Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 40-1-0357-0378

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Ngày đăng: 04/11/2018, 17:02

;w ww bi olo gie ze ntr u m at 357 He rita ge Lib ry FRANK CALVEBT UND M NE1IMAYH htt p:/ /w ww bio div ers ity lib r ary org / DIE JTJNGEN ABLAGERUNGEN AM HELLESPONT Th IN DER 81TZUNO DEE MATnEMATlSOH-NATTJlt'WISSENSOHAFTI/rCHEN OLAS8E AM 22 JANN1011 1R80 rig ina lD ow nlo a df rom VOEGETJEQT eB iod ive rsi ty (31Ut ftVflfiMI- LM*3 ^efcefctcUlUofW.) ge ,M A) ;O VORWORT ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid Herr Consul Frank Calvert in Tschanak-Kalessi an den Dardanellen, hat seit einer Reihe von Jaliren in der Umgebung seines Wohnortcs sclir wichtige geologische Beobachtungen liter die dortigen tertiaren und quatcrniiren Ablagcrungen gcmaeht und aus dicscn cine wcrthvolle palaoutologisehe Sammlung zusanimengebraeht, welclie nainentlich an Wirbcltlnerresten und Biniienconcliylien reicb ist Bei einem Besucbe in den Dardanellen im Jahre 1874 hatte ich Gelegenbeit, diese Fossilien kennen zu lernen und mich von deren Wiclitig'keit zu tiberzeugen; im vorigcn Jahrc batte llerr Frank Calvert aufmeine Bittc die ausserordcntliche Gefalligkeit, mir die gauze Serie von Thierresten zum Studium zu liberschicken, cine Aufgabe, wclcbe von um so grosseren Interesse war, als cs sicb uni die ersten tertiiiren Vertebraten handelt, die aus Klcinasien iibcrhaupt niibcr bckannt vverden Die vorliegende genicinsamc Arbeit ist in der Weise entstanden, dass die geologischen Daten von llerrn Frank Calvert, die palaoutologisehe Bearbcitung und die Redaction von mir bcrriibrt Ich erlaube mir bci dieser Gelegenbeit meincn ergebensten Dank an llerrn Gehcimrath Vircliow in Berlin abzustatten, weleher die GUte batte, mir die von ibni in der Umgebung von Troia gesammelten Tertiftrvorkommnisse mitzutbeilen; ebenso becbre ich micb, llerrn Professor E v Martens in Berlin fur Zusendung eines Exemplares von Melanosis Troiana Hoe rues hoflichst zu danken Zu ganz besonderem Danke fiible ich micb gegen nicincn gechrten Mitarbciter, Herri) Consul Frank Calvert fur die Zusendung seiner wertbvollen Sammlung verpilichtet Dig itis Wicn im Janner 1880 M N eumnyr Die bearbeiteten Fossilien and alle Originate zu der Tafel der vorliegenden Arbeit befinden sieh jetzt in der unter dor Leitung von Herni Prof Boyd Dawkins stehenden Sammlung von Owens college in Manchester, Frank Cdivert und, M, Neumayr gie ze nt r um at 358 bio lo I Literatur bio div ers it ylib rar y.o rg/ ; ww w Die ersten Naebriehtcn liber jungc Ablagcrnngcn von den Dardanellen stammen sehon aus dem Anfange nnseres Jalirliundcrts; Olivier berichtet in seincin wiobtigen, und an sebdnen Beobacbtungen reiehen Werke iiber den Orient, dass bei Abydos und Sestos am Hellespont miiebtigo MusHielbanke auftrcten, welebc sicli etwa 20' ttber den Seespiegel erheben und ausschliesslicb nochjetzt im Mittelrneere lebendc Arten cntbalten;1 er citirt die folgenden Formen: Ostre.a edulis Gcritliium vuhjatum Buccinum reticulatum ge L ibr ary htt p:/ /w ww Solen vagina Venus Chione „ oancellata Olivier, Voyage dans 1'empire Ottoman, I'Egypte et en Perse Paris 1809, Vol II, p II Spratt, On the freshwater deposits of the Levant Quarterly Journal G-eol Soc 1858, ]> '2i'2 — Forbes and Dig itis ed by the Ha rv ard Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of C om p ara tiv e Zo olo gy ( Ca mb rid ge , MA ); O rig ina lD ow nlo ad f rom Th eB iod ive rsi ty He rita Forbes und Spratt crwalinen dicse Angaben von Olivier und stellen die Abbigerungen, aus wclcbcn Material untersucbt wurde, in's Pliocan; Spratt gcdenkt ferner des Auftretens ciner Austcr, die nocli jetzt lebend in den Dardanellen vorkommt In der Urngcbung von Troia und bei Renkioi (Arenkidi), treten nach demselben Forscher in grosser Ausdebnung Siisswasscrablagerungcn rait Concbylien, stellenweiso mit Wirbcltbiorrcsten auf.* Ferussae fiibrt in seiner Monographie dev lebenden und fossilen Melanopsiden mebrere Arten an, welebc auf den Hohen von Sestos gefiinden sind;3 es sind das off'enbar Formen aus den untcn besehriebenen sarmatischen Silsswasserablagerungen Melanopsis buccinoidea vvird von uns vviedcr angeftlhrt, fill* die Mel costata von bier bat R Ho ernes den Nainen Mel Troiand gegeben ; Mel mcerta stcllt cine bis jetzt nur von bier bekannte Form dar, welche sicli unter dem jetzt besehriebenen Material nicbt findet; die Taf VIH, Fig L2 als Mel incerta var ? ist rait dor hier als Mel Abichi beschriebenen Form nahe vervvandt Viquesnel berichtet, dass an don Dardanellen iiber palaozoischen Thousehiefcrn tertiftre Mergelkalke und Sandmergel mit eingelagertcn Kalkbiinken liegen, welche massenhafte Steinkerne von Conchylien cntbalten ; er identificirt dieso Bildungen mit donjenigen von Thracien und aus der Urngcbung von Constantinopel.* Ausfiilirliclie Angaben liber tertiiiro und quaternare Vorkomranisse von don Dardanellen und in der Troas gibt Tschichatscheff;5 or crwahnt zunachst Ablagerungon, welche er als mioean betraclitet, von dem Bache Savakly, cine Meile siidlich von Alexandria Troas (Eski Stambul), und von Bozlu, cine Meile ostlieh von Beiram Kcvi an dor Siidkiiste von Troas Dicse Bildungen scheinen jedoch mit den wciter nordlicb gelegenen, welebc hier besprocben werden sollen, in keinem Zusaminenbange zu stelicn, und es ist dahcr nicbt noting, bier darauf ciiizugehen In dem Abselmitte iiber die jungtcrtiaren Bildungen werden von Burnabaschi in der Niihc von Troia, verbreitete und raiicbtigc Kalkc mit Melanopsis costata, Anodonta Hellespontioa und Mactra crvviibnt, welche mit gelbeni Sande wcchscllagern; ahnlielie Gestcinc mit Anodonta llellcspontica, erstrocken sich von da bis Tsohanak-Kalessi und stelien audi bier vielfacli an Bei dioser Stadt linden sicli auch Motor macbtigc plastischc Thone ohne Fossilien; diese licfern das Material zu der grossen Tdpferindustrie, welclier Tsclianak- Spratt, Travels in Lyeia, Vol EI, p, 208 Ferussae, Monographie des especes vivantes et fossiles du genre Melanopsis Memoires de la society d'histoire naturclle de Paris Vol 1, 1828 Viquesnel, Journal d'un voyage dans la Turcuiie d'Europe Memoires de la society gSologique de France, S6r, II, Vol 1, p 259 AsieMineure, Geologic, Vol Ill, p 5— 14 Vergl auch Tehichatcheff, Constantinople et le BosphoWe Die jungen Ablagerimgen am Hellespont 859 Kalcssi seinen Namcn verdankt,1 und deren Producte selbst auf den Dampfschiffen, die hier anhalten, massentru m at haft feilgeboten werdcn gie ze n Fossilleere Sande, Sandsteine und Gerollc trcten nocli weitcrhin in grosser Ausdelmung an beiden Ufern ww bi olo dee Hellespontcs auf und umscbliesscn ail ciiiern Punktc etwa vier Meilen nordostlich von Lampsakus ein beschriinktes Lignitvorkommen * Ausdriicklich erwiilint Tsehiehatsoheff, dass bei Ikirnabaschi tertiare citirt Tschichatscheff die von Spratt genannten Ablagerungen im y.o r quaternaren Bildungen lib rar An g/; w Wirbellbierreste gefunden worden seien, die erstcn, die aus Kleinasien iiberliaupt erwalmt wci'den.:i bio div ers ity Hellespont und erwiilint ausserdcm des Vorkommens einiger Exemplars von Dolium galea bei Savakly an der Westkiiste von Troas, wo diesclben auf der Oberilaclie der tcrliiircn Sandsteine und Kalke gefunden wurdcn ://w ww Es mag jedoeh dahin gestellt bleiben, ob es sicb dabei nicbt urn verschleppte Stiicke dieses grossen, als >Speise dienenden Gasteropoden handelt.4 welclie Tseb icbatsebeff an den erwiiimten yh ttp P Fischer besohrieb die jungtertiarcn Oonehylien, He rita ge L ibr ar Punkten gcsaiiimuli batte,5 und parallelisirt die Ablagerimgen mit deni Steppenkalke der pontiselien Gegenden, deren untercm Theile sic aneli in der That gleicli stelien Er citirt die folgenden Arten: Valvata Neritina Th eB iod ive rsi ty Anodonta Hellespontica Mactra triangula Melanopsis costata loa df rom In spiitercr Zc.it hat R Ho ernes iiber die Tcrtiiirbildungen an den Dardnncllcn berichtet;0 er beschreibt ow n das Vorkommen sarmatischcr Kalke mit Mactra podolica, und Ermllia podolica bei RenkiBi, untcr welchen rig ina lD eine Siisswasscrabliigerung mit Melanopsis Troiana Hoern., Mel acanthicoides Hocm uud ViviparaHectoria ;O Hoern auftritt; audi diese limnisclie Bildung wird von ibm noch als ein tieferer Horizont der saraatischen Ca mb rid ge ,M A) Stuf'e aufgefasst.7 Dig itis ed by the Ha rva rd Un iv ers ity ,E rns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of C om pa rat ive Zo olo g y( Tschanak-Kalessi = Topferburg Asie Mineure, Geologic, Vol.111, p 174—183 •'' Tsehichatscheff crwalint (1 o p 176), dass tertiare Wirlicltliierreste bei Burnabaschi gefunden worden und in die Samrnlung von Eerru Consul Calvert gelangt seien Von da, seien Exemplars naeh England gekbmmen, doch heschritaken sieli die Nachriehteii hieriiber in deu Lilor.-itiir, abgeselien von einer kuraen Notjz bei Sprat!;, auf die Angabe von Kay La D kester (Quarterly Journal of the geological society, Vol XXI, p 221), dass er in der Calvert'§chen Sammlung Zahne von Trieheoodon gesehen habe Es seheint, dass es sich hier um ein Missverst&ndmss handelt, da, Bay Lankester e nur von englischeti Crag-Fossilien spricht und Kleinasiens nicht erwiilint•; es diirfte sich um eine andere in England befindliche (Jal verl.'sehe Sammlung lianiU-ln, welclie (!rag-Voi'koinnuiisse enthiilt * L p 382 Asie Mineure, Paleontologie, p 329—358 , • R, Iloemes, Greologisofaer l'>au der Insel Samothrake, Denksohr; d mathem.