Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 96-0001-0056

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Ngày đăng: 04/11/2018, 16:52

Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at GEOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN ÜBER DIE EXOTISCHEN GEROLLE UND DIE TEKTONIK NIEDERÖSTERREICHISCHER GOSAUABLAGERUNGEN VON O AMPFERER PETROGRAPHISCHE BEITRÄGE VON W HAMMER UND SANDER B (MIT 81 TEXTFIGUREN) VORGELEGT IN DER SITZUNG AM A Gebirge zwischen Piestingtal Durch den Weltkrieg für eine 18 APRIL 1918 und Schneealpe-Lahnsattel Weile von meinen tirolischen Arbeitsplätzen abgedrängt, habe ich im Verlaufe der Jahre 1915 und 1916 mit zweimaliger Subvention der Kaiserlichen Akademie der Wissen- Wien etwas über hundert ganztägige Exkursionen zu den eben genannten Untersuchungen verwenden können, wofür ich dieser hohen Körperschaft zu bereitwilligem Danke verpflichtet bleibe Über die erste Hälfte dieser Aufnahmen ist im Jahre 1916 in den Sitzungsberichten der kaiserlichen schaften in Akademie Hier ein vorläufiger Bericht erschienen nun über soll ganzen Ergebnisse an der Hand der beiliegenden die Profile eine genauere Darstellung erfolgen Das tafeln Gebiet, über welches sich die bisherigen Aufnahmen von Rax, Schneeberg, Gahns und Ostfortsetzung, Hohe Es ist der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, 88 die großen Kalk- samt ihren weiteren Umgebungen somit nur ein kleiner Teil jenes Flächenraumes, für den L Denkschriften umfaßt erstreckten, Wand Bd., Kober im eine Jahre 1912 in den moderne geotektonische Gliederung zu geben versuchte Für das ưsüiche Gebiet käme aerdem das von Kossmat neuaufgenommene F Neustadt, C XIV, Z 14, in Betracht, das aber leider noch immer Die Neuaufnahme des westlich anschließenden Blattes mir aber erst in Angriff genommen worden Wer St nicht erschienen auf Denkschiiften die beiden dei' niath.-iiaU\i'\v älteren aber Klasse, On Band Wiener ist Ägj'd-Schneeberg C XIII, Z 14, ist von sich also aus der Literatur über dieses schöne Stück der nördlichen Kalkalpen in geologischen Einzelheiten genauer unterrichten wesentlichen Blatt ausgezeichneten Werke von will, A ist immer im noch Bittner und \ G Geyer Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Ampfer ey, Ö angewiesen, niimlich die Beschreibung der geologischen Verhältnisse von Hernstein (Wien, 1886) und und des Wiener Schneeberg (Jahrbuch die Beiträge zur Geologie der Mürztaler Kalkalpen Wien d G R A 1889) Vereinigung Eine Beobachtungen vorgeführten darin der dem mit von zuletzt Kober L gezeichneten geotektonischen Bilde dürfte aber jedem gewissenhaften Leser ernstliche Schwierigkeiten bereiten Meine Untersuchungen verfolgten stellung will ich aus Weg Gründen der Übersichtlichkeit den umgekehrten zu diesem Zwecke zuerst die Kobersche, lege Ich der Natur erst die Gosau, dann die Tektonik, in Bau schildere mit einigen Querschnitten den allgemeinen der Dar- bei einschlagen dann meine allgemeine Deutung vor und dieses Gebietes, soweit ich ihn zu erkunden vermochte Darauf folgt dann die Einzelbeschreibung der Gosauvorkommen Die tektonische Gliederung Schichtmassen unseres Gebietes bringt, weist die und zwar der als ưstlichen Nordalpen, der Ưtscher-, Hallstätter- wie sie Kober in Fig zur Darstellung der Hauptsache drei übereinander liegenden Decken in und hochalpinen Decke zu Ganz am Südrande aber erscheint noch schmales Band ein Zug von Silur-Devon und eine Linse von sogenanntem Semmering-Mesozoikum, welche unmittelbar an die Karbon-Permserie sten Die Ưtscherdecke taucht im Norden allenthalben unter die Hallstätterdecke hinab und erscheint innerhalb der letzteren noch einmal im Fenster des" Hengst Die hochalpine Decke lagert über der Hall- Am stätterdecke Südrande der Kalkalpen aber tauchen zwischen der Hallstätterdecke und dem Karbon- Permgebiet noch Streifen von Silur-Devon und Semmering-Mesozoikum hervor Meine tektonische Zerlegung dieses Gebirgslandes Die Ötscherdecke als Teil der voralpinen Decke kann, sowohl nach ihrem Schichtbesitz werden Auch mit dem Fenster auch als nach des Hengst bin noch das Fenster von Ödenhof hinzuzufügen, barer Weise zum Vorschein in ihrer ich Kober einen Teil Fig meine bisherigen Erfahrungen reichen, Tektonik als eigene Schubmasse Ưstlich aufgeft dieses Fensters ebenfalls die voralpine Decke in ist aber unverkenn- gelangt schlägt zu dieser sowie im allgemeinen eine einfachere, einverstanden welchem Die Hallstätterdecke dagegen vermag ich nicht Vt-^and, ist soweit als selbständige Decke anzuerkennen Decke den gesamten Vorrat von Werfener Schichten, Trias der der Ostfortsetzung des Gahns und endlich die Trias der die Hohen ganzen Gosau- ablagerungen Das ist Schon eine unmögliche Zusammenschaltung die Abtrennung der Werfener Schichten von der unmittelbar darüber liegenden unteren Trias von Rax-Schneeberg-Gahns Noch bedenklicher ist die ist gewiß nicht zu befürworten Losreißung der Hohen Wand und der Ostfortsetzung des Gahns von den anderen benachbarten Triastafeln Ausgeschlossen aber Den bleibt die Zuteilung der einzelnen Schubschollen eigenen Decken gesamten Gosau zu der Hallstätterdecke am Kalkalpensüdrand dürfte auch nicht Selbständigkeit die von zukommen Sie sind nicht die ausgewalzten Reste nordwärts nirgends mehr nachweisen lassen, von eigenen Decken, welche sich sondern waren von Anfang an bekanntlich ja das, was sie weiter heute sind, nämlich vereinzelte kleine Schubkörper Folgt man einer voralpinen Auf diesen Überlegungen, dieser hochalpinen man von Norden gegen Süden so kann Schubmasse (Ötscherdecke) Decke haben eine mächtige hochalpine sich an vorschreitend über Decke unterscheiden zwei Stellen noch Reste einer höheren Schubmasse erkennen lassen Die Überschiebung dieser Decken war bereits vorgosauisch die oberen Decken tief zerfressen, sich auf die weithin entblưßten so d die