° C.= 14° R, angewendcte Verfahren einfach umgekehrt wurde Die Scetempcratur ergab sich aus der betreffenden vorausgehenden Golonne u z entweder directe odcr mittels Interpolation, wobei im lctzteren Falle die Construction von Tempcratur-Curven niitzlich erschien Das so gewonnene specifische Gewicht kommt jecloch dem Meerwasser in den verschiedenen Tiefcn thatsachlich nicht zu, indem clas Wasser in Folge dcs hydrostatischen Druckcs der dariiber gelagcrten Schichtcn, eine mit der Tiefe zunchmende Comprcsssion crfahrt Die Columne »Specifisches Gewicht, reducirt auf die wahre Scetempcratur bci dem in der Tiefherrschenden Druclo gibt nun die thatsachlich auftrctendcn speciflschen Gewichte VVir glaubten jedoch uns hiebei auf drci Decimalstcllcn beschranken zu sollen, wcil einerscits — wic spiitcr dcs Nilhcrcn ausgelulirt ist — die vicrtc Dccimalstellc schon beim reducirten speciflschen Gewichte urn einige Einheiten schwankend ist und andcrseits, weil die uns zuganglichen Resultate der Untersuchungen ' iiber Compressibilitat von Salzlosungen im Allgemcinen und von Sccwasscr im Besonderen, zumal auch mit Riicksicht auf die in Folge bedcutenden Druckes eintretenden Modificationcn, noch nicht dermassen als abgeschlossen erschcinen, um cine grossere Genauigkcit anstreben zu diirfen Mit Riicksicht auf die cben beregte Beschrankung konnte nun rund angenommen werden, dass je 10 w Tiefcnzunahme einer Druckzunahmc von Atmosphare entspricht Allerdings ware diese Stufe bci siissem Wasser nicht unerheblich, beim schweren Mittelmeerwasser immerhin noch um ein Gcringcs holier Es gehoren hichcr die schr genauen und auch Mittelmeerwasser beriihrenden Untersuchungen von Grassi, danti die bekannten Untersuchungen von M Schumann, Quinkc, Braun, Rontgen und Schneider u And Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Physikalische Untersuchungen im ostliclien Mittelmeer, 1S90 mid 1891 21 anzuschlagen Es tritt aber in dem Masse als mit der wachsenden Tiefe dcr Druck zunimmt, cine nicht unwesentliche Verkleinerung dieser Stufe ein, derart, dass, die Beschrankung auf drei Decimalstellen im Auge, es thunlich erschien, an der runden Zahl festzuhalten Als Compressibilitats-Coefficient wurde k = 0*0000436 u z fur alle Tiefen und alle Temperaturen aufrccht crhalten, da es sich zeigte, dass die extremstcn Schwankungen, welche dieser Coefficient nach den bislang vorliegenden Untersuchungen, innerhalb der in den Tabellen und auftretenden Temperatur- unci Tiefenunterschiedcn erleidet, die dritte Decimalstelle noch kaum beeinflussen Dies festgestellt, erfolgte die Berechnung der Zahlen der oberwahnten Columne mittels der Formel *=•••(>->&• worin s das in der voraufgehenden Columne eingetragene specifische Gewicht und p die Tiefe in Metern bezeichnet Die Bestimmung dcr Procente des Salzgehaltes geschah durch Multiplication des um verminderten, auf 14° R = 17-5° C reducirten specifischen Gewichtes mit dem Coeflicientcn 131 Die Farbe des Meercs erscheint auf Grund eincr Scala von 0—11 in den Tabellen unci eingetragen Eine Lasting1 von gr Kupfersulfat und gr Ammoniak in 190 Theilen Wasser (blaue Farbe), und eine solche von gr Kalichromat in 199 Theilen Wasser (gelbe Farbe) warden nach den untenstehenden Yerhaltnissen gemischt unci in geeigneten Flaschchcn luftdicht vervvahrt Nr » » » » ' » » » » » » 10 » 11 Theile gelb 100 Theile blau » » 99 » » » » 98 » » » » 97 » » •> » 96 » » 95 25 » » 75 » » 30 » » 70 » » 35 •> » 65 » » 40 » » 60 » » 45 •> » 55 » » 50 » » 50 » '» Der Beobachtcr verglicb das im Schalten des Schiffcs bclindliehc Wasser mit den auf ciner weissen Unterlage ruhenden Flaschchcn und notirte die Nummer desjenigen, dessen Farbe mitjener des Wassers identisch schien Woferne keincs entsprach, griff man zu Combinationen von zwei oder mehrcren Die Nummer des oberhalb gclagertcn Flaschchcns wurde sodann in der Tabelle als crster Posten, die des folgenden als zweiter u s w eingetragen Wahrend dcr Dammerung erschien die See in dcr Regel so dunkel, dass die obige Scala unausreichend wurde Vergl Forel, Thoulct u s \v Denkscliriften der mathem.