-naturw Glasse d k Akad inWien, 1874, Bd XXXI11 — Ein Beitrag zur Kenntniss terti&fer li'mncnfaunon ; Siisswasserschicliten untcr den sarniatischeu Ablagerungen des Marmara-Meeres, Sii./,ungsl> d k Akad in Wien, Bd LXXIV, Abth II, 1,87,(3 In der Zwischenzeit ist ein sehr interressanter Aufsatz von Vircliow „Beitr&ge zur Landerkunde der Troas" (Abliandlnngen der Berliner Akademie 1879) ersohienen, welcher cine Reike wiehtiger Beobachtungen auch in geologischer Hinsicht enthiilt Die eingelienden Untersuehuagen liber die Bildung der Ebeae von Troia und Hirer BlusBlaufe kflnnen wir hier, als deni (icgenst.ande der vorliegendoii Arbeit feme liegond, nieht niiher hervorlioben, und wir bcscliriinken 11ns dalier auf die sehr merkwtirdige Tbatsaohe aufmerksam zu machen, dass an einigen I'unkten wellenartige Bodenerhebungen quer durch die horizontale Alluvialebene verlaufe'n, welclie to Ihrem Material zahlreiche, ziemlich grosse BlOcke der alten Gesteine der im Ilintergrunde des ISeekens liegenden (Jebb'ge entlia.lten, und mit Walirsclicinlielikelt als (dacia.lbildiingen gedeufel, werden konnten Diese Ersoheinung ist aamentlich den negativen Resultaten to dieser Riohtung, welclie von verschiedemen Puafetea der Ibi.lkan llalbinsel vorlicgen, von grosscni Inl.cresse Fur den hier behandelten Gegenstand sind namentlich die Angaben Utter'die Verbreitung von altem Gebirge und Eruplivgesf.eincn, von Tertiarsehiehton und Alliivialbildungen in der Troaa, welclie auf einer Karte w•iedm-gegoben ist, von Wichtigkeit Die beiden ei'Steren iinir.'inden iinOslc.n die niedriger gelegenen (b'bieic; das Tertiar fcritt EunSoh&t to /.wei grossen durch die Niederungen des Skamander von einander getri'iintcn l'ari.ien auf, welclie sich an das Sstliche Randgebirge anlehnen, und zu denon noch als drittes Vorkommen der langgestreokte Zug des Sigeion tritt, der im Westcn vom Meere, im Osten von Alluvien unigclxui 1st, und die Troas gegen das BgfiisoheMeer abschliesst Leider verbieten es die Umstfinde, hier niiher auf die Einzelheiten des Werkes einziugehen (Anm bei der (Jorr.) 360 Frank Calvert und M Neumayr, en tr um at II Die lertiarlbildungeii Dig itis ed by t he H arv ard Un ive rsi ty, Er ns t Ma yr Lib rar yo f th eM us e um of Co mp ara t ive Zo olo g y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig i na lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He rita ge Lib rar y htt p:/ /w ww bio div ers ity lib ry or g/; ww w bio lo gie z Die jungen AMagerungen, welche den Hellespont, sovvolil auf deni curopaisehen als attch am asiatisehen Uf'cr einsaumen mid cine Anzahl zicmlich cinformigcr, kahlcr lliigelztigc zu'sammensetzen, zerfallen, abgefceheri von den Alluvialbildungen del" jetzigen Fliisse, in zwci dem Alter nach versohiedene und discordant zu einandcr gelagortc Ilauptabtheilniigeri, von wclclicn die cine der obcren Halfte dcr Tertiaitformation, die andcrc der diluvialcn oder quaterniiren Zeit angehort Die altere dicser beiden Bildungcn crrcicbt cine sobr anselmliclie Miiehtigkeit; sie liegt, iibergreifend auf alten paliiozoischcn Schichten und Masscngcstcinen und ste xt bis zu ciner Millie von 800' uber dem Mceresspiegel an; die Lagcrung des Tertiar ist an mancben Punkten vollstandig odcr nal.iezu horizonlal, oft jcdoeli sind die Seliicbten ziemlicli stark dislocirt und aufgericbtct und zeigen Storungen, welcbc die Entstehung der Dardanellenstrasse, wenigstens ihrer crsten Anlage nach als einen nicht crosiver Wirkung allein zn/.uschrcibenden Vorgang, sondern als in orster Linie durch grosse tektonisebe Erscheinungen bedingt erscheinen lasscn An einigen Stclleu tretcn Durchbritche tracbytiscber Gestcine im Gebictc dcs Tertiar auf j cin soldier Punkt ist z B an dem White Cliff an den Dardanellen, wo die von den Trachyten durchsctzten Schicbtcn stark anfgerichtet sind; der Zcitpunkt dcs Ausbruches diescr Massen schcint ins Pliociin zu fallen Das Areal, welches die Tcrtiiirablagcrungen in der Unigebung des IJellespontcs cinnchnien, ist ein sehr bedcutendes ; sie erstrecken sich, den thrakischen Chersonncs der Hauptsache nach zusammensetzend bis an den Golf von Saros, nach Norden reichen sic bis an die Kiiste des Marmarameeres, nach Widen bis an die Ufcr dcs offenen agiiischen Mcercs und erftillen mchrere benaebbarte Inlatidsbcckcn in Klcinasien Trotz diescr grossen Verbreitung bilden aber offenbar alle diesc Vorkommnissc nur die Erosionsreste chcmals weit ausgcdehnterer Scdimentmasscn, da dieselbcn weder vom offenen Marmaramcer noch vom Archipel durch cine Barriere von alteren Gesteinen getrennt sind und die Tertiarscbichtcn demnach frci gegen das Meer hinausstreichen Das Gcstcinsmaterial, aus wclchem sich das Tertiar zusammcnsetzt, ist ein sehr mannigfaltigcs; die ganzc Ablagerung crscbeint als ein reich gegliederter Wechsel von verschieden gefiirbten, namcntlich rothen, grauen, bliiulichen und grlinlichen Thoncn, von Mergcln mit Lignitcn, Sandstcinen, Sanden, Gerollen, Schotter, endlich von vcrscbiedenartigeii Kalken, welche stellenwcise den Charakter ciner Muschclbreccie annehmen Fossilien treten in diesem Complexe viclfach in grosser Menge auf und sind stellenweise sehr gut crbalten; am wichtigsten sind zahlreichc Beste von Wirbellhieren aus den Classen der Saugethicre, Beptilien und Fische; niiclist diescn tretcn vielc Binncnconchylien auf, auch marine Molluskenschalen sind in den Kalken massenhafl vorhanden, aber meistens in sehr schlechtcin Zustandc; endlich linden sich Ostracodcnschalen und vercinzclt Pflanzentriimnier, doch gestattet dercn schlechte Erhaltung kcine Bestimmung Weitans der reichste Fundort ist Bcnkiiii (in frUhercn Publicationen oft als Arenkiiii citirt) in dcr Niibe des alten Troia Die Gliedei'ung und Lagcrung des Tertiar ist durch die zwei auf Taf I, Fig und gezcichnetcn Profile dargestcllt; das erste derselben gibt den Durchscbnitt der zu ctwa 800' ansteigenden llligcl von Kenkioi, dercn gauze Macbtigkeit vom Meercsspiegcl bis zuin Gipfel von horizontal gclagcrtcn Tertiarschichten gebildet ist; das Liegendc derselben ist nirgends sichtbar Das tiefste Glicd bilden rothc Mergcl, dai-iiber folgcn jiingcrc Glieder, deren Aufcinanderfolgc und Charakter ftir die verschicdencn Localitaten imZusammenbang besprocben wcrden soil Das zwcite Profil (Taf I, Fig 2) zeigt den Ban der cbcnfalls zu ungefahr 800' aufragenden Iliigcl, 12 (englische) Meilen nordostlich von Kenkioi; bier ist stellenwcise die Unterlage der Tertiarbildungen zu sehen, welche aus Masscngcstcinen und fast vertical gestellten palaozoiscben Seliicbten besteht Dicsc bilden einen vom Tertiar ganz umhiillten und bedeckten, etwas zerkliiftcten Rtlcken, an dessen untersten aufgcschlossenen Theil sich in horizontaler Lagcrung dieselbcn rothen Mergcl anlelmen, welche bei Benkioi als tiefstes (!lied des Tertiar auftretcn In hohcrem Niveau und den paliiozoisehcn Blickcn zum grossen Thcile bedeckend Die jungen Ablagerungen am Hellespont 361 Do wn loa df rom Th e Bio div ers ity He rita ge Lib r ary htt p:/ /w ww bi od ive rsi tyl ibr a ry org / ;w ww bi olo g iez en tru m at und die Unebcnheitcn dcsselbca ausftlUend, folgeu dann Geroll- und Schottermasscn und dann die hoheren Bildungen des Tertiar Die AufeinaDderfolge der neogenen Ablagerungen ist der Art, dass, wo die Aufschlttsse tief genug reichen, zu unterst rothe Mcrgcl auftretcn, wie wir sie in den beiden eben besprochencn Durchschnitten kennen gelernt haben; dieselben liaben bisliev noch lteine Versteinerungen geliefert Wie wir selien werden, sind die holier folgenden Scliicliton sarmatisch oder gelioren einer nocli etwas frillieren Abtheilung des Miocan an, und wir haben es daher liier mit einer verhiiltnissmassig alten Ablagerung von Terra rossa zu thun Uber dem rothen Lclim folgt eine maehtige Folge von Geroll und Sand, die wir mit dem ersteren Sediment als untere Abtheilung des hellespontischen Tertiar zusammenfassen Die petrographische Entwickelung ist koine gleichbleibcnde, sondern iiudort sich auf einige Entfcrnnng; so trcten bei Kenkioi und in dessen Umgebung vorwiegend Sande auf, gcgen NO wird das Material immor grobej, bis wir bei dem zweiten der oben geschilderten Profile nur Schotter und Gerolle finden Stellenweise finden sich Charaktere einer Torrentialbildung, doch haben wir es offenbar nicht mit einer solchen in reiner Ausbildung zu thun, da sich in diesein Niveau Wirbel eines Cetaceen, vermuthlich einos Bartenwales gefunden haben Die wahrschcinlichste Annahmo ist wohl die, dass hier ein oder mehrere sand- und gerollcfiihrende Bachc ins Mecr miindeten Von Conchylienrestcn fimdet sich in diesem untercn Geroll- und Sandhorizonte fast gar nichts, dagegen ist dcrsclbe ziemlich reieh an grosscn Wirbelthicrresten; leider sind os moist Extremitatsknochcn, die durch Abrollung so stark golitton haben, dass oine Bestinimung in der Kegel nicht moglich ist; mit Sicherheit konntcn godcutet werden Molaren von Mastodon angustidens Cuv rig i na l Dinolherium bavaricum Myr um of C om pa rat ive Zo o log y( Ca mb ri dg e, MA ) ;O Ausserdem liegcn Wirbel vor, welche allcr Wahrscheinlichkoit nach zu Cetotherium gehorcn Uber dicsen Sand- und Gerollschiohten folgt ein bedeutender Complex von sehr mannigfaltiger petrographischer Entwickelung, den wir als den mittlcrcn Horizont bezeichnen; die Gcstcine, welche diese Abtheilung zusammensetzen, sind graue und griinlicho Thone, Mergcl, Geroll und Sand, zarte Oolithe und erdigo Braunkohle; Reste von Organismen sind (lurch undeutliche Spufen von Pllanzen, durch zahlreichc gut erhaltene Binnenconchylien und vor Allem durch Uberbleibsel von Wirbelthieren vertreten, unter welchen die Knochen gerade wie in den sarmatisehen Thonen von Nussdorf und Hornals bei Wion dunkcl schwarz- oder graubraun gefarbt sind Mit Sicherheit konntcn von diesen Resten bestimmt werden: 1'hocapontica Eichw the Mu se Cetotherium priscum Brandt Dig itis ed by t he Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of Es sind das Formen, welche im pontischen, pannonischen und im Wiener Bccken zu den bczcichnendsten Vorkommnissen der sarmatisehen Stufe gchiircn Ausserdem sind noch verschiedene Knochenrcste von Wicderkiiucrn und Mastodonten zu nennen, die aber einc sicherc Erkennung der Art nicht zulassen Unter den Stiicken, fttr welche zwar keine genaue Angabe der Schicht vorliegt, in der sie gefunden wurden, welche aber nach der charakteristischen dunklen Farbung hicrher gelmren diirften, sind noch zu nennen ein Astragalus von Rhinoceros und ein Ilornzapfen einer Antilope." Die Sttsswasserconchylien dieses Eorizontes gehiiren jener Fauna an, welche schon friiher theilweisc durch Ferussac, Tschichatschcff, Fischer und R llocrnes bekannt geworden ist (vergl oben die Dor einzige Molar von Mastodon angustidens, welcher vorliegt, ist (lurch die sohr starke Entwickelung des rttckwiirts gelogenen Talon ausgezeichnet; dieser ist so gross, dass man ihn fast als ein viertos Querjooh dcuten koimto Es ist das cine jener interessanten UbcrgangHlbnneu Ewisobeil Trilopliodontcn und Tetralophodonten, auf welche Vacek (Mastodonten der Osterreichisohen Monarchic) oingoliend aufwerksam geipacht hat; derselbe oitirt iihulieho Vorkommnisse aus dem Flins des Isar-Thales bei Mttnchen, von Eibiswald in Steiermark, von Steinheim, Veltheim u s w Uber das Vorkommen von Antilopcnresten in sarmatisehen Schichtcn, vergl Th Fuchs, Verhandl der geolog Itoichsanst 1878, p 58 Denkschrlfton dor mathom.