erfolgt Eine gewaltige Erosion hatte Ablagerungen des Gosaumeeres Werfener Schichten legen konnten vielfach unmittelbar Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Exotische Gerolle und Tektonik von Gosanablagenmgen sehen aber übergriffen Sie streckenweise sicherlich höheren Kalktafeln, die wie ja noch heute zu ist Die nach der Gosauzeit neuerlich auftretende Gebirgsbildung fand nicht mehr, wie ehedem, ein- geschlossene Schichtlager, sondern stark zerschnitzelte Tafeln mit einer bunten Einlegearbeit heitliche von weicher, junger Gosau vor Faltung und Schiebung vermochte daher nicht mehr so durchgreifend wie früher zu wirken Die starren Kalktafeln entzogen sich soweit als möglich der heftigen Pressung der tieferen Zonen So wurden sie randlich über die enggefaltete Gosau hinausgeschoben Auf diese Weise lassen sich z B die Wand und Überschiebungen der Hohen des Gahns auf die anlagernde Gosau ganz ungezwungen erklären Die beistehende Fig gibt das Fig Schema meiner tektonischen Gliederung Fiff ^ac/i Voralpine Decke (Ötscher Decke) Hallstätter Decke Hochalpine Decke in Umrissen wieder Kober Nach Ampferer Silur-Devon Grauwackenzone Semmering-Mesozoikum Voralpine Decke Carbon-Perm Hochalpine Decke Reste einer noch höheren Schubdecke Noch proflle klarer wird der Unterschied durch die Hohe Wand Das Kobersche wenn man unsere beiden Quer- mir, vergleicht Fig 3, Fig stammt aus dem Jahre 1911 man nun noch das alte Bittnersche Profil aus der Hernsteinerarbeit vom Jahre 1882, Fig 5, man einen guten Überblick über die Schwankungen der tektonischen Ansichten der Stellt dazu, Profil Kober und zwischen hat so letzten Dezennien Man zunächst erstaunt über die Güte des alten ist beanspruchen kưnnen Gültigkeit der gren Gosaumulde Das Bittnersche Kober bezeichnet die Wand als Profils, Profil enthält dessen Angaben auch heute noch volle keine Angaben über den Untergrund Fig der Triaskalke dieser Mulde, Hohen während ich die Unterlage H Wand Grưßenberg Neue Welt Gosau unmittelbar s auf den Werfener Schichten transgredieren lasse Gosaumulde der neuen Welt senkt Die um NW-SO von West gegen Ost schätzungsweise wohl sich Wir haben daher nur an der West- und am Südrande Gelegenheit, die Ver- 1000 seite in dieser Auflagerung zu hältnisse und studieren Nach Kober = Hallstätterkalk = Hauptdolomit = Dachsteinkalk = Kössener = Gosau = treffen da nur ein Seh Tertiär unmittelbares Aufsitzen auf den Werfener Schichten Am Südrand stoßen Hier bietet der dann die In auf tiefe die Gosauschichten Erbstollen, welcher ganze Gosaumulde diesem Stollenprofil Auch der bis fällt zur vom Talberg bis Netting unmittelbar an die Werfener Schichten von Unterhöflein aus zuerst den Rücken der Sonnleiten und Hohen Wand durchstưßt, von Süden aus zunächst dahinter erschlossene Gipszug ist sehr interessante Aufschlüsse, Fig die große Mächtigkeit gelber mächtig und zeigt wohlgeschichteten Sandsteine der Werfener Schichten liegen anfangs steiles Nordfallen flach, Rauhwacken Die quarzitischen biegen aber dann steil in die Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Gosau beginnt unmittelbar auf den Werfener Sandsteinen mit einem rotzementierten Konglomerat Tiefe Die Zuerst Ampfer er, tritt viel rotes, mergeliges Zement mit Buntsandsteingeröllen auf Erst in den höheren Konglomerat- lagen stellen sich mehr Kalkgerưlle Über und zwar meist weiße, dann ein gelbe, und schwarze rötliche durch den Bergbau erkennbar gemachte Gestalt der Gosaumulde gibt die allgemeine Fig 6, welche ich der Freundlichkeit der Direktion der Grünbacher Kohlenwerke verdanke, einen guten Einblick Geradezu typisch heben sich weichungen aus der An der mehr zu tieferen Überschiebungen seitlichen die als gegen oben gerichtete Aus- Pressungszone heraus unmittelbaren Auflagerung der Gosau auf den Werfener Schichten also ist wohl nicht zweifeln Eine andere Frage ist ob noch, von Bittner und Kober eingezeichnete knieförmige Ab- die biegung der Kalke Hohen Wand zu Recht der Fiff besteht Ich habe mich trotz mehrfacher Begehungen von dem Vorhandensein eines solchen Knies nicht NW-SO überzeugen kưnnen fiachßiüner = Hallstätterkalk = Hauptdolomit = Dachsteinkalk = Kössener = = Gosau Auch Seh Lias undeutlich Kober ganze Trias Wenn man diesem Vorgang folgt, so man gezwungen, ist Schichtung die zumindest ist bezeichnet seinem in recht Profil die als Hallstättertrias in dem südlich mulde gelegenen Triasstreifen einen östlichen zur Hallstätterdecke, von einem großen Gosau- der westlichen zur hoch- alpinen Decke gehörigen Teil zu scheiden Kober hat diesen Schritt unternommen, ohne jedoch im genaueren Grenzen dieser beiden die angeblich so verschiedenen Triasmassen bezeichnen zu können Gibt in man sich die dieser Richtung Mir ist Mühe, in der Natur eine solche Abtrennung zu versuchen, so hat man einige ganz ergebnislose Exkursionen gemacht es jedenfalls nicht gelungen, in diesen Triasmassen irgend eine deutliche Grenze zu Unden, welche zwischen Triesting man im Koberschen Sinne verwenden Ich stehe aber und Sierning könnte auch nicht an, FiK die Trias der H.Wand Hohen Wand und des eben besprochenen Zuges mit jener von Sonnleiten ;^j5>;-^^,^_^ -^ -.-:-: i.-:i.- Ötscher VI : Decke J = Hallstätter VII: \ Decke Hochalpine Decke, Hallstätter Decke, Silur-Devon, Voralpine Decke, Carbon-Perm Die obersten Bänke des F^ss=v7^''C^^:'^^v?