-naturw CI LIX Bd Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at CO Tabelle to Temperatur, specifisches Gewicht und Farbe des Seewassers, beobachtet an Bord S M Schiffes »Pola«, Sommer 1890 Ein der Tiefenzahl beigefiigtes »Gr« bedeutet »Grund« P = Pinselthermometer von Ban din, M = Maximum- und Minimum-Tiefseethermometer von Negretti & Zambra odcr von Casella, endlich U = Umkehrthermometer nach Negretti & Zambra Die diesen Buchstaben angehangten Indices bedeuten die Nummern (Bordnummem) des betreffenden Instrumentes E bedeutet, dass die Wasserprobe mit dem Eimer , F mit der Flasche nach Angabe der Commission zur Erforschung der deutschen Meere , My mit dem Schopfapparate nach Dr H A Meyer, Mill mit j en em nach Mil), B mit dem Apparate nach Buchanan, endlich S mit dem Sigsbee'schen Schopfapparate gewonnen wurde * r = ruhigcSec lb = leicht bewegt, b = bewegt, sb = stark bewegt, t = todte Sec, g = gekreuzte See F = Farbe der See nach einer auf S beschriebenen Scala angegeben r> t = Lufttemperatur in Celsius-Graden, b = aufO reducirter Barometerstand in mm, B= Bewolkung, u zw vollkommen heiter = 0, ganz bewolkt = 10; Wd = Windrichtung und Starke, u zw Windstille = 0, heftiger Sturm =10; N = Niederschlag, u zw in Form von Regen = 1® , Schnee = #, Hagel = A, Nebel = =, Gewitter = R ' • Die so bezeiehneten Angaben wurden von Dr K Natte rer mittelst Piknometers bestimmt (Vergl Tab 10 und 11.) ' Diese Daten beruhen auf Interpolation mittelst Curven Anmerkung Die Erhohung sanimtlichcr Procentangaben des Salzgehaltcs um 0'015 wiirde die Richtigkeit der Rcsultate insofernc erhohen, als hiedurch die Fehlergrenze von 0'04 auf +0-027 herabgedriickt wiirde (vergl Tab 4) Ausgenoramen von der Zulassigkeit der ebcn beregten Erhohung sind indessen die Salzgehaltsangabcn, welche aus den mittelst Pikrometcrs gewonnenen specifischen Gewichten abgeleitet sind (Vergl obige Note 6.) t-< Specifisches Gewicht und Salzgehalt Seetemperaturj Nummei der Beob- Datum und achtungs- rv a Tageszeit Position Tiefe • u (X = ostliche Lange tfl J% von Greenwich = Nordbreite) Metern in S c a B OJ station C2 o o'5 10 14 August 1890 Ilh42ma m bis I 2h I mp m '/ = i9°48' 20" •f = 39°23'30" 3° 40 60 So 100 015 Gr Pl8 M, U, M.10 M3 M4 U, M, o 14 August 1S90 0h ,m b'is m Oh45 = I9°29' 4' = 39°3o'i5" 10 3o 40 60 So 200 600 1247 Gr ^ V < '-> < O 14-3 13-9 25-1 M, Ma 24-0 17-3 15-7 14-5 14-1 14-0 Spec Gewicht, red auf die wahre Seetemperatur O i-O oE gO 25-7 24-9 23.6 17 -o 15-7 14-8 14-4 Jd £ bb• T" P,9 M9 M, r 3* 25-8 24-9 M3 M, fcC C S < 25 P,s MM i t*H C/3 d a : "a Zustand Zustand und der Atmosphare Farbe wahrend der der See M^ o g a> n o 1-0267 26-9 1-0291 1-0271 I -027 M\ 1*0268 27 0294: 1-0279 I -028 1-0262 29-9 1-0295 I -0502 roi 1-0266 iy: •0291 •0269 r»5 t= b = B = Wd = 1-0292 1-0299 28-6 760 • o SE, •86 -02; F= 24-4 Beobachtung r - 6 rs s c •3 fi< £ E 1-0275 A n m e rk u n g 1-031 3-83 t c B Wd = 28-4 = 760-4 = o = WSW Um 2hp.m Apparate Chun Petersen und Luksch versenkt in 100111, Accomodationszeit7m Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 10 PM Pis Ml 20 10 15 August 1890 9'ii5ma m ), = I9°24' 10" ? = 39°iS'o" 3° 40 60 80 100 600 1746 Gr 15 August 1890 6hi7m bis 7h36rop.m X = 20° I ' 50" j 3000 / DEE SALZ&EHALT Salzgehalt iiber8-95% von 3-95 - 3'92.% 3-925- 3'90«/( , 3-90 - 3-87,» „ S-87B- 8-86»/0 , 3-85 - 8-82.0/ , 3-82,- 3-80"' unter 3-80 % ^3*925 t \ *?A bis / \y \V ' \^2»ooi *5?A ,^-r V—_ \ R am „ ^- &EUIDE N 3'87c7 "He \ /3875-390 DernaJx1 Taukrali B A R 1< » Beu-Ghazi ( /.A J{ vJ/ ubeT f% X F Alexsitflrie 0°o.v.Cr Photolith und Druck des k u k milit.-geograph Institutes Denkschriften d kais Akad d Wiss math.-naturw Classe, Bd LIX Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Taf XXV J Lllksoh und J Wolf: Physikalische Untersuchungen im ostlichen Mittelmeer, 1890 und 1891 nach „Cnun-Petersen." nach „Luksch." Lichtdruck von Max Jaffe in Wian Denkschriften d kais Akad d Wiss math.-naturw Classe, Bd LIX ... Bestimmung der Temperatur der Luft und jencr der geschopften Wasserproben li) Zwei Schleuder-Th ermometer, entliehen fur die Expedition 1891 von der Sternwarte zu Pola, zur Bestimmung der Lufttemperatur... Bcricht der Adria-Commission an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien, 1869—1870) ergibt, gkiubten aber dennoch auf die oben erwahnte graphischc Tafel ubergeben zu sollen, wcil deren... soweit zu charakterisiren, als dies zur Beurtheilung der sich auf das Wasser beziehenden Angaben erfordcrlich ist Von einer vollstandigen Wiedergabe der an Bord sti'mdlich gemachten Ablesungen glaubten
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