-naturw 01 XL lid Abhandlungon von NichtmUgliodorn YV 362 Frank Calvert und M Neumayr i bi olo gie ze ntr um at Literaturiibcrsicht); die Gchiiuse sind in einem zarten, grauen bis griinliclien, bisweilcn sandigcn Thone cnthaltcn, weleher die folgenden Arten geliefert hat: Anodonta Ilellespontica Fisch Unio Steindachneri n f „ Spratti n f „ Dardanus n f „ n f (2 Artcn.) Neritina Scamandri n f Melania Ilellespontica n f „ cf Esoheri Mer p:/ /w ww bio div ers i tyl ibr ary org / ;w ww Melanopsis buccinoidea 01 Troiana II o o r n B „ acanthicoides Ho cm „ Bergamena n f „ Abichi n f „ granum n f Bythinia indet Helix indet Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co m pa rat ive Zo o log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He rita g eL ibr a ry htt Ausser diesen werden noch von Fcrussac offcnbar ans demsclben Niveau („zusammcn niit Mel costata = Mel Troiana Hoern bei Sestos") Mel incerta For., von II Hoernes Vivipara Heotoria R lloern bcschricbcn, wclche sicli untcr unseren Matcrialicn niclit vorfanden Walirend all diese Conchylicn limnischcr Natur sind, wcist das Vorkommen von Phocct und Cetotherium darauf liin, dass diesc mittlere Abthcilung des Darclanellcntertiar keine reine Riisswasserbildung ist, sondcrn vermutlilich aus wechsellagernden Mccrcs- und Birmensedimcnten bcstclit Wcnn audi dcr Umstand, dass Seehuude sich jetzt im Baikalsee aufhaltcn, zur Vorsicht bezllglich dcr /'Aoca-Bcstc mahnt, so ist doch das Vorkommen cines Bartenwales wic Cetotherium cntschcidend Ubcrdies deuten die zartcn Oolithc, wclche dem Complexe eingeschaltet sind, auf marincn Ursprung Ausserdem finden sich Excmplarc cincr dcr obcn gcnannten Molluskcnartcn, der Melanopsis Troiana, wic Tscliichatsclieff und Fischer erwahnen, in einem marincn Kalke eingescliwcmmt, weleher zalilrcielic Bivalven enthalt, und cin llandstuck dicscr Art befindet sich untcr den von Gclieimrath Virchow gesammeltcn Materialien; cs ist sarmatischer Kalk in typischer Entwickclung, soweit dcr Erhaltungszusland cin Urtheil gestattet mit Mactra podolica und Tapes gregaria Welclicm Horizonte diesc Vorkommnissc angehiiren, lasst sich allcrdings vorlaufig nicht sicher angeben, doch ist es wahrscheinlich, dass sie aus unseren mittleren Schichten stammen Von anderen Vorkommnisscn, die aller Wahrschcinlichkcit nach in die mittlere Abtheilung gehoren, ist cin grobkorniger, ctwas thoniger, eisenschtissiger, jc nach der Oxydationsstufc des cnthaltcncn Eiscns graugrtlner his branner Sandstein zu nenncn, weleher einzeln ungefahr bohncngrosse StUcke von weisscm Quarz enthalt; dcrselbe fiihrt in ziemlichcr Anzahl Abdrlicke und in Brauneisenstein verwandcltc Stcinkernc dcr schon oben erwShnten Melania cf Escheri M c r., ferncr unbestimmbare Restc von Bythinia und Unio oder Cyrena Endlich schcint dersclben Schichtgruppe einc Anzahl undcutlichcr und daher nicht genau bestimmbarer Steinkernc anzugchorcn, welche in einem gclbgraucn, thonig-mcrgcligcn Sandsteine erhalten sind, es treten untcr denselbcn zwei Artcn grosser Planorben auf, von welchcn dcr einc, soweit der rohe Erhaltungszustand cin Urtheil gestattet, sich dem Phnorbis comu Brngn., der andorc dem Plan Thiollierei Mich, njihert Ferner liegen mehrcre Helix, wie es scheint aus den Untergattungcn J'omatia, Zonites und Bentataenia auf, endlich zerdrtickte Hivalvcn, welche auf Melanopsis Ilellespontica Fischer zuruckzufiihren scin dttrften, obwobl einc genauc Dcutung niclit moglich ist Die oberste Abtheilung der tertiiiren Rildungcn enthalt in grosser Entwickclung marine Kalke, welche in ihreni Habitus stark variiren, auf deren ausfuhrliche Beschrcibung wir bier nicht cinzugohen brauchen, da sie in typischer Entwickclung die Hauptabanderungen dcr sarmatischen Mactrakalke darstellcn; specicllc Erwahnung vcrdiencn nur cinzelnc ganz aus Muschclschalen bestehende Vorkommnissc von rein wcisscr Farbc, welche leicht krystallinische Structur angenommen haben und gewisscn Muschelbreccien des Jura, wie Hicrlatzschichten, l'osidonomyengesteincn der Klausseliichtcn, manchen Varietiitcn dcr Rogoznikcr Muschclbrcccie ahnlich werden 363 Die jungen Ablagerungen am Hellespont Tapes greg aria Part sell Ervilia podolica E i chW m at Die Fossilicn der Kalke, wclclie solum B ITo ernes anfiihrt, sind in dcr Hegel schlecht als Abdrucke und Stcinkerne erlialten; die folgenden Formcn konnten mit vieler Wahrscheinliclikcit bestimmt werden: ;w ww bi olo gie ze ntr u Mactra podolica Ei c h W Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo a df rom Th eB iod ive rsi ty He rita ge Lib ry htt p:/ /w ww bio div ers ity lib r ary org / Die festcn Vorkommnissc dieses sarmatischen Kalkcs diencn seit altcn Zeiten als Baumatcrial; wie die iibcrcinslimmcndcn Bildungen bei Wien nnd Odessa als solclics verwendct werden, wie die gewaltigen Stadtmancrn von Constantinopel aus Mactrakalken aufgefllbrt sind, so bestehen audi die Sltesten Anlagcn in den Sehlicinann'scben Ausgrabungen bei Hissarlik aus demselbcn Stein, er hat das Material fur Alexandria, Troas und andere antike Stiidte, wie i'lir die mittclalterliclion Mauern vonTschanak-Kalessi geliefert, und wird nocli jctzt in dcr Umgcbung der Dardanellen iiberall in derselben Weise bcnlitzt Ausser den Kalken entliiilt die obcre Abtheilung nocbThone, Ocriille und Sande, wclclie mit den erstcrcn in Vcrbindung stelicn und damit scbliesst die Schichtfolge des Tertiar gcgen oben ab Beim Versuche, das Alter der einzelnen bier bcsproclicnen Horizontc festzustellcn, liefern una die Kalke mit Mactra podolica, Enriha podolica u s w die beaten Anbaltspunktc; cs kann keinem Zweifcl unterlicgen, (kiss dicselben dcr aarmatiaohen Stufe, also dem obcrsten Miociin angehrjren Die sarmatisclicn Kalke liegen in dem oberen Niveau von RenkiOi; in den mittlercn Schichten haben wir eine grosso Anzahl von Binnenconchylien, wclclie aber fast alio ncu oder wenigstens der Localitat eigenthttmlicb und daher fiir die Altersbcsliiiimung wcrtblos sind; nur Melanopsis praerosa komuit sebr verbreitet lebend und fossil vor, Melanopsis Troiana bat sich auch bei Constantinopel gefunden und liegt auch bier unter den sarmatisclicn Mactrakalken, ohnc (lass una dicse Vorkommnissc weitcrcn Aufschluss geben Das Auftretcn einer Form aus der Gruppc dcr Melania Escheri deutct nur ganz allgemcin auf Zugeborigkeit zum Miociin Dagcgen sind Phoca pontica und Cetotherium priscum zwei ganz oharaktcristischc Formen der sarmatisclicn Ablagerungen, wclclie mil; Beatimmtheit fur die Einrcibung in dieses Niveau sprcchen, und ebenso zeugt dcr Umstand fiir diese Aiiffassung, dass Melanopsis Troiana sicb audi in den Mactrakalken verscbwemint findet, obwohl dieses Vorkommen sich auch damit erklaren liessc, dass Theilc der Stisswasserscliichtcn vom Mcer crodirt warcn und die Biunenconcbylien sich auf secundiircr Lagerstatte befanden Entschcidend sind jedoch die oben genannten Siiugetliicrreste, und ich schliessc micli dahcr der schon von R Ho ernes : getiussertcn Ansicht an, dass wir cs mit eincm altcrcn Tbeile dcr sarmatisclicn Stnfe zu thun haben Die Sand- und Gerbllablagerungen, welcbe in der unteren Etagc des Dardanellentertiiir liegen, gestatten kcine priicisc Altersbcstimmung; das Vorkommen von Mastodon angustidens und Dinotherium bavaricum deutct nur ganz allgemein auf miocanes Alter, olme dass sich entscheiden liesse, ob wir cs mit Aquivalenten der erstcn oder zweiten Mediterranfauna oder dcr sarmatischen Bildungen zu thun haben; auch die eigenthiimlicbc Form des vorliegcndcn Backenzabncs von Mastodon angustidens mit dem stark cntwickelten Talon gibt keinen aicheren Anbaltapunkt, da derartige Vorkommnisae sieh in verschiedenen Horizonten flnden Das Auftreten vonWirbeln, welche zu Cetotherium oder ciner verwandten Form gchorcn, wiirde fiir sarmatisches Alter sprechen, obwohl nicht zu vergessen ist, dass Bartcnwale sich auch schon in altercn Miocanschichten finden Die stratigraphisclien Vcrhaltnissc ihrerseits dcutcn eher auf vorsarmatischen Ursprung, da der in Frage stchende Complex unter den Ablagerungen mit Melanopsis Troiana liegt, welche ihrerseits von den Kalken mit Mactra podolica bcdeckt werden Unter diesen Umstanden muss es zweifelliaft bleiben, ob wir es mit eincm tiefsten sarmatischen Niveau oder schon mit eincm Vertreter eines altcren Miocanhorizontes, etwa der jlingeren Mcditerranstufc (Tortonien) zu tbun haben Sehen wir von den unmittclbaren ortlichen Verhaltnisscn ab, und betrachten die allgcmcine Verbreitung der einzelnen Tertiiirstufen in dcr Levante, so spricht diesc allcrdings gegen die Einreihung in die zweite i L c w* Frank Calvert und M Neumlayr 364 Bio div ers ity He rita ge Lib r ary htt p:/ /w ww bio div ers ity lib rar y org /; w ww bi olo gie z en tru m at Meditcrranstufe, da aus der ganzen