^5f5?5^ Dachsteinsattels scharf geknickten Falten niedergebügelt, aber die sich sind an der Nordwestseite unzweideutig als in eine Reihe von Schleppwirkung einer schweren, von Südosten her darüber geschobenen Last zu erkennen geben Ihrer Anlage nach m aber zur Zeit dieses Schubes die Aufwưlbung des Dachsteinkalkes bereits bestanden haben, da sich diese Schlepprunzeln nur an der Nordwestseite des Gewölbes finden Wir stehen hier an der von E Sueß schon vor langer Zeit als Rohrbacherlinie beschriebenen Störung Ganz ähnlichen Verhältnissen begegnen wir auch am Südrande des benachbarten Ödenbacher Fensters, nur sieht man noch dort die alte Trias unmittelbar auf der Dachsteinkalk-Jurafalte liegen Die tektonische Verwertung dieser Funde sagt uns nun, daß wir an der Rohrbacherlinie zugleich am Südende der voralpinen Dies geht aus der Süden mehr Decke Form stehen der Dachsteinkalkfalte unmittelbar hervor, die keine Verlängerung gegen zuläßt Ein solche Verlängerung ist aber auch in der Natur nicht nachzuweisen, da an der Südseite des Gahnsplateaus nicht einmal die bescheidenste Spur der, bis zur Rohrbacherlinie sehr charakteristischen Dachsteinentwicklung zu Schicken wir uns treffen nun ist an, von der Rohrbacherlinie das Gahnsplateau zu überschreiten, so gelangen wir von den Werfener Schichten über Rauhwacken, dunklen Brecciendolomit zu den hellen Kalkmassen hinauf, In diese Kalke welche ist die die Hochfläche bilden nordsüdlich von der schon Geyer vor langer damaligen Mode Zeit verlaufende auffällige das Auftreten folgend als Aufpressung gedeutet hat Mulde der »Bodenwiese« eingesenkt, von Werfener Schichten gemeldet und der Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Fig 10 Ampfer er, rt Schneeberg Voista/ Prettschacher Feuchtaberg = Werfener Schiefer = Untere Triaskalke und = Graue Knollenkalke mit Horn- Dolomite Fig steinen Hengst Grưßenberg Bodenwiese Hohlberg ^ Vertretung der Raibler Schichten = Schneebergkalk = Vertretung von Hauptdolomit 4- Dach- steinkalk := Dachsteinkalk Fig Dürre Wand = Kössener-Liasschichten = Gpsauschichten X = Auftreten von Schubschollcn Eichberg GojdenweH Sfremberg Ratzenberg Sieding Zu ^4 Fig Dürre Wand Hfiesenbac/itaJ HolieiVand gehört das Spezialprofil Fig 10 Z; Zu B gehört das Unier-Höflein Fis Fig 10 10 Spezialprofil c & a := Hauptdolomit = Dachsteinkalk = Kössener Schichten Voralpine Decke d = Lias-Jura = Werfener Schiefer und Rauhwacken b a Kaiserstein Damböcidf c j =: Aschgrauer Brecciendolomit — dunkle weiß- adrige Kalke Teilweise grobe ßreccien aus meist dunklen Kalken und Dolomiten In dieser Breccie liegen gefaltete Bruchstücke eingeschlossen = = Dünnschichtige Kalke-mit Kielen und Wülä^en auf den Schichtflächen ^ dunkle dickere Kalklagen mit (4) dünnschichtige, dunkle und hellere Kalke, rötliche flaserige Kalke wechselnd — = Aschgrauer == Dünne helle Kalklagen Bröckeldolomit = Mächtige Lage von aschgrauem, weich verwitterndem Brưckeldolomit = Dunkle weißadrige Kalke mit rauhen Schichtflächen 10 = Hellere dickschichtige Kalke mit knol8 11= Dunkle dünnschichtige Kalke mit grauen Hornsteinen 12 Dunkle und helle Kalke und Breccien reich an Fossilien 13 ;= Aschgrauer Brecciendolomit = ligen Schichtflächen Fig 10 c Sindelwand = Gehängebreccien = Geschichtete Triaskalke ,-, = Ungeschichtete / = Graue Knollenkalke mit hellgrauen Hornsteinen Zwischen den Knollen rote Mergellagen = Geschichtete Kalke = Ungeschichtete = Schneebergkalke a = Dunkler aschgrauer Brecciendolomit „ ,, ) / , t ,1 helle t, , helle rötliche _ b =^ Schollen Klausgraien von hellen Kalken ,, Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Exotische Gerolle und Tektonik von Gosanahtagerungeii durch künstliche Aufgrabungen gerade gut zur Zeit meiner ersten Besuche Die erschlossenen und grünen Quarzsandsteine der Werfener Schichten sowie Brocken von schneeweißen Kalken und dunklem Brecciendolomit haben mir eine andere Deutung wahrscheinlicher gemacht roten Die Mulde der Bodenwiese ist einfacher als eine tektonische Verbiegung denn als reine Erosions- form zu verstehen Verbiegung haben sich nun Reste einer sonst zerstörten höheren Schubmasse erhalten In dieser Steigen wir nun von der Hochfläche in der Richtung unseres Profiles südwärts ab, Brecciendolomit, sowie streckenweise einem Saum von begegnen wir gutgeschichten Kalken, weiter dunklem darunter dunkleren hellen Kalken, oben den ungeschichteten so Spuren von Rauhwacken lichten Kalken, sowie und Werfener Schichten Diese untere Trias ist, man wie mehrorts erkennen kann, auf marine Gosauschichten aufgeschoben, die ihrerseits engstens mit einem neuen Triassystem verbunden sind, das im Streichen eine recht ver- schiedene Zusammensetzung aufweist Es ist etwa Gegend nördlich von Payerbach am in der wogegen reichhaltigsten, Schicht- sein besitz gegen Osten verarmt Geyer hat sich bereits Kober ist ihm gefolgt Für letzteren ausführlich mit der Beschreibung hierhergehöriger Profile beschäftigt dieser stellt und untere Triassaum an der Südseite des Gahns die Vertretung seiner Hallstätterdecke vor Ich werde später meine Gründe ausführlicher vorlegen, mich zwingen, diesen die Vergleich abzulehnen wo immer Hier sei nur darauf hingewiesen, daß dieser Triassaum, gewähren, so Wie steil einfällt, tiefere Taleinschnitte Einsicht wie es bei einem Durchziehen unter dem Gahnsplateau unverständlich wäre ich schon im Vorbericht erwähnt habe, sehe ich in diesem Triasstreif nur einen randlichen Heraushebung der großen Teil des Gahnsplateaus, der bei der nachgosauischen Gebirgsbildung durch mittleren Triasmasse in eine tiefere überschobene geriet, wobei sein Schichtbesitz besser erhalten den Werfener Schichten im Liegenden unseres Triasstreifens In blieb Lage von Schollen Gesteinen, älteren denen mit ich mich ebenfalls wir dann noch mehrfach treffen Untersuchung noch dieser in zu beschäftigen habe Überblicken wir die Leistung dieses Querprofiles, so Südrandes der voralpinen Decke an der Rohrbacherlinie, besteht dieselbe der Ausschaltung der Erkenntnis in des eigenen Hallstätter- einer decke, der Einführung einer höheren Schubmasse und der neuen Erklärung der Gahnstektonik Auch in diesem Bewegung Der vorgosauischen Decke in Profil ist die Zweiteilung in vorfällt große Überschiebung die Auch die Dagegen Bewegungen Hangenddecke des Gahnsplateaus ist die über hochalpinen die voralpine Heraushebung des Gosau eingeklemmt dürfte von vorgosauischer Abstammung Gahnsplateaus Die ostwestlichen Bewegungen, denen ich schiebe, sind Fig 9, das später die selbst ein Akt der sein nachgosauischen Verbiegung der Bodenwiesmulde in die wohl noch später anzusetzen (Das Querprofil durch das Fenster von Ödenhof noch genauer besprochen wird, zeigt denselben Grundplan.) Der Aufbau des Wiener Schneeberges erläutert werden Profil der der deutlich den Fenstern von Hengst und Ödenhof zu Nirgends finden wir zwischen den Gesteinen der voralpinen und hochalpinen Zone hier eine Spur von Schuhe und nachgosauische Bewegungen sehr 10a ist soll durch die nächsten Querprofile, Fig 10 a bis 10 c, so gelegt, daß auch noch die Rohrbacherlinie und das Gahnsplateau in Gegend von Prettschacher-Feuchtaberg getroffen werden Begleiten wir die Aufschlüsse dieses Querprofils wieder von N nach S, so haben wir an der Nordseite des Schneebergs in der Gegend der Sparbacherhütte die ausgezeichnete Gelegenheit, die hier prachtvoll voralpine Decke mit ihren Juragesteinen unmittelbar Rauhwacken des Schneeberges eintauchen zu sehen entwickelte Schichten und unter die Werfener Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Wieder von der Hallstätterdecke keine Spur zu ist mehr zum Vorschein, wenn nicht dieses Profiles Ampfer er, auch sie kommt Die voralpine Decke selten Tiefe der in zur bis entlang Rohrbacherlinie reichen dürfte Die des Schneeberges beschriebene Trias oft hocherhobene eine bildet flachverbogene Falte, deren steilerer Südschenkel zur Schlucht des Krummbaches also zur Rohrbacherlinie abfällt diese Linie senkt sich von der Gegenseite aber auch die Trias des Gahnsplateaus Gegen entdeckten wir nun eine wo Stelle, sich auf der tief niedergebogenen gedehnte Masse von mariner Gosau erhalten von derselben Ausbildung wie wänden des »Prettschacher« am Südrande als Fund Dieser hat des Gahnsplateaus Krönung aufgesetzt Gahnstrias um ist hier ziemlich aus- eine so interessanter die hier unmittelbar ist, und als es Gosau den jähen Fels- erscheint Entlang der Rohrbacherlinie stoßen auch hier Werfener Schichten meistens aber dunkle Dolomitbreccien an die absinkenden Kalke des Schneeberges Die Prettschacher Gosau aber Gesteinen nicht kommt mit diesen Berührung, da sich ein Zug von lichtem Kalk dazwischen einschiebt in Soweit ich die Sachlage zu beurteilen vermag, gehört dieser Kalkzug ebenfalls noch zur Gahnstrias und die flachnordfallende Das weitere Am Gosau liegt hier in durch den westlichsten Teil des Gahnsplateaus bietet wenig Neues Profil Südabfall tauchen unter der Trias, geschichteten Kalken besteht, in hier die Fig a SO -NW Profil SingeHn a = Quarzgrauwacken = Grünschiefer, Porphj-r == Verrucano = Werfener Schiefer und Rauhwacken = Helle weiße ungeschichtete Kalke ist Es am Tưrlweg an der Kante des Haabergs ist un- lichten Obersberg g = Wohlgeschichtete graue Kalke = Hauptdolomit = Dachsteinkalk = Kössener Sch.-Lias x ^ Triasschollen umlagert von Gosaukonglomeraten diesen Fegenberg 10 a In sehr an der Westseite des Schwarza-Durchbruches eingeschlossen ganzen Masse aus 11 HưllentaJ a ihrer in grer Mächtigkeit die Werfener Schichten heraus Rax Hirschivang einer alten Erosionsfurche dies derselbe eine von gelben knolligen Rauhwacken große Linse Rauhwackenzug, der Schwarza übersetzt und bei Hirschvvang die mit Schollen von grünem, rotem und violettem Porphyr verquickt Diese gelbe, knollige, zellige, brockige Rauhwacke ist enthält massenhafte Einschlüsse von grauem Dolomit, anderen Rauhwacken, dunklen und weißen Kalken, roten und grünen Werfener Sandsteinen Ihr mylonitischer Charakter Es haben und ist schon von aber auch genau dieselbe ist die z B Kober richtig betont Rauhwacke wie wir worden am Nordende sie auch an der Ostseite des Schneeberges sehr unseres Profiles getroffen viele grưßere und kleinere Schollen- einschlüsse zeigt Blicken wir noch einmal auf dieses Profil zurück, so gewahren des Schneeberges Gegen in die hocherhobene Scholle deutlicher Überlagerung der voralpinen Decke die Rohrbacherlinie Gegenteil jener wir aber erscheinen Schneeberg Lagerung zeigend, welche man und Gahns niedergebeugt, gerade erwarten müßte, wenn hier eine Aufpressung das von älteren Schichten vorliegen würde Der nächste Querschnitt durch das Raxplateau nach den Aufschlüssen des großartigen Schwarzadurchbruches wird uns eine weitere Einsicht Dieses westlich von Profil, Fig 11, beginnt wieder in die Geschichte der Rohrbacherlinie gestatten im Bereiche Schwarzau aus zwei Schubmassen beim Eckbauerhof überschreitet voralpinen Decke, die am Obersberg besteht Diese voralpine Masse bildet eine große, ziemlich ins Preintal der tiefe Mulde, welche die Straße von Schwarzau Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Exotische Gerolle vnd Tekfoiiü' von GosaiiahlagerungeiL In diese Mulde sind nun Werfener Schichten aber breiten Zwischen den Triasschollen liegen eingebettet, auf schichten aus Südlich des Eckbauerhofes hebt denen vereinzelte Triasschollen herum- zumeist sich wieder sich konglomeratische Gosau- rotgefärbte voralpine Decke die mit Lias-Kössener Schichten, Dachsteinkalk-Hauptdolomit heraus Dieser Hauptdolomit stưßt entlang einer hier steilen Bewegungsfläche unmittelbar an die Trias- kalke des Fegenberges, der schon zur Raxdecke gehört Die Steilheit der Störungsfläche zwischen der vor- und der hochalpinen Decke ist nur ganz lokal und westwärts taucht wieder die voralpine Decke ganz regelrecht unter die hochalpine Die Gesteine der hochalpinen Decke neigen sich am Fegenberg gegen N Sie bilden im gren ein Gewưlbe, dessen Kern etwa in der Gegend der Wirtschaft zur Singerin Gleich ostein zu suchen Hier treten sehr mächtige, schưn und gleichmäßig geschichtete Kalke als Unterlage der ist ungeschichteten lichten höheren Kalkmassen auf, die im Schwarzadurchbruch auf der Raxseite die bei weitem