unmittelbarcnUmgebung des schwarzcn Mecrcs, des Marmaramccres und des griechischen Arehipels nirgeuds eine Vertrctnng dieser Etage durch marine Bildungen bekannt ist, und daraus mit der grossten Wahrseheinlichkcit gefolgert warden kann, dass dieses ganzc Areal zu jener Zcit ohne Meercsbedeckung gewesen sei Uber das Alter der rotlien Mergel, wclclie an der Basis der Tertiarbildungen auftreten, liisst sicli ebenso wenig ein bestimmtes Urtlicil fallen, wic im vorigen Falle; Versteinerungen aus denselben liegcn nicht vor, und wir haben demnaeli zur Altcrsbestimmung den einzigen Anhaltspunkt, dass sic noch unter den cben besprochenen Gcroll- und Sandschichten liegen Bei der bisherigen Discussion des Alters der Schicliten dienten die Mactrakalke aus der obercn Abtlicilung des Tcrtiars der Dardanellen als Ausgangspunkt, von dem aus wir nach abwarts die einzelnen Ilorizonte, zu verfolgen versuclit haben Diese Kalke konnen aber nicht das oberste Niveau darstellen, sondern tibcr ihnen iiuiss noch cine andcrc jiingerc Bildung vorhanden sein, welche paliiontologisch schr deutlich nachwcisbar ist; unter den Wirbclthierrcsteu von Benkioi liat sieh einc Anzahl von Artcn gcfunden, welche anderwiirts an alien Localitaten der Fauna des Mastodon longirostris angchoren, also dcvjenigcu Fauna, welche im SO Europa's die auf der Grcnze zvvischen Miociin und Piiocan stehendc pontische Stufc charakterisiit Von solclien Formen sind zu nennen: Mastodon longirostris Kaup Hip pother ium gracile Kaup Camelopardalis attica Gaudry ow nlo a df rom Th e Tragoceros amaltheus Wagn 1'alaeoreas sp Sus erymanthius Wagn Dig i tis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge , MA ) ;O rig i na lD Die Z&hne, nach wclchen diese Bcstimmungen gemacht wurden, konnen nicht aus der sarmatischen Stufc stammen, und dassclbe ist walirscheinlich beztlglich cinzelner Hornzapfen und Hufe von Antilopen der Fall Es ist daher zu vermuthen, dass diese Formen aus eincr oborstcn, die sarmatischen Kalke bedeckenden Lage pontischen Alters herrUliren; in der oberen Abtheilung trctcn (ierolle und Sandc auf und cs ist walirscheinlich, dass diese es sind, welche cin jltngstcs Niveau mit den genannten Saugcthicrcn darstclleu, das bisher von iiltcren, petrographisch iihnliclicn Bildungen noch nicht unterschieden worden ist Im bisherigen Verlaufe wurden nur diejenigen Wirbelthierroste aufgeluhrt, ftir welche entwodcr das Lager nach directer Beobachtung mit Sicherheit angegeben werden konnte, oder fllr welche nach wichtigen Wahrschcinlichkeitsgrlindcn, z B nach der mit andcren Vorkommnissen derselben Localitat tibereinstimmcridcn Erhaltung, oder nach der Analogic des Auftretens in andercn Gegenden das Niveau bestimmt werden konnte Damit ist aber noch nicht die ganze Menge der Formen erschopft, und cs folgt daher hier ein Vcrzeichniss aller Beste, welche bestimmt werden konnten Allerdings liegt noch cine hedcutende Zahl von Stiickcn vor, deren Deutung nicht gelang; es sind das mcist beschadigte und stark aligcrolltc, haufig ganz zertrummevto Kohrenknochcn, Wirbclkorper, Rippcn und vcreinzclte Fusswurzclknochcn, auf die ich hier nicht weitcr cingehe Die nachfolgcnde Liste zahlt unzweifclhafte Vcrtreter der Fauna des Mastodon angustidefis und solche der Fauna des Mastodon longirostris auf, und cs wurde versucht, so weit als moglich zvvischen denselben zu untcrscheiden, und die Angchorigen der erstcren Fauna sind mit einem, die der letzteren mit zwei Sternchon bczcichnct; Vorkommnisse unsichcrcn Alters sind ohne Bczcichnung gclasscn Dock muss ausdrtlcklich hcrvorgchoben werden, dass diese Schcidung bei den moisten Formen nicht auf Grund der hier bcobachtcten Lagerungsverhaltnisse; sondern nach Analogic ihres geologischen Vorkommens in andcren Gegenden vorgenommen wurde Castor cf subpyrena.icus Gorv n f (aff C JaegeriKauip.) n n f * Mastodon angustidens Cuv ** _ longirostris Kaup *Dinotherium bavaricum Myr (2 Molarcn.) Beztlglich dieser unci dor beiden folgenden Arton vergleiehe unten im palaontologiachen Anhange Die jungen Ablac/erimgen am Hellespont Rhinoceros (Astragalus mid Fragment eines Molars.) **IIippotherium gracile Kaup **8us erymanthiue Wagn.2 ) '"'Listriodon splendens > Zfthn.6 ** Camelopardalis attica Gaudry) **Tragoceros amaltheus Wagn "t ) Zabnc, Horn% *Palaeoreas a ) zapfen, II life *Antilope (Hornzapfen mid ein Epistropheus aus der mittleren Scliicht) Vrodremotherium elongatum Filli * 365 p:/ /w ww bio div ers ity lib rar y.o rg/ ;w ww bi olo gie ze ntr um at *Phocapontica Eichw (Femur, Tibia, Fibula, Rippen), *Cetotherium priscum Brandt (Scbwanzwirbel) *Cetaceorum gen indet (Niclit sicker bestiminbare Wirbel aus der untercn Scliicht, viellcieht ZU (Jetotherium gchorig.) Delphinus indet (Wirbel.) Squalodonf Zahnfragment mit gezaektcm Rande 'Trionyx Panzerplatten mid ExtremiEmys (zwei Arten) ) tiitsknochen Percoidarum genus indet :! rig i na lD ow n loa df rom Th eB iod ive rsi ty He rita ge Lib r ary htt Nach diesen Daten kaim kein Zweifel herrsclicn, dass sowohl die, Fauna, dcs Mastodon angustidens, als diejenige des Mastodon longirostris vcrtrcten sci Die crstcre 1st in ciner Form entwickclt, welcke namentlicli (lurch das liiiuligc Auftreten vonPkooa po»tioa, Oetotheriumpriscum und Trionyx auffallend mit den VorkommniKscn dcr sa.rmafisclicn Stufe iibcreinstimmt, wie sic im Wiener licckcn und iin pannoniscken und pontisclicn Beckon a,uftritt, i'iir dercn marine Glicdcr demnacli am Siidrando des sckwarzen Mecres keine Vcrbrcitungsgrenze vorbanden war Die jiingcre Fauna erinncrt in ilircr Zusammcnsctzung selir an die Vcrgcscllscliaftung der Tliiere bei Pikcrnii, indem cine Anzakl von Fornien an den Dardancllen aul'tritt, die entweder bei Pikerini sekr hixufig, anderwarts dagegen seltcn, odcr biskcr ganz auf die genanntc Localitat in Attika beschriinkt sind; von solckcn Arten sind zu nennen : (Jamclopardalis attica bri dg e, M A) ;O Sus erymanthius Tragoceros amaltlieus the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca m Dagegen ist eine Abweiehuiig insoferne zu bcnicrken, als bei RenkiBi Mastodon longirostris auftritt, wahrend bei Pikcrmi nocb koine typischen Reste ervv.achsener Thierc diescr Art bekannt sind Jedcnfalls aber Sprioht das Erscheinen dcr drei obengenannten Typen am Hellespont dafiir, dass eine directe Landvcrbindnng mit Griecbcnland zu jener Zeit vorbanden war, wie dies friilier sclion aus anderen Griindcn angenommen worden war Von grossem Interessc ist das Vorkommen dcs Vrodremotherium elongatum, eines Thieres aus der merkwUrdigcn Fauna der Phosphorite von Quercy in Sud-Frankreich; das Niveau, welcliem bier Prodremotherium angchort, liisst sick allerdings niclit genau bestinunen, da die genanntcn Phorphorite Fossilrestc verschiedenen Alters gemengt cntlialten Zum Schlusse kiinnen wir liicr nock darauf aufmerksam maclicn, dass gcrade die Umgcbung von Troia und das sigaiscke Vorgebirgo zu denjenigen Localitaten gehiiren, an welcben nack den Sagen des Alterthiims die gcwaltigen Rcstc von llcroen und Riescn aufgeiunden worden sind Da wir nun geseben kaben, dass gcrade bier grosse Knochen und Zahnc von Mastodon und Dinotherium in zicmlicher Iliiutigkeit auftreten, so kann wold kaum ein Zwcifcl bestehen, dass dcr Bericht, nach welcliem bier die ungeheuren Gebeine des Telemoniers Aias entdecktworden seien, durcb die Entdeckung von Skeletttheilen derartiger Proboscidier ver- Dig itis ed by anlasst worden sei.* Der Astragalus ist aus der mittleren Scliicht und gehOrt dahcr dor Fauna des Mastodon angustidens an Dieso Bestbxunungen rtlhren von Herrn Prof Fraas in Stuttgart, weloher den Wunscli ausserte, die vorliegcnden Reste von Sohweinen und Wiederkfiuern zu untersuchen Wir sagen ihm i'iir die Mittlieilung seiner Resultate den besten Dank :) Nicht genau bestimmbare Roste, die nach dem Urtheile von Herrn Director Steindachner, wclchor sic aid' meine Bitte zu untorsuchcu dio Giito hattc, alter Wahrschcinlichkeit nach einem grossen Percoidcn angehoren Vergl oben den Anhang von M Ho ernes zu M Noumayr, Der geologische Bau der Insel Kos 3 66 Frank Calvert und M Neumayr en tru m at III Quaternarbildungen Dig itis ed by t he Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu of C se um Ostrea lameUosa Brocchi l'ecten varius L „ glaber L Lucina leucoma Turt Di'plodonta rotundata Mtg Cardium edule L Pectunculus pilosus L Area Noae L Venus verrucosa L Ta,pes cf Dianae Req.1 „ aurea Mtg Cytherea Chione L Artemis exoleta Gray Mactra triangula Ren Mesodesma donacilla Lam Donate venusta Poll Eastonia rugosa Adams om pa rat ive Zo o log y( Ca mb ri dg e, MA ) ;O rig i na l Do wn loa df rom Th e Bio div ers ity He rita ge Lib r ary htt p:/ /w ww bi od ive rsi tyl ibr a ry org / ;w ww bi olo g iez Die Tcrtiiirablagerungen sind, wic im vorigen Abschnittc gezcigt wurdc, tlicilwcise aufgorichtet und gestort, und bilden ITiigcl von ctwa 800' Ildlic an beiden Ufern des Hellcspontes; ilmcn discordant an- und aulgelagert, treten in der Strasse der Dardancllcn junge Mecrcsbildungen auf, welche nirgends holier als 40' iiber den Secspicgel ansteigen; sic liegen liberall horizontal, nur bei Nagara, dem alteu Abydos, fallen sic etwas gcgen das Meer cin, wobei es noch uncntschieden bleibcn rnag, ob man es bier mit eincr tektonischen Aufrichtung oder mit eincr Abrutscliungserschcinung zu thun babe Die Verbreitung diescr Schichten ist eine ziemlich bedeutende; die grosstc Entwiekclung linden sic zwischen Abydos und Lainpsakos, wo iFire Brcite cine (englische) Meilo ttbersteigt, nachstdem bei Gallipoli; ausserdem zeigen sie sich bei Sestos, Tschardak und im Becken des Rhodius (bei Tschanak-Kalessi) Die petrographischc Entwiekclung ist eine verscliiedene; am baufigsten treten mehr odor wenigcr feste Conglomerate aus Gcrollen, Hand und Muschelgehiiusen auf, die stellenweise aueh in lose Anhaufungcn dicser Materialien iibcrzngehcu scheinen Bei Abydos ist