vorherrschenden lauter lichte Wie unser im südlichen Abschnitt dieses sind Ja, vom Schneeweiß Profil angibt, zum bis Geyer bereits bis oben am Eingang Lage von mariner eine kleine auch schon den älteren Autoren bekannt war enthält, die Wie von unten wird die hochalpine Decke von mehreren tiefen Tälern zerschnitten, von denen das südlichste und grartigste, das gre Hưllental, Gosau Profiles treffen wir hellen Rot gefärbte Kalke vermeldet, ihr Auftreten ist der Verlängerung mit der Rohrbacherlinie in Verbindung zu bringen, welche durch den Stadelvvandgraben zur Schwarza und gegen unsere Gosau herstreicht Die hier wo hinein, sich ihre Das Auffällige vorhandene Gosau die ist verliert Lage der Gosau, tiefe die hier Südseite des Gahns marin und nicht konglomeratisch den unter unmittelbar kommt man zu gewaltigen Steilmauern der Vorstellung von das gre, sondern ins kleine Hưllental streicht aber nicht in Spur unter Trümmerwerk großen des ebenso wie entwickelt uralten Talgefäßen, an der Diese Verhältnisse auch Licht auf Die liegen erste sich dann zu dieser an der entwickelt haben, in den dann das auch leicht Störung durch dürfte denen ganz bereits ja dabei ist die sich die Lagerung Gosaumeere gelegen ganz ausgeschlossen kleinen Höllental Gosaumeer eindrang und So haben erdrückt wohl in werfen aber, dem Südrande Rand vorgezeichneten diesen der nachgosauischen Gebirgsbildung aber Bei man wie mir die Geschichte der Rohrbacherlinie Veranlassung wird Hier Mündung vom großen und Prettschacher und an der und kleinen Höllentales vor Augen, so in haben Eine Erklärung durch Einbrüche oder Überschiebungen scheint, am Hält ist wurde sich die darin der \'oralpinen Staffelung ein alter Decke Talzug seine Sedimente ablagerte dieser Talzug enger zusammengepreßt, begrabenen Gosauschichten in so tiefer viel- Lage zu erhalten vermocht Eine weitere Eigentümlichkeit des Schwarzadurchbruches sind die wände, welche besonders im Südteil der Schlucht mächtigen lotrechten Rutsch- ausgezeichnet erschlossen sind Sie sind zumeist mit flach geneigten Rutschstreifen in nordsüdlicher Richtung verziert Am Fuße Streifung steile, Eingang Rax der in in die Schwarzaenge war befindlichen den Steinbruch schneeweißen Kalken bei meinem im Hintergrund bloßgelegt An ersten eine Besuch im Jahre 1915 hohe der inneren Rutschwand mit in dem am nordsüdlicher Ecke waren aber zugleich sehr wellig verbogene Rutschflächen zu sehen, deren Striemung ostwestlich verlief Die die jüngere Hat Flächenschar durchdrang die erste ohne wesentliche Verschiebung und gab sich zweite als zu erkennen man die große Schlucht durchquert, so trifft man westlich von Hirschwang auf die steile vom nahen Kalkscholle des Sängerkogels, welche durch einen schmalen Streif von Werfener Schichten Raxplateau getrennt wird Wir haben wieder dieselbe Erscheinung wie an der Südseite des Gahns nur mit noch offen- kundiger Steilheit der Lagerung Deiilischrifteii der malh.-nalufw Klasse, 96 Band, Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 10 An Südseite der schmiegt Ampfer ef Ư « sich an den Sängerkogl zunächst die schon erwähnte Rauhvvacken- zone, deren Mächtigkeit tiefenwärts kräftig zunimmt Darunter folgt eine Zone von Werfener Schichten, dann der bekannte erzführende Verrucano, eine Grünschieferzone und endlich Grauvvacken und Blaseneckgneiß Auch außerdem Es Querprofll dieses ini ist Zweiteilung die großen der Längsprofiles eines also Die F'ortsetzung bildet etwas ein über Hengst, des übersetzt (Fig zu charakterisieren vollständig Puchberg, Brück Wir haben da zunächst an dann in dem in — Öd- und Profil ins Altenberger derselben Pfenningwiese Richtung, endlich die der erste Blick auf dieses Profil zu erkennen gibt, spielen auch hier Bewegungen keine geringe nördlichen Kalkalpen ostwestlich gerichtete Gupf, gezogenes südlicher Ich führe zu diesem Tal über das über das Hohe Wand 12.) Wie schon Hohen zeigt Höllentaleinschnitt den gewaltigen Betrag der vorgosauischen Erosion Zwecke noch ein Längsprofil vor, das von den Abstürzen des Gamsecks Rax und Schneeberg ins innere Becken von Puchberg verläuft Fenster Bewegungen und nun aber nach meinen Erfahrungen nicht möglich, den Bau unserer Bergwelt ohne die Beigabe ostwestlichen, eines wieder lehrt deren Mulde Rax der Westseite der deutlicher in Weise am Ostende der Rolle eine scharfe Niederbiegung zu der Falte des die Reste einer höheren Schubmasse lagern, welche Gebiet der Schneealpe eine weitere Erstreckung gewinnt Fig Rax Hengst Schneeberj 12 ~ Puchberg Hohe Wand SW-NO I = Weifener Schiefer, Rauh- wacl^eii, Gips ^ Wohlgeschichtete Triaskall4 iX Die Gosauschichten zementierten bilden da eine lange, nur seicht gebogene Mulde und bestehen aus rötlich Konglomeraten, feineren vorzüglich Gerolle, die meist Kalke aus jüngeren Schichten umschließen Exotische Gerolle habe ich nicht getroffen Am viel Sattel zwischen Schobergut und Mammau breitet sich eine bunte Gosaubreccie aus, die sehr Hauptdolomitmaterial enthält Die Gosauschichten von Mammau liegen nun aber auf einer Unterlage von Werfener Schichten, Rauhwacken und dunklen Brecciendolomiten, deren Auftreten hier in einer Umgebung von Dachsteinkalk und Hauptdolomit nicht eindeutig zu bestimmen ist Man hat da zwei Mưglichkeiten Entweder ft man diese Werfener Schichten als einen Rest der ehemals weiter vorgeschobenen hochalpinen Decke auf oder man bezieht diese Alttrias aus dem Liegenden der voralpinen Decke Soweit ich scheint Fig 69 mir die die in dem nicht gut aufgeschlossenen Gebiet zu überblicken vermochte, Annahme die wahrscheinlichere zu sein, welche auch in dem Profil Sachlage erstere zum Ausdruck gelangt Jedenfalls stoßen die Werfener Schichten der Hauptdolomit des Grưßenbergzuges Wie Wenn man des vưllig unvermittelt diese Profile zu erkennen geben, liegt die hochalpine zuges deutlich genug Gebiet Mammau von dem klaren hellen ab