der untcrc Theil der Bildung aus Thon und Sand zusammengesetzt; bei Gallipoli bestehen die Ablagerungen aus hartcm daucrhaftcn Gestcin, das sehroffe Klippen gcgcn die See bildet, und auf welchem ein Theil der Stadt steht Diese festen Miischclbankc wcrden jctzt violfach als Baumatcrial verwendet and scheinen audi schon im alten Abydos zu diescm Zwccke gedient zu liabcn Die zwei Profile, Taf I, Fig und 4, stellcn die Lagerung der jungen quaternarcn Mecrcsbildungen und ihrc Bczichungcn zum Tcrtiiir dar Bei Gallipoli (Fig 3) stehen aufgerichtetc, gegen das Land einfallende Erosionsrestc tertia'rer Ablagerungen an und wcrden von den zu 30—40' ansteigenden horizontalcn Miiselielbanken horizontal Uberlagerr, welche sehroffe Absttirzc gcgen den Hellespont bilden Am Rande der Rhodius-Ebene bei Tscbanak-Kalessi steigen iiber den FlussalluvienTcrtiiirhiigel zu ciner Hohe von ctwa 150' an und sind auf den Hohen von jungen Gcrollen bedeckt An den Gchiingen bilden die quaternaren Mcercsschiehten eine Terrasse; sie bestehen aus vielen Muschelschalcn, gemischt mit Material der Tcrtiiirbildungcn und vcrschicdencn Gei'ollen und sind von Gehangcschutt theilweisc liberstiirzf Die Fossilien aus den jungen Musehelbiinken, welche thcils von Abydos, theils aus dem Rhodius-Beckcn bei Tschanak-Kalcssi, stammen, sind folgende: Tellina fragilis L „ planata L Solen vagina, L Patella indet Trochus albidus Grm _ cf striatus L Oerithium vulgatum B r u g „ scabrum Scalaria communis L Natica indet Conus mediterraneus IIwass Columbella rustica L Nassa reticulata L Cyclope neritea L Murex trunculus L I/ithotamnium Die Stiickc, wolcho hier als Tapes cf Dianat Req citirt wcrden (Taf II, Pig 7, 8), sind abgerundct drciscitig, glcicliklaiipig, uuglcicliscitig sclir dickschalig; die Hintcrscitc stumpf gekiclt, mit senkreclitem Abl'allc, das Ilintcrcndo Die jungen Ablagerungen am Hellespont 367 p:/ /w ww bi od ive rsi tyl ibr a ry org / ;w ww bi olo g iez en tru m at Von 33 Formen konnten 29 mit Sicherheit bestimmt werdcn; von diesen sind alio mit Ausnahme von Tapes of Dianae noch jetzt lebende Mittelmeorformen, rucist von sehr grosser Verbrcitung; Eastonia rugosa sclicint cine friiher viol nielir verbreitete and jetzt in ilirem Vorkommcn beschrankte Art zu sein Es cntstcht die Frage nach dem Alter diescr Fauna; die grossc Uberzahl der nocli jetzt lebenden Typen, sowie der Umstand, dass die Ablagerungen, welche die Reste enthalten, nirgonds holier als 40' liber dem Meeresspiegel sich erheben, spricht entschicden fiir diluviales Alter Der cinzige Umstand, welcher Bedenken eiTcgen kontite, ist das Vorkonimen einer grosscn ausgestorbenen Muschel, der Tapes of Dianae Trotzdeni kann auf das Vorliandensein einer einzclnen Form uiclit so viel Gcwicht gelegt werdcn, dass diescr Umstand allcin cine Andcrung der Altersbestimmung nothweudig machen wiirde, zumal in Corsica cine rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of C om pa rat ive Zo o log y( Ca mb ri dg e, MA ) ;O rig i na l Do wn loa df rom Th e Bio div ers ity He rita ge Lib r ary htt gesobn&belt, abgestutzt, Vordersoitc zwar ktirzer als die Hinterseite, aber doch ziemlich vorspringend, gerundet Untercr Rand glelchmftssig gerundet Wirbel krftftig, vorspringend etwas gedreht Keinc scharf begrenzte Lunula Schloss in jeder Sohale mit drei divergfrenden Cardinalzfthnen; in der rechten Klappo ist der vorderc Zahn sehr klein, der mittlere gross and deutlich geapalten, der hintere etwas kleiner mid nur mit einer Rinne versehen; in der liuken Scbale ist der vordere Zalm grosser und oben gefurcht, der mittlere Zahn wie in der rechten Klappe, der hintere da.gcgen klein und ungetheilt Die Schalenoberflfiche ist bei keinem Exemplare ganz erhalten; wo dieselbe beobachtet wcrden kann, ist sic mit groben anregelmSssigen Anwachsstreifen bodeckt, welche nach vorne an StSrke zuznnehmen scheinen Im Inneren sind die Muskeleindrticke sehr stack, der vordere etwas kleiner, aber krSftiger als der hintere Manteleindruck krSftig, mit mittelgrossor Bucht Liingo des grOssten Exemplares 78'"°, Breite 66'°'", Dicke ungef&hr '18""" Die goschnabclto und abgestutzte Form des hinteren Endes tritt nur bei ganz aitcn Individuen stark horvor, bei jilngeren ist der Umriss hinten wie vorne mehr gerundet Dicse unausgewachsenen Individuen erinnern in ihrem Habitus an Tapes rotundata Untcr alien Formen, die sich in dor Literatur findon, sind drei, welche die grosste Ahnlichkeit mit unscrem Vorkommen zeigen, zunBchst Tapes Dianae Req (Loccard, Description la Fauna dor terrains tcrtiaires moyens la Corse, 1877, 1) 100, Taf VII, Fig 1—3) und T senesaens Dot! or loin (Cocconi, Enumeraziono sistcmatica doi mollusehi miocenici c pliocenici delle provincie di Parma, e dl Piacenza, 1873, p 273, Taf IX, Fig l, Aus den Mcmorie dcll'Accadcmia dellc scienzo doll' Istituto di Bologna) Die Abbildung von T Dianae stellt cin ziemlich kleines Individuum dar, welches von ausgewachsenon Exomplaren der Muschel aus den Dardanellen durch ziemlich bedeutende Dicke und gcrundete Form abweicht, dagegen von jungen Schalen derselben nicht zu unterscheiden sein dttrfte; 7' Dianae stammt aus Brccentcn'' Ablagerungen der Insol Corsica; von derselben LocalitBt lfcgt in dor Ecole des mines in Paris ein Exemplar, welches mit uusoren Vorkommen in fast alien Punkten ubereinstiimnt und sich nur dureh das Vorhandensein einer scharf begrenzten Lunula und etwas engere Mantelbucht unterscheidet, wie aus einer Zeichnung und Boschroibung hervorgoht, die mir Ilcrr Tournouer in Paris gtttigst mittlieilto GHeichzeitig erfuhr ich von Herrn Tournouer, dass die von ihm aus Kos (vorgl_ oben) als T Dianae citirte Form sich dureh genau dieselben Merkmale von dem corsischen Exemplare der T Dianae in der Ecole des mines untorschcide Untor diesen Umstanden diirfte die jungpliocane Form von Kos und die quarternare von den Dardanellen ganz iibereinstimmen T Hcnescens aus dem alteren Pliociin von Castel Arquato untorschcidct sich durch gestrccktere Form Im Hof-Minoralioncabincte liogt ein von unserom Vorkommen kaum unterscheidbares Exemplar von Doderloin als T decipiens Dod bezcichnet Loider ist die Fundortangabe nicht zu entziffern; violleicht lautet die Localitiit „Crespine" Von andercn Vorkommnissen ist die von Fuchs und Bittner als '/' rotundata bcstimmle Form von Kos, wolclie von Tournouer's T Dianae etwas abwoiehen diirfte (vergl Neumayr, Der geologische Ban der Insel Kos und die Gliederung der jungterti&ren Binnenablagerungen im Gebiete des Archlpels.), sehr verwandt, unterscheidet sich jedoeh durch Un ive sohmfilere, gegen rttckwfirts gestreoktere Gestalt Dig itis ed by t he Ha rva rd Von der typischen T rotundata Brocchi untersclieidot sich unsere Form durch viol bedeutendere Grosse, sehr dicke •Schalc, steilon Abfall und Kiolung der Hinterseite, kiirzero Vordcrseito und einzelne Details der Schlossbildung, namcntlich in der Stellung des vorderen /alines dor rechten Klappo Uber die Stellung der Tapes von don Dardanellen konnte untor diesen Umstiindon kein definitives Urtheil geffillt werden; eino direote Identification mit T Dianae ist vorlaufig nicht moglich, da, ziemlich bemerkenswerthe Untersehiede vorhandon sind: allevdings mochto icli dem Fehlec der Lunula, in diesem Fade nicht allzuviel Werth beilogon, da dieselbe bei (bm Stiieken von den Dardanellen zwar bei gutor Erhaltung allerdings nicht vorhandon ist, wohl aber eine scharfo Lunularlinie da hcivortritt, wo die oberste Schalonschichte abgewittert ist Es ist daher moglich, dass die Dardanellenform, sowic T Dianae und senescens zusammengczogon werdcn miissen Jedenfalls ist es von Interesse, dass in zwoi weit von einandor entfernten Gegeuden des Mittolmoeres, in Corsica und an don Ufcrn des Hellespont mindestons iiberaus verwandte Formen von Tapes sich bis in die Quaterniirzeit erhalten haben und soither ausgestorbon sind; eino rationollo Bearbeitung wird aber erst mit grossem Material von verschiodenen Localitiiten moglieh sein, welches die Constatirung der allmaligcn Abanderungen dieser Formcnroihe gestattet 368 Frank Calvert unci M Neumayr iod ive rsi ty He rita g eL ibr a ry htt p:/ /w ww bi od iv ers ity lib rar y.o rg/ ;w ww bi olo gie ze ntr um at ganz ahnliche, wenn nicht identische Form (Tapes Dianae Req.yJ in „reeenten" Ablagerungen vorkiimint Es ist namcntlich noch cin Vorkommen, welches die Auffassung, dass die Musclielbanke der Dardanellen diluvial scion, in holiem Grade bcstatigt; bei Gallipoli bat sicli am Mecresstrande unmittclbar am Fusse der stcilen Klippcn, welchc aus den hier in Rede stchenden Meeresbildungen bcstehcn, cin Stuck von schwarzem Hornstein gcfunden, cin typischcs „Feucrsteinmesscr", welches in unverkennbarcr Weiso die Spiiren mcnschlicher Bcarbeitung tragi; das Stuck ist ant'Taf II, Fig 25 abgebildct Sclion das Vorkommen iinmittelbar am Fusse der Klippe macht es sehr wahrscheinlich, dass das Messer aus dieser stamme, ganz besonders geht dies aber daraus hervor, dass an der eincn Seite des Hornstcincs noch das Conglomeratmaterial der Klippe hangt Es kann daher kcin Zwcifcl daran bestehen, dass das Steinmcsser aus den Miischclbankcn stammt, und dass der Mensch zur Zeit ihrcr Ablagerung jene Gcgenden schon bewohnt babe Unter dicscn Umstandcii wird roan dicse Bildungcn wohl mit Sicherheit als diluvial ansprcchen kcinnen Was die Form des Mcsscrs bctrifft, so ist dassclbe nur geschhigen, nicht polirt, doch goliiirt dassclbc nicht zu den Erzeugnisscn rohestcr Form, wie sic z B im Somme-Thal in Frankreich sich linden, sondcrn es erinncrt in der Technik cher an die Vorkommnisse der franzijsischen Rcntithierhohlcn und vcrwandte Typcn, sowie an die Vorkommnisse von Moustier m Th eB IV Zusammeniassimg Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca m bri dg e, MA ); O rig ina lD ow nlo ad fro Das Auftreten der jungen Ablagerungen, welchc in den vorhcrgclicndcn Abschnitten besprochen wurden, bictct einige interessantc Anhaltspunkte fiir die Beurtlieilung des Zustandes, in welchem sicli das nordagiiische Beckon zur Zcit ihrer Bildung befand; wir erhalten dadurcb cine Ergiinzung jener Folgeruiigen, zu welchcn einer von uns frllher in Bczielmng auf diesen Gegenstand gclangt ist ' Die Verbreitung der sarmatischen Schiehton, welche sicli bis zu 800' liber dem Mcercsspiegel erheben und eincn grosscn Theil der Kiisten zu bciden Seiten des Hellespontcs und namcntlich den thracisclien Chcrsonnes zusammensctzen, zeigt zunachst, dass der nordliche Theil des Archipels gcgen Ende der Miocanzeit mit ilcm Marmaramecrc zusammenhing und mit diescrn in fast ganz offener Vcrbindung stand Das Vorhandcnscin von Mactrakalkcn mit den typischen Bivalven, fern or von Phoca pontica und Getotlieriumpriscum bewcist, dass cine Communication audi mit dem grossen Beckon stattfand, welches sich damals von Wien bis zum Usturtplateau erstrccktc; allcin nicht wiilirend der gaiizen sarmatischen Zcit ist dies der Fall, denn die crste Halite dieses Abschnittcs ist sowohl bei Constantinopcl als bei den Dardanellen durch Siisswasscrbildungen crsctzt, von denen dagegen jenseits des Zugcs alterer Gcsteino ncirdlich von Constantinopcl, in welchcn der Bosporus eingeschnitten ist, keine Spur melir bekannt ist Es geht daraus hervor, dass hier ahnlich wie jetzt, zwischen einem nordlich und einem stldlich gelegcncn Wasscrbecken cine Stclle beschriinktcr Vcrbindung war, wenn wir audi nicht mit Siclierhcit annchmen diiri'cn, dass der Bosporus, wie er hcute vorhanden ist, schon damals cine Meeresstrasse darstellte; jcdcnfalls wird man in dieser Richtung jene niedrige Stelle westlicli von Constantinopcl im Auge behaltcn miisscn, in wclchcr Viquesnel sclion frllher cinen elicinaligen Canal zwischen Pontus und Marmarameer zu erkenncn glaubte,* Marine Entwickclung dor sarmatischen Schichtcn, Mactrakalke, crscheinen noch an der Westklistc der Troas und im tliracischen Chcrsonnes; wciter nach Stiden und Westen schcincn sic zu vcrscliwinden, sie sind in reiucr Entwickelung hier nirgends mchr gcfunden worden, nur auf der Ilalbinsel Kassandra bei Alliylos tretcn Ablagerungen aus ziemlich stark ausgcsiisstemWasser auf, welchc demselben Horizonte zu entsprechen scheinen.3 Welche Ursachen es gewesen seicn, welche das Vordringcn der marinen Fauna nach Stiden und Westen M Neumayr, Der geologische Ban der Inscl Kos Viquesnel, Emplacement du Bosphore a l'6poque (In (16pot (In terrain nnnntiulitiqiie Bullettos de la, wx'iete g6ologique France, 1840—50, p, 614 :! L Burgersteln, Seologische Untersuchuugcn im sftdOstliohen Thelle der ilalbinsel Chalkldike Die jungen Ablagerungen am Hellespont 369 ibr ary of the Mu s eu m of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca m bri dg e, MA ); O rig ina lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He rita g eL ibr a ry htt p:/ /w ww bi od iv ers ity lib rar y.o rg/ ;w ww bi olo gie ze ntr um at vcrhindcrtcn, ist hcutc scliwcr zu cnnitteln; die nachstJiegendeVermuthung ist wold die, dass das Marmarameer und das nord-agiiisebe Gebict damals, Jihnlich wie jetzt die Ostsee, ein mit dem Mecre in beschrankter Communication stehendes Becken darstellten, welcbeni durcli einmiindendc Fliisse und Nicdersebliige mclir Wasscr zugefUhrt wurde, als cs durcli Venhinstung verier, so dass in grossercr Entl'crnung von dcr Verbindungsstelle mit dem offenen Mccrc dcr Salzgcbalt mclir und inehr abnahm und limnische Bildungen zur Ablagcrung kommen konnten Diese Annalimc ist jedooh oicht siclier beweisbar; die Auwesenheit von grossen Massen junger Eruptivgesteine aufLemnos,Imbros,Tencdos, Lesbos, inderTroas und weithin an der klcinasiatiscbeiiKuste bis Smyrna und Tschesme wcist darauf bin, dass in diescr Gegend in dcr jiingcren Tertiarzeit bedeutende tektonische Veranderungen staltgefunden baben, und dass sicli bier cin altes Senkungsfeld befinde Bcriicksiclitigen wir dazu nocb die Vorgiingc, wclclie in jener Periode im stid-agaischen Gebiete und im offenen Becken des ostlicbcn Mittclmcercs staltgefunden liabcn,' so er scheint jedenfalls die Annabme, dass eine jetzt verscliwundene Landbarriere das sarmatische Mcer nach Siidcn abgeschlossen habc, als ebenso berechtigt, wie jene crste Hypothese Eine Entscheidung zwisclien beiden wird vielleicbt moglich sein, wenn die Inseln jener Gegend genau untersucht sein werden Mit dem Schlusse dcr sarmatisclicn Zeit zog sicli das Meer aus der Gegend des Hellespontes zurlick, und die pontisclie Stufe scheint nur durcli Geroll und Sandablagerungen mit den Kesten von Landsaugethieren vcrtreten, welcbe in ihrem Gcsainmtcharakter sicb dem Typus der Fauna von Pikermi ansclilicssen Schon oben wurde hervorgehoben, dass in Camelopardelis attica, Sus Erymanthius und Tragoceros amaltheus drci den Looalitaten in Attika und am Hellespont gemeinsam zukommende Artcn vorliegen, wclchc in ndrdlich und westlich gelegenen Gegenden sclten sind oder ganz fehlen; cs weist dies offenbar auf eine quer iibcr die Brcitc des jetzigen Sgaischen Meeres reichendeLandverbindung bin, wie eine solche aus andercn Griinden wahrscheinlich ist Eine specielle liervorhebimg dieses Verhaltnisses scheint urn so notbwendiger, als Tschichatscheff aus (Icm vermeintlichen Fehlen der Pikcrmi-Fauna in Kleinasien die Existenz eincs trennenden Meeres zwischen Kleinasien und Griecbenland ftir jene Zeit battc folgern wollen Eine Verbindung zwischen Propontis und Archipel war von da an nicht vorhanden, dicselbc war durcli die machtigen miocanen Sedimente pbliterirt; die Wicdcreroffnung eines Canales und zwar in der noch heutc vorhandenen Form der Dardauellen', wclclie tief ins Miociin cinschneiden, steht im Zusammenhang mit den Storungen der Tertiarschicbtcn, und ist wenigstens in ihrcr Anlage auf die Bildung einer Spalte zurlickzufUhren, welcher die Trachyte am Hellespont (nitsprechcn Dieses Ereigniss scheint sehr spat eingetreten zu sein, da die iiltesten marincn Ablagerungen, welche dem Mioctin des Hellespont discordant angclagert sind, dem Diluvium angehorcn Allerdings ist zu bcriicksiclitigen, dass das Fehlen des Pliociin nur einen negativen Anhaltspunkt bietet, und dass vielleicbt schon frtiher bier cin Flussthal existirt haben konnte, von dessen Ablagerungen Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL keinc Spur vorhanden ware Wie dem auch sein mag, jedenfalls ist das Meer erst in dcr Diluvialzeit bier eingedrungen, da pliocane Marinbildungcn audi dem ganzen nord-agiiischen Becken fehlen.2 Auf diescmWege erhielt das schwarze Mcer, abgeschen von den wenigen caspischeu Typen desselbcn, seine beutige Conchylienfauna und es ist daher von Inlcresse diese mit den Vorkomninisscn dcr diluvialen Muscbelbanke von Gallipoli und Tschanak-Kalessi zu vcrgleichcn Aus dem sebwarzen Mecre kennen wir bcute 90 Aften,3 aus den Muschclbiinken der Dardauellen konnten oben mit Sichcrhoit dercn 29 aufgcziihlt werden, und hicrunter linden sicli 15 gcniciusamc Vorkommnissc, namlich: M Ncumayr, Der goolog'isclio ]5an dcr Insol Kos M Ncumayr, Dor geologisclm Bau der Insol Kos Audi die marineo Ablagerungen auf Tenedos enthalten nach Spratt Conchylien, wclchc don jetzigen Mlttelmeerarten ahnlieh sind Quarterly Journal of the geological society, 1858, p 215 Sie durftcn diluvial sein^ :1 E v M ai-tens, IJber vorderasiatische Conchylien nach der Sammlung des Prof Ilausknccht, Cassel 1874 Douksclirit'toii dor mathum.-naturw CI, XL Bd Abhuudluugori von NiclitinitgHudoni -yy \y 370 Frank Calvert unci, M JVeumayr Murex trunculus L Nassa reticulata L Cyclope neritea L Conus mediterraneus IIwass Columbella rustica L Gerithium vulgatum B r u g Scalaria communis Lam Vecten glaber L rsi tyl ibr ary or g/; ww w bi olo gie ze ntr um at Pecten varius L Gardium edule L Lucina leucoma Turt Tapes aurea Mtg Mactra triangula Ken Mcsodesma donacilla Lam Donax venusta Poli of th eM us eu m of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb rid ge ,M A) ;O rig ina lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi ty He rita ge Lib rar yh ttp ://w ww bi od ive Es ist das eine vorhaltnissmJissig gcringc Anzalil idcntisclicr Formen bci so unbcdeutender raumlicher Entfenmng; dieser ziemlieli bedeutende Untcrsehied dttrfte wobl durcb den geringen Salzgehalt des scbwarzen Mecres zu erklarcn scin, welchcr vielen Arten die Existenz unnioglich macbt Weit grosser scbeint irn Vergleicbc daztt die Zalil der Arten zu sein, welcbe die qualernarcn Ablagcrungcn von den Dardanellcn mit der heutigen Bevolkerung dieser Mceresstrasse gemcin haben, doch sind unscre Kenntnisse dieser lct/iercn Fauna noch zu gering7 urn ein priiciscs, auf Zablen gestiltztes Urtbcil hieriiber ausspreeben zu konnen Specielles Interesse gcwinnen dicse jungen Ablagerungen nocb dadurch, dass aus dcnselben ein kSteininesscr vorliegt, welcbes bcweist, dass derMcnsch zu jenerZeit scbon die Ufer des Hellespontcs bcwohnt bat; allerdings ist der betreffendc Feucrslein nicht uiunittclbar aus der diluviscben Mnscbelbank herausgcuommen, sondern an deren Fuss aufgelesen, da aber die Tbcilo des Conglomerates nocb an dem Stiickc kloben, so kann kaum ein Zweifel an der Autlienticitat dcs Fundes bestebcn Mcnscbliche Ansicdclungon cxistirten dernnach bier scbon zu einer Zeit, als das Mecr nocb 40' hohcr stand als jetzt, und von einzclnen Conchylienarten bewobnt war, die jetzt ausgcstorbcn (Tapes cf DianaeJ odcr wcnigstcns aus den benacbbarten Gegenden verschwunden sind (Eastonia rugosaj Es ist dabei zu bemerken, dass das betreffendc Messer zwar nur gescblagcn ist, aber docb nicht jencm iiltesten und rohesten Typus angehort, wie ibn z 1! die bcarbeitcten Feuersteine aus den diluvialen (Icrollmasscn des Somme-Thales verratben Wir konnen dernnach, ohne uns allzu tief in Conjccturen einzulassen, die Mfiglichkcit zugeben, dass der Mcnsch in der Umgebung des jetzigen Arcbipels aucb schon ctwas