Decke der Südseite des Grưßenberg- auf diesen Zug näher betrachtet, so wird man gewahr, d die voralpine sogenannten Abfalls nưrdlich von Losenheim von einer scharfen, zirka Nordsüdverschiebung betroffen km Decke im betragenden ist Eine ähnliche Querschiebung und dem Wiesberg zu verzeichnen ist auch am Ostende des Grưßenbergs in dem Sattel zwischen ihm , Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 44 A mpfe Was aber r er vorgeschobenen hochalpinen Decke dieselbe Verschiebung Es sind fällt, erleiden worden von Bittncr sind auf Rauhvvacken und Werfener Schichten und sind im N den Liasmergeln der vor- liegen Das nächste westlichere Gosauvorkommen von Bedeutung lernen dehnen mächtig sich dem in und aus Wie steigen am dabei Hahnlesberg nahezu GeröUe Exotische habe ihrer in im Bereiche ich dann im Voistale kennen zu dem 1369 bis um Querprofil Fig 70 dartut, handelt es sich dabei das wir' und Schvvarzatal zwischen Voistal Gebirgsvvinkel welche sich übrigens auch sonst 7Äige, auch die Reste der dal.i Decke aufgeschoben alpinen Hier ist, dies lichte, bunt gefärbte, teils geschichtete, teils ungeschichtete Kalke, die seinerzeit als Hallstätterkalke beschrieben Sie Augen der Ouerstörung von Losenheim in die bei Gosauablagerungen die m hohen Gipfel empor zwei tektonisch getrennte Gosau- Entwicklung unterscheiden beider Züge angetroffen, und zwar in beträchtlichen Massen Die tektonische Trennung der zwei Gosauzüge unseres Bereiches „ Kuhschneeberg HaJinlesberg die roten dünnen Lagen überziehen aber seite Konglomerate des südlicheren Zuges die Höhen des Baumecker Sattels Auf unter streichen eine sehr scharfe = Werfener Schiefer ^ Rauhwacken und Brecciendolomite ^ Triaskalke = Weißer Dolomit-iMj'lonit = Raibler Schiefer, Sandsteine = Hauptdolomit = Dachsteinkalk = Kössener Seh = Lias-Jura 10 = Falkensteinkalk 11 = Gosauschichten mit exotischen Gerollen 12 = Gosaumergel Fig 70 Wir sehen ist der Ostseite reichen sie dabei bis ins Voistal herab, ihnen bald schwarze Tonschiefer und Sandsteine der in auf der WestRaibler (Lunzer) Schichten und große Massen von lichtem Dolomitmylonit aus Die Gosau transgrediert hier über eine offenbar tektonisch verschuppte Masse von lichtem Dolomit und dunklen Raibler Schichten Wahrscheinlich gehört der Dolomit Am Gosau auffallend lichte Liegende der Raibler Schichten und könnte also ins Abhang vom Baumecker Sattel ins insbesondere Felsitporphyre, angetroffen, Voistal habe und durchaus inylonitische Wettersteindolomit bezeichnet werden als ich hier viele exotische Gerolle in der Quarzite, Quarzporphyrtuffe, Dioritporphyrite, Granit- Grünschiefer Die GeröUe erreichen meist etwa nur Faust-, seltener Kopfgrưße aplite, Der nưrdlichere steilen eine schon erwähnten weißlichen Dolomitmylonits stưßt nun mit einer des Streifen an Schubfläche mächtigere weit Gosauzone, im Voistal die in der Gegend des Höch- bauerhofes beginnt, bis Schwarzau reicht und dabei auf den Abhängen des Hahnlesberges gegen Lange Wand und Falkenstein beträchtliche Diese Gosau ist einer steil Ausdehnung gewinnt gegen Süden herabgebogenen Platte von lichten, rötlichen, meist un- geschichteten Kalken an- und aufgelagert, über deren Alter keine völlige Sicherheit besteht Die Darstellung, vom welche Kober in den Denkschriften der Jahre 1912 auf Seite 387 gegeben hat, ist kais Akademie der Wissenschaften so unrichtig, daß sie zunächst zurechtgerückt werden muß, besonders da auch die Angaben von Bittner mißdeutet erscheinen Bittner war Kürze halber von der bereits Hauptdolomit, k k im bezeichnen, Sommer 1893 bekannt, daß diese >^Falkensteinkalke«, so will ich dem schưnen Felshorn, welches sie nưrdlich von Schwarzau nach Dachsteinkalk, Kössener- und Liasgesteinen unterlagert sie der bilden, werden (Verhandlungen G R A 1893, Seite 245.) Ebenso hatte er festgestellt, daß Orbitoliten, Rudisten überlagert werden, diese Falkensteinkalke von Gosauschichten mit Inoceramen, Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Exotische Gerolle und TeIitoiu"k von Gosanablagernngen dem erwähnten Aufnahmsbericht vom Sommer 1893 In vorläufiger Bestimniung der darin entdeckten Fossilien Schichten Salzburgs und den Piassenkalken Nach einer gelangte er dann auf steinkalke genaueren zum Prüfung in nach Vergleich gezogen oder caprinen- Ergebnis, daò hier ằCaprotinenô vorliegen und 325 desselben Jahrganges der Verhandlungen Seite die Falkensteinkalke und der Gesteinsähnlichkeit mit den Oberalmer mitgebrachten der dann hatte er 45 dicerasartigen er bezeichnete Bivalven daher die Falken- unterkretazische Caprotinen- als oder Schrattenkalke war damit der Jedenfalls Fig = Hauptdolomit = Dachsteinkalk = Kössener Seh = Liaskalke mit großen tionen = Falkensteinkalk = Rudistenkalke = Gosaumergel gemacht worden erste Vergleich mit Piassenkalk ungültig 71 -2 Hahnlesberg - f369m Mangankonkre- Friedhofyon Schwarzau Kober »Über dem Orte Schwarzau erhebt sich mit einer sagt nun: Die Basis bildet Hauptdolomit Unvermittelt folgt darüber und prächtige als steilen Mauer Mauer der Falkenstein ein fester, dichter, weiß geflammter Kalk mit Belemniten, Korallen, Nerineen rot Es Piassenkalk ist Bittner hat zuletzt dieses Vorkommnis beschrieben dann Gosaumergel Ostreen, Auf dem Darüber folgen eng verbunden Kalke mit Plateau liegen Kalke mit Radioliten Es das von Bittner für Urgonkalk gehalten worden ist.