friiber, mithin zu einer Zeit gclebt babe, in welchcr eine dirccte Landvcrbindung zwischcn den Kiistcn von Griecbcnland und Klcinasien noch cxistirte V PaliioHtologisclier Anhaug Wirbelthiere Dig i tis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary Die Mehrzahl der Wirbelthierreste gebort zu gut bckannten Arten, odcr es sind sehr unvollkommcnc Roste, die nicht niiher bestimmt werden konnten; in beiden Fallen ist eine eingcbcndcrc Discussion nicht nothwendig Ausserdem aber fanden sich einige Vorkommnisse, die hier einer Besprechung bediirfen In erster Linie sind das einige Zahne von bibcrabnlichcn Nagetbicren, welche mindestens drei Arten angch8ren; von welchen zwei sicher, die dritte vielleicht ncu ist Da von diesen Thieren nur wenigc isolirte Molarcn vorliegen, so habe ich mich nicht dazu entschliessen kOnnen, Arten aufzustcllcn und Namen fiir dicsclbcn zu geben, da eine hinreichende Charakterisirung nicht m(3glich ist; ich beschrankc mich darauf, die einzclnen Stticke zu beschrciben und mit den nachststehenden scbon bckannten Forrncn zu verglcichcri Castor n f ? Taf II, Fig l, Eine entschieden ncue Art ist durch eincn erstcn Molar des linken Untcrkicfcrs (Taf II, Fig 1) repriisentirt, welcber auf ein Thier fast von der Grosse des lebenden Bibers hinweist; der Zabn ist nicht sehr stark abgekaut; von den Schmelzfalten ist die an der Aussenscite befindliche scbrag nach hinten gcricbtct; an der Lmenseiti; sind drei Faltcn; die vordcic von diesen ist stark gcgen vornc gekrtimmt und spaltet sich in zwei Die jungen Ablagerungen am Hellespont 371 Mu se um of C om p ara tiv eZ oo log y( Ca m bri dg e, M A) ;O rig i na l Do wn loa df rom Th eB iod ive rsi t yH eri tag e Lib rar yh ttp ://w ww bi od iv ers ity l ibr ar y.o rg/ ; ww w bi olo gie z en tr u m at sohr stark divergirende Aste; die mittlere ist gross und wenig schriig nach vorne gerichtet; die hintere Falte kaut sich selir rasch zu einer Schmelzinsel ab Vom entsprcchenden Zahne von Castor fiber unterscheidet sich der vorliegende durcli grosscrc Lange, durcli den complicirten Bau der vorderen und die inselformige Ablosung der hinteren Schmelzfalte Niiher stent Castor (Chalicomys) Jaegeri Kaup von Eppelsheim, doch bildet auch hier die Form der vorderen Schmelzfalte eincn betrachtlichen Unterschied.1 Offenbar derselbcn Art gchbit ein kaum angekauter Zahn, wahrscheinlich m3 des Unterkiefers, an, doch ist das Exemplar fur eingehendere Beschreibung und Beobachtung wenig geeignet Schwierigcr ist die Deutung cines ziemlich stark abgekauten letztcn Unterkiefermolars (Taf I, Fig 2); die ganzc Anlage der Schmelzfaltcn ist eine der eben besprochenen sehr ahnliche; die hintere Schmelzfalte bildet auch hier eine Insel, die Mittelfalten stimmen iiberein; dagegen macht sich in der vorderen Schmelzfalte ein Unterschied bemorkbar, indeni dicselbe sich niclit gabclt, sondern cinfach stark nach vorne gekriimmt ist; untcr ihreni Ende stcht ein kleines isolirtes Sclimelzinselchen Es ist jedoch sehr wohl moglich, dass wir es hier mit einer Erscheinung zu thun haben, die nur (lurch die starke Abkauung hervorgerufen ist, so dass das erwaimte Insclchen nur den letzten Rest des absteigenden Astes der gcgabelten Vorderfalte ware, wie sie an deni zuerst geschilderten Zahne auftritt Die Richtigkeit diescr Auffassung ist mir ausserordentlich wahrscheinlich, und ich glaube daher auch dicsen »«4 dcmselbcn Thierc zuschreibon zu sollen; dann allerdings wiirde sich dassclbe (lurch sehr gcringe Grossc des letzten Unterkicfermolars von dem lebcnden Biber ziemlich stark cntferncn Immcrhin ist Castor unter alien bekanntcn Gattungcn die am nachsicn stehende; ob unsere Form generisch davon zu trennen sci, lasst sich nach dem vorliegenden Material noch nicht sicher cntscheiden, ich mochte es bis jetzt niclit fur wahrscheinlich halten Immcrhin ist hervorzuheben, dass bei aller Verwandtschaft mit dem Biber sich auch Anklange an den Zahnbau des Staclielschweines geltcnd machen: speciell ist es die Vorderfalte, mit ihren divergirenden Endtisten, von denen der eine sich bald zur Insel abkaut, wclcher an Hystrix erinnert; doch sind es auffallender Weisc die Molaren des Oberkiefors vom Stachelschwein, welche mit den uns bekanntcn Unterkiefermolaren von Renkioi Analogic zeigen Auch mit Theridomye lemhronica ist, abgesehen von der sehr viel geringerenGrosse dieser Art, Verwandtschaft, ohno dass fiir die Stellung unsercr Art aus der Analogie mit dieser ungeniigend bekannten und der schlecht begriindeten und abgegrenzten Gattung Theridomys zugerechueten Form irgend etwas gefolgcrt werden kbiintc Taf II, Fig 3, ibr ary of the Castor cf suhpyrenaicus Gervais Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rs ity ,E rns tM ay rL Zwei Zahne von Renkioi erinnern auffallend an gewisse Typen des franzosischen Miociin, wie Castor Viciacensis und subpyrenaieus, denen sie sich sehr dark nalicrn, dass die vordere und hintere Schmelzfalte sich sehr rasch zu Inseln abkauen, wahrend die Mittelfalte sich als solche ciiialt Ein JW4 des Oberkiefcrs bictet keinen hinreichenden Grund zur Abtrennung von Castor suhpyrenaicus, dagegen ist der zweite vorliegende Zahn, dessen Stellung im Kiefer wegen starker Abkauung und schlcchter Erhaltung nicht zu bestimmen ist, bedeutend langer als breit, wahrend es fttr Castor suhpyrenaicus und Viciacensis als charakteristisch gilt, dass Lange und Breitc einander [glcicli sind Nun liegt aber im Hof-Mineraliencabinete ein franzosisches Originalvorkommen von Castor suhpyrenaicus, welches cbenfalls bedeutend langer als breit ist; es kommen also auch in Frankreich dcrartigc Ziihnc vor, wie die von Renkioi, und sind bis jetzt von Castor suhpyrenaicus nicht getrennt worden, wesshalb ich die kleinasiatischen Exemplare hier vorlaufig als Castor cf suhpyrenaicus anfuhre Ich erlaube mir bei dieser Golegonhoit Ilcrrn Prof Lepsius in Darmstadt, wclcher die Giito hatte, mir das dortige Material von Castor Jaegeri zum Vergleiche mitzutliciicn, hier meinon besten Dank auszusprechen M N WW 372 Frank Calvert unci M Nettm,ayr tru m at Castor indet gie z en Taf II, Fig 5, He ri tag eL ibr ary htt p:/ /w ww bio div ers ity lib rar y.o rg/ ;w ww bi olo Einem klcinen biberUhnliehen Thieve, das nach den Zahncn nicht hall) so gross wnrde, als dor jetzige Repvasentant dcr Gattung, gehoven cin zweiter nnd ein dritter Molar des linkcn Obcrkiofcrs an Beide sind noch nicht sehr stark abgekaut und gehorcn sicher dcrsclben Art, sehr wahrseheinlich cin und dcmselbm Individuum an An der Ausscnsoitc des Zahnes sind drci Faltcn, von welchen sich die vordcre und hintcre rasch zu Inseln abkauen; die hintere wird bcim TO,, otwas spatev zur Insel als bei m% Die Mittelfaltc ist an ihvev Spitzc nach viickwarts libergebogen; zwischen Vorder- und Mittelfalte befindet sich cine klcino, isolirte Schmclzinsel, die bei m% sehr klein, bci mn etwas grosser ist Auf dcr Inncnseitc befindet sich in der Mitte dcr Liingc cine kurze, schviig nach vorne gcriclitetc Falte, wclcho mit ihrer Spitze diejenige der Vordcrfaltc dcr Ausscnsoitc fast berlihrt rsi ty Binnenconchylien Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log y( Ca mb ri dg e, MA ); O rig ina lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive Die sarmatischen Ablagerungen von Renkioi haben cine ziemlich bodcutcndeZahl theils schon bekanntev, theils nener Binnenconchylien gelieCcrt; am starksten sind untev densclben die Melanopsidcn, michstdem die Unioncn mid Melanien vevtreten, denen sich nocliReprasentantcn der Gattungen Anodonta, Bythinia, Vivipara, Neritina und Helix anschliessen Im Habitus niihevt sich (lie Fauna vielfach devjenigen der dalmatinischon Melanopsidenmergcl, ohne jedoch cinen in unwiderlegbarer Weisc fur Gleichaltrigkeit sprechenden Gvad von Ubcreinstimmung mit denselben zu besitzen, wie das schon von 11 Hoevnes hervovgehoben wnrde; speciell die Melanopsidcn sind es, wclche hiev zumVcvgleiche auffovdevn In dcr Gr&ttxmgMelania gehort die cine Fovm /M cf Escheri Mex.J zu einem sehr verbreitctcn miociinen Typus, die andeve (K Uellespontica) veiht sich in die Vevwandtschaft von M Hollandrei, deven lebende und pliociine Vevtvetcv bis jctzt nuv aus Slidost-Europa bekannt sind Sehr eigenthiimlicli sind die Unioncn, die sich wcnigstens znm Theilc in Form, Dicksclialigkeit und Schlossbau den Lampsilis der Paludincnschichten von Slavonien, sowic dor jetzigen Gewasser Ost-Asicns und Nord-Amerika's anschliessen; doch sind die Unioncn von Renkioi alle Zwergformen, wclclic zu den kleinsten Repriisentanten ihrer Gattung gehorcn Die iibvigen Genera haben theils unbestimmbave, theils indifl'evente Formen gcliefert Bei Melanopsis kommen sehr stavk von einandcr abweichende Formen vor, welche duveh vollstiindige Ubergiinge mit einander verbunden sind; cs sind das M acanthicoides, J'er all' dicsc Formen in einem llorizonte liegen, oder einc durch niehrcve Schichten hindurchveichendc Formenroihe bilden, ist noch ungewiss; doch spvechen einzelne Anhaltspunkte fiiv die letztere Annahme; so sind die Exemplare von M acanthicoides stets weiss odev wcnigstens sehv hell, wahvend dicjenigen dcv andeven genannten Avten dcr grosscn Mehrzahl nach graubvauii sind Pvofcssov Hoevnes hat bei scinem Bcsuchc in Rcnkiiii nuv drci Avten gefunden inimlicli Melanopsis acanthicoides Troiana und Vivipara Ilectoris; unter dem bier boarbeitctcn Material fchlt Vivipara llcctoris ganz, Mel Troiana ist Jiusserst selten, daftir tvitt abev eine ganze Menge andercr Formen auf, so dass die Vcvmuthung nalic liegt, dass die bcidcvlci Suitcn aus etwas vevschiedenem Niveau stammen.1 UNIO Unioncn schcinen bei Renkioi nicht haufig, abev in grosser Artcnzahl vovzukommen; cs liegen mir nur ncun iibcrhaupt kenntlich crhaltcnc Uxcmplare vor, die aber ftlnf vevsehiedenen Avten angchoven; allcvdings kiinnen von diesen nur drei genau festgcstcllt werden Kchr sondcrbar ist, dass wir cs in den Unioncn von Die Fauna dcr oben crwiihnten tlionigcn Sandstoino und Mergel mit Helix ist hier nicht uiitbcarbcitct, da dcrcn Erhaltung genaue Deutungen iinmOglich macht 373 Die jungcii Ahlagenoncjen am Hellespont Rcnkioi mit einer cntschiedcnen Zwergfauna zu thun haben, die aber durcli Dicksclialigkeit der Individuen en tru m at ausgezeichnet ist ity lib rar y o rg/ ; ww w bio log iez In ilirem Cliaraktcr nahern sieh einzelneFormcn denVorkommnissen der slavonisclienPaludinenschichten nnd mit diesen den chinesisch-nordamerikanischen Typen; es ist speciell die Dntergattung Lampsilis, mit welcher Verwandtschaft vorlianden ist Ubrigens wcicbcn die Unionen von den andercn Binncnconehylicn in der Erhaltuug ziemlich ab, so dass dercn Zugehorigkeit zu deniselben Horizonte niclit ausser Zweifcl ist Unio Steindaehneri n f ://w ww bi od ive rs Taf II, Fig MA ); O rig i na lD ow nlo ad fro m Th eB iod ive rsi t yH eri tag eL ibr a ry h ttp Diesc mcrkwiirdige Form ist im Umriss anniihernd drcieckig, scliicf, sehr ungleieliscitig, holier als breit; die Schalen sind selir stark aufgeblasen, dick, mit cinem niclit stark ausgesprochcncn, vom Wirbel nach dcr liintercn Eckc vcrlanfendcn Kiel; vorne nnd untcn gernndct, binten eckig, abgestutzt Wirbel ausserordentlieh kritftig, vorspringend, eingcrollt, einander fast bcriilirend Obcrflache mit einfachcn Anvvaclisliiiien Inneres nnbekannt Tlohe 24""", Breite 20•", Dicke 21.""" Am moisten Ahnlichkcit mit unserer Art hat Unio PauliN cum aus den Paludinensehichten West-Slavonicns, mit dem Unio Steindaehneri abgescben von seiner geringen Grosse wenigstens in der Vorderansicbt ganz iibcreinstimmt; im tlbrigen allcrdings untcrsclieidet sieh die slavonische Form durch die flUgelartige Erweiterung ihres Hinterendes Aui' den crstcn Blick gleicht die Gestalt durchaus nicht cinem Unio, sondcrn ehcr cinem Fachyrisma odcr Megalodus Zwci Exemplare von Rcnkioi rid g e, Unio Spratti n f y( Ca mb Taf II, Fig 11 Unio Dardanus n f Taf II, Fig 10 rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr ary of the Mu se um of Co mp ara tiv eZ oo log Dcr Umriss ist schicf drcieckig, sehr ungleieliscitig, ctwas breiter als liocb, Sclialen miissig aufgeblasen, vorne gcrundct, binten abgestntzt mit einer deutliclicn vom Wirbel nach dcr hinteren Ecke verlaufcnden Kantc Wirbel ganz nach vorne gcrlickt, breit und kriiftig, wenig vorspringend Obcrflache mit einfachcn Anvvaclisliiiien licchlc Klappe mit cinem starken, vorspingenden, conischen, vorne gefurchten Cardinalzahn und laog gestrecktem hinteren Lateralzahn (linkc Klappe unbekannt) Vorderer Muskeleindruck sehr ticf, rauh; bintcrer Muskcleindruck vicl schwachcr Ilohe 24""", Breite 25""", Dicke (ungefiihr) 19'""' Unio Spratti ist mit Unio Steindaehneri nahc vcrwandt, unterscheidct sieh aber durch starkeres Vorwiegen dcr Breitendimension gcgen llohc und Dicke, schicfcrcn Umriss, und vvcit schwachcr entwickelte Wirbel Findet sieh bei Rcnkioi Dig itis ed by the Ha Schale breit drcieckig, wenig aufgeblasen, sehr ungleieliscitig, Wirbel gegen das Vorderendc gerlickt; vorne gcrundet, binten eckig, mit einer vom Wirbel nach der hinteren nntercn Eckc verlaufcnden Kantc, von dcr die Schale senkrecht abfallt Wirbel massig stark, nicht sehr vorspringend, umgebogen Obcrflache mit einfachcn Anwachslinien Ilohe 20""", Breite 24",m, Dicke 15mm Unio Dardanus untcrsclieidet sieh von Unio Spratti durch die vicl vveniger schiefc Gcstalt und die vvcit weniger nach vorne vorspringenden Wirbel, welche ubcrdics weniger plump gcbaut sind Von andercn Arten wciss ich kcine, welche vervvechselt wcrden konntc Nur ein Exemplar von Rcnkioi 374 Frank Calvert and M Neumayr TInio indet od ive rsi tyl ibr ary or g/; ww w bio log iez en tru m at Ausser den besprocbenen Formen liegen mir nocb Fragmente und Jngcridcxcmplarc von 2—3 Arten vor, die aber zu einer Besclireibung unzureicbend sind; sie sind jcdocli insoferne von Interesse, als sicb so viel erkennen liisst, dass sie nicht wie die drei eben gescbildertcn Glicder der Gattung ostasiatiscli-arncrikanisclicn Charakter zeigen, sondern sich mcbr an den europaisch-mediterrancn Typus anschlicsscn Kin Fragment geliort ganz in die Gruppc der gewohnlichcn europaischen Unionen; zwei Jugcndcxemplarc, welcbe vielleicbt zwei verschiedenen Arten angehorcn, scheinen nut Unio Vescoi Brgnt am moisten Vcrwandtscbaft zu haben p:/ /w ww bi Anodonta llcllesponUca Fischer wn loa df rom Th eB iod ive rsi t yH eri tag eL ibr ary htt Diesc Art ist auf etwas deformirte Steinkerne basirt, welcbe von Tschichatschcff an den Dardancllcn gcsammelt worden vvarcn und venuutblicb einer Anodonte angehijren, da deren Form nicht dagegen sprieht und sie mit Binncnconchylicn zusanimen vorkoinmen Audi mir liegen einige dcrartigc Stiieke vor; ausserdem ist noch aus einem gclben, ziemlich loekcren Sande eine unzerdrilckte und bcschalte Anodonta unter meincm Material, welcbe inoglichcrweisc diesclbe Form in andercr Erhaltung darstellt Sic ist leider zerbrochen, so dass cine sicbere Deutung nicht moglich ist; jedenfalls stcbt sic der Anadonta pisainalis sehr nahe Ich gcbrauche den Namen llcllespontica flir diesc Dingo, obwobl die Art sebr wcit davon entfernt ist, gcniigcnd begriindet odcr bekannt zu sein Aus den sarmatischen Bildungen von Renkioi na l Do Melania Hellespontica n f ); O rig i Taf II, Fig 14 Dig itis ed by the Ha rva rd Un ive rsi ty, Er ns tM ay rL ibr a ry of the Mu se um of Co mp ara t ive Zo olo gy ( Ca mb ri dg e, MA Das ungcnabelte, ci-birnformigc Gcbause besteht aus 4—5 gewolbtcn, (lurch wenig vcrtieftc Niilite von einander getrenntcn Umgangcn, von denen der lctzte die Spira an Kobe iibertrMTt; jede Windung triigt — ,'3 sebmale, crhabene, in der Regel mit zierlichen Knoten verzierte Spiralreife; der untere Kiel stcbt dicht iiber der Naht und ist in der Regel schwach gcknotet, dariibcr folgt ein anderer, der am stiirksten cntwickelt und vcrziert ist; dicht unter der obercn Naht folgt bei der Melirzahl der Rtiicke ein drittcr Reif, der schwiicliste von alien; auf der letztcn Windung Iretcn dann noch zwei weitcre schwach ausgepriigte und verzierte Reife nahe ncben einander auf Miindung gross, breit, eiformig, oben etwas zugespitzt, unten ausgebucbtet, gegen die Axe ein wenig selling gestellt Inncnlippc kraftig callos verdickt, Aussenlippc einfach, scharf Lange eines Exemplars 15""", Breitc 12""", llohc der letztcn Windung 8-5'"'" Dicse Form gchort entschieden zu der kleinen Gruppe der lebenden Melania Hollandrei, welchc durch ilire cnge geographische Begrcnzung jetzt wie in der TcrtiJirzcit ausgezcichnct ist, Mel ITellespontiea, die geologisch alteste Form, welchc Ieicht durch ihrc Sculptur von den anderen untcrschieden werden kaim, stammt von Renkiiii bei Troja; die anderen verwandtcn Formen sind Melania omata Fuchs sp (Vivipara) von Megara, Melania macedonica Burgerst von IJskiib in Maccdonicn, Melania ricinus aus denPaludincnschichtcn Slavoniens und Mel Hollandrei, welcbe in Steicrmark, Krain, Slavonien und Croatien noch jetzt lebt Die ganze Abtheilung ist demnach, so lange wir sic kennen, auf Siidost-Europa und die niichstcn Theile Kleinasiens beschrankt Melania cf Mscheri Mcrian Taf II, Fig 12, 13 Von Rcnkioi liegen mir drei Scbalenfragmcntc vor, welchc jcdcnfalls zu Mdania gehoren und zwar zu jenem vielgestaltigcn Complex miocaner Formen, die man zu einer „Species" Melania Escheri vercinigen zu dlirfen geglaubt bat Ein Fragment nahert sich der sogenannten Var grossecostMa, zwei andcrc der Var rotundata, ohnc jedoch mit deren Charakteren ganz tlbcreinzustimmen Die jungen Ablar/erungen am Hellespont 375 gie ze n tru m at Von einer niclit niihcr bczcichneten Localitat sind dieselben Formen als rohe Brauncisciisteinkcrne erhalten, die cbcni'alls cine sicherc Bestimmung niclit erlaubcn Immerhin sclieint mir das Vorkoinnien interessant genug, um cine Abbildung der besscrcn Exemplare zu rcchtfcrtigcn ww w bi olo MELANOPSIS He rita g eL ibr a ry h ttp ://w ww bio div ers ity lib rar y.o r g/; Bci manclicn lcbcndcn und fossilen Arten der Gattung Melanopsis, bei wclchcn nebcn dcm Baaalausscbnitte der Aussenrand der Mlindung etwas tiefer nacb abwarts rciclit als die Spindel, entspricht der vorspringenden Ecke jenes ein melir oder wenigor deutlioher Spiralkiel der von dcm Aussebnitte bis an dieCallosita't der Spindel rciclit und dann nntcr diesem vcrschwindct; wahrend bei der Melirzalil der Vorkommnisse andercr Localitaten dieser Cliarakter sclir scliwankend ist, linden wir ilin bci drei Melanopsiden von Renkioi sebr stark cntwickelt und constant, namlich bci Mel acanthicoides, Pergamena und Abichi, ebenfalls constant aber schwacher tritt dcrsclbe bci Mel granum auf, bei Mel Troiana ist er bald deutlich vorbanden, bald fehlt er, Mel buccinoidea zcigt koine Spur cincs solchen Kieles ity Melanopsis buccinoidea 01 m Th e Bio div ers Eine Anzabl allerdings nicht tadellos erhaltener Exemplare kann icli von der noeb jetzt in denselben Gegcndcn Icbenden Form, wclchc den angefiihrten Namcn crbaltcn bat, nicht unterscliciden ad fro Meltmopsis Troiana R IIoernes ); O rig ina lD ow nlo Melanopsis oostata Ferussnc, non Olivijer, Monographie des Melanopsides,1 Taf.I, Fig 14, 15 187 ara tiv e „ Co mp of „ um Mu se „ the of „ Castor n f cf .larger} Kaup Erster Mobix (lew rechten Unterkiefers a Von aussen; /> von innen; o von obcn Von Kcnkiiii, Schichten mit Mastodon anguttident odor mit Mastodon longirottria, p, 370 Vermuthlich dieselbe Art; letzter Molar des rechten Unterkiefers a Von aussen; b von innen; a von obcn; d oboro Ansicht in zweifacher VergrOsserung Ebendaher, p 870 Castor cf mbpyrenaicm Gerv Backenzahn von nic.ltt genau bestimmbarer Stellung In denselben Ansiehten wie die vorhergebendea Ebendaher, p 371 Castor cf subpyrena/cus Gerv Letzter Molar den rechten Oberkiefers in denselben Ansiehten;
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