« -Eine Häufung von ist das jenes Gestein, Unrichtigkeiten Fig 72 := Weißer Dolomit Mylonit = Hauptdolomit = Dachsteinkalk := Kössener Seh = Lias-Jura = Falkensteinkalk = Sandsteine mit Pllanzcnrcsten =: Rote Mergel und Letten = Graue spätige Breccienkalke 10 = Mergel mit Kohlenspuren = Gosaukonglomerat-Exotika 12 = Sandsteine mit Pechkohlen Jagdhütte Hahnlesberß Ostecke j- Volstal Gosau \ und Pflanzenresten Zunächst Hauptdolomit, sondern auf allen vier Bergseiten Dachsteinkalk, Kössener nicht bildet Schichten und Lias das Liegende der Falkensteinkalke Am Aufstieg gegen den Falkenstein habe ich aber auch noch rote Hornsteinkalke als Unterlage angetroffen Ob der Falkensteinkalk Jedenfalls aber dem hat Bittner Piassenkalk entspricht, bleibe dahingestellt niemals die Gesteine mit den Radioliten für Urgonkalke gehalten, sondern eben wie er fürwahr klar genug beschreibt, die darunter befindlichen Falkensteinkalke Auch Der die weiteren Falkensteinkalk Profile Fig 71 Am Ausführungen Kobers darüber sind nicht zu bestätigen und 72 Gipfel selten große des liegt einmal nicht unmittelbar auf Hauptdolomit, sondern er ruht, wie die lehren, über einer viel reicheren voralpinen Schichtfolge Hahnlesberg sind Megalodonten die Falkensteinkalke enthält, aufs engste verschweißt mit dem Dachsteinkalk, der hier nicht , Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 46 A inpfe r c r O Ein tiansgressives Übergreifen der Falkensteinkalke doch scheinen auch Liegendschichten die abweichend ist wohl nicht von der Hand zu weisen, also Es gefaltet ist dies aber sehr leicht mit den Unterschieden zwischen starren und biegsamen Schichten zu erklären Mit diesen Feststellungen fallen auch Kobers tektonische Vermutungen über eine »Falkenstein- decke« zusammen Es mir leider bisher weder gelungen, im Felde neue Caprotinen aus den Falkensteinkalken ist zu gewinnen noch auch Solange also der Reichsanstalt die alten zu Gesicht zu kriegen in Bestimmungen Bittners diese kretazischen Alter der Falkensteinkalke nicht widerlegt \erwechselt werden kưnnen, so d ein Irrtum wohl denkbar Hier müssen neue Untersuchungen eingreifen transgrediert falls ganz Gosau die ganze Vorkommen es von gosauischen Erosion zum Schichten, dem an ich unter- Diceraten und Caprotinen ist nun Blassen- oder Schrattenkalk was der Falkensteinkalke bleibt das, als Rest isolierter Ob halte leicht ist, jeden- Weise und mit mannigfachen Gesteinen darüber hin und das klarer in sind, wobei ich wohl weiß, wie fest, eben sonst die es Bittner sofort erkannte, weit offenbar und ein vorläufig gewaltigen vor- breit der Opfer gefallen sind Die Falkensteinkalke sind mit den voralpinen Gesteinen eng verbunden und es diesen Blatz streitig machen' zu wollen Darin pflichte Schwarzau angenommene bedeutende Querverwerfung Kober ich aber in bei, ist müßig, ihnen daß die von Bittner bei diesem Ausmaß nicht vorhanden ist und man damit das Auftreten der Falkensteinkalke auch nicht begründen kann Die Gosauschichten, welche also die Falkensteinkalke übergreifen, sind am reichhaltigsten am Südfuß des Hahnlesberg aufgeschlossen Hier worden wie wir, treffen Fig 72 ausweist, nicht nur Konglomerate mit vielen bunten exotischen zu deren Ausbeutung auch Stollen auch kohlenführende Lagen, sondern Gerollen, angeschlagen sind Wir haben bunte, eine vor uns Gegen Westen zu aber schneidet die Auf- reiche Gosauserie schiebung des Dolomitmylonits einen gren Teil dieser Schichtfolge ab Auf der Plateauhưhe zwischen den Ecken von Hahnlesberg-Lange Wand-Falkenstein die Gosauschichten fast breiten sich ununterbrochen aus Konglomerate fehlen hier oben Es sind nur Sandsteine mit Rudistenkalke Die entwickelt Orbitoliten, bunte milde Mergel mit Inoceramen und schöne bunte Inoceramenmergel tragen die Wiesen und Felder der hier heroben befindlichen Höfe Rudistenkalke Die sind engstens mit dem Falkensteinkalk verwachsen, ebenso die Orbitoliten- kalke Die ersteren sind im südlichen, die zweiten im nördlichen Abschnitt entwickelt Die Inoceramen- mergel übergreifen ab, während Nahe alle drei Kalkzonen Der Falkensteinkalk selbst nimmt gegen Norden an Mächtigkeit die Orbitolitensandsteine ihre in derselben Richtung vermehren Südostecke unseres der Plateaus stehen und Mergel graue wohlgeschichtete Sandsteine an - beim Steinhauerhof flach gemuldete, grünlich- Auf den Sandsteinflächen sind vielfach verkohlte POanzenreste zu sehen In früherer Zeit der benachbarte wurden aus diesen Sandsteinen Türschwellen, Grabsteine gehauen, wovon auch Hof seinen Namen hat Es muß Bittner zugestanden werden, daß Schwarzau nicht leicht zu finden ist und die tektonische Verbindung der beiden Talseiten von eine Querverwerfung den einfachsten Ausweg zu bilden scheint Trotzdem Die tiefe streichende ist dieser Ausweg nicht gangbar Lage der voralpinen Decke östlich von Schwarzau ist viel leichter als eine nordsüdlich Niederbiegung zu verstehen, wie wir eine solche ja auch zwischen Rax und Schneeberg kennen gelernt haben Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Exotische Gerolle und Tektonik von Gosattahlagermigen Damit sind 0-^W von die aucli und Liasschichten beim Scliwarzauer Kössener- gefalteten A7 Friedhof, Fig 71, wolil zu vereinigen man Legt sich also die Sache so zurecht, so bleibt der mächtige Wall voralpiner Gesteine des Hahnlesberg mit jenem des Obersberg im Westen von Schvvarzau unzerrissener, in wenn auch kräftig verbogener Verbindung Damit sind aber noch lange nicht Wir sehen am Obersberg zum da tektonischen Rätsel der Schwarzauer Gegend gelöst wenn wir Beispiel, die beiliegende um Ansicht, Fig 73, Auskunft fragen, Schuppe von voralpinen Gesteinen bestehen eine doppelte Schuppen Zwischen diese alle wäre nach meiner Deutung die Fortsetzung der Falkensteinkalke hineinzudenken Diese Verdoppelung war seinerzeit der Aufmerksamkeit Bittners entgangen und ihre Verfolgung gegen Westen habe ich bisher nur Im Kamm Gebiete Gratstrecke der am empor, sondern zieht zu der Gippelmauer ausführen können bis des Preinecks reicht die südliche unteren Gehänge hin Außerdem von Kưssener- und Liasschichten, so d die Trennung Fig = Triaskalke = Hauptdolomit Schuppe fehlt hier nicht so leicht fällt mehr nicht bis zum streckenweise der Einsatz Dafür haben wir an diesen 73 Obersberg = Dachsteinkalk — Kössener Seh = Lias-Jura = Gosaukonglomerate W = Werfener Schiefer und Rauhwacken a = Gutgeschichtete Fegenberg rötliche Kalke mit Hornsteinen Schub- lz\Weißliche Kalke d = Hellgraue Dolomitbreccie schiillen PreintaJ den Stellen von Dolomitmylonit Hält man Einsatz am Obersberg Rolle gewechselt, als die Gipfelträgerin Am dieses Aufnahmsergebnis vor Augen, so von Gippelmauer-Gippelberg nicht die Fortsetzung der nördlichen, der südlichen Schuppe des Obersberg bedeutet Die Schuppen haben also insoferne die sondern jene Grat Kamm man, daß der hohe erkennt sich die nördliche die hohe, gipfelbildende, am Gippel aber die südliche ist Schuppen trennende Verschiebung über den Damit wird nun auch das Auftreten der Gosau unter den Nordwänden von Gippelmauern-GippelPreinecker aber setzt die Sattel diese beiden berg verständlich Es Gosau von Hahnlesberg-Falkenstein und dies die Fortsetzung der ist Aufnahmen setzung meiner ich muß es der Fort- überlassen, ob sich hier nicht doch noch weitere Reste von Falkenstein- kalken entdecken lassen Interessant Sattel ist hier auch eine Beobachtung, die ich am Aufstieg aus der Prein zum Preinecker im F'rühjahr 1916 gemacht habe In dem genannten zwischen 1000 und 1100«? Hưhe dem Graben, hinabzieht, ist dem Dolomitschutt weißen dieses Schalenresten und zeigen also der von Walles getroffen hier ein Sie Sattel südseitig zwischen Preineck und Gippelmauer ein sehr deutlicher Moränenwall eingeschaltet Unter ich nun gar nicht selten Stücke von Gosausandsteinen mit können nur aus dem habe Durchstreichen der Gosau Bereiche des Preinecker Sattels stammen an, deren anstehende Gesteine ich bisher nicht gesehen habe Jedenfalls aber wieder zu erkennen gelingt es so, die Tektonik des Hahnlesberg auch im Westen von Schwarzau Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at 48 Über AmpfereV, Schuppe von Obersberg-Preineck-Gippel die südliche nun ist eine beträchtliche Masse von Werfener Schichten und Rauhwacken mit vielen hochalpinen Triasschollen geschoben, zwischen deren Lücken rote Gosaukonglomerate weißen Die schieben und DolomitmjMonite zwischen sich eingefüllt liegen der oben die dunklen Raibler großen beschriebenen Schichten der Baumecker Gegend aber Mulde voralpiner Gesteine und der hoch- alpinen Trias des Fegenbergs ein Wie schon erwähnte, beherrscht dieser komplizierte Bau das ganze innere Preintal ich bis zum Lahnsattel und wahrscheinlich noch darüber westwärts hinaus Wie nun ebenfalls schon Bittner im Sommer 1893 entdeckt hatte, unserer Werfener Schichten aber auch noch exotische Schollen Via stecken in der Basalmasse Da weder Bittner noch auch Kober 74 ObersberQ Westqrat Mitterberg = Werfener Schiefer = Brecciendoloniit = Triaskalke = Hauptdolomit = Dolomit Mylonit ^= Dachsteinkalk = Kössener Seh == Liaskalke, Hornsteinkalke = Gosankonaflomerate 4fr ? den an Vorrat will ich Schollen solchen und ihre tektonische Lagerung erschöpfend beschrieben haben, so zunächst eine vollständigere Darstellung dieser Vom Vorkommen geben inneren Preintal streben zwei eng benachbarte Gräben nordwärts gegen die Steilhänge des Preinecks hinauf = Kalkphyllite, Bändcrkalke = Werfener = Triaskalke = Hauptdolomit = Dolomit Mylonit = Gosaukonglomerat aus bunten Lias7 = Jurakalken mit Kalkzement = Gosaumergel und Sandsteine ^ Scholle von Diabas Schiefei- ,, N-S Preintal Ostseiie des Schlagergnhi Im Östlichen Graben liegt der Angerbauerhof, im westlichen ,, das Schlagerbauerngut und auf dem Scheiderücken dazvk'ischen der Mistelbauerhof Im östlichen Graben habe ich keine exotischen Schollen zu finden vermocht Dafür bietet interessantes Der bereits Profil, niedrige uns der hier Fig 74, Seitenkamm der Rabenwand, auf dem die Kohleralpe liegt, ein sehr das eine gute Ergänzung zu jenem des benachbarten Obersberg bedeutet welchem Scheidekamm,- auf der Mistelbauerhof mit exotischen Schollen ausgestattet Fig 75 ist liegt, ist, als eine Profilansicht wie Fig 75 darlegt, nach den Aufschlüssen der Westseite gezeichnet Wir sehen da am Kamme selbst ein kleines und wenig aufgeschlossenes Vorkommen von Diabas, während wir ganz unten am Bach eine viel grưßere Masse von nordfallenden Bänderkalken mit Glimmerhäuten und von Quarzphyllit herum, während Die anliegenden schwarzen man die Schiefern Hauptmasse Gosausandsteine sind zu bemerken Im als Kalkphyllite einer bezeichnen kann flachbodigen Mulde verbogen Die südlichere Gosau, welche auf Dolomitmylonit und helle Triaskalke übergreift, Konglomeraten entwickelt Bachbett liegen auch Stücke von ist dagegen ganz in Breccien und : Digitised by the Harvard University, Download from The BHL http://www.biodiversitylibrary.org/; www.biologiezentrum.at Exotische Gerolle und Tektonik von Gosaiiablai^eriingeiL Exotische habe Gerolle kalkigverbundenes Konglomerat aus bunten Jurakalken eingeschaltet Stelle ist ein auffallendes den Hinter denen in Es sind meist bunte Kalkkonglomerate An einer gefunden nicht ich 40 ostwestlich stark gestreckten Kälkphylliten treten auch Werfener Schichten zutage, auch Blöcke eines bräunlichen Ouarzites fand ich man nun Begeht in dem Graben des Schlagerbauerngutes auch die nähere Umgebung dieses Anwesens, so entdeckt man im Hangenden der unten am Bach aufgeschlossenen Kalkphyllite spärliche Vorkommen von Beide roten Hornsteinen liegen nördlich und zwei getrennte grưßere Massen von Diabas des Schlagerhofes und die grưßere derselben bildet daselbst einen kleinen länglichen Felshügel WF = Werfener FiR 76 Schiefer = Unterer Dolomit = = HD = Hauptdolomit DK = Dachsteinkalk K = Kössener Seh L = Lias UD Donnerkogl Lahnberg Heckensatiel UH: Unterer Hallstätterkalk OH: Oberer / R =Raibler Seh " Ldckenkogl-Gscheidl 'I ' GO = Go.sau Fig 77 Lahnsattel Ötscher Decke: Hallstätter = Hauptdolomit =: Dachsteinkalk = Kössener Seh = Lias und Jura Decke = Werfener Schiefer h = Gosau c = Ramsaudolomit und Hall- (7 stätterkalk Fig 7
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